Hab jetzt schon drei von diesen Plattenspielern auf dem Tisch gehabt.
Erst gab's keinen im Laden, also bestellt.
Nächsten Tag dann doch im Laden, also Bestellung storniert.
Der Plattenteller aus Aluminium hat in der Mitte eine eingepresste Buchse.
Wenn diese mittig und senkrecht ist, dann stimmt das Preis-Leistung-Verhältnis.
Ja, wenn...
Der erste 'eierte' nicht unerheblich.
Bevor ich den umtauschte, kam doch der bestellte Plattenspieler.
In Betrieb erinnert dieser an eine Berg-und-Talbahn. Die Höhenschwankung ist so stark, dass die Nadel nicht immer auf die Platte kommt, weil die Platte dann einfach zu tief liegt.
Dann im Laden ein Umtausch und dritter Versuch.
Immerhin besser als die beiden vorherigen.
Nun die große Frage: Behalten oder nicht?
Andere "USB-Plattenspieler" sehen nicht so gut aus wie das Tchibo-Teil (Gewiss eine Frage des persönlichen Geschmacks). Das rumeiern ist wie eine Narbe in einem hübschen Gesicht. Es irritiert den Betrachter. Zu hören ist von dem Mangel nichts (außer bei dem, der die Nadel nicht immer ranlässt).
Die mitgelieferte CD ist wie folgt beschriftet:
> Music Record/Edit Software
> Support OS: Windows 2000/XP/VISTA
Auf der CD gibt es die Plattenspieler.pdf (in versch. Sprachen), Audacity Handbuch 1.2.6..pdf, eine audacity-win-1.2.6.exe und die autorun.inf. Alles zusammen knapp über 10MB!
In dem Heftchen steht zur Software:
> Systemvoraussetzungen
> - Windows XP oder Vista
> - ...
kein Wort von t. ex. GNU/Linux, obwohl in der auf CD mitgelieferten PDF steht:
> Audacity
> Version 1.2
> ein kostenloses, betriebssystem-unabhängiges
> Tonbearbeitungsprogramm
> Hauptprogrammierer:
> Matt Brubeck - Joshua Haberman - Dominic Mazzoni (Projektleiter)
> ...
immerhin im Heft der Hinweis, dass Audacity
unter der GNU General Public License (GPL) vertrieben wird.
Warum kann das "Team der Technischen Redaktion" (schreibt die Bedienungsanleitungen zu Tchibos TCM- Artikeln) nicht so fair sein und alle Betriebssysteme nennen für die es Audacity gibt? Zumal der Plattenspieler problemlos unter Linux als USB-Audio-Device erkannt wurde und in der Kombination mit Audacity das Digitalisieren so leicht ist, wie für das in der Anleitung genannte OS versprochen.
Unfair ist dies, weil Tchibo sich, durch die kostenlose Programmierleistung Freiwilliger, die Lizenzgebühr spart, welche bei anderen Programmen mitunter fällig wären.
Bestimmt von der Presse honoriert worden und damit beste Werbung, wäre eine Linux-Live-CD mit Audacity.
Schade
Nun noch etwas zum schmunzeln:
Drei von drei getesteten Plattenspielern ist nicht repräsentativ, es sind jedoch 100% mangelhafte Plattenspieler aus mindestens zwei Chargen. Auf den Tchibo- Seiten steht dazu:
> TCM:
> Ausgezeichnete Produktqualität, sorgsame Auswahl und exklusive Herstellung. Nur ein
> Produkt, das diese Kriterien erfüllt, trägt das Qualitätssiegel von Tchibo.
Ach so ;-)