Was würde passieren wenn man die Aktiengesellschaften abschafft?

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Abschaffung der Ag = Einschränkung der freiheit = Kommunismus = nicht Gut!
 
Hildebrandt17 schrieb:
Abschaffung der Ag = Einschränkung der freiheit = Kommunismus = nicht Gut!

Hä? Wo ist den hier der kausale Zusammenhang?

1. Wieso scchränkt die eine Abschaffung ein? Brauchst du AGs um frei zu sein?
2. Wieso führt eine Einschränkung der Freiheit zum Kommunismus?
3. Wieso ist der Kommunismus schlecht? Nur weil es ihn grad nicht gibt?
 
Wenn die AGs abgeschafft würden, dann sicher nicht auf freiwilliger Basis, sondern durch ein Gesetz. Und das würde einen massiven Eingriff des Staates in die Wirtschaft bedeuten, was weiter bedeuten würde, das diese nicht mehr fre wäre!
Außerdem würden viele Investitionen wegfallen, da gerade Geld für geplante projekte durch Aktien beschafft wird, weiters wären tausende berufe in gefahr (Börse, Banken etc)
und das ist nun mal nicht gut!
 
Der Staat greift auch jetzt schon massiv in die Wirtschaft ein. Allerdings nicht so stark das er ganze Organiasionsformen verbietet, da haste Recht. Aber grad durch das Prinzip der AGs werden eine Menge Leute entlassen, weil es nur darum geht den Kurs hochzuhalten und die Anleger zu befriedigen.
Vieleicht würden im ersten Moment viele Arbeitsplätze wegfallen, aber vieleicht kommen dann die feiner Herren mal dazu selber zu arbeiten und nicht das Geld für sich arbeiten zu lasen. Denn was genau erwirtschaften den die Hedgefonds-Leute, ausser große Seifenblasen?
 
@ Sirius:

Die 10% der reichsten Menschen auf der Erde/in Deutschland haben ihr Geld entweder durch eigene AGs, oder durch investition in AGs erwirtschaftt!
Wenn man in Deutschland die Ags verbieten würde, denkst du, die würden kopfnickend zustimmen? Ich würde, als Aktienbesitzter, beim Vervassungsgerichtshof klagen, und falls meiner Klage nicht standgegeben wird nach Österreich, in die Schweiz oder sonstwo hinziehen, und dort weiter meine Ag betreiben.
Das führt uns zu einem anderen Punkt:
Was ist mit ausländischen AGs in Deutschland?
Will man die zusperren oder was?
Und außerdem: Arbeitslose geben niemandem das Recht, die AGs verbieten, das könnte man mit der Zwangsenteignung im NS Regime vergleichen!
 
Du hast ja recht, wenn man das nur in Deutschland machen würde wär das ziemlich sinnlos. Es müsste schon überall gemacht werden und mit einer umfassenden Wirtschaftsreform (und keiner Deform so wie jetzt) einhergehen.
 
Stimmt, das Problem ist nur, dass die Menschen zu dumm sind!
wenn jeder verantwortungsbewusst wäre, dann hätte/würde der Komunismussfunktioniert/funktionieren.

Wenn jeder fleißig und ehrlich arbeiten würde, mit einer gewissen bescheidenheit, aber doch mit ehrgeiz(was essentiell ist), dann wären wir wohle alle glücklich (Buchtipp: Utopia);
Nur gibt es da einige (bzw viele) Menschen, die es sich leicht machen wollen und mit Betrügereien oder mit Gewalt an ihr Ziehl kommen wollen und das ist das Problaem: die Maßlosigkeit und der Egoismus des Menschen!
 
Tja, das Problem ist, dass es in der Natur des Menschen liegt, sich besser zu stellen. Stichwort: Maslow'sche Pyramide. Das höchste Ziel des Menschen ist bekanntlich die Selbstverwirklichung. Und das steht im krassen Gegensatz zum Kommunismus...
 
FH16 schrieb:
Tja, das Problem ist, dass es in der Natur des Menschen liegt, sich besser zu stellen. Stichwort: Maslow'sche Pyramide. Das höchste Ziel des Menschen ist bekanntlich die Selbstverwirklichung. Und das steht im krassen Gegensatz zum Kommunismus...

...und genau desshalb funktioniert der Kommunismus auch nicht!
 
Es mag sein das der Kommunismus nicht funktioniert. Aber der grenzenlose Individualismus und Egoismus den der Kapitalismus mit sich bringt ist auch nicht das wahre. Bekanntlich kann sich der Mensch nur mit und in der Gemeinschaft/Gesellschaft entfalten. Ja er braucht sie gar um zu überleben. Deshalb ist auch der Kaptialismus (zumindest in der jetztigen Form) wider der Natur.
 
Aber der Kapitalismus ist die einzig gerechte Form: Jeder bekommt, was er erwirtschaftet!
 
Was fuer ein Quatsch.
Etwas ungerechteres als den Kapitalismus gibt es nicht. Denn die Wirtschaftsleistung wird nicht von den ueberbezahlten Managern erbracht, sondern von den kleinen Arbeitern.
 
kisser schrieb:
Was fuer ein Quatsch.
Etwas ungerechteres als den Kapitalismus gibt es nicht. Denn die Wirtschaftsleistung wird nicht von den ueberbezahlten Managern erbracht, sondern von den kleinen Arbeitern.

...aber es steht den Firmen frei, ihren Managern soviel zu zahlen, wie sie wollen, und man kann sich sicher sein, dass nur gute Manager viel bekommen, denn sonst sind die Überlebenschancen für die firma 0.

Es ist auf jeden Fall fairer, einem Manager mit 70Stunden Woche, einer Menge Verantwortung und 3 Geschäftsreisen pro Monat 50.000€ zu zahlen und einem Supermarktkassierer 1500€ als jedem, unabhängig davon welchen Beruf er hat und ob er sich überhaupt "schert" zu arbeiten gleich viel zu gegeben.

Deswegen ist Kapitalismus die einzig faire Wirtschaftsform! (was aber nicht unbedingt heißt, dass sie die bste für die Allgemeinheit ist!)
 
Abschaffung AGs
Dann sollte man sich vorher Aktien kaufen,
Nachher werden Aktien bestimmt knapp
und man gut damit verdienen. :evillol:
 
lok0815 schrieb:
Abschaffung AGs
Dann sollte man sich vorher Aktien kaufen,
Nachher werden Aktien bestimmt knapp
und man gut damit verdienen. :evillol:

es sei denn, die netten hernn und Damen Politiker meinen, das der wert der Aktien automatisch in den beitz des Volkes übergeht... :n8:
 
Hildebrandt17 schrieb:
es sei denn, die netten hernn und Damen Politiker meinen, das der wert der Aktien automatisch in den beitz des Volkes übergeht... :n8:
Dann basteln wir uns unsere Aktien eben selber, oder noch besser gleich schöne grüne NetzDollars, damit bezahlen wir uns gegenseitig für die nettesten Smilies, bis die grünen Dinger so einen Tauschwert haben, dass alle sie haben wollen.
Dann können uns die werten Damen und Herren einmal, dann haben wir unser eigenes Geld, am besten gleich mit PubkicKey, damit alle Schnüffelnasen draußen bleiben, aus unsererm NetzBankKonto , :evillol:
 
dan würde wir alle sehr schnell ärmer. und zwar buchstäblich. weil uns jede menge produkte, waren und dienstleistungen fehlen würden:

eben weil eine ag eine sehr gut ausgedachte form des wirtschaftens ist. die haftung halt beschränkt. und die anteilseigner werden solche, in dem sie geld geben, also dadurch, dass sie einen (frei handelbaren!, meist...) anteil am unternehmen kaufen, damit an der witschaftlichen entwicklung des unternehmens beteiligt sind, usw. ... , ohne jedoch unbedingt selber tätig werden zu müssen. (und jederzeit, ohnedas unternehmen oder sonst wenn fragen zu müssen auch wieder (zu kleinen kosten!) verkaufen können)

und die vorstände sind "organe" des unternehmens, werden als solche zwar von der hauptversammlung gewählt, sind in der durchführung der "organschaftlichen aufgaben" jedoch viel weitgehender unabhängig als dies sehr oft die angestellten geschäftsführer einer gmbh sind: da können die gesellschafter sich sogar eine 100% kontrolle "ausbedingen", d.h. der geschäftsfüher muss jeden vertrag, jeden geschäftsvorfall (oder jeden, welcher über eine best. summe hinausgeht) den/dem kapitalmehrheiter vorlegen und absegnen lassen.

die ag also eine bewährte form der risikofinanzierung für unternehmerische aufgabenstellungen, für die in anderer rechtsform nicht oder nicht so leicht grosse mengen an kapital zu beschaffen wären. und es liegt uns allen daran(!), dass es das gibt:

von erdölexploration bis krankenhausbetrieb.

eine ag ist also von der rechtform her eine gesunde mischung zwischen freiheit und bindung. (und deshalb wohl auch schon im frühen 19. jahrhundert so ausgedacht)

und durchaus nicht unverschämt, wenn auf das haftende kapital eine rendite von 20 oder 25% angestrebt wird: das tut uns allen gut, zwingt eine solche rendite doch auch dazu, das in ein projekt mit risiko hineingesteckte kapital binnen 4 oder 5 jahren zurückzuverdienen. und 4 bis 5 jahre ist für ein unternehmerisches risiko oft schon eine lange zeit, eben weil sich märkte, moden und verfahren heutzutage oft so schnell ändern.

eine rendite von 20 oder 25% anstreben, heißt also eine AG verantwortlich zu führen.

wollte man nur 10% rendite erwirtschaften, so müsste man deutlich länger als 10 Jahre "erfolgreich an der gewählten investitionsstelle bestehen"... .

die ag als solches ist gut und berechtigt - und schlechterdings nicht abschaffbar: dazu haben wir menschen - und ganz bestimmt als menscheit insgesamt - zu viele werte (geldvermögen, patente, produkte, produktionsanlagen, usw., usf.) angesammelt.

und richtig gemacht ist eine ag vor allem auch eine rechtsform, bei der die verantwortung fürs geld sehr gut lokalisierbar ist, zuzuordnen halt. und das ein absolutes muss für geld:

man stelle sich vor, über die geschicke der bayer ag, leverkusen, würde immer samstags vor oder nach dem bundeligaspiel im stadion abgestimmt: an jedem platz zwei knöpfe für "ja" und "nein". und sonst nichts weiter. und jeder drückt für den vorschlag der vorstände, der ihm samstags unterbreitet wird und gefällt. die perfekt demokratische form der abstimmung, in völlliger anonymität (und verantwortungslosigkeit!) nämlich:

denn wenn dann die so demokratisch nach dem fußballspiel getroffen verantwortlichen entscheidungen schief gingen (weil der markt eben doch was anderes wollte, etc., etc.) - dann war mit totaler sicherheit gerade an dem samstag bestimmt eigentlich keiner im stadion gewesen: der erfolg hat viele väter, der misserfolg ist ein waisenkind.

ist wie mit der ddr: da war heute auch mehr keiner in den betriebskampfgruppen, schon gar nicht in der parade vor honni am alex.


es würde uns allen also sehr schnell und sehr dramatisch schlechter gehen, weil noch mehr verantwortung "demokratisiert", d.h. kapital sinnlos vernichtet würde. (z.b. der müncher rück, oder der allianz als große kapital-sammelstellen, die volksvermögen sammeln, so gesehen(!). und natürlich und, und, und... ) - bzw. risikobehaftete aufgaben gar nicht erst mehr angegangen würden.

und klar gilt das, auch wenn viele heute (und manchmal zu recht) den eindruck haben, "dass bei unseren ag's die herren an der spitze zu oft machen was sie wollen in primitivster selbstbedienungsmentalität", halt selber verantwortungs- u. morallos sind. aber das kann eben überall passieren, in einer ag wie auf dem rummelplatz:

dann muss man eben eingreifen, am problem arbeiten, heilen, nicht das krankenhaus abschaffen.
 
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Um die AGs abzuschaffen, sind wir wohl ein bisschen spät dran.

Allerdings sind die AGs an sich eine ziemlich fatale Erfindung. Denn so wie es aussieht, ist unser Geld durch den 'virtuellen' Aktienhandel längst nicht mehr durch real existierende Werte gedeckt.

Beispiel: Firma XY ist eine AG, welche selbst die Mehrheit ihrer Aktien hält. Die Aktien der Firma XY steigen. Nun hat Firma XY durch den Wertanstieg ihrer Aktien natürlich gewinn gemacht. Die Aktien steigen wahrscheinlich nochmal und die Firma XY macht ncoh mehr Gewinn weil ihre Aktien nun mehr Wert sind als vorher usw.
Die Folge: Firma XY macht Gewinne, ohne dafür etwas produziert zu haben. Sie hat nun also viel geld, ohne dass sie für das Geld einen realen Gegenwert (z.B. Autos oder Gummibärchen) produziert hat.
Die fernere Folge: Die ganze Wirtschaft schaukelt sich gegenseitig mit solchen 'virtuellen' geldwerten hoch, die durch ekinerlei Leistung gedeckt sind.

Und was bedeutet es, wenn für das geld kein realer Gegenwert existiert? Genau! Das Geld ist nichts mehr Wert.. (Im Sinne von "Wieso soll dir der Bäcker dem Metzger(AG) noch sien Brot verkaufen, wenn er weiss, dass er dafür beim Metzger keine Wurst mehr bekommt weil der Metzger lägst die Wurstproduktion eingestellt weil sein Gewinn nur noch aus seinen eigenen, steigenden Aktien besteht")

Die noch fernere Folge: Das ganze System wird unweigerlich irgendwann zusammenbrechen.
 
Das Geld, das Kapital wie wir es als Banknotenform kennen ist doch genauso, wie ein Aktienschein oder ein wertpapier ein imaginärer Wert, gestützt durch den Gedanken in unseren Köpfen, dass diese Dinge von Bedeutung sind.
So sind 90% des Weltkapitals "virtuelles" kapitel, das täglich von Börse zu Börse geschoben wird.
Doch im ernstfall (Ragim wechsel, Kathastrophe et) verlieren diese Werte schlagartig ihren Wert, jeder hat nur dass, was er selber verteidigen kann, wir sind wieder zurück in der Steinzeit.

Die AG ist also ein Systhem, das nur in einer "Hochkultur2 funktionieren kann, und ich wage zu behaupten, dass die Ags einen entscheidenen Bestandteil zur entstehung der Heutigen Gesellschaft und des heutigen Wohlstands beigetragen haben!
 
Um die sehr ausfürliche Darstellung von perfekt!57 (Danke!) mal in einer Frage zu überspitzen: Wenn Ihr die AGs abschaffen wollt, wer soll denn dann das ganze schöne Equipment herstellen, mit dem Ihr Eure Beiträge in diesem Thread erstellt habt?

Viele Grüße, Tiguar
 
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