Odium
Captain
- Registriert
- Okt. 2003
- Beiträge
- 3.643
Hallo zusammen,
25 Nebensächlichkeiten, wo sich der eine oder andere Veteran von euch wiederfinden wird.
Selbstverständlich sind ironische, frustrierende, lustige oder sonstige Ergänzungen jederzeit willkommen!
1. Du lachst nur über die empfohlene Expressinstallation und wählst das Zielverzeichnis sehr genau aus. Bei dir landet kein Spiel unter C:\Programme.
2. Als erstes suchst du nach dem Starten des Spiels nach dem kleinen Button für "Optionen" und fummelst es einmal alles richtig hin. Bei der Steuerung rätselst du prophylaktisch schonmal darüber, wie wichtig"Position halten/Losrennen" oder "Gegenstand benutzen" sein mögen. Deine ersten 5 Minuten im Spiel sind sowieso dadurch geprägt, dass du 20 mal in die Steuerung springst und damit die ganze Atmosphäre den Bach runter geht.
3. Falls du wirklich das Tutorial startest, erhältst du in diesem Thread aus ethischen Gründen keine Schreibrechte.
4. Rollenspiel XY, zwei Wege: Du grübelst ein paar Sekunden darüber, welcher von beiden der Hauptweg ist und am welchen Ende dich nur eine Schatzkiste erwartet. Denn natürlich willst du nicht nach 5min feststellen, dass du dem Hauptweg gefolgt bist, nur um dann wieder umkehren zu müssen. Daher wählst du instinktiv den unscheinbaren Nebenweg und freust dich, wenn du mal wieder Recht gehabt hast. Das unüberraschende Monster-Skript in der Nähe der Truhe entlockt dir nur ein müdes Lächeln.
5. Rennenspiel XY, die erste Kurve: Du versuchst deine Karre an der Innenseite der Bande entlangschrammen zu lassen um zu sehen, wie die Engine eigentlich funktioniert. Wenn es funktioniert, bist du einerseits erfreut und dann enttäuscht. Funktioniert es nicht, bist du enttäuscht und dann erfreut.
6. Du schätzst die Unreal-Engine und ihre Nachfolger, weil sie so sauber steuerbar ist und du nicht befürchten musst, an einem Pilz hängen zu bleiben.
7. Als Frau warst du von den PC-Spielereien erst nicht so begeistert, bis dir ein Kerl die Sache schmackhaft gemacht hast. Inzwischen spart dieser Kerl nur noch Geld für einen neuen Auspuff, während du die Regeln von Dungeons & Dragons beherrschst.
8. In einem Egoshooter widmest du intuitiv die ersten 20 Minuten der KI-Analyse: Was kann das Skript? Bin ich mit meinem 2m-Helden hinter einer Vase getarnt? Werde ich durch Türen verfolgt? Und seit Farcry, Crysis und Co. ganz wichtig: Wann bin ich eigentlich in einem Busch unsichtbar und wann nicht?
9. In jedem besseren Rollenspiel verkaufst du alle Gegenstände, die nur einmaligen Effekt haben. Einzige Ausnahme: Heiltränke und vielleicht Manaportionen. Du denkst dir: Lieber für den Rest des Spiels 1 Goldstück mehr als sich so ein dämliches Powerup für 30 Sekunden zu gönnen.
10. Allerdings hortest du in jenem Rollenspiel alle Gegenstände mit dauerhaften Effekten wie deinen eigenen Aufapfel, man weiß schließlich nie wann man sie gebrauchen kann. Wenn der Endgegner besiegt ist, ist dein Inventar propevoll und deine Waffen wurden nur im äußersten Notfall einmalig verbessert.
11. Du vermisst beinharte Aufbau- und Wirtschaftssimulationen und hast die Befürchtung, dass dich 'Denk-Positiv'-Ableger wie Anno 1404 oder Siedler 7 langsam impotent machen.
12. Du hast dich schon häufiger gefragt, wer eigentlich Quicksave und Quickload auf F5 und F9 gepackt hat. Du hast jetzt danach gegoogelst und bist noch immer nicht schlauer.
13. Manchmal ertappst du dich dabei, wenn du Spielediskussionen mit "Damals war ..." beginnst und dich dann für kurze Zeit ein nostalgischer Wehmut packt. Assoziationen mit deinem Opa und seinen Geschichten von früher tust du ab: "Kann man doch gar nicht vergleichen!"
14. Du wusstest schon vor 10 Jahren, dass MMORPGs süchtig machen werden und hast dich seitdem deinem Schicksal ergeben oder lebst jetzt völlig abgeschieden von ihnen.
15. Wenn dir die Programmierer in einem Egoshooter einen Gartenzaun als unüberwindliches Hindernis vor die Nase setzen und damit sagen wollen "So Jungchen, hier ist der Level zu Ende, haha", dann registriert dein routiniertes Gehirn das gar nicht mehr richtig. Hin und wieder empfindest du solche überlinearen Shooter als Beleidigung für deine Intelligenz, aber dann ... ballerst du einfach lachend weiter.
16. Wenn irgendein Filmregisseur einen weiteren NAchfolger eines Blockbusters versaut, dann zuckst du innerlich nur mit den Schultern. Wenn eine Firma wie Electronic Arts deine Ansprüche in einem Nachfolger nicht gerecht wird, hast du tagelang schlechte Laune.
17. Du weißt intuitiv, dass sich im Ordner "bin" die Exekutionsdatei für das Spiel befindet - andere sehen darin nur Müll.
18. Du bist der Meinung, dass man einen Spieleveteran von einem Anfänger am besten dadurch unterscheiden kann, je nachdem wie wichtig ihm die Grafik in einem Spiel ist.
19. Du kannst noch immer nicht fassen, dass sich manche Programmierer bei PC-Portierungen nicht die Mühe machen, die Steuerung zumindest etwas anzupassen.
20. Wenn du das Intro siehst, bekommt dein Rechner folgende Eingaben in dieser Reihenfolge: Esc, Enter, Leertaste, Linke Maustaste, Esc-Esc-Esc.
21. Aus ökonomischer Sicht hältst du "DLC" für genial. Aus privater Sicht ist es nicht mehr als das, was junge somalische Männer zur Zeit im Golf von Aden machen.
22. In einem Aufbauspiel denkst du schon 5 Schritte im voraus und lässt zwischen all den Anfangsgebäuden genügend Platz für die zukünftigen Gebäude, um später auch ja nichts abreißen oder ändern zu müssen. Das wäre für dich ein Eingeständnis von Schwäche.
23. In der Sims-Reihe ging es dir in erster Linie darum, Gegenstände anzuhäufen. Das Aussehen der Sims war dir irgendwann völlig egal. Dir war immer wichtiger, dass sie ihren Tagesablauf möglichst effektiv gestaltet haben - und nur das war für dich am Ende das Spielziel.
24. Seltsamerweise fangen drei Firmen, die du gut findest, alle mit dem gleichen Buchstaben an: Bethesta, Blizzard und BioWare.
25. Wenn dir eine freundliche KI unter Zeitdruck folgen soll und irgendwo hängenbleibt, bleibst du völlig cool. Andere rasten aus, aber du hast dieses Dilemma schon zu oft gesehen. Schlimmer noch: Du erwartest, dass diese "künstliche Intelligenz" nicht mehr als 12 Programmzeilen Code abbekommen hat und bist entsprechend ausgeglichen im Alltag.
25 Nebensächlichkeiten, wo sich der eine oder andere Veteran von euch wiederfinden wird.
Selbstverständlich sind ironische, frustrierende, lustige oder sonstige Ergänzungen jederzeit willkommen!
1. Du lachst nur über die empfohlene Expressinstallation und wählst das Zielverzeichnis sehr genau aus. Bei dir landet kein Spiel unter C:\Programme.
2. Als erstes suchst du nach dem Starten des Spiels nach dem kleinen Button für "Optionen" und fummelst es einmal alles richtig hin. Bei der Steuerung rätselst du prophylaktisch schonmal darüber, wie wichtig"Position halten/Losrennen" oder "Gegenstand benutzen" sein mögen. Deine ersten 5 Minuten im Spiel sind sowieso dadurch geprägt, dass du 20 mal in die Steuerung springst und damit die ganze Atmosphäre den Bach runter geht.
3. Falls du wirklich das Tutorial startest, erhältst du in diesem Thread aus ethischen Gründen keine Schreibrechte.
4. Rollenspiel XY, zwei Wege: Du grübelst ein paar Sekunden darüber, welcher von beiden der Hauptweg ist und am welchen Ende dich nur eine Schatzkiste erwartet. Denn natürlich willst du nicht nach 5min feststellen, dass du dem Hauptweg gefolgt bist, nur um dann wieder umkehren zu müssen. Daher wählst du instinktiv den unscheinbaren Nebenweg und freust dich, wenn du mal wieder Recht gehabt hast. Das unüberraschende Monster-Skript in der Nähe der Truhe entlockt dir nur ein müdes Lächeln.
5. Rennenspiel XY, die erste Kurve: Du versuchst deine Karre an der Innenseite der Bande entlangschrammen zu lassen um zu sehen, wie die Engine eigentlich funktioniert. Wenn es funktioniert, bist du einerseits erfreut und dann enttäuscht. Funktioniert es nicht, bist du enttäuscht und dann erfreut.
6. Du schätzst die Unreal-Engine und ihre Nachfolger, weil sie so sauber steuerbar ist und du nicht befürchten musst, an einem Pilz hängen zu bleiben.
7. Als Frau warst du von den PC-Spielereien erst nicht so begeistert, bis dir ein Kerl die Sache schmackhaft gemacht hast. Inzwischen spart dieser Kerl nur noch Geld für einen neuen Auspuff, während du die Regeln von Dungeons & Dragons beherrschst.
8. In einem Egoshooter widmest du intuitiv die ersten 20 Minuten der KI-Analyse: Was kann das Skript? Bin ich mit meinem 2m-Helden hinter einer Vase getarnt? Werde ich durch Türen verfolgt? Und seit Farcry, Crysis und Co. ganz wichtig: Wann bin ich eigentlich in einem Busch unsichtbar und wann nicht?
9. In jedem besseren Rollenspiel verkaufst du alle Gegenstände, die nur einmaligen Effekt haben. Einzige Ausnahme: Heiltränke und vielleicht Manaportionen. Du denkst dir: Lieber für den Rest des Spiels 1 Goldstück mehr als sich so ein dämliches Powerup für 30 Sekunden zu gönnen.
10. Allerdings hortest du in jenem Rollenspiel alle Gegenstände mit dauerhaften Effekten wie deinen eigenen Aufapfel, man weiß schließlich nie wann man sie gebrauchen kann. Wenn der Endgegner besiegt ist, ist dein Inventar propevoll und deine Waffen wurden nur im äußersten Notfall einmalig verbessert.
11. Du vermisst beinharte Aufbau- und Wirtschaftssimulationen und hast die Befürchtung, dass dich 'Denk-Positiv'-Ableger wie Anno 1404 oder Siedler 7 langsam impotent machen.
12. Du hast dich schon häufiger gefragt, wer eigentlich Quicksave und Quickload auf F5 und F9 gepackt hat. Du hast jetzt danach gegoogelst und bist noch immer nicht schlauer.
13. Manchmal ertappst du dich dabei, wenn du Spielediskussionen mit "Damals war ..." beginnst und dich dann für kurze Zeit ein nostalgischer Wehmut packt. Assoziationen mit deinem Opa und seinen Geschichten von früher tust du ab: "Kann man doch gar nicht vergleichen!"
14. Du wusstest schon vor 10 Jahren, dass MMORPGs süchtig machen werden und hast dich seitdem deinem Schicksal ergeben oder lebst jetzt völlig abgeschieden von ihnen.
15. Wenn dir die Programmierer in einem Egoshooter einen Gartenzaun als unüberwindliches Hindernis vor die Nase setzen und damit sagen wollen "So Jungchen, hier ist der Level zu Ende, haha", dann registriert dein routiniertes Gehirn das gar nicht mehr richtig. Hin und wieder empfindest du solche überlinearen Shooter als Beleidigung für deine Intelligenz, aber dann ... ballerst du einfach lachend weiter.
16. Wenn irgendein Filmregisseur einen weiteren NAchfolger eines Blockbusters versaut, dann zuckst du innerlich nur mit den Schultern. Wenn eine Firma wie Electronic Arts deine Ansprüche in einem Nachfolger nicht gerecht wird, hast du tagelang schlechte Laune.
17. Du weißt intuitiv, dass sich im Ordner "bin" die Exekutionsdatei für das Spiel befindet - andere sehen darin nur Müll.
18. Du bist der Meinung, dass man einen Spieleveteran von einem Anfänger am besten dadurch unterscheiden kann, je nachdem wie wichtig ihm die Grafik in einem Spiel ist.
19. Du kannst noch immer nicht fassen, dass sich manche Programmierer bei PC-Portierungen nicht die Mühe machen, die Steuerung zumindest etwas anzupassen.
20. Wenn du das Intro siehst, bekommt dein Rechner folgende Eingaben in dieser Reihenfolge: Esc, Enter, Leertaste, Linke Maustaste, Esc-Esc-Esc.
21. Aus ökonomischer Sicht hältst du "DLC" für genial. Aus privater Sicht ist es nicht mehr als das, was junge somalische Männer zur Zeit im Golf von Aden machen.
22. In einem Aufbauspiel denkst du schon 5 Schritte im voraus und lässt zwischen all den Anfangsgebäuden genügend Platz für die zukünftigen Gebäude, um später auch ja nichts abreißen oder ändern zu müssen. Das wäre für dich ein Eingeständnis von Schwäche.
23. In der Sims-Reihe ging es dir in erster Linie darum, Gegenstände anzuhäufen. Das Aussehen der Sims war dir irgendwann völlig egal. Dir war immer wichtiger, dass sie ihren Tagesablauf möglichst effektiv gestaltet haben - und nur das war für dich am Ende das Spielziel.
24. Seltsamerweise fangen drei Firmen, die du gut findest, alle mit dem gleichen Buchstaben an: Bethesta, Blizzard und BioWare.
25. Wenn dir eine freundliche KI unter Zeitdruck folgen soll und irgendwo hängenbleibt, bleibst du völlig cool. Andere rasten aus, aber du hast dieses Dilemma schon zu oft gesehen. Schlimmer noch: Du erwartest, dass diese "künstliche Intelligenz" nicht mehr als 12 Programmzeilen Code abbekommen hat und bist entsprechend ausgeglichen im Alltag.
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