Von DSL zu Cable: Vodafone vs. o2 - oder doch Telekom-Hybrid?

tusen_takk

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Hallo zusammen,

ich plane, im März/April umzuziehen. Leider ist der Wohnungsmarkt im Rhein-Main-Gebiet ebenfalls stark umkämpft. Bei meiner ersten Recherche dachte ich noch, ich könne entspannt meinen aktuellen Vertrag der Telekom mitnehmen. Kann ich zwar, dann aber nur via Hybrid oder DSL 50. Dies ist für mich bedauerlicherweise ein kleiner Wermutstropfen.

Aktuelles Setup:
Telekom DSL 100/40, eigene Fritz!Box 7590 mit Wireguard (Synology sync) zu einer externen Fritzbox.
Mobilfunk bei fraenk mit circa 23 GB + Datenpolster
Anwendungsgebiet: Circa 70 % Homeoffice mit Meetings, sporadisch Streaming (OBS) und Videouploads, Gaming (Mix aus Singleplayer und Multiplayer), Videostreaming via YouTube/Twitch/Crunchyroll.

Weder 1&1 noch die Telekom hat an der Adresse Glasfaser liegen. Im Ortskern liegt allerdings Glasfaser.
Laut Support von Telekom, 1&1 und Check24 liegt hier max. DSL 50, sonst nur MagentaHybrid mit 100/250 MBit/s und deren Hybridrouter. Meinen Vertrag bei der Telekom habe ich bereits seit über zwei Jahren, daher dürfte ich schnell aus dem Vertrag herauskommen.

Vor circa sechs Jahren hatte ich bereits Cable, dies war allerdings gegen Abend immer ein Problem mit einer schlechten Downloadrate. Hat sich dies mittlerweile gebessert? Cable 1.000 könnte ich buchen, wobei meine Tendenz Richtung Cable 300 geht, was Preis/Leistung betrifft.

1. Wie sieht es denn aktuell mit der Auslastung gegen Abend aus? PING-Zeiten hinsichtlich Gaming? Support bei Vodafone oder o2?
2. Angenommen, ich wähle doch die Telekom mit DSL/Hybrid, bekomme ich deren HybridRouter als Bridge vor eine Fritz!Box? Ich möchte nicht auf WireGuard und Telefon-Blocklisten etc. verzichten.
3. Falls Cable, würde ich mir eine 6670 kaufen, die 6690 scheint etwas zu dick auftragend für mich. Oder gibt es Empfehlungen vom Gebrauchtmarkt?

Danke!
 
Bei mir war es genau verkehrt herum.
Hatte knapp 8 Jahre Kabel und alles lief ohne irgendwelche Probleme. Bin umgezogen und habe eine Telekom DSL Leitung mit 250. Ich habe nur Probleme damit, Abends, Vormittags und Teams Meetings habe ich über O2 Mobilfunk geführt. Vor allem Internetseiten mit Cloudflare machen massiv Probleme zu Stoßzeiten. Da drosselt die Telekom extreem. Habe schon gekündigt und werde wohl zu O2 DSL wechseln. Schlechter kann es nicht werden, nur deutlich günstiger. Eventuell könnte ich mich für Starlink entscheiden, mal schauen.
 
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Bei Kabel ist alles möglich. Am besten einen Nachbarn mit Kabel fragen ob es Probleme gibt.
 
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Hybrid würde ich nicht nehmen. Nimm Kabel.
Da gibt es 2 Anbieter? Dann rausfinden wem das Netz gehört und den Anbieter nehmen.
Ausgebaut wird ja fleißig im Kabelbereich. Also jetzt im Bezug auf besserer Leitung, Zuverlässigkeit usw.
 
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Also mein Rat: O² Kabel Anschluss mit 1.000MBit/s.
O² nutzt zwar auch das Vodafonenetz oder PŸUR, aber ich kann niemandem bei klarem Verstand Vodafone als Provider empfehlen... ;-)
Und warum 1.000Mit/s? Weil viel hilft viel...
 
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Bezüglich wie die Leitung Abends ist, habe seit Jahren Vodafone Cable, ich wohne aber in einer normalen Kleinstadt, in einer deutlich größeren Stadt kann das Kabelsegment ganz anders ausgelastet sein als bei mir, daher sind die Erfahrung von Wohnort zu Wohnort unterschiedlich.

Es gibt zum Beispiel Stadtbereiche da geht alles wunderbar, 3km im anderen Stadtteil Vollkatastrophe
 
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@tusen_takk Hast du zur Sicherheit mal über die Breitbandatlas-Karte geschaut ob nicht über einen Regionalen Anbieter doch mehr geht? Also die Karte aufmachen und die Adresse suchen.

Bei Vodafone Kabel gibts Dual-Stack bei o2 nicht. Telekom und Vodafone treiben gerade üblen Kram mit Ihrer Peering Politik, also alles echt ungünstig. Schau mal ob ein 3. Anbieter bei dir Verfügbar ist.
 
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Wenn du Wert auf einen marktüblichen Internetanschluss mit guter Anbindung an andere Netze wie Cloudflare legst, dann solltest du einen großen Bogen um die Telekom machen, Stichwort Peering. Wobei du da derzeit schon bist?

Vodafone nimmt gerade größere Umstellungen an ihrem Peering mit anderen Netzen vor, und m.E. ist noch nicht ganz klar, wie sehr sich das praktisch auf die Konnektivität auswirkt. Würde mich dort keinesfalls für 24 Monate binden wollen. Bei o2 kannst du in aller Regel auch einen Kabelanschluss buchen, bekommst dort aber nur DS-lite.

Kabelanschlüsse sind allgemein leider eine gewisse Lotterie. Es gibt überlastete Segmente oder solche, wo ein nicht aufzufindender Rückwegstörer für diverse Probleme sorgt. Andere User berichten aber auch davon, jahrelang problemlos einen Gigabit-Kabelanschlussiz vollem Speed genutzt zu haben. Es hängt also stark vom Standort ab und lässt sich nicht verallgemeinern.

DSL hat mit derartigen Problemen in der Regel nicht zu kämpfen. Die Telekom als DSL-Betreiberin erlaubt dir auch die Buchung eines Anschlusses bei 1&1, o2 und weiteren. Bei o2 bekommst du immer marktübliches Peering, bei 1&1 nur, wenn der Verfügbarkeitscheck bei maingau positiv ist (dann ist 1&1 direkt am BNG angebunden und nutzt ihr eigenes Netz, sonst verkauft sie dir nur einen blauen Telekomanschluss).

Eine gebrauchte Kabel-Fritzbox ist nicht immer eine gute Idee. Einige Leute verkaufen widerrechtlich eine Provider-Box, die dann gesperrt wird, weil sie dem Provider gehört. Einige verkaufen auch eine eigens angeschaffte Box, was natürlich erlaubt ist. Die muss man aber beim Provider vorher abmelden, sonst lässt sie sich nicht an deinem Anschluss aktivieren. Manche Verkäufer kriegen die Abmeldung wohl nicht hin...
Wenn man das weiß, kann man aber ggf. gezielt nach brauchbaren Angeboten suchen. Die 6670 ist m.W. ein ordentliches Gerät.
 
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@tusen_takk rein technisch würde ich bei der Telekom mit DSL (OHNE Hybrid) bleiben auch wenns dann wirklich nur 50 wären.
Echte IPV4 Adresse , kein CGN, optimal fürs Home Office oder ältere Devices ohne IPV6 Support , garantiert ohne evtl Fallstricke.
Beim WLAN im Rhein Main Gebiet ist hoffentlich keine Einflugschneise in der Nähe...
mit 50 Mbit in der Zuleitung geht das normal auch gut übers WLAN, sollten viele Nachbarn im MFH vorhanden sein. 2,4Ghz und 5Ghz ist da relativ gut störungsfrei dabei, was gerne bei kleineren Bandbreiten in der Zuführung übersehen wird. Je nach Wohnsitiation kann man da noch was mit Wifi6 oder Wifi7 Routern und Endgeräten nachbessern aber so 50 Mbit gehen normal leicht durch.
 
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Nachbarn fragen wir Kabel so läuft, dann kann man über die Anschaffung nachdenken.
DSL 50 Mbit sollte wohl aber auch für alles reichen.
 
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Pitt_G. schrieb:
garantiert ohne evtl Fallstricke.
Lustig!

Ich würde vorschlagen, erst einmal im Breitbandatlas zu schauen, wie der Ort tatsächlich versorgt ist, also welche FTTC/FTTB/FTTH-Betreiber.

Check24 enthält nicht alle Provider, da kann man das Angebot eines regionalen Anbieters schon einmal verpassen.
 
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Danke für die Rückmeldungen. Ja, DSL 50 reicht. Außer, man muss sich regelmäßig mit Steam-Downloads oder einem Upload von 20 MBit/s bei Videos herumquälen. Und ich sehe mich da nach ein paar Wochen vermutlich wieder am Ausrasten.

@Pitt_G. Raum Mainz, ich ziehe aus Darmstadt rüber, daher ist mir „Radar“ der Fritz!Box bekannt. :D
@millen Ich sehe dort folgende Anbieter. Ich dachte an Entega und Maingau. Leider nicht verfügbar oder max. DSL 50 auf deren Homepage.

DSL 50 und einen zweiten Anbieter via 5G wäre wohl wieder verbranntes Geld. Zumindest dann, wenn es um Downloads/Uploads geht. Außerhalb von Homeoffice/Gaming.

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tusen_takk schrieb:
1. Wie sieht es denn aktuell mit der Auslastung gegen Abend aus? PING-Zeiten hinsichtlich Gaming? Support bei Vodafone oder o2?
das kann dir nur jemand beantworten, der vorort in der nähre deiner adresse wohnt..

ich kann dir sagen, das cable bei eine reine shitshow ist, verkaufen 1gbit leitung und du hast zur primetime wenns richtig dumm läuft unter 50mbit

am besten mal die zukünftige nachbarn befragen...
 
Nen richtigen Sprung im Upload gibt es leider nur mit Glasfaser, da ist ja sowohl DSL als auch Kabel nickt besonders flott. Hab große Uploads früher über Nacht laufen lassen bei meinen 40 Mbit, spiele zum Teil auch.
 
Dann würde ich, wenn du mit DS Lite leben kannst, o2 Kabel ausprobieren. Nach Untersuchung eines Anschlusses des Nachbarn in den Abendstunden. Läuft es dennoch schlecht, lässt sich die Minderleistung durch die Messkampagne der Breitbandmessung schnell nachweisen und man kommt aus dem Vertrag wieder raus.

Willst du die Tücken des Vodafone-Netzes riskieren, hast du die Chance auf knapp 80 Mbit/s Upload, das ist deutlich mehr als bei VDSL 50. Durch einen Rückwegstörer eingeschränkte Segmente würden hier auch erlauben, sehr schnell wieder mittels Breitbandmessung aus dem Vertrag zu kommen. Positiv ist, dass man hier keinen besonders hohen Tarif mehr buchen muss, um den höchsten Upload kriegen zu können.

Latenz sollte so nah an Frankfurt nicht erschreckend hoch sein, ich war positiv überrascht, dass mein o2 Kabel hier im südlichen NRW trotz doppelt gemoppelter Übergabe 15 ms nach Frankfurt schafft.
 
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@tusen_takk Also sagt bei Maingau der Verfügbarkeitscheck es ist nichts verfügbar oder gehen da bis zu 50 Mbit/s?

Theoretisch kann es sein, da du die 100 Mbit/s in reiner DSL Form nicht mitnehmen kannst, dass du per Sonderkündigung durch den Umzug direkt rauskommst, normalerweise bist du nur gezwungen den Vertrag mituznehmen, wenn die Dir an deiner neuen Adresse mindestens genauso viel liefern können wie an der alten.

Am besten wäre natürlich DSL50 über Drillisch (25€ monatl.) + Eventuell ein gutes Angebot über C24 für einen Kabelanschluss für große Downloads. Dann hättest du ping stabilität fürs zocken und kannst dennoch schnell runterladen bei bedarf. Da wird in Summe wahrscheinlich nichtmal mehr kosten wie aktuell dein Telekom Vertrag.

@DLMttH Stimmt das mit der Sonderkündigung über die Breitbandmessung ist natürlich ne gute Idee, daran hab ich gar nicht gedacht.

Zur Latenz, mit Vodafone Kabel aus Hanau (andere Seite von FFM) ist man bei der Latenz nach FFM bei ca. 4ms.
 
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Geh zu Vodafone. O2 nutzt auch nur die Infrastruktur von VF.
Nutze das Kabel von VF und hatte bisher keine gravierenden Probleme. Hier wurde mal die Leitung bei Bauarbeiten getrennt. Dauerte etwas weniger als eine Woche, bis ich wieder Internet hatte.
 
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o2 nutzt das Zugangsnetz von Vodafone. Das Routing läuft trotzdem über o2 mit dem Nachteil von unausweichlichem DS lite und dem Vorteil von derzeit zumindest gesichertem öffentlichem Peering mit hoher Qualität.

Also nur um die Perspektive aufzuzeigen, ich habe ja seit 30. Januar o2 Kabel und obwohl bei mir der Upstream total unregelmäßig ist und oft nicht annähernd sein tarifliches Soll erfüllt, lässt er sich total gut nutzen, also unauffällig im alltäglichen Gebrauch. Keine Pingspikes, kein Packet Loss, keine Gedenksekunden, keine Abbrüche. Schneller Provider-DNS... das Verhältnis zwischen guter Nutzbarkeit und dass ich trotzdem sofort aus dem Vertrag käme, passt hier ungewöhnlich gut. Durch Corporate Benefits sind's 30,50 Euro mtl. gemittelt für 630 Mbit/s down.

Auch DS Lite, weil an meinem hauptsächlich genutzten Gerät häufig IPv6 fliegen geht, läuft in tariflicher (Downstream-)Geschwindigkeit rund um die Uhr und ich spüre keine Verzögerungen dadurch.
 
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@millen Maingau, siehe Screenshot im Anhang. Check24 zeigt mir noch easybell und fonial via DSL 50, Verivox congstar. Sonst bleibt es bei Kabel-Angeboten von o2/Vodafone und eben Telekom-Hybrid.

Ich musste mich jetzt erst einmal mit O₂ und DSL-Light einlesen. Dies war mir bisher unbekannt.
 

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Also o2 hat bei DSL immer Dual Stack mit einer öffentliche IPv4-Adresse, aber mit Zwangstrennung, also ändert sich die IP-Adresse regelmäßig.

Bei o2 Kabel gibt's keine Zwangstrennung, aber auch keine öffentliche IPv4, die sich ändern könnte, sondern halt immer DS Lite.

Zur DSL-Situation sei gesagt, durch die Tabelle im Breitbandatlas und Verfügbarkeit von Maingau ist bei dir die Versorgung schon klar. Du hast bei DSL 50 die Möglichkeit auf Entega als regionalen Anbieter, Telekom Routing (auch mit Congstar), Vodafone Routing (auch mit eazy und freenet?), 1&1 Versatel Routing (auch mit Drillisch, z.B. sim.de/dsl und Maingau), o2 (Telefonica Routing), easybell (ecotel-Routing) und bei fonial ist nicht so ganz klar, über wen das Routing dann letztendlich läuft.
 
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