Was haben alle gegen Snap und Flatpack?

Broni

Lt. Junior Grade
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Darf ich als Dauernob mal fragen, was so viele, auch hier, gegen Snap und Flatpack haben?
 
Stell dir vor du bist in eine Wohnung eingezogen, hast aber nicht vor deine Umzugskartons aus dem Keller zu holen und auszupacken.
Immer wenn du was brauchst musst du also den entsprechenden Karton aus dem Keller holen und das was du benutzen willst auspacken. Dabei schleifst du eine Menge Zeug mit dir herum was du eigentlich nicht gebraucht hättest und das holen und auspacken frisst Zeit und Ressourcen. Und damit du nicht dauernd mehrere Kartons holen musst um eine Sache zu benutzen, ist ein und dasselbe in mehreren Kartons mehrfach vorhanden und frisst entsprechend Platz im Keller (AVR+Musikanlage+Plattenspieler, im anderen Karton AVR+Musikanlage+TV+PS4). Die ganzen Füllstoffe für den Transport im Karton wären auch total überflüssig, wenn man das ganze einmal auspacken und ins Regal räumen würde. Da kommt man auch viel schneller ran und hat nicht alles mehrfach in verschiedenen Kartons im Keller liegen.
 
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Schön beschrieben :)
 
... gut erklärt. Die Deezer App gibt es nur als Snap. Soll ich genderell die Finger vom Snapstore lassen? Ich meine, besteht die Gefahr, dass etwas nicht mehr richtig läuft?
 
Broni schrieb:
Die Deezer App gibt es nur als Snap.
Es ist überhaupt kein Problem, wenn einzelne Programme nur als Snap vorliegen. Dann ist es halt so, besser als gar nichts.
Was die Community total auf die Palme bringt sind Pläne, das traditionelle Paketsystem abzuschaffen und dem User alles per Snap aufzudrücken. Weils halt für die Distribution einfacher ist.
 
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@ghecko hat in allem vollkommen recht.
Unbedarften nutzern, wuerde ich jedoch vermutlich empfehlen, Im Desktopbetrieb der meisten Distris Snaps zu nutzen, wenn $Paketnicht in den offiziellen quellen (bspw. bei Ubuntu als PPA) vorliegt.
Einerseits lernt man dann weniger, anderersets erspart man sich jede Menge stress.


ghecko schrieb:
Was die Community total auf die Palme bringt sind Pläne, das traditionelle Paketsystem abzuschaffen und dem User alles per Snap aufzudrücken. Weils halt für die Distribution einfacher ist.
Arch zeigt halt extrem gut, dass eine gescheite community auch in der Lage sit Pakete vertrauensvoll zu bauen / buildskripts zu pflegen
 
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Ich benutze auch einige Flatpacks aber nur wenn es nicht anders geht weil da doch unnötig viel Ballast mit installiert wird.
 
Ergänzung weil gerade aus Interesse nachgeguckt: Zumindest für Arch-basierte Distris scheints die Deezer-App aus dem AUR zu geben. Hab ich zumindest hier unter Manjaro so (Flats und Snaps hab ich abgeschaltet).
 
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ghecko schrieb:
auf die Palme bringt sind Pläne, das traditionelle Paketsystem abzuschaffen und dem User alles per Snap aufzudrücken. Weils halt für die Distribution einfacher ist.
Alles klar. Aber, ist es nicht für die Entwickler einfacher? Ich meine, wer hat schon Lust, alles in X Versionen zu entwickeln?
Ergänzung ()

fixedwater schrieb:
Ergänzung weil gerade aus Interesse nachgeguckt: Zumindest für Arch-basierte Distris scheints die Deezer-App aus dem AUR zu geben. Hab ich zumindest hier unter Manjaro so (Flats und Snaps hab ich abgeschaltet).
Was ist AUR? Hab Mint, ist nicht archbasiert.
 
Broni schrieb:
Ich meine, wer hat schon Lust, alles in X Versionen zu entwickeln?
Packen ist nicht entwickeln. Und den Entwicklern kann es egal sein, das Packen und lösen von Abhängigkeiten ist eigentlich Aufgabe der Distribution, die die Software in ihren Repositories führt.
Die Entwickler schreiben einfach nur Software, die auf gewisse, bereits existierenden Bibliotheken zurückgreift. In einem Snap sind die mit verpackt, bei einem .deb ist das eine Abhängigkeit die vom Paketmanager bei der Installation erfüllt wird, falls noch nicht im System vorhanden.
Über diesen sollte zumindest das Grundsystem und die am häufigsten genutzen Programme vorliegen, damit das System schlank und schnell bleibt. Wenn man alles als snap installiert, hat man alles bis auf das eigentliche binary doppelt und drölffach auf dem System, weil jedes Programm seinen gesamten Hofstaat mitführt.
 
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Prinzipiell hab ich persönlich nichts dagegen, da es für viele Devs eigentlich sogar hilfreich ist, dass es die Formate gibt.

Beide gehen halt gegen den Unix-Grundgedanken, dass ein System aufeinander abgestimmt ist, jede Lib und jedes Paket liegt einmal in einer bestimmten Version vor und kann dann von allen anderen verwendet werden. Außerdem kann alles zentral vom Paketmanager upgedatet werden.

Bei Snap und Flatpak sind eben alle Abhängigkeiten mit im "Container" enthalten, was dazu führen kann, dass veraltete und angreifbare Bibliotheken im System verwendet werden. Außerdem sind die Ladezeiten der Applikationen deutlich länger, da das ganze ja in einer eigenen Laufzeitumgebung läuft.

Bei Snap kommt noch erschwerend hinzu, dass die Serverseite proprietär und unter der alleinigen Kontrolle von Canonical steht. Außerdem ist Snap eben wieder der Canonical Alleingang anstatt das von der Community besser akzeptierte und freie Flatpak mit zu unterstützen.
 
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Hab jetzt mal Snap installiert und die Deezer App. Wie starte ich das Ding jetzt?
 
... nee, sonst hätt ich nicht gefragt. Nix zu sehen.
 
... über Terminal. Nach Anleitung auf der Webseite. Hab keine Fehlermeldung bekommen.
 
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