was kostet einer firma ein werkstudent?

falke_

Lt. Junior Grade
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hallo leute,

ich mache mal einen neuen thread auf.
wie ich im anderen bereits berichtet habe, habe ich morgen wieder ein vorstellungsgespraech. ich habe mich hierfuer fuer eine werkstudentenstelle beworben. kann mir jemand sagen, wie viel einer firma in etwa (stundensatz) ein werkstudent kostet, der 18 eur offiziell will (weil da kommt ja auch ein arbeitgeber-teil der sozialversicherung dazu soweit ich informiert bin) - sonst auch noch was?

ja, ich weiss, das ist von mir leider absolut nicht gut vorbereitet und ich schaeme mich auch dafuer, vielleicht weiss jemand bescheid.

danke!
 
Die Lohnnebenkosten betragen in Deutschland etwa 28% zusätzlich zu dem Bruttoarbeitslohn (AG Anteil an Arbeitlosen-, Rente-, Kranken-, Unfall-, Berufsunfähigkeitsversicherung).

Dazu kommen Kosten für Krankeit und Urlaub sowie Schulung, Heizung, Abschreibungen auf Gebäude ...
Diese Kosten kommen aus der Kalkulation und sind unternehmensspezifisch.

Gerade bei Werksstudenten kann da leicht das doppelte herauskommen.
 
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achso, ich dachte immer, dass dies bei werkstudenten eher gering sein muesste. ich meine, krankheit, urlaub usw faellt ja bei werkstudenten eher weg, oder? aber danke fuer die info!
 
Wieso, werden die nie krank, haben nie Arbeitsunfaelle und Urlaub haben sie auch nicht?
 
ehrlich gesagt war meine vermutung nach allem was ich so gehoert habe, dass sie zumindest auf (bezahlten) urlaub keinen anspruch haben und dass es in der praxis meist so ist, dass krankheit "nachgeholt" wird ... ob dies allerdings ausbeuteverhalten diverser firmen ist oder nicht kann ich natuerlich nicht mit sicherheit sagen ...
 
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Hast du eine eigene Krankenversicherung? Dann fällt der Teil schonmal weg. Ich arbeite aktuell auch noch nebenher auf Stundenbasis und an Urlaub oder wenn ich mal krank bin "fordere" ich nichts ein. Gibt doch genug Tage wo ich zuhause bin :)
 

ja, habe eine eigene krankenversicherung ... ich denke mal, alles in allem wuerde es dann nur um die rentenversicherung gehen. vielen dank!
 
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Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den Beitrag zur Rentenversicherung (jeweils 9,75% des Bruttolohns), ansonsten gibt es keinerlei Abzüge.

Je nachdem wieviel du verdienst, musst du noch Lohnsteuer zahlen. I.d.R. aber wohl eher nicht.

18 Eur / Stunde finde ich schon recht sportlich. Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass z.B. Siemens rund 11 Euro / Stunde zahlt.
 
Und? Wie stark hat man gelacht als Du die 18€/h aus dem Sack gelassen hast? Oder kamen da eher Zornestränen?
 
ich habe 20 eur vorgeschlagen und das wurde zur kenntnis genommen mit dem hinweis, dass ich wohl in den ersten beiden monaten mit 18 - 19 eur zu rechnen habe und dann die 20 in ordnung sind.

bei der anderen firma, die etwas weiter weg ist, geht es um sporadischere projekte. dabei habe ich 30 eur vorgeschlagen (weil dies mehr in die freiberufler-richtung geht) und auch die wollen zu diesem stundensatz ein probeprojekt mit mir machen.
 
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du hast 100% anspruch auf urlaub und auch auf lohnfortzahlung im krankheitsfall da du ein ganz normaler angestellter bist.
auch wenn du auf stundenbasis bezahlt wirst und deine geleisteten stunden von monat zu monat stark schwanken. für die urlaubsberechnung wird dann einfach ein fester zurückliegender zeitraum gemittelt.

und wie ich schon im anderen thread geschrieben habe:
mindestens bei der krankenkasse sparen arbeitgeber an studenten gegenüber festangestellten.
allerdings würd ich mir da kaum gedanken machen.. wieviel du die im endeffekt kostest hängt sicher von 100 anderen faktoren ab und kann dir als angestellter eigtl. auch egal sein?
festangestellte mitarbeiter sind (wenn sie auch gebraucht werden) immer billiger als externe
 
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was studierst du bitte und welches Unternehmen zahlt solche Stundensätze?
 
werkam schrieb:
Wieso, werden die nie krank, haben nie Arbeitsunfaelle und Urlaub haben sie auch nicht?


Ich denke er meint, dass Werkstudenten in der Regel nur Teilzeitkräfte mit befristeten Vertrag sind und daher bestimmte Arbeitnehmerrechte nicht grefen.

snow1 schrieb:
18 Eur / Stunde finde ich schon recht sportlich. Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass z.B. Siemens rund 11 Euro / Stunde zahlt.

11 Euro ist ein bissl wenig. Soviel kriegt man ungefähr für eine Hiwistelle. Es gibt auch Leute die 20-30 Euro die Stunde bekommen. (gut sind aber dann auch schon eine Weile dabei )
 
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was studierst du bitte und welches Unternehmen zahlt solche Stundensätze?
ich studiere informatik im 8. semester. dass ich hier sicher keine unternehmen nenne, ist hoffentlich selbsterklaerend. ich kann soviel dazu sagen: es handelt sich um kleinere unternehmen. ich habe auch schon einiges an praktischer erfahrung, die ich mitbringe, was wohl den stundensatz auch ein bisschen erhoeht hat.
 
falke_ schrieb:
dass ich hier sicher keine unternehmen nenne, ist hoffentlich selbsterklaerend

Nein, ist es nicht, aber solche Floskeln werden wohl gerne verwendet.

Als Produktivkraft relativiert sich der Stundensatz, das stimmt wohl.
 
also meine angaben stimmen wirklich (sollte das jemand bezweifeln) und ich moechte daher kurz erklaeren wieso ich keine unternehmen nennen moechte:
so etwas bringt nur unruhe. wuerde sich jemand anderes aus dem forum dann dort bewerben, womoeglich im 2. semester und mit keinerlei erfahrung und den gleichen stundensatz wollen wuerden die ihm wahrscheinlich wirklich den vogel zeigen. ich finde es auch schlecht wenn jemand in einer suchmaschine den firmennamen eingibt und dann zufaellig auf diesen thread kommt - vielleicht auch ein angestellter und dann kann aus irgendeinem grund ein neid entstehen. ich bin generell auch kein grosser fan von solchen geheimhaltungen, allerdings war es so (mit einer der beiden firmen) ausgemacht. ich muss an dieser stelle auch zugeben, noch keinen vertrag unterschrieben zu haben. hierfuer gibt es naechste woche ein gesondertes gespraech, also kann ich auch noch nicht sagen ob sich fuer mich noch etwas (minimal) aendert.
 
Ich denke er meint, dass Werkstudenten in der Regel nur Teilzeitkräfte mit befristeten Vertrag sind und daher bestimmte Arbeitnehmerrechte nicht grefen.
Auch Teilzeitkräfte haben immer UND UNABHÄNGIG VOM ARBEITSVERTRAG Lohnfortzahlung im Krankheitsfall & Urlaubsanspruch und normale Kündigungsschutzregeln
Befristung bzw. Probezeit ändert natürlich die Kündigungsfristen aber Urlaub+Lohnfortzahlung bleibt.

Ob ein Angestellter neben seiner Anstellung studiert ändert nichts daran dass er ein vollwertiger Angestellter ist. Auch "auf Stundenbasis" ist dort keine Einschränkung.

Außerdem können Arbeitsverträge die Situation für den Arbeitnehmer nur verbessern - dh Formulierungen die zB den Urlaub unter das gesetzliche Minimum von 4 Wochen senken sind automatisch ungültig.
 
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danke kuddlmuddl fuer deine ganzen tipps. das ist tatsaechlich etwas, was ich uebersehen heatte ohne deine info. fuer mich wirds zwar eher nicht in frage kommen, weil ich ja freiberuflich dort taetig sein will, aber das staerkt natuerlich die verhandlungsposition (sollte ich doch noch wo anders hingehen wollen) :)
 
weil ich ja freiberuflich dort taetig sein will,
Dann bist Du ja nicht angestellt sondern quasi selbstständig und musst dann ja für die Leistungen selbst geradestehen (Krankenvers., Lohnfortzahlung, Rente usw..), dann fallen bei dem Unternehmer auch keine weiteren Kosten an.
Nötig ist lediglich die Anmeldung beim Finanzamt, um Freiberufler zu werden.
Hier muss ein Formular ausgefüllt werden, in dem auch der zu erwartende Gewinn geschätzt wird. Wer dies zu Beginn der freiberuflichen Tätigkeit noch nicht kann, sollte ihn zumindest ungefähr beurteilen.


Im schlimmsten Fall müssen Sie später Steuern als Freiberufler nachgezahlen.
Anhand der Anmeldung legt das Finanzamt nämlich die Steuervorauszahlungen fest, die quartalsweise abzuleisten sind. Am Ende des Jahres steht dann die Einnahmen-Überschuss-Rechnung im Zuge der Steuererklärung an, anhand welcher die Steuerschuld berechnet wird.
Was muss noch geregelt werden, ehe der Start in die Freiberuflichkeit erfolgen kann?

Im Prinzip nichts. Die soziale Absicherung muss natürlich bedacht werden, allerdings kann den entsprechenden Versicherungen maximal drei Monate rückwirkend die Tätigkeit gemeldet werden.

Das heißt, ein Freiberufler kann schon beginnen zu arbeiten und kann sich nebenbei um Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung kümmern.
Dabei muss er entscheiden, ob er sich für die private Krankenversicherung anmelden möchte, für die freiwillig gesetzliche Krankenkasse oder sich lieber über die Künstlersozialkasse versichern lassen will.
Nachzulesen auch hier:
http://www.erfolg-als-freiberufler.de/Freiberufler-werden.php
 
Airbag schrieb:
11 Euro ist ein bissl wenig. Soviel kriegt man ungefähr für eine Hiwistelle. Es gibt auch Leute die 20-30 Euro die Stunde bekommen. (gut sind aber dann auch schon eine Weile dabei )

EADS zahlt 14 Euro / Stunde für Werkis mit erstem akademischem Abschluss (sprich, Master-Studenten)...
 
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