Vorbereitung Wirtschafsinformatik

Jannik998

Cadet 3rd Year
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Jan. 2020
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53
Guten Tag zusammen,

ich hoffe ich bin hier in der richtigen Sektion. Und zwar fange ich im Winter an, Wirtschaftsinformatik zu studieren. Habe meine Industriekaufmann-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und möchte nun doch noch etwas "mehr" machen. Vielleicht kennt das jemand für euch.
Programmiert habe ich in meiner Freizeit schon aber mir graut es einfach vor Mathe. Da ich noch mehr als genug Zeit habe, möchte ich jetzt schon anfangen, mich mit der Mathematik zu beschäftigen. Ich habe mir von meiner FH den Studieninhalt angeguckt, und dort wirt von "Wirtschaftsmathematik" gesprochen.
Nun meine Frage.: Wie fange ich am besten an? Kann mir jemand Bücher empfehlen, wo ich quasi von 0 anfangen kann, alles zu lernen?(Für Links wäre ich sehr dankbar!)

Leider steht dort nur Wirtschaftsmathematik, ich hatte gehofft, das noch etwas mehr eingrenzen zu können. Anbei mal mein ganzer Plan. Habt ihr eventuell noch weitere Tipps für das Studium für mich?

Vielen Dank an alle!

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Lass dir von der FH die konkreten Inhalte zu dem Modul geben oder den Kontakt zum Prof und frag dort an?

Studium besteht aus Selbstständigkeit, nicht aus einer verschulten Darbietung der Inhalte. Hier ist direkt die erste Lektion, die es für dich zu lernen gilt.
 
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Mögliche Ansprechpartner: Prof, Übungsleiter, Studentenvertreter.
Ich würde vermutlich den Übungsleiter (oder Tutor oder wie auch immer das da heißt) fragen.
Sicher gibt es einen Kanon für FH WiMa, aber du bist gut darin beraten, dir empfohlene Literatur zu geben. Die ist didaktisch nicht unbedingt Top, aber nah an dem, wie du das dann in der Vorlesung lernst und das ist sehr wichtig.
 
Irgendwo solltest du eigentlich noch eine Modulbeschreibung finden, meist nennt sich das Dokument in dem die zu finden ist Studienordnung oder Prüfungsordnung. Da findest du Dozent/in, Literaturempfehlungen und auch Inhalte.
An meiner FH gab es auch einen Mathevorkurs zum Auffrischen, vielleicht wird ja dann auch sowas bei dir angeboten? Da wird nur vermutlich jetzt noch nicht so viel feststehen, wenn du erst zum Wintersemester 20 beginnst.
 
Moin,

lat. studeo - "sich um etwas bemühen"

ich vermute mal ganz stark, dass ihr ein paar Grundlagen vermittelt bekommt (komplexe Zahlen, Statistik, Aussagenlogik, Testszenarien, Matrizen und Felder)
Ich selbst hab zwar Elektrotechnik studiert, kann dir aber den Papula sehr empfehlen, falls du wirklich vorab etwas tun möchtest.

Sinnvollerweise wartest du einfach ab, welche Literatur für die Module empfohlen wird, oder fragst den Beratungsprof, schaust in der Moduldatenbank, oder redest mit Kommilitonen

Grüße und viel Erfolg
 
Idon schrieb:
Lass dir von der FH die konkreten Inhalte zu dem Modul geben oder den Kontakt zum Prof und frag dort an?

Studium besteht aus Selbstständigkeit, nicht aus einer verschulten Darbietung der Inhalte. Hier ist direkt die erste Lektion, die es für dich zu lernen gilt.
Danke schon mal an alle für die Antworten, diese helfen mir sehr. Dann werde ich versuchen, die entsprechenden Module zu bekommen.
 
nosti schrieb:
Ich selbst hab zwar Elektrotechnik studiert, kann dir aber den Papula sehr empfehlen, falls du wirklich vorab etwas tun möchtest.
Für Wi-Inf dürfte bei den meisten FHs selbst ein Papula schon zu viel sein, von einem Kompendium wie dem Arens oder speziellen Werken wie einem Fischer ganz zu schweigen.

@Jannik998 da ist keine große Panik angesagt, das ist nur die Mathematik-Light-Variante des ohnehin schon praxisorientierten Studiums. Die Videos z.B. von Jörn Loviscach auf YouTube sind sehr gut und dürften bereits mehr als ausreichend sein.
 
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Ich hatte bis dato halt nur "Basic" Mathe, daher lieber etwas zu viel als zu wenig. Vor allem weil die Durchfallquote so hoch in diesem Modul ist. Die Videos werde ich mir anschauen.

Vielen Dank!
 
Jannik998 schrieb:
Ich hatte bis dato halt nur "Basic" Mathe
Bezogen auf Uni-Mathe ist das jetzt wieder "basics only". Wenn du in Fachliteratur für Uni-Niveau schaust, dann wird eher wieder Panik aufsteigen ^^

Das...
Mathe-Vorkurs 2013
...ist ein sehr guter Einstieg von Loviscach. Imho ein ausgezeichneter Pädagoge. Hatte das Glück, mich mal mit ihm auf einer Konferenz über FH/Uni/TU und Didaktik bzgl. Mathematik zu unterhalten.
 
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Das ist womöglich der klügere Ansatz. Nicht schon mit dem FH Stoff anfangen, sondern in den Mathe-Grundlagen fit sein bis dahin. Das stresst deutlich weniger, hat viel, viel, viel höhere Aussichten auf Erfolg als Hochschul-Mathe nur für sich selbst zu lernen vorab und wird mMn extrem viel bringen später bei dem eigentlichen Stoff.
 
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Moin,

wie schon andere geschreiben haben, schau dass die Grundlagen bei dir sitzen. Also Themen wie Bruchrechnen, Logarithmen, Graphen, Limes (Grenzwerte) etc. Falls du schon Wahrscheinlichkeitsrechnung gehabt hast, ist dies auch ein guter Punkt zum Wiederholen.

In der Hochschlusmathematik geht es in der Regel weniger um das mathematische Rechnen sondern eher um Konzepte und Beweise. Vieles kannst/ (konnte ich) gar nicht komplett ausrechnen sondern nur zusammenfassen und durch Regeln annähern.

Und selbst das solltest du dann auch an der FH lernen. Stell dich darauf ein, dass es nicht einfach werden wird und du einiges nacharbeiten musst bzw. das Tutorium zum Pflichttermin wird. An sich ist ein Studium nicht schwer, sondern es sind lediglich die Anzahl an Informationen, die du in der kurzen Zeit verarbeiten musst zusammen mit der Freiheit die Wahl zu haben was du den lieben langen Tag machen willst.

gruß

PS: Schau einfach dass du im ersten Semester Kontakte zu höheren Semestern in deinem Fach aufbaust. Die können dir dann in der Regel Infos zu den Prüfungen und Fächern geben.
 
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Ansich sieht der Modulplan recht untechnisch aus, was bei so Mischstudiengängen leider oft der Fall ist.
An deiner Stelle würde ich mir die Zeit bis zum Studium eher sparen. Sich vor dem Studium schon vorzubereiten hat meiner Meinung nach eher wenig Sinn.
 
Airbag schrieb:
Ansich sieht der Modulplan recht untechnisch aus, was bei so Mischstudiengängen leider oft der Fall ist.

Liegt vermutlich auch daran, dass es die Wirtschaftinformatik sowohl als B.Sc. als auch als B.A. gibt. Wenn ich die Module mit meinem Studium vergleiche, könnte es sich hierbei um die B.A. Variante halten (ist aber nur eine Vermutung).
 
ist in meinem Fall B.Sc .

Evtl kann sich ja mal jemand äußern, der diesen Studiengang schon gemacht hat.
Ich möchte mich halt nur gerne vorbereiten, sodass ich auf keinen Fall da durchfallen tue.
 
Meine Erfahrungen im Studium haben gezeigt, dass die Durchfallzahlen in Mathe oft höher sind, weil viele sich auf das reine „lernen“ von festen Rechenschemata begrenzen. Wenn Aufgabentyp A kommt, muss ich die Schritte 4,5 und 7 machen, bei Typ B sind es 3,5 und 6. Es fehlt gern mal die Leistung, Transferleistungen zu erbringen oder schlicht den Sinn hinter der Rechnung zu verstehen.

Mein Tipp wäre fürs erste auch, die ganzen Grundlagen auf Abiniveau draufzuhaben. Sowohl in Analysis als auch in Statistik.

Wenn du im Studium selbst dann gerade in Verständnismodulen wie Mathe am Ball bleibst, dann wird das kein Problem werden. Die meisten machen aber den Fehler, am Ende des Semesters den ganzen Stoff lernen zu wollen und dann kommen plötzlich die Verständnisfragen zu den Grundlagen. Das ist dann die Zeit, wenn 2,3,4 Wochen vor der Prüfung plötzlich 50 statt 5 Leute im Tutorium sitzen.

Wenn du während der Vorlesungszeit stetig dabei bleibst und die Inhalte auch SELBSTSTÄNDIG nachbearbeitest (Frage dich selbst, ob du Lektion XY auch verstanden hast und Beispielaufgaben selbst lösen kannst) dann solltest du da ganz gut durchkommen. Ein halbes Jahr vorher schon den Stoff reinprügeln bringt mMn nicht wahnsinnig viel. Das Verständnis der Grundlagen halte ich da für deutlich sinnvoller.
 
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Jannik998 schrieb:
Evtl kann sich ja mal jemand äußern, der diesen Studiengang schon gemacht hat.
Ich möchte mich halt nur gerne vorbereiten, sodass ich auf keinen Fall da durchfallen tue.

Ich studiere derzeit nebenberuflich ebenfalls Wirtschaftsinformatik. Wobei ich vermutlich nicht der "Standard" bin, da mir Mathe generell sehr leicht fällt. Mein Mathe hieß "Grundlagen der Mathematik" und war eigentlich nur Matrizenrechnung/Gauß Algorithmus, Grenzwerte von Reihen und Induktion. Also wie schon fast jeder hier geschrieben hat, sind die Basics wichtig, da vor allem bei Brüchen gut Zeit und Schweiß gespart werden kann, wenn man dies gut beherrscht. Mein Prof hat in den Aufgaben auch immer schlaues Vorgehen belohnt, so gab es bei vielen Aufgaben immer einen schnellen Weg, den man durch genaues Hinschauen erahnen konnte anstatt einfach stures Schema anwenden.
 
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ascer schrieb:
Für Wi-Inf dürfte bei den meisten FHs selbst ein Papula schon zu viel sein, von einem Kompendium wie dem Arens oder speziellen Werken wie einem Fischer ganz zu schweigen.

@Jannik998 da ist keine große Panik angesagt, das ist nur die Mathematik-Light-Variante des ohnehin schon praxisorientierten Studiums. Die Videos z.B. von Jörn Loviscach auf YouTube sind sehr gut und dürften bereits mehr als ausreichend sein.

Ich habe mir die Videos mal angeguckt. Das ist der Hammer. Von der Krabbelgruppe bis zum Studium erklärt er alles ausführlich.

Danke dafür!
 
Ich hab auch Winfo (B. Sc.) an einer Uni studiert. Mir fiel Mathe ("Analysis für Informatiker") nicht ganz einfach - habe drei Anläufe gebraucht. Ich muss aber auch sagen, dass ich es total unterschätzt hatte. Ich hatte im Abi Mathe LK und durchschnittlich 12-14 Punkte ohne mich großartig angestrengt zu haben. Deswegen war ich beim ersten Mal leicht "überrumpelt" als ich in die Vorlesungen kam und kaum was verstanden habe bzw. der Professor einfach viel zu schnell war. Da waren 4 Tafeln gefühlt nach 10 Minuten mit irgendwelchen Lemmas/Sätzen und Beweisen vollgeschrieben.. Für die Vorkurse war ich auch zu "cool" und dachte mir, dass ich die nicht brauche.

Meinen Vorrednern kann ich mich jedenfalls anschließen was Jörn Loviscach angeht. Der Youtube Kanal "Math SimpleClub" habe ich mir auch ab und zu angeschaut. Auch kann ich das Forum "Matheplanet" empfehlen wo mir sehr viel weitergeholfen wurde wenn ich bezüglich Themen/Aufgaben Fragen hatte.
 
Jannik998 schrieb:
Evtl kann sich ja mal jemand äußern, der diesen Studiengang schon gemacht hat.
Ich möchte mich halt nur gerne vorbereiten, sodass ich auf keinen Fall da durchfallen tue.

Ich habe Winf (Bsc und Msc) an einer TU studiert und im Zweitstudium nebenberuflich einen Bachelor in Mathe gemacht. Wir hatten damals reines Informatiker Mathe was vielen schwer fiel, weil man bei Beweisführung schematisch anders denken muss als beim reinen Rechnen.
Bei reinem Wirtschaftsmathe gehe ich eher davon aus, dass zum Großteil nur gerechnet wird. Daher würde ich mich nicht so wild machen und vor dem Studium schon anfangen zu lernen.

Liegt vermutlich auch daran, dass es die Wirtschaftinformatik sowohl als B.Sc. als auch als B.A. gibt.
Liegt vermutlich auch eher daran, dass ich im Nachgang reine Informatik studiert hätte.
Gerade bei vielen von meinen Kommilitonen war es so, dass sie selten in einer technischen Position gelandet sind, sondern eher was Schnittstellenmäßiges gemacht haben, was technisch meist sehr oberflächlich ist. Anderseits bieten die meisten Winf-Studiengänge halt wie oben angedeutet nicht genug Tiefe, dass man meiner Meinung nach genug Grundlagenwissen für technische Berufe hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wirtschaftsmathe war bei uns uns stumpfes anwenden von Formeln, da fand ich Statistik und Beweisführung deutlich schwieriger (zumal ich kein ABI habe und zu dem Zeitpunkt auch schon länger aus der Schule raus war -> Berufskolleg, Ausbildung, Arbeit, Studium). Spannend fand ich relationale Algebra, könnte gut sein das sowas bei dir in Datenbanken kommt (war bei uns DB1 im Grundstudium). Das sieht zwar kompliziert aus, ist aber wunderbar logisch und praxisnah.

Manche Hochschulen bieten insbesondere für Mathe Vorbereitungsseminare, einfach mal nachfragen ob da sowas angeboten wird. Grundsätzlich ist Mathe bei WI aber deutlich entspannter als bei AI.
 
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