Was hat MS da schon wieder für einen Mist gemacht?

Caramon2 schrieb:
Das Betriebssystem, das ich nutze, hat überhaupt keine AGB.
Dann anders formuliert, bei welchem kommerziellen Betriebssystem oder Software (welche dann zwangsweise AGBs) sieht man die AGBs eingeblendet noch vor der Installation bzw booten vom der iso?

Du machst garade aus ner Mücke ein Elefanten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: nutrix
Caramon2 schrieb:
Das Betriebssystem, das ich nutze, hat überhaupt keine AGB.
Kein Betriebssystem hat das. AGB haben Unternehmen. Aber wenn Dein OS von einem Unternehmen ist, das keine AGB haben sollte, warum regst Du Dich dann über Microsoft auf?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: nutrix und wuselsurfer
Caramon2 schrieb:
z. B. die AGB von Windows:
Was haben die AGBs jetzt damit zu tun, wenn Du beim Aufpoppen einer Meldung Dich entscheiden sollst, ob Du die Dokumente im OneDrive sicherst oder nicht?
Caramon2 schrieb:
Die wollen doch gar nicht, dass man das liest.

Und das ist ja nun keine Ausnahme: Windows ist quasi, dass man sowas einfach wegklickt. Die wollen doch, dass man alles bestätigt, was sie dem Kunden unterjubeln wollen.
Äh, wie erklärst Du Dir bitte dann die Tatsachen, das viele der geschätzten kundigen Kollegen und meine Wenigkeit seltsamerweise keine Probleme haben, das richtige zum richtigen Zeitpunkt anzuklicken, daß eben keine unerwünschten Effekte eintreten? 🤔
Caramon2 schrieb:
Wenn es dich interessiert und du bessere Ergebnisse findest, darfst du sie hier gerne posten.
Du bist aus meiner Sicht falsch in Deiner Argumentation abgebogen.

Nochmal langsam, und bitte genau mit Argumenten darauf fokussieren, was Du als Eingangsthema hattest:
Du hast ein Programm, Tool wie OneDrive, Bitlocker, Office, sonstwas, was Dich beim Start, Installieren oder sonstwas vorher fragt, wie Du es haben willst. Dort steht meiner Meinung nach klar und deutlich drin. siehe Screenshot von @empower in #4:
1782854877451.png

So, machen dann meine Wenigkeit und andere hier falsch, wenn sie an der Stelle aufpassen, das Lesen was da steht (und das ist beileibe keine ellenlange AGB, wie Du es hier unterstellst) und so reagieren in der Einstellung, wie man es selbst will?

Egal was, eine Installation, Konfiguration, Einstellung an einem PC entbindet Dich doch nicht von Deiner persönlichen Verantwortung. Wenn Du oder andere das nicht können (was jetzt hier überhaupt nicht schlimm ist), dann laßt die Finger davon, und überlasst es Leuten, die das verstehen und können. Ich habe hier auch Menschen, die am PC nicht so fit sind. Die fragen mich dann brav VORHER, ich unterstütze sie, und dann haben diese Leute weiterer keine Probleme im Umgang mit dem PC, so wie Du sie im Eingangspost skizzierst.

Nochmals, den schwarze Peter kannst Du weder Microsoft noch Windows zuschieben, oder Android, iOS, auch Linux, wenn Dich das Programm immer VORHER schon fragt, was es tun so oder wie es die Einstellung vornehmen soll. Es ist immer der Benutzer verantwortlich, niemand sonst. Und spätestens dann, wenn Leute in 2026 nach bald 50 Jahren Homecomputerei immer noch nicht verstanden haben, daß sie IMMER ein Backup haben sollten, oder vor jeder Änderung eines machen, und immer ihre Daten irgendwo anderweitig gesichert!

Ich frage Dich mal anders herum. Wie stellst Du Dir dann bitte vor, wenn ein Programm sein Verhalten und seine Konfiguration in einer neuen Version, warum auch immer, ändern möchte? Wie bitte soll es mit Dir kommunizieren, so daß Du es verstehst? Und noch weiter gefragt, wie würdest Du bitte, wenn Du programmieren könntest, das entsprechend umsetzen, so daß der Benutzer es versteht?

Ich könnte hier jetzt tatsächlich einiges aus den Nähkästchen als jahrelanger Entwickler mit aller Art Programmen, Oberflächen und Abfragen etc. plaudern, Sicherheit kontra Klicks und Hinweise und so... und am Ende bleibt bei mir nur das Fazit: Egal wie sehr und wie gut Du es als Entwickler, Designer usw. planst und absicherst, wenn ein Depp das Programm bedient, der nicht weiß, was er da tut, und auch nicht richtig liest (geschweige denn die Doku mal gelesen hätte), geht es schief! Immer! Es gibt keinen programmiertechnisch keinen Mechanismus der Welt, der DAUs und Co. vor dem System bewahren kann, etwas dummes zu tun, außer sie bleiben davon fern. 🤪

Und glaub mir, es gibt Programme auf der Welt, auch von großen etablierten Anbietern, die bezüglich konsistenter Bedienung und Abfragen so kläglich versagen, wo Microsoft dagegen wirklich, wie hier mit der OneDrive Abfrage, Gold dagegen sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: areiland
Caramon2 schrieb:
Das Betriebssystem, das ich nutze, hat überhaupt keine AGB.
Zunächst einmal: Was du hier AGB nennst, nennt sich bei Windows EULA (End User License Agreement / Endbenutzer Lizenzvereinbarung) und existiert an sich für so ziemlich jede Software, ob nun kommerziell oder nicht. Ein Sonderfall wäre hier die sogenannte Public Domain Software bei der sämtliche Rechte aufgegeben wurden. Mit diesem Sonderfall tut sich das deutsche Recht allerdings etwas schwer, weil das Urheberrecht nicht aufgegeben werden kann.

In deinem Fall, bei Artix Linux, ist die Lizenz die GNU AGPL 3.0, insofern hat auch dein Betriebssystem / deine Distribution AGB. Man könnte sich jetzt fragen, warum bei Linux nicht einfach das Public Domain Modell genommen wurde. Das liegt daran, daß bei Public Domain jeder den Source Code nehmen könnte um alle nachfolgenden Versionen unter eine beliebige andere Lizenz zu stellen. Das hat man mit der GPL verhindert.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: nutrix
nutrix schrieb:
Ich könnte hier jetzt tatsächlich einiges aus den Nähkästchen als jahrelanger Entwickler mit aller Art Programmen, Oberflächen und Abfragen etc. plaudern, Sicherheit kontra Klicks und Hinweise und so
Ich erlebe das öfter so, dass Nutzer völlig ratlos sind was sie machen sollen, weil plötzlich eine Meldung da ist. Wenn man denen aber die Meldung 1:1 so vorliest wie sie dasteht kommt sehr oft ein "Oh, achso!"
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: nutrix
Wie dem auch sei, schon die Grundaussage im Eingangspost ist falsch. Denn wenn man in Onedrive die Cloudsicherung der eigenen Dateien deaktiviert hatte, dann wird sie später nicht einfach wieder einfach per Update aktiviert.

Das geht schon deshalb nicht, weil diese Einstellungen im Benutzerprofil hinterlegt werden, das von Updates und Upgrades von Windows gar nicht angefasst oder verändert wird. Updates und Upgrades von Windows schreiben nämlich nur in die allgemeinen Bereiche der Registry, aber nicht in den Profilbereich des Nutzers.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: nutrix und WinFan
TorenAltair schrieb:
Ich erlebe das öfter so, dass Nutzer völlig ratlos sind was sie machen sollen, weil plötzlich eine Meldung da ist. Wenn man denen aber die Meldung 1:1 so vorliest wie sie dasteht kommt sehr oft ein "Oh, achso!"
Ich würde es ja verstehen, wenn Computer noch Neuland wären. Aber wir haben das Zeugs seit bald 50 Jahren, da sollte das an sich so selbstverständlich wie man ein Fenster (🤭) öffnet oder eine Toilette benutzt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wuselsurfer
nutrix schrieb:
Aber wir haben das Zeugs seit bald 50 Jahren
Ich glaube das liegt mehr allgemein am Denkprozess vieler Menschen. Eine akustische Aufnahme von Informationen scheint einfacher zu sein.
 
nutrix schrieb:
da sollte das an sich so selbstverständlich wie man ein Fenster (🤭) öffnet oder eine Toilette benutzt.
Genau da liegt meiner Ansicht nach der große Irrtum. Die große Mehrheit der Menschen, und da zähle ich auch die sogenannten "Digital Natives" darunter, können eben NICHT Computer bedienen.

Die meisten Menschen sind auf ein oder zwei bestimmte Systeme konditioniert. Am Desktop ist das Windows oder macOS und auf dem Tablet iOS oder Android. Die Menschen kennen sich mit diesen Systemen nicht aus, aber sie können sie im Normalfall bedienen. Problematisch wird es wenn sich irgendwas ändert oder irgendwas kaputt geht. Das konnte man sehen als Microsoft von den Menüs auf die Ribbons umstellte. Selbst viele IT'ler (zumindest nach ihrer Jobbeschreibung) konnten plötzlich MS Office nicht mehr bedienen. Das lag daran, daß sie eben nie gelernt hatten mit Computern umzugehen, sondern sie hatten nur gelernt ihr System, mit dem sie jeden Tag arbeiteten, zu bedienen.

Nehmen wir das Thema Kochen. Wer nur gelernt hat Tiefkühlware in den Ofen zu schieben, der wird im Normalfall keine Probleme haben satt zu werden. Er wird aber vor Schwierigkeiten stehen wenn ihm plötzlich nur ein Kochrezept für eine Pizza (oder sonst irgendwas) vorgelegt wird. Wer immer nur Kartoffelbrei in der Instantversion gemacht hat, der wird zunächst einmal vor Schwierigkeiten stehen wenn man ihm einfach nur sagt, daß er Kartoffelbrei aus den Grundstoffen (Kartoffeln, Milch, Gewürze) herstellen soll. Im Gegenzug wird jemand der gelernt hat mit den Grundstoffen zu kochen keine Probleme haben, Tiefkühlware oder Tüten-/Dosennahrung so zu verbessern damit diese genießbar wird.

Das Phänomen werden wir übrigens auch in der Linuxwelt sehen. Die zur Verfügung stehenden Assistenten sind mittlerweile gut genug, daß man es problemlos schaffen kann ein Linuxsystem zu installieren. Nicht einmal um Software zu installieren benötigt man noch zwingend das CLI oder tiefer gehende Kenntnisse. Damit werden wir aber auch bei Linux das Phänomen kennenlernen, daß die Leute Linux zwar bedienen können, aber sie werden eben nicht wirklich damit umgehen können in dem Sinne, daß sie Probleme selbstständig lösen können oder das System dazu bringen können das zu tun was sie wollen.

Computer oder Betriebssysteme zu bedienen ist verhältnismäßig einfach, sie dagegen so zu verstehen, daß man die grundlegende Arbeitsweise versteht und auf andere Systeme anwenden kann ist eine ganz andere Sache.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Incanus
Serana schrieb:
Genau da liegt meiner Ansicht nach der große Irrtum. Die große Mehrheit der Menschen, und da zähle ich auch die sogenannten "Digital Natives" darunter, können eben NICHT Computer bedienen.
Sehe ich nicht so. Du findest heute in der gesamten Arbeitswelt Computer, viele Arbeitsstellen funktionieren nur noch mit einem PC, wo die Leute den ganzen Tag davor sitzen. Sie, wissen sehr wohl, was Menüs, Popups und Co. sind und darstellen, und das sie irgendwas im Hintergrund auslösen.

Indirekt bedienen doch die Menschen schon überall bei uns Computer, sei es am Fahrkartenautomat, Buchungssysteme oder sogar in den Restaurants, wo Du mit Tablets oder den Konsolen (siehe Fastfoodketten) ordern kannst. Da funktioniert es doch auch erstaunlicherweise gut.

Ich kann doch auch ein Auto fahren, ohne daß ich ein KFZ Mechaniker sein muß.

Selbst wenn sie nicht alle wissen, spielt das keine Rolle, solange sie lesen können. Sorry, und ein Popup mit einem Warnhinweis sollte jeder lesen können. Ansonsten haben sie in dem Job und vor dem PC nichts verloren, und sollten lieber irgendwo Rüben hacken.
Serana schrieb:
Computer oder Betriebssysteme zu bedienen ist verhältnismäßig einfach, sie dagegen so zu verstehen, daß man die grundlegende Arbeitsweise versteht und auf andere Systeme anwenden kann ist eine ganz andere Sache.
Dafür gibts schon seit den 90ern Computerunterricht in den Schulen.
 
Zuletzt bearbeitet:
nutrix schrieb:
Dafür gibts schon seit den 90ern Computerunterricht in den Schulen.
Ja, sicher.

Meine Tochter hat mir freudestrahlend am Gymnasium berichtet, daß sie nun Pascal programmieren könne.
Ich hab mal kurz gefragt, was eine Festplatte ist und was die macht, da hat sie nur mit den Schultern gezuckt.

Die Grundlagen des Computers werden nicht explizit im IT-Unterricht gelehrt.
Spezialanwendungen, wie Pascal, schon.

Als ich den IT-Lehrer (alter Kollege aus der Abi-Klasse von mir) fragte, was man da machen könne, sagte er: gar nichts.
Empfehlungen von Lehrern zur Anpassung des Lehrplans würden zum größte Teil vom Kultusministerium nicht zur Kenntnis genommen.

Solange wir nicht das exzellente Schulsystem aus Ostdeutschland übernehmen und uns mit mittelalterlichen Einstufungen, wie Gymnasium, Bachelor und Master den deutschen Diplomingenieur kaputt machen, geht es immer weiter rückwärts in der Bildung.

Da braucht man sich dann nicht zu wundern, wenn keiner weiß, was EULA bedeutet, geschweige denn, sie einhält.
 
Na komm, Deine Tochter doch bestimmt auch einen eigen PC zu Hause, und Du bist als PC-kündiger Papa auch mit Rad und Tat an der Seite. 😉

Ich weiß ja nicht, wie Ihr es macht, aber ab einem gewissen Alter habe ich die Kinder alles selbst installieren lassen, und ihnen zumindest das Wichtigste erklärt.
 
nutrix schrieb:
Na komm, Deine Tochter doch bestimmt auch einen eigen PC zu Hause, und Du bist als PC-kündiger Papa auch mit Rad und Tat an der Seite. 😉
Ja, aber alles, was Hardware war, habe ich lange erklärt.

nutrix schrieb:
Ich weiß ja nicht, wie Ihr es macht, aber ab einem gewissen Alter habe ich die Kinder alles selbst installieren lassen, und ihnen zumindest das Wichtigste erklärt.
So in der Richtung schon.
In ihrer Firma (SEO Bearbeitung von Webseiten etc.) war sie ja auch dann der Drucker-Installateur und so weiter.

Aber die Grundkenntnisse fehlten aus der Schulbildung.
Man muß ja nicht mit Lochkarten anfangen, wie ich, aber den PC in seinen Hauptbestandteilen sollte man schon mit deren ungefährem Zusammenspiel kennen.

Wer die Hardware nicht kennt, wird die Software nicht beherrschen - das gilt heute wie gestern.
Man muß ja nun nicht gleich Bauelementephysik studieren, aber was ein Bus, Schnittstelle oder Protokoll ist kann man schon mal gehört haben.

Den Z80 zeichne ich noch nachts halb 4 mit geschlossenen Augen auf mit Daten-, Adress- und Steuerbus.
Den µA 7400 mit seinem TTL-Multiemmittereingang kann ich auch noch schaltungsmäßig, nur die Widerstandswerte müßte ich schätzen.

Beim gymnasialen Lehrplan steht zwar Programmierung auf dem Lehrplan, aber PC-Grundkenntnisse wohl immer noch nicht, soweit ich weiß.
Na gut, das ist nicht so wichtig, wo braucht man schon PCs.
Hauptsache, das Handy funktioniert. ;)
 

Ähnliche Themen

Zurück
Oben