Versteuern von Einnahmen aus Kapitalerträgen?

Das denke ich auch, aber der TE ist ja noch voller Idealismus und glaubt den Versprechungen auf große Gewinne. Abbringen wird man ihn davon nicht kommen, aber hoffentlich merkt er es noch rechtzeitig genug um sich nicht das ganze Leben mit einem Berg Schulden zu versauen.
 
Hatte ich es doch vermutet, da hat sich einer von den Daytradern anfixen lassen. Sein anderer Thread ist aber schon zu, daher hier die Antwort die ich dort schreiben wollte:

Also bevor Du Dir Gedanken um die Versteuerung der Gewinne machen kannst, solltest Du erst mal welche einfahren, denn das ist bei bei den Daytradern nicht so einfach und schon gar nicht über längere Zeit. Die meisten müssen sich eher über die Verlustfortschreibung informieren :evillol:

Aber ja, man kann viel Geld verdienen, aber auch viel verlieren und es ist wie im Kasino: Alles Glückssache, nur die Bank gewinnt immer!
 
@TE

Mal abgesehen von den ganzen Moralaposteln hier, ich habe auch in der Schule während meiner Abizeit mit dem Traden angefangen, allerdings kein Day-Trader.
Habe Dividenden eingestrichen und langfristig diversifiziert Investiert.

Während meiner Schul-/Ausbildungszeit hab ich mir da auch null Gedanken über Steuern gemacht.
Du bekommst jährlich eine Auflistung deiner Bankinstitute, wie viel Kapitalerträge du erhalten hast und diese müssen dann entsprechend versteuert werden, sofern du deiner Bank keinen Freibetrag mitgeteilt hast.

Die wichtigste Regel fürs Trading ist meiner Meinung nach, dass man immer nur Geld investieren sollte, welches du über hast und nicht benötigst.
Mach es als Hobby für dich und nicht um dich vor irgendwem zu profilieren.

Nebenbei gibt es dafür auch Wettbewerbe bei gewissen Banken.
Bei unseren lokalen Finanzinstituten kann man an Investment Turnieren teilnehmen, welche über einen gewissen Zeitraum stattfinden, speziell für die Nachwuchs Talentsichtung (wobei Talentsichtung wohl eher der falsche Begriff ist :D).

Ganz ehrlich, Selbstständigkeit im Lebenslauf vorgaukeln und so tun als ob du Erfahrung im Trading hast, würde ich dir nicht empfehlen.
Ich schimpf mich auch nicht KFZ-Mechaniker, weil ich mal nen Autoreifen gewechselt habe.

Als Bücher kann ich dir neben der Steuerthematik die Bücher von André Kostolany - die Kunst über Geld nachzudenken, Campus - Genial Einfach investieren und als Film ist "The Big Short" noch toll aufgearbeitet.

Investiere NIEMALS! Geld, dass du nicht besitzt.

Ich für mich kann nur sagen, ich habe eine Zeit lang fürstlich gelebt, hab mir vom Aktienhandel eine ETW und eine Harley gekauft und bin jetzt normaler Arbeitnehmer ohne Bezug zur Finanzwelt.
Ich habe nur damit aufgehört, weil ich sonst absolut keine Planungssicherheit hatte in meinem Leben und die Banken mich aufgrund meines schlechten Mathe Abis nicht wollten :p

Wenn du Erfahrungen sammeln willst, investiere Geld welches du über hast und sei dir bewusst, dass du alles verlieren kannst.


Warum ich dass hier schreibe?
Ich wollte einfach mal eine andere Geschichte auftischen und nicht die Flagge im Wind sein, die dir rät, tu es nicht!
Wenn alle so denken würden, würde niemand mehr seine eigenen Erfahrungen sammeln und die Innovation stirbt aus.
 
@Timmi

Deine Herangehensweise war aber anscheinend nicht jene des TEs, wenn man seine Threads verfolgt hat er Wissen von Youtube und ansonsten viele Fragen, die nicht im Ansatz andeuten, dass er sich selbst damit auseinandergesetzt hat. Gleichzeitig will er in einen der eher riskanteren Märkte hinnein.
Lass mich raten, du bist da schon etwas anders herangegangen?
 
Timmi schrieb:
habe auch in der Schule während meiner Abizeit mit dem Traden angefangen, allerdings kein Day-Trader.
Habe Dividenden eingestrichen und langfristig diversifiziert Investiert.
NEIN, Du warst kein Trader, hast also nicht mit dem Trading angefangen, Du warst Investor und hast angefangen Dein Geld in Aktien anzulegen. Das ist vernünfitg und dazu kann man auch nur jedem raten, aber das ist etwas ganz anderes als Trading und damit als das was der TE vorhat.
 
@Timmi

Das sind doch 2 völlig paar unterschiedliche Schuhe. Du hast investiert, das Risiko dein Geld zu verlieren war vergleichsweise gering. Beim Daytrading dagegen wird mit Hebelzertifikaten und Optionsscheinen gehandelt, da kann man ohne Stop Loss auch mal schnell an einem Tag das gesamte eingesetzte Kapital verlieren und mit Stop Loss wird man eventuell zu früh ausgeknockt und geht mit Verlust raus.

Ein Arbeitnehmer schießt dann einfach wieder im Depot bissl nach und dann läuft halt beim nächsten mal besser. Ein Schüler kann das aber in der Regel nicht und sollte daher eben kein Daytrading betreiben. Ich finde auch nicht das das etwas mit Moralapostel zu tun hat. Da verspekulieren sich selbst große Geldinstitute gern mal und die machen nichts anderes wie sich Tag täglich mit dem Kram außeinander zu setzen.

Seine Fragen zeigen, dass er nicht mal über Börsenbasiswissen verfügt und er will dann gleich mit dem schwierigsten bzw. risikoreichsten Part (Königsdisziplin) überhaupt beginnen und das weil er vielleicht sich paar yt Clips angeschaut hat wie ich schnell Geld mache? Sorry aber da kann ich nur drüber lachen.
 
Ja ich bin an die Thematik anders herangegangen, habe kein Day-Trading betrieben und auch nicht mit Optionsscheinen, Zertifikaten oder Devisen gehandelt,
Geld kannst du überall verlieren, auf die Nase fallen gehört nun mal dazu.

Aber ist wie gesagt auch nur meine Meinung, Geld ist ein Mittel zum Zweck und nichts wonach man streben sollte.
(und nein, ich lebe nicht im Überfluss)
 
Was macht man dann an der Börse, egal ob als Zocker oder Investor, wenn man kein Gewinnsterben verfolgt?
 
Holt schrieb:
Was macht man dann an der Börse, egal ob als Zocker oder Investor, wenn man kein Gewinnsterben verfolgt?

Man könnte es denk ich so sehen, dass man für Ziele wie eine vernünftige Altersvorsoge, finanzielle Freiheit oder einfach ein zusätzliches passives Einkommen an die Börse geht.

Und nicht weil man ohne einen Plan zu haben nur die $$$ vor den Augen hat (wer das nämlich hat wird oft zum Zocker). Das sind diejenigen, die gerade z. B. den DAX shorten, was für mich nie in Frage kommen würde.
(Oder Deutsche Bank-Aktien kaufen... :evillol: heute Platz 2 bei Top-Umsatz bei Tradegate)

Auch Tesla halte ich für einen Zock, ich mag die Firma zwar, aber keine Gewinne und erst recht keine Dividende: ohne mich.
Fun Fact auch hier: Platz 1 bei den meisten ausgeführten Orders bei Tradegate (bei US-Titeln).

Holt schrieb:

Ist zwar OT aber wenn ich den Begriff so lese (mit Rechtschreibfehler) muss ich an Leute denken, die extrem schnell zu viel Geld gekommen sind (Lotto-Gewinner) und dann, bildlich gesprochen, daran gestorben sind, weil sie nie gelernt haben, damit umzugehen. Von der Million zu Hartz IV.
 
Piktogramm schrieb:
Gewinnsterben :evillol:

Bei dir bin ich mir nicht sicher ob das ein Verschreiber oder doch pure Absicht ist, aber ich habe laut gelacht!
Es war ein Tippfehler, aber als ich ihn gesehen habe und an die DAX Entwicklung dachte, fand ich es doch irgendwie wieder passend. Ich mag gar nicht nachsehen was da heute wieder an Depotwert abgeschmolzen ist, aber andererseits kommen wie damit wieder näher an Einstiegkurse ran und bei mir liegt noch viel zu viel auf der Seitenlinie.

flo233 schrieb:
Man könnte es denk ich so sehen, dass man für Ziele wie eine vernünftige Altersvorsoge, finanzielle Freiheit oder einfach ein zusätzliches passives Einkommen an die Börse geht.
Das erzielt man aber auch alles nur, wenn man letztlich Gewinne macht und nicht dort Kapital vernichtet.
flo233 schrieb:
Das sind diejenigen, die gerade z. B. den DAX shorten, was für mich nie in Frage kommen würde.
Eigentlich tut es das für mich auch nicht, aber ob ich es nicht zu Absicherung tun sollte, überlege ich aber so langsam auch. Das Depot ist einfach zu fett um da jetzt alles zu verkaufen. Andererseits sind die fundamentalen Treiber für die Aktienmärkte noch immer da, selbst wenn das Wirtschaftswachstum weltweit und vor allem in China schwächelt, deren Zahlen sind doch sowieso noch mehr getürkt als die der Amis.
flo233 schrieb:
Auch Tesla halte ich für einen Zock, ich mag die Firma zwar, aber keine Gewinne und erst recht keine Dividende: ohne mich.
Wir könnten gerade das Ende einer Technologieblase 2.0 sehen, denn nicht nur Tesla ist eine solche Megablase, da gibt es einige "Zukunftsfirmen" deren Zahlen vorne und hinten nicht zu dem Aktienkurs passen und wo vor allem das Prinzip Hoffnung die Kurse getrieben hat. Aber dann werden auch Qualitätsaktien günstiger und auf die schiele ich viel mehr. Der Erfolg mit Aktien ist ein Marathonlauf, kein Sprint!

Tesla hat doch nur in Märkten mit hohen Subventionen für e-Autos gute Absätze erzielt und das auch nur, weil die erstmal sofort als e-Autos erkennbar sind, anderes als ein Elektro Golf, Polo, Smart oder sonstwas und dann weil die sauteuer sind. Damit dienen sie als perfektes Statussymbol um auch noch das grüne Gewissen zu zeigen und beruhigen, während man dann die größeren Reisen in der S-Klasse, dem 7er oder Cayenne Turbo antritt. Schon ein kleiner Tesla wird diese Klientel nicht ansprechen und muss dann nicht mehr um den Platz vor der Doppelgarage kämpfen vor der er vor allem zur Schau gestellt wird, sondern um den Platz in der Garage für das einzige Familienauto und da zählen Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit viel mehr als das Image und den Status dem man damit erringen will.

Mit beidem ist es aber eben noch nicht weit her, die Reichweite ist begrenzt, Ladestationen eher Mangelware und die Kosten darf man gar nicht rechnen. Die Batterien fressen einen auf! Keine Ahnung wie das jetzt ist, aber vor einiger Zeit waren mal die Renault e-Fluence in den Anzeigen, das Auto kostet ähnlich viel wie ein besserer Benziner oder Diesel, aber da kamen noch einmal 79€ (waren es meine ich) pro Monate für das Leasing der Batterie drauf, bei 10.000 im Jahr für 3 Jahre. Das wären also 948€ im Jahr oder 9,48€ pro 100km, wenn man diese 10.000km voll ausschöpft. Dafür kann man einen Diesel schon locker für 100km betanken und dann kommt ja noch der Strom hinzu, der auch nicht umsonst ist. So 20 bis 30kWh pro 100km gehen da auch locker drauf, vor allem im Winter mit der Heizung und im Sommer mit der Klimaanlage, dazu Ladungsverluste die noch mal bis zu 25% ausmachen können und dann sind wir schnell bei weiteren 10€ auf 100km, Upps! Dazu die nächste Frage: Was ist nach 3 Jahren, wenn das Leasing der Batterien ausläuft? Oder nach 6 oder 9 Jahren, wenn es keine neuen Batterien mehr gibt oder nur noch zu astronomischen Liebhaberpreisen?

Selbst wenn man die Batterien mit dem Auto kauft, die waren damals beim Tesla Roadster meine ich in den USA 20.000$ teuer und sollten ich meine 100.000km halten, würden die also auch 20$/100km kosten, nur halten sie wirklich so lange? Beim Notebook, Handy/Smartphone sind die Batterien des gleichen Typs nach wenigen Jahren schon mal deutlich schwächer und nach einigen weiteren Jahren meist platt. Wie lange bekommt man dort für das eigene Modell noch neue Batterien, die sind ja nicht genormt wie die normalen Autobatterien und wenn ja, zu welchem Preis? Hat man dann einen wirtschaftlichen Totalschaden oder ggf. nur noch ein Sammlerstück welches außer für eine Runde um den Block nur noch zum Anschauen taugt und bei dem die Feuerversicherungen des Hauses obendrein verlangt, dass es nicht mit den Batterien darin in einer Garage neben oder unter dem Haus abgestellt sein darf?

Jetzt bin ich aber schon ein wenig vom Thema ab, aber auch nicht so ganz, denn solche Fragen sollte man sich schon stellen, wenn man in so eine Firma wie eben Tesla investieren will und das nicht nur weil deren Aktien steigen und man sie bald noch teurer wieder zu verkaufen hofft, was dann Zocken ist und der Treibstoff einer jeden Blasenbildung, sondern langfristig weil man an die Geschäftsidee der Firma sowie deren Kapazität diese auch erfolgreich umzusetzen, glaubt.
 
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