Warum verbessern Handyhersteller nicht die Cam-Qualität durch Skalierung?

M.B.H.

Commander
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Ich verstehe einfach nicht, warum man derzeit meist nur entweder matschige 12mp oder direkt 108mp Fotos machen kann, dessen Schärfe dann ebenfalls nicht so berauschend ist aber zeitgleich riesige Dateien entstehen.
WARUM werden die Fotos (zumindest bei genug Licht) nicht intern mit 108mp aufgenommen und runter auf (einstellbare !) 12 / 20 / 30 / 40 mp wieder herunterskaliert. Dadurch entstehen Fotos die deutlich kleiner sind und trotzdem viel viel schärfer als die ursprünglichen 12mp sind (selbst ein 108mp zu 12mp runtergerechnetes, also gleiche 12mp ist so viel detailreicher), einfach pervers scharf. Probiert es mal aus! Die CPUs in den Handies sind doch so stark, das müssten die quasi live erledigen können. Das frage ich mich schon zig Jahre, warum das absolut niemand macht.
Nun könnte man sagen ja nimm doch immer 108mp auf und skaliere die später am PC runter. Aber warum kann das nicht die Cam direkt, spart Geschwindigkeit beim Laden und Speicherplatz und den Mehraufwand und die nötige doppel-Kompression.
Wenn ich Ingenieur bei den Herstellern wäre wäre das das absolut erste was ich implementieren würde.
So simpel aber effektiv.
 
Mein Fairphone 4 macht das genau so. 48MP Kamera mit 12 MP Bild.
Will ich die die vollen 48MP muss ich das gesondert einstellen, und das steht dann auch im Kameramodul dran während der Aufnahme.
 
Ich würde mich an deiner Stelle nicht zu viel an den Megapixel festnageln, die MP haben eh kaum Aussagekraft. Es spielen noch viele andere Faktoren eine Rolle, die Objektive und die Sensorchips, aber vorallem die Software.
 
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Machen die Hersteller doch schon längst.
Lese dich mal in "Pixel-binning" ein
 
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M.B.H. schrieb:
Wenn ich Ingenieur bei den Herstellern wäre wäre das das absolut erste was ich implementieren würde.
So simpel aber effektiv.
Noch nie was von Pixel-Binning gehört?
 
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Also mehr oder weniger kannst du das beim iPhone 14 Pro so machen, mit 48 MP aufnehmen und dann in HEIC konvertieren: https://www.techietech.tech/how-to-take-48-megapixel-proraw-heic-photo-on-iphone-14-pro/

Hast halt trotzdem das Problem, dass 48 MP dazu führt, dass du keine Live Fotos mehr hast und auch das Telefon ein paar Sekunden braucht bis du das nächste Foto machen kannst. Wohingegen du bei den normalen 12MP Fotos weiterhin Burst Shoots machen kannst.
 
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Schonmal 108 oder 48 durch 12 geteilt?
Genau das machen die Hersteller seit ein paar Generationen.
Da werden 2x2, 3x3 oder demnächst 4x4 Pixel zusammengefasst.
 
Fujiyama schrieb:
Ich würde mich an deiner Stelle nicht zu viel an den Megapixel festnageln, die MP haben eh kaum Aussagekraft. Es spielen noch viele andere Faktoren eine Rolle, die Objektive und die Sensorchips, aber vorallem die Software.
Ich bin Fotograf und kenne mich mit Bildbearbeitung aus, ich weiß durchaus was ich schreibe, dass MP nicht MP sind weiß ich. Die HandyHersteller verschenken so viel Potential. bauen gute Sensoren ein (und auch die Linsen können das einigermaßen gut mitmachen) und dann wird durch falsche/schlechte Software das Bild matschig gerechnet. Warum???
 
"Beiden Smartphones gemein ist eine neue Hauptkamera mit 50-Megapixel-Sensor, bei dem es sich um den GN1 von Samsung handelt. Der 1/1,31" große Sensor weist 1,2 μm große Pixel auf, die Google stets im 4-zu-1-Binning-Verfahren verwendet, sodass die Bildausgabe mit 12,5 Megapixeln erfolgt." (
https://www.computerbase.de/artikel/smartphones/google-pixel-6-pro-test.78398/seite-3 ) - Aus Marketing-Gründen ist so eine Megapixel-Puste doch super. Die Google-Foren sind voll von Leuten, die die "nativen" 50 MP nutzen wollen, statt sich entmündigt mit 12,5 MP bescheiden zu müssen... :)
 
48 zu 12 MP ist einfach 4:1 Pixel Binning und 108 zu 12 MP ist 9:1 Pixel Binning. Dadurch gewinnt man praktisch mehr Fläche für jeden Pixel und die Belichtung wird besser. Wenn man nun von 108 auf 30 oder 40 MP geht verliert man den Belichtungs-Vorteil wieder, hat aber nicht ganz die Schärfe des Originalbildes.

99% der Bilder brauchen halt schlicht nicht mehr als 12 MP, weil Leute die einfach in Messengern oder auf Social Media teilen. Und wenn man doch mehr will macht man halt ein paar Bilder mit 108 MP.
 
Conqi schrieb:
99% der Bilder brauchen halt schlicht nicht mehr als 12 MP, weil Leute die einfach in Messengern oder auf Social Media teilen. Und wenn man doch mehr will macht man halt ein paar Bilder mit 108 MP.

Das was ich mitbekomme, dass Leute oft in ihre Fotos reinzoomen und es dann schnell recht matschig wird.
Die Fotos könnten trotz bleibenden 12mp deutlich besser/schärfer aussehen (bei ausreichend Licht) wenn intern runterskaliert werden würde anstatt zwangsweise auf Pixel Binning zu setzen. Wäre doch auch ein super Verkaufsargument. Man könnte es optional als HQ-12mp bewerben.
Ich denke wenn jeder genau wüsste was ich meine dann wäre absolut jeder dafür dass die Fotos trotz bleibender 12mp deutlich schärfer sind. es gibt absolut kein Gegenargument.
 
Oder die optische Leistung der Linsen ist mit 12 MP oder sogar weniger bereits ausgereizt. Die Peak-Qualität an Fotoleistung ist in meiner Handy-Karriere so ziemlich beim LG G4 und Pixel 2 erreicht gewesen, danach kamen noch software-seitige Clous (Porträt-Modi v. a.) und auch Zoomfunktionen wie beim Pixel 7 Pro sind natürlich der Hammer, aber hier ist eben auch mehr Glas drin. Vermutlich geht gar nicht mehr Auflösung durch so ein mausäugige Linse, so gut die belichteten Datenrückwände auch sein mögen. Ansonsten macht's vielleicht 'ne App (Resampling).
 
XCatenaccioX schrieb:
ie Peak-Qualität an Fotoleistung ist in meiner Handy-Karriere so ziemlich beim LG G4 und Pixel 2 erreicht gewesen, danach kamen noch software-seitige Clous (Porträt-Modi v. a.)
Siehe ich auch so. Ohne automatische Filter ist die qualität sogar wieder deutlich schlechter geworden.
 
XCatenaccioX schrieb:
Oder die optische Leistung der Linsen ist mit 12 MP oder sogar weniger bereits ausgereizt. Die Peak-Qualität an Fotoleistung ist in meiner Handy-Karriere so ziemlich beim LG G4 und Pixel 2 erreicht gewesen, danach kamen noch software-seitige Clous (Porträt-Modi v. a.) und auch Zoomfunktionen wie beim Pixel 7 Pro sind natürlich der Hammer, aber hier ist eben auch mehr Glas drin. Vermutlich geht gar nicht mehr Auflösung durch so ein mausäugige Linse, so gut die belichteten Datenrückwände auch sein mögen. Ansonsten macht's vielleicht 'ne App (Resampling).

dem stimme ich definitiv NICHT zu, beim Oneplus 7 pro nicht und auch beim Samsung S21 Ultra nicht. Fotos mit 108mp haben deutlich mehr fein-Details (auch wenn man klar sieht dass die Software optimiert und es kein Vergleich zu 100MP einer DSLR sind). Weiterhin kommt ja noch hinzu mit welchem Algorithmus/Radius die Schärfung passiert, auch hier werden Fein-Details durch nen zu großen Schärferadius matschig.
 
M.B.H. schrieb:
. Die HandyHersteller verschenken so viel Potential. bauen gute Sensoren ein (und auch die Linsen können das einigermaßen gut mitmachen) und dann wird durch falsche/schlechte Software das Bild matschig gerechnet. Warum???
welche Hersteller meinst du genau?

Für mich als Laie sind die iPhone Bilder (iPhone 12) zb. Genial.
Da ist die Software eine super Sache für mich.
Kann deine genannten Punkte zumindest bei Apple nicht nachvollziehen.
 
GERmaximus schrieb:
Für mich als Laie sind die iPhone Bilder (iPhone 12) zb. Genial.

Und genau das ist der Punkt. Für normale Anwender sind die Fotos völlig ausreichend gut. Wer professionell fotigrafieren möchte, nimmt sich eine Kamera dafür. Für Schnappschüsse mit dem Handy braucht der "Normalo" einfach keine hundert/e Megapixel. Die Nachfrage ist also gar nicht da. Das ist vielleicht auch der Grund für die Ausgangsfrage des TE...
 
Dachte du bist Fotograf und kein Software Entwickler. Wie willst du dann wissen obs falsche oder schlechte Software ist?
 
Ich muss mal für den TE hier eine Lanze brechen, und ihm da zustimmen - ebenfalls als Fotograf.
Ein von 108 (oder wie viel auch immer) auf 12 MP heruntergerechnetes Bild sieht besser aus, als ein Bild eines 108MP-Sensors dass mit Pixelbinning dann nur 12 MP ergibt.

Die meisten haben das einfach nur noch nie in echt gesehen. Oder meinen, weil sie von Pixelbinning gehört haben, dass es das gleiche sei. Ist es nicht. Das Endergebnis von der Pixelmenge ist vielleicht das gleiche, nicht aber der Weg dahin und auch nicht die optische Qualität.
 
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