Was ist bei RAID 5 zu beachten (als Heimanwender)?

valeflamm

Newbie
Registriert
Dez. 2015
Beiträge
3
Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe eine theoretische Frage:
Wenn ich in einem Server 3 Raid5 Systeme mit jeweils 4x2TB einbaue, ist es dann besser 3 seperate RAID-Controller zu kaufen oder kann man das mit einem organisieren?

Des weiteren:
Wäre es besser ein einzelnes Raid6 System mit 12x2TB zu erstellen und dieses in 3 Partitionen zu unterteilen? Ich würde ja schätzen, dass bei einem Festplattenausfall dann alle 11 verbleibenden Festplatten stark belastet werden, anstatt nur die 3 in dem entsprechenden RAID5 von oben.

Als letztes:
Ich habe gelesen, dass dank der mittlerweile übergroßen Festplatten (2-6TB) das RAID 5 dem Sterben nahe ist, da die anderen Festplatten bei einer Wiederherstellung ebenfalls den Geist aufgeben. Ich kann verstehen, dass große offizielle Server dann auf andere Systeme umsteigen sollten, aber als einfacher Home-User der einfach nur Bilder, Dokumente, Videos, Musik, Treiber und Steam-Spiele-Backups speichern möchte und im gesamten Haus abrufen möchte: ist es wirklich lebensnotwendig von 4x2TB die Hälfte zu opfern um ein RAID10 zu erstellen?

Ich hoffe hierbei Erfahrungsberichte und verschiedene Meinungen aufzusammeln.
Vielleicht hat man gemerkt, dass ich noch neu in der RAID-Welt bin - ich hoffe aber hiermit mein Wissen aufzubauen!

Mit freundlichen Grüßen,
Valerian
 
RAID ist für einen Heimanwender völliger Blödsinn.
RAID dient dazu die Ausfallzeiten gering zu halten, und ggf. die Performance zu erhöhen. Performance in Zeiten von SSDs ist egal, und die Ausfallzeiten sind für Heimanwender auch irrelevant.
 
Wie hier schon sehr oft erwähnt wurde, gilt folgendes:
RAID ist kein Backup.

Durch RAID sollte das System etwas sicherer sein bei Ausfällen.
Sollte eine Platte ausfallen sollte so bald als möglich die defekte Platte getauscht werden und das Rebuild erfolgen.

Ich kann mir kaum vorstellen, das ein Privatmann so viele Daten vorrätig halten muss.
12 x 2 TB ist schon mal ein Wort.

Falls das wirklich realisiert werden sollte, würde ich eher einen RAID-Controller eines namhaften Herstellers verwenden.
Wenn Du den RAID-Controller des Mainboards verwendest könnte es Probleme geben, wenn mal das Board getauscht werden muss.
 
Wenn man sowas macht, nimmt man ein Software RAID des Betriebssystems. Dann ist auch der Hardwaretausch kein Problem.
Hardware RAID ist nur sinnvoll wenn es auf maximale Performance ankommt. Wenn man selbst ein NAS aufbaut ist dies aber wiederum irrelevant. Wenn man überhaupt ein RAID braucht, siehe oben.

RAID ist nicht "sicherer bei Ausfällen": bei einem Ausfall kann trotzdem weitergearbeitet werden. Eben Ausfallzeitminimierung.
 
wie immer: ein RAID reduziert die Ausfallzeiten, weil bei einem Defekt einer Platte die Daten weiterhin zur Verfügung stehen.
es ersetzt aber kein BACKUP!!!

egal welchen RAID Level man fährt, ein Blitzeinschlag, eine Überschwemmung, eine Person die über das Kabel stolpert und den ganzen Kasten im Betrieb aus 1m Höhe auf den Boden knallen lässt -> alle Daten sind weg, außer denen die man irgendwo anders als Backup gesichert liegen hat!

Das klingt alles sehr theoretisch, aber ich habe das selber erlebt! Ich wohne in Braunschweig in der norddeutschen Provinz und 2002 ist ein kleiner Rinnsal hinter dem Haus durch die Tiefgarage in den Keller geflossen und hat dort alles unter Wasser gesetzt. Mein RAID (Linux Server) und die Tape Library waren im 19" Rack zum Glück ganz oben gerade eben über dem Wasserstand!
Bei einem Kollegen von mir hat der TV während einer 2wöchigen Dienstreise angefangen zu brennen (Untersuchung der Versicherung, niemand weiß warum) und der Schwelbrand hat alles (auch Computer/Laptop) so verpeekt, dass da nix mehr ging.
Solche Dinge passieren! Und sie sind gar nichtmal so selten!

Klar fallen auch mal Festplatten aus. Aber wenn man da regelmäßig mal eine SMART Check laufen lässt, dann kündigen sich die Ausfälle meist auch vorher an.

Ein Backup und eine vernünftige Lagerung ist wesentlich wichtiger als ein RAID xyz Level!!!
es macht natürlich absolut gar keinen Sinn eine USB Platte als Backup an ein NAS anzuschließen und die dort liegen zu lassen! S.o. Blitz, Wasser, Brand, usw. vernichten wenn dann sowohl das NAS als auch das Backup. Das muss schon irgendwo anders gelagert werden!
 
HominiLupus schrieb:
RAID ist nicht "sicherer bei Ausfällen": bei einem Ausfall kann trotzdem weitergearbeitet werden. Eben Ausfallzeitminimierung.

Falls Du mich damit meinen solltest, dann möchte ich kurz ergänzen was ich damit meinte. Aber das sollte eigentlich bekannt sein beim Einsatz von RAID.
Hat man eine einzelne Platte und diese gibt den Geist auf sind die Daten unter Umständen komplett weg.
Bei einem RAID ist sind die Daten noch weiter intakt und man kann weiter damit arbeiten. Sobald die neue Platte eingebaut wird wird ein Rebuild automatisch oder manuell eingeleitet um das RAID-System wieder in einen sauberen Zustand zu versetzen.

RAID hat sehr wohl seine Daseinsberechtigung. Wobei wie schon erwähnt das regelmäßige Backup nicht fehlen darf. Das setzt unter Umständen noch mal die selbe Kapazität voraus.

Es kommt immer darauf an, um was für Daten es sich hier handelt und wie wichtig die Ausfallsicherheit des Systems einem ist.
Es ist immer alles relativ.


EDIT:
@Mickey Mouse: So sehe ich das auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

danke für die schnellen Antworten!

In wie fern ist RAID für Heimanwender "völliger Blödsinn"? Wenn ich gerne eine Netzwerkfestplatte mit ~6TB haben möchte, die 24/7 auch während ich außer Haus bin abrufbar sein soll, ist es da nicht sinnvoll für einen Festplatten-Ausfall abgesichert zu sein?
Ebenfalls hatte ich mit dem Gedanken gespielt eine kleine Website und vielleicht einen TeamSpeak-Server laufen zu haben - also käme ein reiner NAS nicht in Frage.

Da ich keine 3000€ Investieren möchte um meinen Server mit SSDs zu realisieren werden es wohl HDDs sein - deren Geschwindigkeit sollte aber trotzdem relativ ausreichend sein für Media-Streaming oder Dokumentenspeicher.

Was passiert denn, wenn eine der Backup-Festplatten den Geist aufgibt? Wie bekommt man dann die Daten zurück? (Annahmne NAS ist nicht Raid1 o.ä)

Ja, die 12x2TB waren nur eine theoretische Annahme, ich hatte mir auch erst einmal 4x2TB vorgestellt.

@Rego, danke für den Link. Diesen Artikel hatte ich schon einmal gelesen - Es klang für mich jedoch so als ob hiermit kleinere oder große Unternemen angesprochen werden, daher wollte ich ein paar Benutzererfahrungen sammeln (da es ja offensichtlich auch schon ein paar Jahre später ist und man immernoch von RAID 5 liest).

MfG,
Valerian
 
Zuletzt bearbeitet:
valeflamm schrieb:
Ich habe eine theoretische Frage:
Wenn ich in einem Server 3 Raid5 Systeme mit jeweils 4x2TB einbaue, ist es dann besser 3 seperate RAID-Controller zu kaufen oder kann man das mit einem organisieren?

Möglich ist beides. Was davon "besser" ist kommt auf deine Anforderungen an. Und auf die Definition von "besser"!

valeflamm schrieb:
Des weiteren:
Wäre es besser ein einzelnes Raid6 System mit 12x2TB zu erstellen und dieses in 3 Partitionen zu unterteilen? Ich würde ja schätzen, dass bei einem Festplattenausfall dann alle 11 verbleibenden Festplatten stark belastet werden, anstatt nur die 3 in dem entsprechenden RAID5 von oben.

Auch hier die Frage: Wann wäre den denn "besser"?
Von welcher Belastung redest du? Die mechanische Belastung, weil beim Rebuild Daten von allen Platten gelesen werden müssen? Dafür sind Festplatten gedacht, die machen das schon. Die "Belastung" ist identisch mit der "Belastung" bei einem Raid 5 Rebuild.

valeflamm schrieb:
Als letztes:
Ich habe gelesen, dass dank der mittlerweile übergroßen Festplatten (2-6TB) das RAID 5 dem Sterben nahe ist, da die anderen Festplatten bei einer Wiederherstellung ebenfalls den Geist aufgeben. Ich kann verstehen, dass große offizielle Server dann auf andere Systeme umsteigen sollten, aber als einfacher Home-User der einfach nur Bilder, Dokumente, Videos, Musik, Treiber und Steam-Spiele-Backups speichern möchte und im gesamten Haus abrufen möchte: ist es wirklich lebensnotwendig von 4x2TB die Hälfte zu opfern um ein RAID10 zu erstellen?

Nun, das Thema ist nicht ganz so simpel. Das spielt natürlich auf die Lesefehler bei solchen Datenmengen an und ja, mathematisch ist das ein Problem. In der Praxis jedoch...Tja, ich habe dazu keine belastbaren Daten. Die Idee basiert darauf, dass bei den von den Herstellern der Platten vorgegebenen Specs sie sich einen Lesefehler pro 1x10^14 gelesenen Bits erlauben. Wenn man das zu Grunde legt, dann kommt man mathematisch zu einem Problem. In der Praxis habe ich das noch nie beobachten können, daher kann ich hier unmöglich eine wirklich fundierte Aussage zu machen, allerdings habe ich berechtigte Zweifel daran, dass das als große Apokalypse dargestellt wird. Im Zweifel rät man dann genau deswegen zu einem Raid 6.
Ein Raid 10 würde das Problem natürlich auch lösen, mit den genannten Nachteilen.

valeflamm schrieb:
In wie fern ist RAID für Heimanwender völliger Blödsinn? Wenn ich gerne eine Netzwerkfestplatte mit ~6TB haben möchte, die 24/7 auch während ich außer Haus bin abrufbar sein soll, ist es da nicht sinnvoll für einen Festplatten-Ausfall abgesichert zu sein?

Es ist kein Blödsinn, allerdings gibt es immer Leute die sich einfach nicht vorstellen können, dass andere Leute zu Hause auch andere Anforderungen oder einen anderen Anspruch an eine technische Lösung haben. Da darf man sich nicht beirren lassen, man muss sich nur daran gewöhnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich habe z.B. meine Filme auf 8TB Seagate Archive HDDs!
die kosten keine 250€ (soviel habe ich bezahlt, inzwischen liegen die bei 230€). Wenn da eine stirbt, Pech, dann muss ich die Filme halt neu rippen und so lange hab eich darauf keinen Online Zugriff. Als Privat-Mensch stört mich das nicht so sehr. Wenn das eine Firma ist und jede Stunde Ausfall zig-tausend Euro kostet, dann sieht das ganz anders aus.

und wie gesagt, egal welchen RAID Level du fährst, wenn die Bude abbrennt oder auch nur ein Blitz in die Stromleitung einschlägt und alle elektronischen Geräte grillt, dann sind die Daten futsch! Das ist viel wahrscheinlicher als die meisten Leute anderen und sich selbst gegenüber zugeben wollen!
 
valeflamm schrieb:
Wenn ich gerne eine Netzwerkfestplatte mit ~6TB haben möchte, die 24/7 auch während ich außer Haus bin abrufbar sein soll, ist es da nicht sinnvoll für einen Festplatten-Ausfall abgesichert zu sein?
Was spricht dann gegen eine 6 TB Festplatte mit Backup? Oder zur Not 2 6TB Platten im Raid 1?

Ganz im Ernst. Wer stellt sich denn heute noch ein 12 Festplatten Rechner ins Haus und lässt den 24h am Tag durchlaufen als Heimanwender?

In meinem Server lümmeln auch gerade 12 Festplatten rum. Und der läuft keine 24h am Tag. Selbst da rauf ich mir schon die Haare wegen dem Stromverbrauch. Deshalb fliegen die 6*2TB + 2*500GB Platten jetzt auch bald raus.

Weniger Platten und einfachere Realisierung ist besser als viele Platten und extravagante Raid Levels.
 
Humptidumpti schrieb:
Ganz im Ernst. Wer stellt sich denn heute noch ein 12 Festplatten Rechner ins Haus und lässt den 24h am Tag durchlaufen als Heimanwender?

*hust* Naja... *hust*
Findet man durchaus noch häufig genug in speziellen Kreisen. Ich hatte das für geraume Zeit auch, bis mir das auf den Keks gegangen ist und jetzt hab ich den Datenbestand einfach etwas reduziert und arbeite mit sechs 1 TB SSDs im Raid 5 und ein paar weiteren SSDs im Raid 1 für spezielle Geschichten, die ich nicht mit auf das große Raid 5 legen will.
 
wie gesagt, ich hatte früher einen 19" Schrank (Original SUN ;) ) im Keller stehen, mit allem drum und dran, Tape Library, USV, mehreren Rechnern in 19" Gehäusen (Linux Server, Windows Kiste), KVM Switch, das volle Programm!

Und was ist heute daraus geworden?

ALLE Dienste erledigt ein Mac Mini mit 1.25TB Fusion Drive und ein paar virtuellen Maschinen in der Größe einer Butterbrot Dose wesentlich besser als der Raumhohe 19" Schrank früher.

Man muss auch mal den Fortschritt Einlass gewähren lassen. Ich habe gerade konsequent alle Platten kleiner 1TB vernichtet. Was soll man mit solchem Schrott noch? Die machen potentiell nur Ärger! Statt mir drei Platten a' 500GB hinzulegen, nehme ich eine 3TB Platte, die hat die doppelte Kapazität und kostet 100€, warum sollte ich da mit dem alten Kram rum hühnern?
 
Humptidumpti schrieb:
Ganz im Ernst. Wer stellt sich denn heute noch ein 12 Festplatten Rechner ins Haus und lässt den 24h am Tag durchlaufen als Heimanwender?

hmm... ich habe bis jetzt halt in meinem normalen Computer 5 Festplatten aller Art drin... Alte wie Neue (eine 5 Jahre alte mit >20000 Betriebsstunden bis zu 3 Monate alt mit ~2000 Betriebsstunden) mit jeweils unterschiedlichen Größen (230GB bis 2TB) und unterschiedlichen Lautstärken ;) da ist auch klar, dass die schnell ausfallen - ich weiß.

Jetzt wollte ich meine großen Daten an einen zentralen Ort außerhalb meines normalen PCs packen, dass dieser nicht 24/7 Laufen muss (was er momentan tut) - was mit Grafikkarten, Soundkarten, i7 und 800W Netzteil noch geringere Stromeffizienz besitzt.
Da ich so viele Festplatten gewohnt bin dachte ich natürlich auch in meinem Jugendlichen Leichtsinn, dass man so einen Server / Netzlaufwerk ebenfalls aus vielen Festplatten baut (viele Platten = viel Speicher...)

Soweit ich mir dass jetzt aus den Posts rauslesen konnte ist ein RAID-Server schon eine gute Lösung, jedoch sollte man für einen Komplettausfall (a.k.a. Blitz oder Wasser) die wichtigen Daten doch räumlich unterschiedlich lagern. Hierbei kommt mir der Gedanke für billigen Online-Speicher, welchen ich dann über Nacht von meinem RAID-Server füllen kann.

Wenn eine meiner großen Festplatten ausfällt wäre dies nicht nur ein verlust von DVD-RIPs sondern auch Familien-Fotos und Dokumenten - was wiederum schwer wieder her zu stellen ist.

Gibt es zu solch einem Setup Tipps oder Anregungen? Evtl. Tipps für günstige "InternetFestplatten"?

MfG,
Valerian
 
Ich würde mal behaupten, das Onlinespeicher in dieser Größenordnung nicht sehr billig wird.
Ist schon eine Weile her, als ich zuletzt die Preise verglichen habe.
Aber ich denke mal, das da ein paar hundert Euro pro Monat fällig sind.
Wie gesagt, bin ich da nicht mehr ganz uptodate.

Wenn Du meinst ein RAID-System zu bauen und Dir zutraust das zu handeln, warum nicht.
Du solltest halt wissen, was zu tun ist, wenn mal etwas in die Hose geht.

Ich persönlich habe lieber die Daten bei mir als bei irgend einem Onlinespeicher.
Aber auch hier hat jeder eine andere Auffassung.

Back to topic.
Sparsame Server gibt es schon für wenig Geld. Die wurden hier schon sehr oft behandelt.
Ein RAID aufzubauen, wenn man Ahnung davon hat ist auch kein Thema.
Wenn man keine Ahnung hat sind fertige NAS-Systeme die erste Wahl.

Du gibst Dir eigentlich die Antworten schon selbst.
Zitat: "Vielleicht hat man gemerkt, dass ich noch neu in der RAID-Welt bin - ich hoffe aber hiermit mein Wissen aufzubauen!"

In Sachen Software-RAID kenne ich mich nicht so aus.
Bei Hardware-RAID-Controllern schon mehr Erfahrungen gesammelt.
Je nach Controller kann man sich per E-Mail oder wie auch immer benachrichtigen lassen, wenn der sich der Status negativ geändert hat. Zudem kann mal Spare-Platten definieren, die automatisch einspringen, wenn eine Platte ausfällt. Zudem ist das Rebuild so weit ich das aus Erfahrung sagen kann ohne zutun möglich. Je nach Controller gibt es da sicher diverse Unterschiede.
Aber diese Controller kosten auch ganz gut Geld. Da legt man etliche hundert Euro auf den Tisch.
Das ganze ist natürlich auch eine Preisfrage. Zu der Sache hast Du noch nichts gesagt.
 
Ich muss schon ein wenig schmunzeln wie einige die eigene Faulheit, das fehlende Know-how und/oder fehlende Mittel/Lust zum Investment, versuchen mit der hanebüchenen Geschichte "Heim-Raid ist out" zu argumentieren :D.

In einer Zeit wo es auf der einen Seite unterm Strich tendenziell immer mehr an abzurufenden Daten gibt (Ausnahmen bestätigen die Regel) und auf der anderen die Hardware immer Stromsparender daher kommt, wäre ich doch gespannt die stichhaltige Herleitung der Behauptung zu erfahren.
Nun komme mir aber bitte keiner mit Pflege oder Wartungsaufwand. Wenn man bereit ist ein bisschen zu investieren, muss da heute im Zweifelsfall so gut wie nichts mehr passieren.

Bereits als komplette Neuanschaffung macht ein Raid-Verbund ab einer gewissen Menge Speicher so gut wie immer mehr Sinn als irgendein wahlloses hin-würfeln einzelner Platten.
Viel mehr allerdings noch, wenn wie im betreffenden Fall der benötigte Hardwarestamm quasi schon komplett vorhanden ist.

Kurzum :
Auch wenn hier noch 5 Leute um die Ecke kommen und unbegründet in den Raum werfen das Ganze sei "Out", bleibt der Raid ihrer Einzelplatten-Stückwerk-Lösung doch immer überlegen.
Ich meine, was ist denn die Alternative? Ist die Antwort darauf wirklich "ein Raid ist kein Backup (..so weit ja richtig..) also gleich vollkommen ohne Netz und doppelten Boden"?

Ich sage ja nicht, das ein Verbund für jeden etwas ist, wenn jedoch wie hier die Frage einer umfassenden Netzwerkspeicherlösung im Raum steht komme mir doch bitte niemand mit unbegründetem Schwachfug von wegen Heimserver / Heimraid sei generell Out.
 
Zuletzt bearbeitet:
rechne mal zusammen was du wirklich an "persönlichen und nicht anders wiederherzustellenden" Daten hast?!?
selbst mit Urlaubsvideos kommt die Bilder/Video Sammlung i.d.R. nicht auf Gigabyte Level. Scans von Versicherungspolicen usw. machen den Kohl dann absolut nicht fett. Aber DAS sind die wichtigen Daten!!!
Eine illegal geladene Kopie von einem von der Leinwand abgefilmten Film zählt für mich nicht zu den Dingen, die ich doppelt haben muss falls eine HDD ausfällt.

Die wirklich wichtigen Daten kann man i.d.R. schon auf einem Online Speicher oder z.B. auch per VPN bei Verwandten ablegen, zur Not natürlich auch noch verschlüsselt.
 
Mickey Mouse schrieb:
rechne mal zusammen was du wirklich an "persönlichen und nicht anders wiederherzustellenden" Daten hast?!?
selbst mit Urlaubsvideos kommt die Bilder/Video Sammlung i.d.R. nicht auf Gigabyte Level. Scans von Versicherungspolicen usw. machen den Kohl dann absolut nicht fett. Aber DAS sind die wichtigen Daten!!!
Eine illegal geladene Kopie von einem von der Leinwand abgefilmten Film zählt für mich nicht zu den Dingen, die ich doppelt haben muss falls eine HDD ausfällt.

Die wirklich wichtigen Daten kann man i.d.R. schon auf einem Online Speicher oder z.B. auch per VPN bei Verwandten ablegen, zur Not natürlich auch noch verschlüsselt.

Das ist ja hier nicht die Frage.
Der Thread-Ersteller hat klar die Zielsetzung und Rahmenbedingungen definiert und es ist nicht an uns nach dem eigenen Tellerrand zu bemessen und für allgemein gültig zu erklären, was benötigt wird und was nicht (ebenso wie die Floskel "Raid ist kein Backup"...das ist ja richtig tut aber nichts zum Thema) .

Für Dich mögen -beispielhaft und fiktiv ins Blaue gesagt- 100Gig "Kerndaten" essentiell sein, jedoch vermagst DU nicht zu sagen ob es bei mir oder dem Thread-Ersteller nicht vielleicht 10TB sind.

Was aber wirklich gar nicht geht und mir besonderst übel aufstieß, ist unbegründet als Pauschal-Aussage in den Raum zu stellen Heimserver / organisierter umfangreicher Heimstorage seien generell "Out".
Ich wage mal die nicht wirklich steile These, das sich vor allem die seit Jahren überall aus dem Boden sprießenden All-in-One-NAS-Lösungen heute einer Verbreitung erfreuen wie nie zuvor.

Ob man nun zu so etwas greift, den Mittelweg eines Eigenbau-NAS wählt (in meinem Fall auf Basis Nas4Free), gewillt ist eine umfassende Server-Infrastruktur mit dem verbundenen Aufwand zu kreieren oder aber die einfache Netzwerkplatte wählt.... die Möglichkeit der Skalierung ist heute so groß wie nie zuvor und ganz sicher sind deren obere Bereiche nicht "Out" sondern -je nach Bedürfnissen- u.U. gar mehr "In" als noch vor 10 oder 20 Jahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meetthecutthe schrieb:
Das ist ja hier nicht die Frage.
Der Thread-Ersteller hat klar die Zielsetzung und Rahmenbedingungen definiert und es ist nicht an uns nach dem eigenen Tellerrand zu bemessen und für allgemein gültig zu erklären, was benötigt wird und was nicht (ebenso wie die Floskel "Raid ist kein Backup"...das ist ja richtig tut aber nichts zum Thema) .
ja? das hab eich wohl übersehen...

wo steht denn, wie viel Daten der TE tatsächlich "sichern" muss?
Ich habe hier ingesamt irgendwas um die 20TB, sagt das irgendwas darüber raus wie viel Daten wirklich wichtig sind? Nein, absolut gar nicht!
Warum sollte das beim TE denn anders sein? Nur weil er jetzt gerade 3TB belegt heißt das doch noch lange nicht, dass diese 3TB auch wirklich wichtig sind!

Und natürlich tut die "Floskel": RAID ist kein Backup zum Thema!
ich glaube du hast das Problem nicht verstanden und wirfst anderen Leuten vor, dass sie nicht über den Tellerrand gucken. Genau das Gegenteil ist der Fall!!!
 
Mickey Mouse schrieb:
ja? das hab eich wohl übersehen...

wo steht denn, wie viel Daten der TE tatsächlich "sichern" muss?
Ich habe hier ingesamt irgendwas um die 20TB, sagt das irgendwas darüber raus wie viel Daten wirklich wichtig sind? Nein, absolut gar nicht!
Warum sollte das beim TE denn anders sein? Nur weil er jetzt gerade 3TB belegt heißt das doch noch lange nicht, dass diese 3TB auch wirklich wichtig sind!

"Klar definiert" war zugegeben etwas sehr überspitzt, jedoch meine ich aus den genannten Rahmenbedingungen und groben Zielsetzungen doch eine deutliche Tendenz zu erkennen.

valeflamm schrieb:
Als letztes:
Ich habe gelesen, dass dank der mittlerweile übergroßen Festplatten (2-6TB) das RAID 5 dem Sterben nahe ist, da die anderen Festplatten bei einer Wiederherstellung ebenfalls den Geist aufgeben. Ich kann verstehen, dass große offizielle Server dann auf andere Systeme umsteigen sollten, aber als einfacher Home-User der einfach nur Bilder, Dokumente, Videos, Musik, Treiber und Steam-Spiele-Backups speichern möchte und im gesamten Haus abrufen möchte: ist es wirklich lebensnotwendig von 4x2TB die Hälfte zu opfern um ein RAID10 zu erstellen?

Ich hoffe hierbei Erfahrungsberichte und verschiedene Meinungen aufzusammeln.
Vielleicht hat man gemerkt, dass ich noch neu in der RAID-Welt bin - ich hoffe aber hiermit mein Wissen aufzubauen!

Mit freundlichen Grüßen,
Valerian

Es muss hier ganz persönlich entschieden werden wie wichtig einem die Daten sind / wie es mit den Möglichkeiten der Wiederbeschaffung aussieht.

Von einem Raid10 würde ich für einen reinen Medienstorage ohne produktive Ambitionen allerdings kategorisch abraten.
Sollten die Daten doch wichtiger sein als ich bei "Allgemeinen / nicht persönlichen" Mediendateien annehmen wollen würde oder es sich um unwiederbringliche persönliche Daten handeln, riet ich hier dennoch lieber zu einem Raid 5 oder 6, gepaart mit einem separaten Backup auf andere -räumlich getrennte- Medien (Band, andere HDD Storages und/oder einem dezentralen Cloudspeicher).

Richtig ist jedenfalls, das mit steigender Größe der Einzelplatten natürlich auch die Gefahr eines Totalverlusts während eines ReBuild steigt. Auf dem sterbenden Ast ist Raid5 jedoch daher noch nicht wirklich, da der Verbund einfach nicht die Hauptzielsetzung der Datenrettung sondern Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit hat (wobei es natürlich trotzdem ein Quäntchen zusätzliche "Sicherheit" bietet).

Bei den gesetzten 12 Platten würde ich jedoch eher zu einem Raid 6 raten wollen. Dies allerdings auch nur wenn sie -aus welchen Gründen auch immer- gehalten werden "müssen".
Ansonsten würde ich vorm Hintergrund der Stromersparnis sowie vielleicht teils bereits nicht unbeachtlicher bisheriger Laufzeit der Platten und im schlechtesten Fall noch unterschiedlichen Plattentypen, eher dazu raten die Scheiben in der Bucht loszuschlagen und neu zu kaufen (beispielsweise 4-6 Platten aktueller Baureihen mit je 4, 5 oder 6GB)

Für meinen ganz persönlichen Fall darf ich sagen, das die 20TB des Raid-Z1 aus 5 Platten bei mir wirklich quasi nur mit durch halbwegs moderaten Aufwand ersetzbare Daten befahren werden (Mediendaten, Schattenkopien bestehender Rechner, virtuelle Platten von -nicht produktiven- VM´s etc.).
Wichtige Kerndaten liegen nicht nur dort sondern ebenfalls auf dem -räumlich getrennten- Desktoprechner und zu Großteilen nochmals -dezentral und verschlüsselt- in der Cloud .
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben