Wackelkontakt mit Audiokabeln

Osiris1

Lt. Junior Grade
🎅Rätsel-Elite ’24
Registriert
Feb. 2008
Beiträge
351
Wackelkontakt mit Audiokabeln [Projekt abgeschlossen]

Ich schlage mich inzwischen schon seit Jahre mit einem Wackelkontakt in der Verbindung von meiner Soundkarte/Mainboard 3x 3,5mm Klinke zu meinem Teufel Concept E Magnum Power Edition herum. Das betrifft vor allem den Subwoofer-Kanal. Wenn ich etwas am Kabel herum spiele, lässt sich dieser Wackelkontakt zwar meist temporär beseitigen. Aber wenn ich mit dem Fuß am Kabel ankomme beginnt alles von neu...

Leider habe ich bisher nicht einmal wirklich eingrenzen können was genau das Problem ist. (Kabel, der Stecker am Subwoofer, der Stecker am PC, oder eine Kombination davon). Ich vermute aber, dass die Cinch-Buchste am Sub das größte Problem ist.

Inzwischen bin ich schon so frustriert davon, dass ich ernsthaft darüber nachdenke die Kabel einfach im Subwoofer direkt an der Platine festzulöten, oder mir selbst zuverlässigere Anschlüsse zu basteln.

Daher will ich eine generelle Umfrage starten um Ideen zu sammeln. Habt ihr ähnliche Probleme mit eurem Soundsystem? Wie habt ihr die behoben? Was sind die zuverlässigsten Steckverbindungen für Audiokabel?
 
Zuletzt bearbeitet:
Also solche Probleme hatte ich bisher nicht an meiner Anlage.
Höchstens das Klinkekabel im Auto hat mal wieder einen Kabelbruch und muss getauscht werden.

Also Frage an dich:
Schon mal einfach das Klinke-Cinch-Kabel gewechselt?
Falls das nicht dein Problem behebt, hat wahrscheinlich der Anschluss, platinenseitig, eine kalte Lötstelle. Da du anscheinend des Löten fähig bist, kannst du diese einfach nachlöten.
 
Bei Klinkensteckverbindungen hatte ich auch vor Jahren schon mal Probleme (u. a. mit 'nem Verlängerungskabel). Vermutet hab' ich, daß die wie auch immer "innen drin" aussehenden "Kontaktfedern" in der Kupplung "ausgeleiert" waren. Letztendlich hab' ich mir eine neue Kupplung gekauft, das Kabel um ein paar cm gekürzt, neu angelötet und Alles war gut.

Bin zwar selbst kein "Musik-Profi" weiß aber von entsprechend erfahrenen Freunden und Bekannten, daß die zuverlässigsten Audio-Verbindungen die im Profi-Bereich fast ausschließlich verwandten symmetrischen XLRs sind.

Jm2c! Viel Erfolg! :)

PS:
Kann mich aber auch dem anderen Beitrag bzgl. der kalten Lötstelle durchaus anschließen. Das hatte ich auch schon, daß eine Kontaktlötstelle direkt auf der Platine "abgerissen" / oder durch kleine Bewegungen "durchgebrochen" war. Ganz vorsichtiges kurzes Erwärmen, um keine größeren Schäden zu verursachen, hatte auch dieses Problem gelöst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke erstmal für die Antworten.

Die Klinke-Cinch-Kabel hab ich zum teil bereits ausgewechselt. Hab aber den Überblick verloren welches. Da aber bisher eher konstant der Subwoofer das Problem war, denke ich, dass es eher am Stecker liegt. Kann aber wie gesagt auch multifaktoriell sein.

Vermutet hab' ich, daß die wie auch immer "innen drin" aussehenden "Kontaktfedern" in der Kupplung "ausgeleiert" waren.

Ja, sowas ist auch meine Vermutung. Aber wenn ich die Stecker so und so tauschen muss, kann ich auch gleich auf einen anderen Formfaktor umsteigen. Die XLR Stecker schauen nicht so schlecht aus. Ich werde einfach mal schauen was die kosten und dann löte ich mir meine Kabel selbst.

(Muss da auch schauen was der Unterschied zwischen symmetrisch und asymmetrisch ist (also in der Funktion).
 
Ich habe jetzt mein Soundsystem auseinander geschraubt um zu überprüfen wo ich die Stecker am besten anlöten kann. (Bilder folgen)

EDIT:
Hier wie versprochen die Bilder. Einerseits ist mir die Verarbeitungsqualität des Gehäuses positiv aufgefallen. Andererseits habe ich den Eindruck, dass die Platine vom Azubi designed und verlötet wurde. Aber seht selbst:


Dabei ist mir aufgefallen, dass die Cinch-Stecker (es gibt 6 davon) auf der Rückseite der Platine jeweils 3 Kontakte haben.
- Masse (das ist recht klar ersichtlich, da alle verbunden sind)
- + (ersichtlich da ich vom Eingang der Buchse zur Kontaktstelle durchmessen konnte)
- Irgendetwas merkwürdiges. Jeweils 3 der 6 Buchsen sind über diesen Kontakt verbunden. Diese beiden daraus resultierenden Verbidungen scheinen an jeweils einem Kondensator zu enden. Das Symbol sieht ca so aus: -||- (wobei auf der einen Seite noch ein kleines Plus markiert ist).

Leider ist die Vorderseite der Platine nicht zugänglich. Daher kann ich nicht sagen was da wirklich verbaut ist, oder wo der mysteriöse dritte Kontakt an den Cinch Buchsen endet.

Die Cinch-Stecker haben normalerweise ja nur zwei Kontakte. Also was ist die Bedeutung dieses dritten Kontakts ist, erschließt sich mir nicht so ganz. Vielleicht existiert der nur um die Stecker physisch besser zu befesstigen. Warum endet der Kontakt dann aber an einem Kondensator?
Ich verstehe auch nicht ganz warum diese Kontakte so merkwürdig zwischen den Buchsen verbunden. Jeweils drei Kontakte (der sechs Buchsen) sind zusammen geschaltet und das von jeweils unterschiedlichen Kabeln...

Kennt sich da jemand aus?

Wenn Cinch-Stecker nur zwei Kontakte haben, kann ich dann jeweils 2 Kanäle über einen XLR Stecker schicken? Die haben ja drei Pins.

EDIT: Ich bin mir noch nicht sicher ob ich einfach durch ein Loch aus der Rückseite Kabel mit Steckern führe, oder die Stecker schön direkt auf der Platte verbaue. Das hängt dann davon ab ob ich 3 oder 6 XLR Stecker brauche. Für 6 habe ich eigentlich keinen Platz auf der Rückseite ohne das komplette Logo zu zerbohren.

ODER: Ich verwende gleich sowas hier:
https://www.conrad.at/de/din-rundst...iNf4Z_kg4nhs57ZNiTtkkJr0-ZvlNglcaAs4KEALw_wcB
Dann brauche ich nur einen Stecker. Oder spricht da etwas dagegen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Cinchbuchsen haben nur 2 Kontakte. Der dritte ist ebenfalls Masse und dient der statischen Stabilität der Buchse.
Ich nehme an, dass die Kontakte, die an die Elektrolytkondensatoren führen nur Massebrücken sind, um die Kondensatoren zu erden (die Leiterbahnen müssten am -Pol des Elkos enden). Manchmal erfordert das Platinenlayout eine Brücke und die wird in diesem Fall eben durch die Buchse gebildet.
DIN Rundstecker und -buchsen verwendet man heute gar nicht mehr. Außerdem wird das mit der Abschirmung schwierig. Ich würde erstmal die Cinchbuchsen nachlöten und wenn das nicht hilft, auf XLR umsteigen.
Alternativ könntest du auch neue Cinchbuchsen kaufen und die defekten ersetzen. Das wäre die sauberste Lösung.
 
Ja die merkwürdigen Leiterbahnen scheinen zu den -Polen der Kondensatoren zu gehen. Allerdings ist das Layout überhaupt etwas verwirrend. Evtl sind zwei der Buchsen verdreht eingebaut. Ich werde morgen endlich Bilder uploaden damit die Sache etwas klarer wird. Die Lötstellen sehen alle ganz gut aus. Ich glaube wirklch, dass die Kontake in den Buchsen selbst das Problem sind.

Ersetzen kann ich leider nichts davon, da die Vorderseite der Platine nicht zugänglich ist. Die ist mit dem Kühlkörper verpresst. Ich kann also nur auf der Rückseite an die Kontakte neue Kabel anlöten.

Wenn Cinch so und so nur zwei Kontakte hat: Komme ich dann mit 3 XLR Steckern davon? (Jeweils 2 Kanäle + Masse an einem Stecker.) Selbst 3 Stecker wird schwierig auf der Rückseite unterzubringen. (Wie gesagt, morgen kommen hoffentlich Bilder).

Edit: Bilder

Übersicht Rückseite


Relevant sind die 6 Gruppen zu jeweils 3 Kontakten.
Platine (braun Masse, wobei die der um 90° gedrehte Kontakt dem Masse Pin am Cinch-Stecker entsprechen dürfte)
Keine Farbe: Phase
Rosa und Rot: Teilweise Phase, aber auch teilweise verbunden. What is this Madness?


Hier nochmal ohne Kodierung

Ergänzung ()

Bump weil Bilder hinzugefügt
 
Zuletzt bearbeitet:
Bump - um es nochmal zusammenzufassen:
- Warum ist sind zwei der Phasen mit diesem nutzlosen Kontakten verbunden?
- Kann ich für 6 Cinch Kanäle einfach 3 XLR Stecker verwenden?
 
Hallo Osiris1,

also, wie ich hier sehe, ist die Platine nur mit 3 Schrauben innen und mit 6 Schrauben (2 an den Eingängen, 4 an den Ausgängen) und 3 Überwurfmuttern (Dreh- und die 2 Kippschalter) außen befestigt. Da ist nichts mit dem Kühlkörper verpresst. Du kannst also die Platine abschrauben und evtl. die defekten Buchsen austauschen, wenn es die Buchsen überhaupt zu kaufen gibt. Ich habe im Internet keine solchen Buchsen gefunden. Sie müssen ja stehend eingelötet sein.

Nutzlos sind keine der Kontakte. Das Schaltschema ist allerdings sehr merkwürdig. Da hilft einfach nur mit dem Ohmmeter die Cinchbuchsen durchmessen, welcher Kontakt auf Masse der Buchse und welcher auf die Mitte geht.
Ich vermute mal, die Kontakte, die auf die Elkos gehen sind die Signalkontakte und die Elkos eine Art Eingangspuffer. Dann ist es aber sehr merkwürdig, dass sie einmal rechts und zweimal links aufgelegt sind (in deinem Bild rot und violett). Deshalb mal mit einem Messgerät die Verbindungen checken.

Ein XLR Stecker hat 3 Pins. Einer Masse, einer heiß (Signal, nicht Phase) und einer für den Schirm. Du brauchst also 6 XLR-Verbindungen. Das ist am Gehäuse mMn nicht unterzubringen.

Ergänzung: Die Platine wird zusätzlich noch verklebt sein, damit nichts schwingt und rappelt. Also entweder die Verklebung vorsichtig lösen, oder es lassen und das Ding zu Teufel schicken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die ausführliche Antwort!

Stimmt, sechs Stecker sind am Gehäuse nicht unterzubringen. Allerdings haben die Cinch-Stecker und 3,5mm Klinkenkabel auch keine Schirmung. Meine Überlegung war daher den Schirmungskontakt des XLRs als zweites Signal zu nehmen. (Aus 3,5mm Klinke bekomme ich so und so keine Schirmung oder?).

Durchgemessen habe ich schon. Dabei sind die Verbindungen herausgekommen wie ich sie farblich markiert habe. Die nicht eingefärbten Kontakte sind jeweils komplett unabhängig.

EDIT: Jeweils der Kontakt rechts ob ist das Signal (also kommt in der Mitte der Cinch-Buchse an).
x [x]
..x
 
Zuletzt bearbeitet:
Jeweils der Kontakt rechts ob ist das Signal (also kommt in der Mitte der Cinch-Buchse an).

Die anderen beiden liegen auf dem äußeren Kontakt? Und der auch auf der Gerätemasse?
Die Eingänge sind wirklich sehr merkwürdig verschaltet. Da werd ich nicht draus schlau...

Edit: Eventuell haben die Buchsen einen Schalter eingebaut der sich abschaltet, wenn ein Stecker eingesteckt ist. Ist nur eine Vermutung. Gesehen habe ich solche Cinchbuchsen noch nie.

Ein Monokabel hat eine Ader und eine Schirmung, d.h., Masse und Schirm sind identisch. Beim Stereokabel kommt eine zweite Ader dazu, der Schirm und die Masse sind das Gleiche.
Bei einem XLR-Kabel gibt es zwei Adern und den Schirm. Praktisch wird an einer Seite des Kabels der Schirm und die Masse gebrückt, das andere Ende hat keine Brücke. Damit vermeidet man Brummschleifen, die die Schirmung sonst obsolet machen.
Theoretisch kannst du natürlich den zweiten Pin auch als Signalkontakt verwenden. Dann aber tatsächlich ein Stereokabel (2 Adern + Schirm) verwenden.
Wenn du die drei XLR-Stecker am Gehäuse unterbringen kannst, ist das schon eine Alternative.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja Output aus meinem PC ist ja 3 x 3,5mm Klinke. Jeder der 3 Klinkenstecker endet nach einem Kabel in zwei Cinch-Steckern. Ich schätze mal diese 3 Kabel werden jeweils 2 x Signal und einmal Masse/Schirmung haben. Dann müsste ich auch jeweils diese 2 Kanäle kombinieren können.

Vielleicht ist hinter diesen merkwürdigen Kontakten wirklich eine komplexere Schaltung. Ich würde vermuten das System erkennt, wenn nur Front-L und Front-R angeschlossen ist. Aus diesem 2.0 Signal wird dann intern 5.1 (wichtig wäre dann natürlich vor allem die Bassumleitung). Deswegen sind die zwei Signal-Leitungen für Front-L und Front-R auch mit der Schirmung der restlichen Leitungen verbunden.

Aber alles in allem spricht (aus meiner Sicht) eigentlich nichts dagegen einfach stumpf 3 XLR-Stecker für die 6 Kanäle zu verwenden.

EDIT: Platz wäre am Gehäuse für 3 Stecker schon. Ich müsste das Logo zerbohren, aber das ist eigentlich nicht so dramatisch.
 
Ja, dann mach das so. Die Schirmung der Enden mit den Cinch-Steckern zusammendrillen und auf einen Pin der XLR-Steckern legen. Dann müsste das passen.
 
Okay, dann werde ich das so versuchen und mich wieder melden wenn ich fertig bin.
 
Hier wie versprochen die Rückmeldung. Danke für die Hilfe, es hat alles fast problemlos funktioniert!

Die Ausgangssituation:


Die fertig montierten XLR-Stecker auf der Innenseite:


Die Kabel habe ich nicht selbst gebaut, sondern gekaufte Kabel (3,5mm Klinke --> XLR) adaptiert. Die folgenden zwei Bilder zeigen den zerlegten Stecker des XLR-Kabels.
Zu erst waren beide Signale auf einem Pin und die Schirmung auf zwei Pins.


Ich habe von einem Pin die Schirmung entfernt und auf diesen Pin eines der Signale angelötet.


So sieht die Platine aus, nachdem ich alle Kabel an die neuen Stecker gelötet habe:


Das ist die fertige Rückseite des Systems. Die Stecker sind nicht ganz auf einer Höhe, aber mir recht es. Es war mühsam genug die 2cm Löcher zu bohren und auszufeilen.


Ein kleines Problem habe ich noch festgestellt. Am originalen Stecker für das Subwoofer Signal, befindet sich offensichtlich ein "physischer" Schalter um zu erkennen ob ein 5.1 System angeschlossen ist. Daher muss dort ein Kabel stecken (welches nirgendwo hinführen muss). Sonst wird nämlich automatisch das Subwoofer Signal vom Front-Right-Lautsprecher genommen, wodurch der 5.1 Sound nicht mehr richtig funktioniert.


Abschließend kann ich sagen, dass das für mich eine sehr sinnvolle Adaptierung war. Wackelkontakte gehören damit der Vergangenheit an. Ganz billig war das allerdings nicht. Die Kabel und XLR-Buchsen haben bei Conrad ingesamt mehr als 50 Euro gekostet. Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden und kann diese Modifizierung nur weiterempfehlen (sofern man damit leben kann das Logo auf der Rückseite zu zerbohren).
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben