Relict
Admiral
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- Juni 2005
- Beiträge
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@BessenOlli
Wir haben aber nunmal den gesamtgesellschaftlichen sozialen Gedanken und betrachten das als Errungenschaft und Fortschritt.
Dann sei froh, wenn Dein Vater einen guten Job hatte und seine Familie davon ernähren konnte und ganz nebenbei auch noch Deine Ausbildung über seine "Abgaben" quasi mitfinanzieren konnte. Aber nicht jeder hat das Glück wie ihr.
Jeder zahlt in diesem System nunmal anteilsmäßig Steuern und auch nicht jeder bekommt diese 1:1 zurück. Auch nicht in den USA.
Die Frage ist aber, was am Ende noch für jeden einzelnen übrig bleibt. ein Millionär, der 40% Steuern zahlt (in der Praxis eher unrealistisch ^^), hat noch 600000.
Ein 1000 Euro Verdiener mit 20% Steuern, arbeitet auch teils schon 60 Stunden und mehr, auch hart, hat aber trotzdem nur 800 Euro zum Leben. Zwei krasse Beispiele, aber wer lebt wohl trotzallem immernoch besser?
Wenn Du aus persönlichem Schicksal den (Sozial-?) Staat verdammst, heisst es doch nicht automatisch, dass das Grundprinzip falsch ist. Das die Realität und Praxis sich leider von der Theorie und Grundidee unterscheiden, darüber brauchen wir nicht reden. Missbrauch und Korruption gibt es genauso wie Egoismus, Gier und Neid.
Das sind eben übriggebliebene Urtriebe des Menschen, wo die Evolution halt langsamer ist, als die Zivilisation.
Kapitalismus kommt klar bislang diesen Trieben noch am nächsten. Aber das heisst nicht, das wir uns diesen auch bedingungslos unterwerfen und sie weiter "pflegen" oder gar steigern müssen.
Freiheit und Unabhängigkeit hat nicht wirklich was mit Nichtinanspruchnahme von bestimmten Sozialleistungen zu tun, oder anderherum mit Geldscheffeln.
Nun, wir alle unterwerfen uns gnadenlos diesem System, wo nunmal ohne Geld eigentlich kaum noch was vernünftig geht, ausser man lebt strikt abseits jeglicher Zivilisation, wir sind also alle nur Gefangene.
Tagelöhnerjobs stehen übrigens auch hier und jetzt bei uns jedem frei. Auch niemand MUSS Sozialleistungen beziehen, aber kann, sogar mit einem Rechtsanspruch. DAS ist der Unterschied zur USA und ähnlichen Systemen. Höhere Schulausbildung für die Sprösslinge kostet dort übrigens auch richtig Geld.
Leider geht aber auch bei uns der Trend eher in diese Richtung, wie wir eben vieles von drüben willkürlich oder unwillkürlich nachäffen und das auch noch "cool" finden.
So und wie es Dir oder Deinem Vater da drüben ergangen wäre kann man so wohl nicht wirklich beurteilen. Dann wäre eh ALLES von vornherein völlig anders gekommen, Du in Deiner jetzigen Form auch nicht da. ^^ Und ich glaube kaum, dass sich das so sehr positiv unterschieden hätte. Könnte genauso auch schwerer gewesen sein, selbes zu erreichen und das ganz ohne soziales "Auffangbecken" .
Überleg mal, wenn jeder so denken würde und seine Steuern ggü. der zurückerhaltenen persönlichen Leistung aufrechnet. Ist schon sehr egoistisch. Dann könnten wir eigentlich gleich den Staat komplett abschaffen, nicht nur den Sozialstaat.Mein Vater war im Management bei Continental. Der hat weit mehr an Steuern bezahlt, als ich den Staat gekostet habe.
Wir haben aber nunmal den gesamtgesellschaftlichen sozialen Gedanken und betrachten das als Errungenschaft und Fortschritt.
Dann sei froh, wenn Dein Vater einen guten Job hatte und seine Familie davon ernähren konnte und ganz nebenbei auch noch Deine Ausbildung über seine "Abgaben" quasi mitfinanzieren konnte. Aber nicht jeder hat das Glück wie ihr.
Jeder zahlt in diesem System nunmal anteilsmäßig Steuern und auch nicht jeder bekommt diese 1:1 zurück. Auch nicht in den USA.
Die Frage ist aber, was am Ende noch für jeden einzelnen übrig bleibt. ein Millionär, der 40% Steuern zahlt (in der Praxis eher unrealistisch ^^), hat noch 600000.
Ein 1000 Euro Verdiener mit 20% Steuern, arbeitet auch teils schon 60 Stunden und mehr, auch hart, hat aber trotzdem nur 800 Euro zum Leben. Zwei krasse Beispiele, aber wer lebt wohl trotzallem immernoch besser?
Wenn Du aus persönlichem Schicksal den (Sozial-?) Staat verdammst, heisst es doch nicht automatisch, dass das Grundprinzip falsch ist. Das die Realität und Praxis sich leider von der Theorie und Grundidee unterscheiden, darüber brauchen wir nicht reden. Missbrauch und Korruption gibt es genauso wie Egoismus, Gier und Neid.
Das sind eben übriggebliebene Urtriebe des Menschen, wo die Evolution halt langsamer ist, als die Zivilisation.
Kapitalismus kommt klar bislang diesen Trieben noch am nächsten. Aber das heisst nicht, das wir uns diesen auch bedingungslos unterwerfen und sie weiter "pflegen" oder gar steigern müssen.
Freiheit und Unabhängigkeit hat nicht wirklich was mit Nichtinanspruchnahme von bestimmten Sozialleistungen zu tun, oder anderherum mit Geldscheffeln.
Nun, wir alle unterwerfen uns gnadenlos diesem System, wo nunmal ohne Geld eigentlich kaum noch was vernünftig geht, ausser man lebt strikt abseits jeglicher Zivilisation, wir sind also alle nur Gefangene.
Tagelöhnerjobs stehen übrigens auch hier und jetzt bei uns jedem frei. Auch niemand MUSS Sozialleistungen beziehen, aber kann, sogar mit einem Rechtsanspruch. DAS ist der Unterschied zur USA und ähnlichen Systemen. Höhere Schulausbildung für die Sprösslinge kostet dort übrigens auch richtig Geld.
Leider geht aber auch bei uns der Trend eher in diese Richtung, wie wir eben vieles von drüben willkürlich oder unwillkürlich nachäffen und das auch noch "cool" finden.
So und wie es Dir oder Deinem Vater da drüben ergangen wäre kann man so wohl nicht wirklich beurteilen. Dann wäre eh ALLES von vornherein völlig anders gekommen, Du in Deiner jetzigen Form auch nicht da. ^^ Und ich glaube kaum, dass sich das so sehr positiv unterschieden hätte. Könnte genauso auch schwerer gewesen sein, selbes zu erreichen und das ganz ohne soziales "Auffangbecken" .