Warum haben einige Menschen Angst vor dem Zahnarzt?

Ich musste mir einmal separat den rechten und linken Mundraum örtlich narkotisieren lassen;
dafür bekam ich hintereinander zwei Spritzen in den Gaumen.
Die erste schob der Herr Doktor schön langsam tief ins Fleisch, die zweite rammte er mir wie
einen Dolch zwischen die Zähne. Kommentar: "Ah, hier gehts irgendwie leichter!" :evillol:
Außerdem finde ich es schlimm, wenn die Ärzte Mundgeruch haben...
bei der Behandlung kann man nur durch die Nase atmen und es stinkt! ×P
 
Nunja, ich war früher auch eine Panikpatientin, zum Glück hat sich die Panik aber inzwischen zu einer normalen Angst gewandelt.

Der Grund, warum ich solche Panik hatte, liegt lange zurück.
Als Kind (5 Jahre) musste ich mal wieder zum Zahnarzt (Wie so oft zuvor auch) und da hat mich eine Zahnärztin + deren Helferin mal OHNE Betäubung behandelt.
Bis auf das ich da normale Angst hatte war ich einigermaßen ruhig an dem Tag.

Die dumme Ärztin war wohl nihct sehr kinderfreundlich und meinte nur trocken:
Soooo schlimm kann es ja gar nicht sein, da braucht man keine Betäubung.

Dann gings los: Sie bohrte, es schmerzte, die Angst in mir wurde stärker dank der Schmerzen, ich zappelte rum und versuchte mich aus der Lage zu befreien, doch diese dumme Assistentin hielt mich fest.

Als meine Mutter dann endlich einschnitt und der Ärztin mit Folgen drohte wenn ich nicht losgelassen werden würde, wars schon zu spät und ich hatte mir einen wortwörtlichen "Knacks" weggeholt.

Jahrelang konnte ich mich nicht an dieses Erlebnis erinnern, es wurde wohl verdrängt.
Die Foilgen blieben aber jahrelang:
Musste etwas bei meinen Zähnen oder meinem Mund gemacht werden, so musste es bei mir unter Vollnarkose gemacht werden, sonst wäre es nicht gegangen.

Daraus ergab sich, das ich mehrmals als Kind unter Vollnarkose gelandet bin und operiert wurde.

Dann war ich eine zeitlang (von 1995 - 2002) gar nicht beim Zahnarzt, bie, ich hielt lieber die Schmerzen aus.
Als dann 2002 alle vier Weißheitszähne bei mir (sie steckten noch im Zahnfleisch) Probleme machten und ich mehrere Entzündungen bekam, bei denen die Schmerzen unmenschlich stark waren, musste ich doch wieder zum Zahnarzt.

Da mussten zunächst die Entzündungen behandelt werden, was dank einiger Probleme bis April 2003 dauerte, und dann machte mir mein Zahnarzt den Vorschlag, alle vier aus dem Zahnfleisch unter Vollnarkose rauszuschneiden, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter Probleme machen würden und dem stimmte ich zu.

Also lag ich Mai 2003 wieder unter Vollnarkose, und danach war ich dann wegen den Nachwirkungen der Narkose eine Woche von der Schule befreit.

Seit 2003 musste ich zum Glück nicht mehr operiert werden unter Vollnarkose, teilweise kann man flache Löcher auch schon bei mir ohne Betäubung machen, aber bei allem anderen braiche ich eine Spritze, sonst mache ich es psychisch gesehen nicht mit.

Auch habe ich inzwischen eine Überkronung der beiden oberen vorderen Zähne hinter mir und eine Wurzelbehandlung.

Sogar ohne Begleitung kann ich inzwischen zum Zahnarzt gehen, was meinen Zahnarzt auch sehr erfreut hat, er war nämlich der Arzt, der mich immer unter Vollnarkose operiert hat und deswegen meine Probleme genauestens kannte und kennt.

Diese verschüttete Erinnerung hat mir dazu noch gezeigt, warum ich grundsätzlich eine Abneigung gegen weibliche Ärzte habe.
Auch heute lasse ich mich nicht von weiblichen Ärzten behandeln...

Angst vorm Zahnarzt kann viele Ursachen haben, bei mir war es wohl tatsächlich ein in der Kindheit ausgelöstes Trauma.
Das die wiedergekommene Erinnerung wahr ist, hat mir meine Mutter auch bestätigt, sie ist also nicht von meinen Hirn zusammengereimt worden.
 
Tja, schlechte frühere Erfahrungen oder einfach natürliche Ängste... ist wie mit Frauen und Spinnen. :D

Ist aber auch nicht wirklich angenehm, wenn der Zahnarzt Dir fünf Spritzen reinjagt und sich anschließend auf einen 2 Meter langen Hebel hängt, um Deinen Zahn auszugraben. :p
 
Eigentlich habe auch nicht wirklich ein Problem damit, aber bin dennoch angespannt. Einmal verspürte ich Schmerzen als er mir ein Zahn schlief, nur wie soll man was sagen, wenn er diesen verfluchten Schleifer im Mund hält..... Oder es tat ziemlich weh, als er mir über den Vorderen großen Zähne mir ne Spritze gab, was für ein Stechender Schmerz:heul:.
 
Welch ein Zufall,

morgen bekomm ich einen Zahn gezogen. Angst hab ich keine weil es schon der 2. ist den ich innerhalb eines Jahres gezogen bekomme.

Vor der Spritze hab ich auch kein Schiss, nur hoffe ich das er diesmal keine 45 min. braucht den Zahn rauszukloppen wie das letzte mal. Ok, dafür hatte ich aber auch 2 Tage gelben Schein bekommen :D.
 
Tja, schlechte frühere Erfahrungen oder einfach natürliche Ängste... ist wie mit Frauen und Spinnen.

Ist aber auch nicht wirklich angenehm, wenn der Zahnarzt Dir fünf Spritzen reinjagt und sich anschließend auf einen 2 Meter langen Hebel hängt, um Deinen Zahn auszugraben.

Nun, ich persönlich habe keine Probleme mit Spinnen, Schlangen und dergleichen.
Mein Freund hält sich ja auch einen Skorpion, mit welchen viele Frauen Probleme hätten, ich aber nicht.
Aber ich soll ja sowieso eine ziemlich seltsames "Weibchen" sein.

Sagt mir zumindest immer jeder.

Back to Topic: Im Bezug auf Spritzen: An sich hatte ich davor auch niemals Angst, aber aöls bei mir die beiden vorderen Zähnchen gemacht werden mussten musste er mir genau zwischen diesen beiden vorderen, oberen Zähnen zwei Spritzen ins Zahnfleisch setzen.

Das hat doch schon ziemlich weh getan.
Zudem wurde wohl nebenbei durch die Spritze noch mein Tränenkanal gereizt, denn mir schossen automatisch Tränen in die Augen.
 
Ich gehe auch immer gerne zu Zahnärzten, da diese immer sagen was für schöne weiße Zähne ich habe. ;)
 
Die Frage habe ich mir auch immer gestellt und seit meinem letztem Eingriff weiß ich auch wieso!

Vor ungefähr einem Monat habe ich mir meine Zähne machen lassen und dabei hatte ich trotz Betäubung manchmal tierische Schmerzen. Da die Behandlung nicht nur einmalig war, hatte ich vor jeder weiteren Sitzung Angst, dass dieser fiese Schmerz mich wieder quälen wird!

Gruß Carlos
 
Die Angst resultiert bei den meisten garantiert nur aus schlechten persönlichen Erfahrungen oder daher weil für einige der Mund eine Intimzone darstellt.

Ist auch nicht einfach den perfekten Zahnarzt zu finden. Man kann im Prinzip schon umdrehen wenn einer trotz Wunsch einen die Betäubung ausreden will oder ständig unter Zeitdruck ist.
 
Eigentlich habe ich keine Angst, aber letztes Jahr hat er bei mir sogar gleich 2 Löcher gefunden. Das war das erste mal das ich überhaupt Löcher hatte. Naja ich hoffe er findet morgen keine.

Mit Zähne ziehen hab ich auch nicht soo das Problem. Meine Weisheitszähne waren schneller draußen als die Wirkung der Spritze gebraucht hat. Und als kleiner Junge einmal mussten Milchzähne raus damit die neuen kommen können.

Ich mag die Spritzen aber nicht, die hasse ich!
 
sav schrieb:
Meine Weisheitszähne waren schneller draußen als die Wirkung der Spritze gebraucht hat.

Meine sind noch drin, obwohl meine Ärztin auch schon meinte die müssen bald raus, da sie an die Backenzähne drücken, aber ich merke davon noch nichts! :p
 
War heute beim genannten Mediziner, und da ist mir natürlich sofort dieser Thread eingefallen.

Dem Zahnarztbesuch begegne ich eigentlich mit gemischten Gefühlen. Einerseits ist das Gefühl toll, mit fachlich geprüft guten Zähnen wieder rauszugehen. (Sollte zumindest so sein).

Auf der Gegenseite ist der Schmerz im Zahn einer der ekligsten überhaupt. Lieber ne brennenden Fleischwunde als ein Bohrer im Zahn.
Gerade wenn die Spritze noch nicht wirkt oder es ohne gemacht wird. Brrrrr.

Aber ne nette Arzthelferin. :D
 
Wenn ich zwischen 1 woche eingewachsener zehnagel + entfernung und einem zaharzt besuch von 1h wählen könnte, ich würde den zehnagel wählen.

Ängste vor dem Zahnarzt kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Man sollte halt mal die Zähne zusammenbeißen und die Prozeduren über sich ergehen lassen, anstatt jahrelang mit einem löchrigen oder gar faulendem Esszimmer durch das Leben schreiten.

finde ich ehrlich gesagt ziemlich scheisse diese äußerung.
das hat nix mit zähne zusammenbeissen oder einfach mal durchstehen zu tun... das ist wie jemand mit höhenangst aufm eiffelturm aussetzen.
streß pur, angstzustände etc., ich verkrampfe mich aufm stuhl und habe blaue flecken weil ich mir ins eigene fleisch kneife falls es weh tun sollte. ich schwitze komplett durch und fühle mich danach as wäre ich n marathon gelaufen...total kaputt...

narkose oder schlafspritze und machen lassen, wäre sehr toll wenn das so einfach ginge...dann hätte ich kein problem mit dem ganzen kram. leider übernimmt das meine krankenkasse nicht und ich hab schon ne zusatzprivatversicherung dazugenommen.

auch bei mir traumatische erlebnisse als kind. milchzahn ziehen "da brauchen wir keine betäubung".
ich den zahnarzt gebissen, weil es halt höllisch weh tat. ich glaub nichmal doll. Das schwein nimmt n stahlfingerling und legt meine unterlippe über meine unteren zähne....rest könnt ihr euch denken. dazu stank er nach käse weil dauernd käsebrötchen gegessen hat und alki war er glaub ich auch.

mein jetztiger zahnarzt ist zwar ok, aber ist für mich immer noch die hölle.

wenn jemand n guten typ fürn zahnarzt im bereich HH/Pinneberg hat der auch angstpatienten macht und das soagr vllt mit schlafspritze etc.pp dann imemr her damit...denn meine zähne machen wieder ärger...
 
Ich hab eigentlich gar keine Angst vorm Zahnarzt. Ich bin mein ganzes Leben schon bei einer jungen, die richtig sympathisch ist und sich sehr engagiert. Wenn ich aber kurz vorm Termin meine Zähne noch mal begutachte und ich an die Spritze ins Zahnfleisch denke, wird mir mulmig. Spritzen sind eigentlich kein Problem, ich könnt mir selbst ne Spritze in die Armvene rammen, wenns notwendig wäre, aber mir gefällt die Vorstellung aus irgendeinem Grund nicht, dass das Zahnfleisch punktiert wird. Ähnlich wie bei einer Lumbalpunktion, die ich schon hatte (Seltsamerweise verdammt schmerzhaft).

Deswegen hab ich einmal auf eine Spritze verzichtet als ich ein Loch hatte, das gebohrt werden sollte. Ich bin zwar nicht wirklich tot umgefallen davor, aber da ist mir die Spritze lieber.

Und an die "Stellt-euch-nicht-so-an" Sager: Wenn ihr einmal eine schwere Phobie hättet (eine leichte Angststörung aber schon nötig), dann würdet ihr diejenigen am liebsten ins Maul schlagen. So habe ich vor jahren gedacht, als ich eine mittelschwere Angststörung (nicht sehr spezifische) hatte.

Gruß
 
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