Synology Q&A 2021 Warum nur GbE & keine Erweiterung durch den Nutzer?

kempsu

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Hallo! Ich finde es überaus schade, dass Synology noch immer - zumindest im Heimbereich - auf GbE setzt. Andere Hersteller bieten hier immerhin Erweiterungsmöglichkeiten durch den Nutzer, wohlgemerkt in der gleichen Preisklasse. Warum hat man sich hier dagegen entschieden?
 
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Ist heute NAS TAG hier im Forum? Warum? Frag Synology selber, in deren Forum oder so :D
 
@HipsterKarl

Kosten klein halten ist das Ziel. Es reicht ja nicht einfach einen anderen LAN Chip zu verlöten.

1. Man muss statt einem PHYceiver einen kompletten 2,5GBit LAN Chip einlöten.
-> Es braucht also mind. eine zusätzliche PCIe Leitung+LAN Chip -> Neue Platine

2. Was bringt das alles wenn der Prozessor, RAM und SATA Controller garnicht genug Leistung haben um 2,5Gbit zu erreichen?

Das erhöht alles die Kosten, dazu kann noch eine höhere thermische Belastung und höhere Belastung des Netzteiles kommen. Das erhöht nochmal die Kosten und ggf. die Größe und schreckt ggf. am wegen hohen Verbrauchswerten und Ausmaßen im Datenblatt ab.

Also: Software anpassen z.B. einen ECO Mode einbauen um im Datenblatt wieder geringe Verbrauchswerte angeben zu können.

Aber oft kann man basteln:
Schau mal ob du nicht per USB 3.0 per USB zu LAN Adapter nicht 2,5Gbit nachrüsten kannst.
 
Nero FX schrieb:
Man muss statt einem PHYceiver einen kompletten 2,5GBit LAN Chip einlöten.
-> Es braucht also mind. eine zusätzliche
Wenn der 1 GbE im SoC ist ja. Die x20+ Modelle sind a) alle dicke leistungsfähige genug und b) haben eh keine im SoC integrierte NIC - brauchen also zwingend einen zusätzlichen Chip, der die Lanes benötigt. c) haben sie 6 freie PCIe 2.0 Lanes. Bereits eine Lane würde für die 2,5 GbE reichen.
Nero FX schrieb:
Es braucht also mind. eine zusätzliche PCIe Leitung+LAN Chip -> Neue Platine
nich bei allen, bei Atom / Celeron basierten SoC wäre das kein extra Aufwand. Bei den ARM SoC müsste man schauen, welche überhaupt integriertes Ethernet haben und welche davon das auch im NAS nutzen.
Nero FX schrieb:
2. Was bringt das alles wenn der Prozessor, RAM und SATA Controller garnicht genug Leistung haben um 2,5Gbit zu erreichen?
jedes aktuelle NAS schafft es die 1 GbE auszulasten, also würden die alle auch von 2,5 GbE profitieren. Vielleicht schafft nicht jedes NAS die 100% 2,5 GbE, aber selbst 50% von 2,5 GbE wäre schon schneller und das sollten die J aktuellen Modelle auch locker schaffen. Es verlangt ja keiner eine DS213J mit 2,5 GbE nachzurüsten.
Nero FX schrieb:
dazu kann noch eine höhere thermische Belastung und höhere Belastung des Netzteiles kommen. Das
2,5 GbE benötigen praktisch keine höhere Leistung als 1 GbE (zeigen die Datenblätter der Intel x550 und x710). Thermisch interessant wird es vor allem bei 10 GbE over CU und ggf. bei 5 GbE. Wegen 0,5 - 1 Watt mehr braucht niemand ein neues thermisches Design oder Netzteil. Seite 4 https://www.intel.com/content/dam/w...roduct-briefs/ethernet-x710-t2l-t4l-brief.pdf Bei der X710 sind es 1,1 Watt pro 2 Ports. also 0,55 Watt pro 2,5 GbE Port, die mehr benötigt werden ggü. 1 GbE.

Ich sehe da keinen ernsthaften Grund, weshalb sich Synology nicht mal auf den Hosenboden setzt und mal technisch an Qnap vorbei oder wenigstens gleichzieht, dass es geht zeigt Qnap und neuerer Intel/AMD SoC haben sogar PCIe 3.0, da könnte man an eine Lane sogar 2x 2,5 GbE hängen ohne zu Überbuchen, aber selbst die „dicken NAS“ wie 1621+ haben trotz PCIe 3.0 nur 1 GbE.

Mir gefällt an Synology vieles von DSM bis zum ganzen Universum darum. Besser als bei Qnap, zu dem sind sie etwas besser customizebar, da es mehr Möglichkeiten aus der Community gibt.
Für mich ist daher bei Synology alles positiv besetzt, außer der Hardware, da hängen die gefühlt 5 Jahre hinter der Konkurrenz. Und das treibt mich dann doch zu Xpenology mit allen dortigen Nachteilen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nero FX schrieb:
@HipsterKarl

Kosten klein halten ist das Ziel. Es reicht ja nicht einfach einen anderen LAN Chip zu verlöten.

1. Man muss statt einem PHYceiver einen kompletten 2,5GBit LAN Chip einlöten.
-> Es braucht also mind. eine zusätzliche PCIe Leitung+LAN Chip -> Neue Platine

2. Was bringt das alles wenn der Prozessor, RAM und SATA Controller garnicht genug Leistung haben um 2,5Gbit zu erreichen?

Das erhöht alles die Kosten, dazu kann noch eine höhere thermische Belastung und höhere Belastung des Netzteiles kommen. Das erhöht nochmal die Kosten und ggf. die Größe und schreckt ggf. am wegen hohen Verbrauchswerten und Ausmaßen im Datenblatt ab.

Also: Software anpassen z.B. einen ECO Mode einbauen um im Datenblatt wieder geringe Verbrauchswerte angeben zu können.

Aber oft kann man basteln:
Schau mal ob du nicht per USB 3.0 per USB zu LAN Adapter nicht 2,5Gbit nachrüsten kannst.

Wie bereits von anderen geschrieben wurde: die Frage habe ich hauptsächlich für das Q&A geschrieben.

Das Argument "Kosten klein halten" habe ich bereits in meinem Eröffnungspost ein gutes Stück entkräftet, da es die Konkurrenz auch in dieser Preisklasse anbietet - wenn auch per kostenpflichten Erweiterungskarten.

Grundsätzlich hätte ich ähnliche Argumente wie du in meinem Kopf rumschwirren gehabt, allerdings konnte ich (okay, es ist noch vor dem ersten Kaffee) zwischen dem Celeron 4125 in meinem aktuellen NAS und bspw. dem Celeron 4025 in der DS220+ keinen gravierenden Unterschied feststellen, der deine Argumente unterfüttert - das brauchst du aber auch gar nicht.
Sinn und Zweck der Frage ist es, dass Synology hier vielleicht zum Nachdenken angeregt wird und wir in Zukunft (noch) bessere Produkte bekommen ;)

Edit: mein Vorredner hat es denke ich schlüssig genug dargelegt :)
 
An sich könnte man ohne große Probleme einen SFP+ Port und einen 10GBaseT Port verbauen. Gibt ja genug Chips die nur nen Phy brüchten und fertig.
 
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