Verstärker kaputt...

bootsector

Lt. Junior Grade
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Aug. 2009
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378
Hi @ all!
Mein Sherwood Verstärker ist vor kurzem kaputt gegangen, jetzt versuche ich herauszufinden, was kaputt ist.
Folgendes Szenario:
-> Geburtstatgsfeier im Park, alle bringen ihe super High-End-Standboxen mit, aber keiner hat nen passenden Verstärker mit, deswegen muss meiner her...
-> alles angeschlossen, eine Stunde liefs, dann war auf einmal aus.

->beim Druck auf den power-button (Hauptschalter) geht die standbylampe an.
-> drücke ich jetzt auf "audio" (so mache ich den immer an), kommt dieses typische Klicken (vom Schütz!?), die standbylampe geht aus (diese sollte eigentlich an bleiben) und sonst passiert nichts.

Die Sicherungen habe ich mir alle angesehen, sehen intakt aus.
Jetzt habe ich mir die Kondensatoren angesehen, diese sehen eigentlich gut aus, nichts aufgebläht ABER:

An einigen Kondensatoren ist am unteren Rand ein dunkelbeiger, fester stoff zu erkennen, sieht aus wie ausgelaufen, könnte aber auch absichtlich angebracht sein (vielleicht ein Klebstoff o.ä?).

Nun zu meinen Fragen:
->Kann vielleicht jemand anhand der geschilderten Fakten eine Ferndiagnose machen oder wenigstens eingrenzen, woran es liegen kann und woran nicht?
->Laufen Kondensatoren am UNTEREN Rand aus, ohne vorher aufzublähen?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen

bootsector
 
bootsector schrieb:
->Kann vielleicht jemand anhand der geschilderten Fakten eine Ferndiagnose machen oder wenigstens eingrenzen, woran es liegen kann und woran nicht?
Eher nicht, das würde in eine Raterunde hinauslaufen. Das Ding muß durchgemessen werden.

bootsector schrieb:
->Laufen Kondensatoren am UNTEREN Rand aus, ohne vorher aufzublähen?

Die Sollbruchstelle liegt zumeist eigentlich oben, zumindest bei den kleinen Elkos. Je nach Typ kann das aber auch anders sein, in anderen Leistungsklassen sowieso. Wenn sie allerdings Einkerbungen auf dem "Deckel" haben, kannst Du mit ziemlicher sicherheit sagen, daß sie zuerst eher oben aufplatzen sollten. Tun sie allerdings nicht immer. Was aber definitiv stimmt: Das Dielektrikum stinkt. Der Unterschied zum Heißkleber ist erriechbar.

Wahrscheinlich hat's Dir die Leistungsstufe zerrissen, ich gehe mal von einem Kurzschluß am Ausgang aus. Die übliche Variante. Aber wie gesagt: Durchmessen. Wenn der Verstärker nicht allzu teuer war, lohnt der Aufwand allerdings nicht.
 
Twostone schrieb:
Wenn der Verstärker nicht allzu teuer war, lohnt der Aufwand allerdings nicht.

Es lohnt sich immer, außer das Teil ist schon 30 Jahre alt - wobei es sich hier auch noch lohnen kann.

ElKos kosten für ein Kompletten Verstärker maximal 10 € einbau kostet ein bissl Zeit und das wars. Ich würde erst mal die ElKos austauschen das ist Fehlerquelle Nr. 1 in allen Geräten.

Alternativ kann man den Verstärker noch durchmessen aber das musst du machen lassen da ich mal bezweifel das du die Geräte dafür hast.
 
Elkos würde ich ausschliessen, die sind eher selten die Ursache für ein 'es-geht-gar-nichts-mehr'-Fehler, da kommen andere Komponenten in Betracht. Endstufe oder Netzteil. Evtl auch Niederspannungslogik, aber auch eher unwahrscheinlich. Ich würde im Netzteil und den Endstufen mit der Suche beginnen. Das Problem ist nur, dass du ohne gescheite Unterlagen da auch mit Fachwissen nicht sehr weit kommst.
 
die dicken Elko-Becher werden immer an der Platine oder am Gehäuse fest "gepappt".

Ich würde erstmal alle Sicherungen durch "messen" und nicht nur nach Sicht kontrollieren.
Ansonsten _vermute_ ich mal, dass da irgendwo eine Sicherung ist, die manuelle zurück gestellt werden muss.

Das da wirklich eine Endstufe abgetaucht ist, halte ich für eher unwahrscheinlich. Dann müsste ja die andere noch funktionieren, oder die defekte verursacht jetzt einen Kurzschluss (ist aber auch wieder unwahrscheinlich).
 
bootsector schrieb:
Die Sicherungen habe ich mir alle angesehen, sehen intakt aus.

Ich hoffe, du hast sie mit dem Multimeter durchgemessen? Wenn sie ganz am Rand durchbrennen, sieht man das nicht unbedingt.
Das würde ich mal als aller erstes machen!

bootsector schrieb:
Jetzt habe ich mir die Kondensatoren angesehen, diese sehen eigentlich gut aus, nichts aufgebläht ABER:
An einigen Kondensatoren ist am unteren Rand ein dunkelbeiger, fester stoff zu erkennen, sieht aus wie ausgelaufen, könnte aber auch absichtlich angebracht sein (vielleicht ein Klebstoff o.ä?).

Fotos wären hilfreich! Dann kann man dazu mehr sagen.
 
Möchtest irgendwas wissen sagst aber nur das es eine Sherwood Endstufe ist... Bitte genaue Daten... So kann man nicht im entferntesten raten

Vermute die Elkos sind einfach nur festgeklebt, damit die nicht losrütteln. Einfach mal Foto einstellen.
 
Es handelt sich hier um einen Sherwood RVD 6095RDS Verstärker.
Fotos folgen, ich habe nur gerade keine funktionierende Kamera zur Verfügung...
 
Werden die Endstufen selber die Krätsche gemacht haben, wenn ich schon lese das alle?! super Boxen angeschlossen wurden, da hast du 2 mit 4 Ohm, was dann parallel 2 Ohm gibt und schon hast du Ströme was das Teil nicht lange aushält.
 
Hatte mal ein Sonyverstärker in der Mangel, der nach einer Party auch tot war... Überhitzung vom Netzteil - durchgebrannt bzw. eingebaute Temperatursicherung durch. Erstaunlicherweise waren die Endstufen noch intakt... :freak:
Das klacken (Schütz kommt grob hin, genau genommen aber ein Relais) schaltet ja vom standbytrafo auf das Leistungsnetzzteil... könnte auch sowas in der Art sein... Wie man schon sagte... ohne messen wird man vermutlich wenig ausrichten können...

Wüsste nicht, wieso die Standbyled anbleiben soll, wenn Du das Ding AUS dem Standby holst...
Kannst denn überhaupt noch irgendwas schalten nach dem der aus dem Standby kam?
 
Das Klicken kommt wahrscheinlich von den Relais die an den Lautsprecherausgängen liegen. Diese sind dazu da damit die Ausgänge erst dann durchgeschaltet werden wenn eine stabile Versorgungsspannung an der Endstufe anliegt zum Schutz der Lautsprecher. Ebenso dienen sie auch zum Schutz der Endstufen bei einen Kurzschluss am Ausgang.

Da diese Verstärker in der Regel noch ein herkömmliches Netzteil (kein Schaltnetzteil) haben besteht hier die Problematik mit den Elkos nicht womit das Problem hier weniger liegt. Aber alles andere ist reines Rätselraten und hilft nicht weiter. So wie es aussieht wurde das Teil überlastet aber welches Bauteil letztlich den Geist aufgegeben hat kann man nur mit Messen herausfinden.

Dazu braucht man aber nicht nur die Messgeräte sondern auch die entsprechende Ausbildung.
 
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