USB-Festplatte 3,5" startet ständig neu - Garantieanspruch?

  • Ersteller Ersteller Pillsky
  • Erstellt am Erstellt am
P

Pillsky

Gast
Hallo Forum,

Seit heute startet meine externe 3,5 Zoll Fujitsu Siemens Storagebird 35EV821 mit 1TB ständig neu. Der Startvorgang ist wie immer, das klackern hört sich so an wie immer.
Ist sie dann auf Drehzahl, schaltet der Motor ab, sie bremst und alles geht wieder von vorn los.
Die Festplatte wurde Wochenlang nicht bewegt.

Hab jetzt schon gelesen das man versuchen kann die Festplatte auszubauen und direkt an den PC anzuschließen. Da wäre aber die Garantie weg.
Und genau darum gehts mir jetzt, wie sieht es aus mit Garantieansprüchen bzw. Schadensersatz?

Gekauft würde die Festplatte im Feb. 2009, habe also noch ausreichend Gewährleistung.
Kann man nun Fujitsu Siemens dazu verdonnern, einem eine neue Festplatte zu schicken, und die Kosten für eine Datenrettung denen in Rechnung zu stellen bzw. das sie das selbst machen müssen?

Schönen Abend - Pillsky
 
da festplatten bekanntermaßen kaputt gehen und das sogar schonmal einem der weltfremden richter passiert sein dürfte wirst du mit schadenersatz sicherlich keinen erfolg haben. kurzum: wer kein backup macht ist selbst schuld.

ansonsten finde ich ist das ein fall für die garantie.
es wurde übrigens schon einmal entschieden, dass ein notebook beim öffnen nicht die garantie verliert. das ist aber natürlich keine sicherheit, dass das auch in deinem fall so klappt. ein teures gerichtsverfahren lohnt sich sicher sowieso nicht.
wenn es keine garantiesiegel gibt würde ich sie einfach ausbauen und es dann drauf ankommen lassen.

PS: mit garantie mein ich natürlich die gewährleistung ^^ und die hast du streng genommen gar nicht mehr, da sich nach 6 monaten die beweislast umkehrt. und jetzt beweis dem händler mal, dass das gerät schon immer mangelhaft war...
 
Danke für die schnelle Antwort.
Gut das Beispiel mit dem Richter ist einleuchtend.

Ein Garantiesiegel finde ich jetzt nicht, die hintere Stirnseite (mit den Anschlüssen) ist mit 2 Schrauben befestigt. Dürfte also kein Problem darstellen sie zu öffnen.

Man hat doch einen Zeitraum von 2 Jahren der gesetzlich festgelegt ist, indem ein defektes Gerät 3mal vom Hersteller repariert werden kann. Spätestens danach hat man das Recht auf ein neues Gerät.
Der Hersteller muss mir doch beweisen, das ich falsch gemacht habe mit dem Gerät - das dürfte in meinem Fall ziemlich schwer sein (;

Schönen Abend.
 
Der Hersteller muss mir doch beweisen, das ich falsch gemacht habe mit dem Gerät
Du musst ihm beweisen das die Platte bereits beschädigt war als Du sie gekauft hast.
das dürfte in meinem Fall ziemlich schwer sein
Das denke ich auch, schliesslich hat die Platte ja fast 1,5 Jahre gelaufen. Ich würde wie mein Vorschreiber schon sagt (schreibt) die Platte ausbauen und intern in den Rechner setzen und testen ob Zugriffe auf die Daten problemlos möglich sind, dann hole Dir für 10 € ein anderes Gehäuse oder lasse sie eingebaut und kaufe ein neues externes Laufwerk. Hast dann weniger Stress mit den Daten.
Wenn der Hersteller Dir eine andere Platte gibt, sind die Daten auch weg, er ist für Deine Daten ja nicht verantwortlich, wenn sie wichtig wären hättest Du sie gesichert. :lol:
 
Ich habe anscheinend eine absolut völlig andere Vorstellung was Garantie anbetrifft.
Darunter verstehe ich, das der Hersteller für die Garantiezeit, garantiert das das Gerät funktionieren wird unter Beachtung der Betriebshinweise. Wird gegen diese Hinweise nicht verstoßen, aber das Gerät geht doch kaputt, so wird er es gegen ein neues ersetzen bzw. reparieren.
Egal, ich will mich hier nicht gleich mit dem Forum anlegen (;

...wenn sie wichtig wären hättest Du sie gesichert.
Es ist nur all meine Musik und Filme, sowie BackUps der wirklich wichtigen Daten drauf. :D

Hatte soeben ein Gespräch mit Fujitsu.
Ich kann die Platte an eine Service-Firma einschicken.
Hab dann nachgefragt wie es sich verhält bezüglich Datenrettung, da bräuchte ich ja die vermeintlich defekte Festplatte wieder.
Antwort: Das muss ich halt vorher machen.
Damit ist auch geklärt das ich die Festplatte öffnen darf.

Welches ist auch schon gemacht habe. Verbaut ist eine Seagate Barracuda 1TB mit 32MB Cache. Ein Fehler auf dem USB-Sata-Treiber kann ich nicht erkennen. Nach Elektronik riecht auch nichts... Morgen versuche ich dann die Platte normal im PC einzubauen und auszulesen.

Beste Grüße
Pillsky
 
Bei der Gelegenheit kannst Du gleich auch prüfen, ob es eine 7200.11 aus der Firmwarebugserie ist. Wenn die deswegen einfach nicht mehr online geht, könnte der USB-Controller für die Stop-Start Spielchen verantwortlich sein, weil sich die Platte nicht meldet.
 
Ich sags zwar nicht gern, aber es ist eine 7200.11
Damit jetzt die Firmware der Festplatte selbst betroffen? Schlechte Nachrichten.
Besteht denn die Möglichkeit, dass es dann am Sata-Controller im PC wieder funktioniert?

Beste Grüße
Pillsky

EDIT:
Werde es erstmal probieren, aber anscheinend hatten andere schon das Problem.
Hier hab ich eine gute Anleitung gefunden.
http://www.youtube.com/watch?v=29FztWJVxbM&playnext_from=TL&videos=wq5GwzRNlrU
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Check erstmal auf der Seagate-Seite, ob diese Seriennummer überhaupt betroffen ist, und probiere, ob sie intern angeschlossen erkannt wird oder nicht.

Den selbstgestrickten Smalltalk mit dem Disk-Controller solltest Du Dir als letzten Ausweg aufheben, wenn es keine kostenlose Alternative zur Behebung des Firmwarebugs gibt. Ungeübte Möchtegern-Selbermacher schrotten da mehr, als man glauben kann
Ergänzung ()

So eine Anleitung ist mehr als dürftig - vom Noob an Noobs weitergereicht genau das, was einen Erfolg zumeist ins unerwünschte Gegenteil verkehrt.

Aber macht ja nix - sind ja schließlich nur die eigenen Daten....
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sie betroffen ist, hab ich ja selbst bemerkt (;
Intern läuft sie auch nicht, damit ist der Fall klar. Jetzt glaube ich, dass ich mich doch nicht auf das "Noob-Tutorial" verlassen muss:

Hier hab ich erfahren das wohl Seagate direkt eine Reparatur-Anleitung raus schickt, und wenn diese nicht funktioniert gibt's ein kostenlosen Recovery-Service für diesen Fall.

Heute bin ich schon drüber mit den Anrufzeiten des Supports, morgen mach ich denen Dampf. :D

Grüße Pillsky
 
Wenn die Platte, intern angeschlossen, nur einmal hochläuft und dann nicht ansprechbar ist (weder im BIOS noch im Gerätemanager sichtbar) dann ist es mit großer Wahrscheinlichkeit der Firmware-Bug, da der Kaufzeitpunkt auch auf entsprechende defekte Firmware hinweist.
Läuft sie jedoch auch intern immer wieder neu an, dann handelt es sich zusätzlich um einen anderen Defekt, der dem Frmwarebug zuvorgekommen ist.
Für den Firmwarebug gibt es auch hier im Forum einen Endlos-thread, weil es bei allen Benutzern erst nach einer gewissen Betriebszeit zum Aus kommt, die nach und nach betroffen sind. Gehe einfach nach der Seagate-Anweisung vor
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay... dann ist das ja jetzt was anderes.
Sie läuft nämlich intern ständig neu hoch, genauso wie im externen Gehäuse.
Demzufolge nützt mir die Anweisung gar nichts, sowohl sie von Seagate und die von youtube. (?)

Da kann ich also nur noch Seagate anrufen und mich beraten lassen.

Beste Grüße
Pillsky
 
Derartiges Verhalten tritt z.B. bei Defekt des Motors/der Motorsteuerung auf.

Dann ist auch nicht Seagate, sondern ein Datenrettungsunternehmen Deiner Wahl für die Wiedererlangung der Daten zu beauftragen; ob dann Seagate oder wer anders für den Garantieersatz/Reparatur der Platte zuständig ist, weil die ja wohl mit dem externen Gehäuse verkauft wurde, erfährst Du mit dem:
http://support.seagate.com/warranty
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für den Link.
Der hat mir ausgespuckt das es eine System-Komponente war.
Fujitsu ist also für die Garantie verantwortlich. Damit kann ich mir den Anruf sparen bei Seagate.
Welch Freude... -.-

Ich hab hier ein Angebot einer Recovery Firma aus Dresden.
Für eine Festplatte sollte man mit 300-350Euro rechnen. Kennst du/ihr noch andere die man sich mal anschauen sollte?

Beste Grüße - Pillsky

EDIT:

Aus einem Datenrettungsforum, Problem war genau das meinige mit den ständigen Neustarts:

"Wenn der Spindelmotor hochdreht, und dann wieder abschaltet, kann die Platte ihre Firmware nicht laden. Entweder ist hier die Platine defekt, oder der Vorverstärker im Platteninneren. Da hilft nur der Gang zum Profi."
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Moin moin,

bin leider mal wieder anderweitig schwer beschäftigt, und mußte förmlich an dieses Problem "herangetragen" werden. Umso größer war dann natürlich die Freude, Ernst@at sowie ein Zitat von mir hier zu finden...

Zum Problem:
Ein hoch- und runterdrehender Spindelmotor hat nichts mit "dem" Firmwarefehler zu tun, sondern ist ein sicheres Zeichen dafür, daß die Platte die auf den äußeren Spuren abgelegte Firmware nicht laden kann. Es kommt also kein Signal beim Controller an, dafür können
  • defekte Köpfe (eher theoretisch, denn die Firmware ist redundant gespeichert, d.h. hier müßte es die Köpfe 1+2 gleichzeitig entschärft haben),
  • ein kaputter Vorverstärker (im Platteninneren, gleich hinter den Köpfen)
  • oxidierte Kontakte auf der Platine,
  • ein defekter Controllerchip,
  • fehlerhafte Daten im ROM, bzw. Ausleseprobleme des Controllers,
  • sowie mangelhafte Betriebsspannungen, die die Platte aus den bereitgestellten 5V und 12V selbst erzeugt,
die Ursache sein. Oft ist der Vorverstärker schuldig, aber auch Platinenprobleme gibt es gelegentlich. Eine andere, häufige Ursache kommt aus der mechanischen Ecke, und läßt sich kurz mit "Plumps" umschreiben.

Im günstigsten Fall muß man nur die Platine nebst ROM tauschen, was bei den Seagate-Modellen glücklicherweise noch möglich ist. Wenn das nicht hilft, muß die Platte aufgemacht, und die Kopfbaugruppe (Actuator) getauscht + justiert werden. Das ist nicht trivial, und setzt einiges an Technik und Know-how voraus, daher teuer. Aber an die Daten kommt man mit entsprechendem Aufwand immer heran, es ist nur eine Frage des Geldes.

So, und nun noch eine kleine Anmerkung zu den Firmwarebug-Reparaturanleitungen. Die funktionieren zwar, aber da schreibt einer den Quatsch vom anderen ab, ohne es verstanden zu haben.
Der Befehl i4,1,22 löscht die sog. G-Liste, d.h. alle bereits ausgelagerten Sektoren werden wieder zum Zugriff freigegeben. Das ist natürlich Schwachsinn! Auch die Regenerierung der Translatortabelle mit m0,2,2,,,,,22 (ohne Nullen zwischen den Kommas - die überschreiben die Defaultwerte!) muß nicht immer angewandt werden, denn der Translator ist nur bei Platten, die 0MB oder so zeigen, defekt. Oftmals reicht es, nach N1 (Fehlerspeicher / SMART zurücksetzen) aufzuhören, und dann nach erfolgter Datensicherung die neue Firmware aufzuspielen.

Noch ein kleiner Exkurs zum Thema Garantie und Gewährleistung:
In den ersten 6 Monaten nach dem Kauf geht man pauschal von einem Herstellungsmangel aus, und der Vertragspartner (= Händler, seltener der Hersteller, sofern der eine Werksgarantie anbietet) tauscht defekte Teile aus.
Nach 6 Monaten dreht sich tatsächlich die Beweislast um, d.h. im Gewährleistungsfall muß der Kunde den Nachweis erbringen, daß das Teil schon während der Produktion mangelhaft war, der Fehler aber erst nach einiger Zeit sichtbar wurde. Ein Beispiel wäre z.B. ein Drucksensor, dessen Ausgangssignal sich mit der Zeit immer weiter vom Istwert entfernt, was aber erst nach vielen Wochen Gebrauch sichtbar wird. Durch Laboranalysen wird ein Großkunde hier seinem Zulieferer einen entsprechenden Nachweis erbringen, bei "Wegwerfartikeln" hat der Händler hoffentlich eine entsprechende Rückläuferquote einkalkuliert, und tauscht kulant um.

Aber bei sog. OEM-Waren, also von Großabnehmern günstig eingekaufter Massenware, wird die Garantie / Gewährleistung immer über den Großkunden abgewickelt, niemals über den Hersteller. Der hat ja weniger daran verdient, und spart sich den Service. Bei einigen Firmen steht man da ganz schön im Regen - die winden sich wie die Aale. Deshalb lohnt es sich, auch beim Kauf von Gebrauchsgütern nicht nur nach dem billigsten Preis zu schielen, sondern auch die Garantiebedingungen zu erfragen. Den hier kann der Händler / Hersteller leicht sparen, ohne daß es der Kunde mitbekommt.
Das war jetzt kein Seitenhieb gegen Fujitsu-Siemens, sondern eine ganz allgemeine Betrachtung. Ich sage nur Firmware HP24...

Gruß

Thomas

PS: hat Ghana schon ein Tor geschossen? ;-)
 
Zuletzt bearbeitet: (Tippfehler)
Danke _TK_ für die ausführliche Antwort.

Da spricht ja alles für dich, wenn sogar mein gefundenes Zitat von dir ist (;
Die Betriebsspannung kann ich morgen testen,und allgemein ob die Platine optische Mängel aufweist.

Also Reparaturanleitungen: Ja, aber nur mit deinen geschriebenen Änderungen. Ist ja aber für mich nicht mehr von Bedeutung.

Das mit der Garantie sehe ich allerdings geklärt das ich eine neue Platte bekomm, bis jetzt zumindest.

Schönen Abend noch.
Pillsky

PS: Bloß nicht! Im Gegenteil. (:
 
und nur zur klärung nochmal ein crashkurs in sachen europarecht^^:

garantie ist nicht gesetzlich sondern freiwillig. lebenslange garantie gilt maximal 30 jahre. :lol:

gewährleistung ist gesetzlich festgelegt. 2 jahre. davon die ersten 6 monate zur beweislast des händlers. die restlichen 1,5 jahre muss DER KÄUFER beweisen, dass der mangel schon vorher bestand(, der zum defekt führte).

zum glück sind aber viele händler kulant und tauschen meist ohne große rückfragen um, solange es keine verschleißteile sind. und noch schöner ist, dass oft eine garantie angeboten wird, ob vom händler oder vom hersteller.
 
Die 6 Monate "Mängelgewährleistungsfrist", umgs. Garantie hatte ich nur aufgeführt, weil es meist so gehandhabt wird.

Hast Du eine Quelle für das zitierte Europarecht? Ich habe nur diese hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Garantie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, damit hätten wir das mit der Garantie/Gewährleistung geklärt (;

Die Platine hatte ich soeben ab, keine sichtbaren Fehler.
Die Kontakte hab ich alle nochmal blank gemacht geht aber trotzdem nicht.
Nun ist sie eingepackt und wird nächste Woche ihre letzte Reise antreten.

Dieses Jahr wollte ich mir sowieso noch ein Server bauen, da wird dann alles im Raid1 betrieben.
Nochmal werde ich sowas nicht erleben müssen (;
 
Prima Link, danke!
Also, ich habe jetzt gelernt: Gewährleistung ist gesetzlich vorgeschrieben, wird aber ggf. von einer mehr oder weniger freiwilligen Garantie überlagert.
 
Zurück
Oben