Verständnisfrage: Was bedeutet "factory calibrated"?

juuraa

Lt. Junior Grade
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Was heißt "factory calibrated"?

Wird bei einem solchen Monitor nur ein Profil mitgeliefert - oder ist da hardwareseitig eine Einstellung vorgenommen worden (die man als Kunde am Gerät nicht durchführen kann)?

Mit anderen Worten:
- ist das eine rein softwaremäßige Angelegenheit (ein Profil wird erzeugt und geliefert)?
oder
- ist das ein Eingriff in Hardware/Firmware-Einstellungen, die dem Endkunden nicht zugänglich sind?
 
juuraa schrieb:
ist das ein Eingriff in Hardware/Firmware-Einstellungen, die dem Endkunden nicht zugänglich sind?
Ist es. In der Fabrik wird das Panel vermessen und als Standartprofil in der Firmware hinterlegt.

Da Panels allerdings einer Abnutzung unterliegen, hat man davon nur über einen begrenzten Zeitraum was.
Wenn man auf einen kalibrierten Monitor wert legt, führt nichts an eine regelmäßige Kalibrierung über ein Colorimeter vorbei.
 
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Besten Dank. :-) Das war aber eine blitzschnelle Auskunft.
 
oder
- ist das ein Eingriff in Hardware/Firmware-Einstellungen, die dem Endkunden nicht zugänglich sind?

Doch doch ist Endkundenzugänglich nur mit Arbeit verbunden...
Bei einem solchen Fall, wird das Farbprofil normalerweise schon Perfekt kalibriert.
Es gibt für Endkunden kleine Kalibierer die man kaufen kann und sich dies selber Nachträglich kalibieren kann, in solch einem Fall wird dies für dich erledigt.

Schau mal, das sind solche Dinge:
https://praxistipps.chip.de/datacol...s-pro-und-elite-den-monitor-kalibrieren_99578
 
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Retsam-Master schrieb:
Doch doch ist Endkundenzugänglich nur mit Arbeit verbunden...
Bei einem solchen Fall, wird das Farbprofil normalerweise schon Perfekt kalibriert.
Es gibt für Endkunden kleine Kalibierer die man kaufen kann und sich dies selber Nachträglich kalibieren kann, in solch einem Fall wird dies für dich erledigt.

Dann stellt sich mir wiederum die Frage:
Diese Kalibrierungsgeräte... Greifen die ähnlich der "factory calibration" in die Hardware ein - oder geht es hier tatsächlich nur um das Erzeugen eines Profils?
 
Man kann beides machen. Je nachdem was einem der Monitor/ Fernseher anbietet.
 
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Wen es intelligent gelöst wird, wird vom Hersteller aus nur ein Profil hinzugefügt das sich zb. "perfekt Kalibiert" nennt.
Du musst immer bedenken, das sich Farben von Zeit zu Zeit ändern können, somit ist eine erneute kalibierung notwendig. Dies ist bei einem Spyder 5 zb. jederzeit nachträglich änderbar
 
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SeniorWitti schrieb:
Man kann beides machen. Je nachdem was einem der Monitor/ Fernseher anbietet.
Ich gehe aber recht in der Annahme, daß es bei Monitoren für den Endkunden meist nur über ein (softwareseitiges) Profil geht? Oder sehe ich das falsch?
 
juuraa schrieb:
Greifen die ähnlich der "factory calibration" in die Hardware ein - oder geht es hier tatsächlich nur um das Erzeugen eines Profils?
Keine Kalibrierung greift in die Hardware ein. Sowohl eine Firmware mit einem angepassten Farbprofil als auch die Kalibrierung über den PC mit Colorimeter machen dies über ein Anpassen der Ansteuerung des Panels erzeugen vergleichbar gute Ergebnisse, mit dem Unterschied:
ghecko schrieb:
Da Panels allerdings einer Abnutzung unterliegen, hat man davon (Factory Calibration) nur über einen begrenzten Zeitraum was.
Wenn man auf einen kalibrierten Monitor wert legt, führt nichts an eine regelmäßige Kalibrierung über ein Colorimeter vorbei.
 
Es kommt drauf an welchen Weg man gehen möchte. Wenn der Monitor über eine 6-Achs-Farbkontrolle verfügt, stellt man ihn da drüber ein.
Bitte auch nicht mit den Hardware kalibrierbaren Monitoren von nec oder Eizo vergleichen, das ist wieder was anderes.
 
ghecko schrieb:
Keine Kalibrierung greift in die Hardware ein. Sowohl eine Firmware mit einem angepassten Farbprofil als auch die Kalibrierung über den PC mit Colorimeter machen dies über ein Anpassen der Ansteuerung des Panels erzeugen vergleichbar gute Ergebnisse, mit dem Unterschied:

Du hattest doch oben den Eingriff in die Firmware bei "factory calibrated" bestätigt, oder verstehe ich dich falsch?

Mir geht es nur darum zu begreifen, ob hier Veränderungen in der Ansteuerung des Panels erfolgen, die (vielleicht hatte ich mich unklar ausgedrückt!) in einem Profil als icc-Datei hinterlegt werden (also rein softwareseitig) - oder ob es hier tatsächlich um Eingriffe in die (dem Kunden nicht zugängliche) Firmware geht.

Ich bin nun also immer noch nicht genau informiert:
  • Was tut eine "factory calibration"? Veränderungen in der Firmware vornehmen? - die über die Einstellmöglichkeiten der Tasten am Monitor hinausgehen
  • Was tut ein Kalibrierungsgerät (Spyder etc.)? Auch Veränderungen in der Firmware selbst vornehmen - oder bloß eine Profildatei erzeugen?

Ich hoffe, nun ist es verständlicher, was genau ich wissen möchte. :-)
 
ghecko schrieb:
Keine Kalibrierung greift in die Hardware ein.
Doch natürlich, bei einem Monitor der die Hardware Kalibrierung unterstützt,
hier wird die Kalibrierung dann direkt in der LUT des Monitor vorgenommen.
 
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ghecko schrieb:
Ein Register, welches Zahlen enthält und wiederbeschreibbar ist verstehe ich als Software.

Hardwarekalibrierung wäre eine Nullpunktkorrektur der Ansteuerung durch verstellbare Potentiometer oder Austauschen von Bauteilen.

Gut, die Begriffe "Software" und "Hardware" waren vielleicht mißverständlich gebraucht.

Mich interessiert einfach, ob sich die Profilerstellung im Monitor drin abspielt (und über das, was die Tasten des Monitors bieten hinaus) und darin dann auch im Monitor selbst abgespeichert wird

ODER

ob es in jedem Fall nur um ein Erzeugen einer icc-Profildatei geht


Nun müßte aber doch klar sein, was ich meine. ;-)
 
Also um es zusammen zu fassen:

Ein Panel wird zb. so geliefert:
Profil 1 = Standard ( 50%R 50%G 50%B)
Profil 2 = Kalt (50%R 50%G 70%B)
Profil 3 = Warm (60%R 60%G 50%B)
USW: als Beispiel.

Als Hersteller gibt es nun 2 Optionen:
Ich lasse Standard wie es ist und optimiere die Farben und die Anzeige hat immer noch ( 50%R 50%G 50%B)
ODER
Ich erstelle ein Profil 4 = Kalibrated (54%R 62%G 55%B) als Beispiel.
(dies würde ich immer beforzugen)
Hast du alle Profile inkl. Originalstandard, so hast du immer einen Referenzwert was der Monitor effektiv kann.
Ich fände es schade wen der Hersteller die Originalwerte vom Monitor ändern würde (HW technisch / in der Firmware vom Profil Standard)

Wer es nun wie macht, ist wohl Herstellersache
 
ghecko schrieb:
Ein Register, welches Zahlen enthält und wiederbeschreibbar ist verstehe ich als Software.....
Das Netz ist voller Informationen diebezüglich,
egal was du dir auch jetzt wieder hier zusammenreimst,
das nennt man Hardware Kalibrierung.
PC und Grafikkarte haben hier dann softwaremäßig
nichts mehr damit zu tun, die Kalibrierung geschieht
alleine in der LUT des Monitors.
 
Meine Frage kurz und bündig bezieht sich eigentlich lediglich darauf, ob ein werkskalibrierter Monitor zwingend eine icc-Profildatei mitliefern muß - oder ob Werkskalibrierung heißt, daß der Monitor an sich (also ohne Profildatei) schon in einem gewissen "Zustand" geliefert wird, der ihn von einem anderen Exemplar dieses Modells unterscheidet und welcher sich vom Endkunden auch nicht per Monitortasten erreichen läßt.
 
juuraa schrieb:
Was tut eine "factory calibration"? Veränderungen in der Firmware vornehmen?
Ja.
juuraa schrieb:
die über die Einstellmöglichkeiten der Tasten am Monitor hinausgehen
Nein.
juuraa schrieb:
Was tut ein Kalibrierungsgerät (Spyder etc.)? Auch Veränderungen in der Firmware selbst vornehmen - oder bloß eine Profildatei erzeugen?
Die erzeugen eine Korrektur, die per Farbprofil dem Grafiktreiber mitteilt, wie das Bild zu kompensieren ist damit der Monitor es korrekt darstellt. Anpassung passiert also im PC.
juuraa schrieb:
ob ein werkskalibrierter Monitor zwingend eine icc-Profildatei mitliefern muß
Nein.
juuraa schrieb:
oder ob Werkskalibrierung heißt, daß der Monitor an sich (also ohne Profildatei) schon in einem gewissen "Zustand" geliefert wird
Ja.
juuraa schrieb:
der ihn von einem anderen Exemplar dieses Modells unterscheidet und welcher sich vom Endkunden auch nicht per Monitortasten erreichen läßt.
IdR. nicht.

Nickel schrieb:
Das Netz ist voller Informationen diebezüglich,
egal was du dir auch jetzt wieder hier zusammenreimt,
das nennt Hardware Kalibrierung.
Wie das Netz das nennt ist mir Schnurz, es ist falsch. Bienen werden auch in Medien als Schwarz-Gelb gestreifte Geschöpfe Cartoonisiert und es hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.
 
Demnach könnte man also die Merkmale dieser Werkskalibrierung ohne eigenes Kalibrierungsgerät rein über die vorhandenen Monitortasten erzielen? Irgendwie habe ich Zweifel daran, ob das stimmt. Bei manchen Monitoren vielleicht mit sehr umfangreichen Funktionen, die sich über die Tasten aufrufen und verändern lassen - aber bei Monitoren mit recht spärlichem Menü?


Um es noch etwas deutlicher zu machen (hoffentlich):
Bei vielen Monitoren läßt sich über ein verborgenes Servicemenü so einiges abändern (Overdrive usw.), also Werte verändern, die rein über die Monitortasten nicht zugänglich sind.

Somit vermute ich, daß bei einer Werkskalibrierung auch Veränderungen vorgenommen werden, die nicht über die Monitortasten allein und ohne zusätzliches Kalibrierungsgerät erreichbar sind. Müßte doch so richtig sein?
 
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