Nunja, ich war früher auch eine Panikpatientin, zum Glück hat sich die Panik aber inzwischen zu einer normalen Angst gewandelt.
Der Grund, warum ich solche Panik hatte, liegt lange zurück.
Als Kind (5 Jahre) musste ich mal wieder zum Zahnarzt (Wie so oft zuvor auch) und da hat mich eine Zahnärztin + deren Helferin mal OHNE Betäubung behandelt.
Bis auf das ich da normale Angst hatte war ich einigermaßen ruhig an dem Tag.
Die dumme Ärztin war wohl nihct sehr kinderfreundlich und meinte nur trocken:
Soooo schlimm kann es ja gar nicht sein, da braucht man keine Betäubung.
Dann gings los: Sie bohrte, es schmerzte, die Angst in mir wurde stärker dank der Schmerzen, ich zappelte rum und versuchte mich aus der Lage zu befreien, doch diese dumme Assistentin hielt mich fest.
Als meine Mutter dann endlich einschnitt und der Ärztin mit Folgen drohte wenn ich nicht losgelassen werden würde, wars schon zu spät und ich hatte mir einen wortwörtlichen "Knacks" weggeholt.
Jahrelang konnte ich mich nicht an dieses Erlebnis erinnern, es wurde wohl verdrängt.
Die Foilgen blieben aber jahrelang:
Musste etwas bei meinen Zähnen oder meinem Mund gemacht werden, so musste es bei mir unter Vollnarkose gemacht werden, sonst wäre es nicht gegangen.
Daraus ergab sich, das ich mehrmals als Kind unter Vollnarkose gelandet bin und operiert wurde.
Dann war ich eine zeitlang (von 1995 - 2002) gar nicht beim Zahnarzt, bie, ich hielt lieber die Schmerzen aus.
Als dann 2002 alle vier Weißheitszähne bei mir (sie steckten noch im Zahnfleisch) Probleme machten und ich mehrere Entzündungen bekam, bei denen die Schmerzen unmenschlich stark waren, musste ich doch wieder zum Zahnarzt.
Da mussten zunächst die Entzündungen behandelt werden, was dank einiger Probleme bis April 2003 dauerte, und dann machte mir mein Zahnarzt den Vorschlag, alle vier aus dem Zahnfleisch unter Vollnarkose rauszuschneiden, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter Probleme machen würden und dem stimmte ich zu.
Also lag ich Mai 2003 wieder unter Vollnarkose, und danach war ich dann wegen den Nachwirkungen der Narkose eine Woche von der Schule befreit.
Seit 2003 musste ich zum Glück nicht mehr operiert werden unter Vollnarkose, teilweise kann man flache Löcher auch schon bei mir ohne Betäubung machen, aber bei allem anderen braiche ich eine Spritze, sonst mache ich es psychisch gesehen nicht mit.
Auch habe ich inzwischen eine Überkronung der beiden oberen vorderen Zähne hinter mir und eine Wurzelbehandlung.
Sogar ohne Begleitung kann ich inzwischen zum Zahnarzt gehen, was meinen Zahnarzt auch sehr erfreut hat, er war nämlich der Arzt, der mich immer unter Vollnarkose operiert hat und deswegen meine Probleme genauestens kannte und kennt.
Diese verschüttete Erinnerung hat mir dazu noch gezeigt, warum ich grundsätzlich eine Abneigung gegen weibliche Ärzte habe.
Auch heute lasse ich mich nicht von weiblichen Ärzten behandeln...
Angst vorm Zahnarzt kann viele Ursachen haben, bei mir war es wohl tatsächlich ein in der Kindheit ausgelöstes Trauma.
Das die wiedergekommene Erinnerung wahr ist, hat mir meine Mutter auch bestätigt, sie ist also nicht von meinen Hirn zusammengereimt worden.