WD Green 1TB NVMe nach BIOS-Sperre im Fujitsu Esprimo im Hardware-Lockdown (No such device or address) – Wie entsperren?

Erdbewohner

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Hallo zusammen,

ich versuche eine eigentlich einwandfreie Western Digital Green SN350 1TB NVMe SSD zu retten, die sich nach einem unerwarteten Server-Shutdown in einem extrem hartnäckigen Hardware-Sicherheits-Lockdown befindet. Mir geht es auschließlich darum, die SSD ins laufen zu bringen. Daten mehrfach gesichert und daher nicht wichtig.

Verhalten der SSD:
sofort nach dem Einschalten UND vor dem Bios erscheint ein Fenster mit der Aufschrift "WD greeb SN 350 1 TB HDD-ID: xxxxxxxxxxxxxxx Enter User Password:"
Nach dreimaliger Passworteingabe erscheint die Meldung "Invalid Password. HDD is locked". Danach bootet der Rechner normal, man kann ins Bios, in den Bootmanager oder ins Betriebessystem (in diesem Fall OpenMediaVault- Debian Trixie), Allerdings ist die SDD gesperrt und wird ignoriert.

Was ich nisher versuchte:

1- Die Eingabe der PSID (31 Ziffern, auf dem Etikett gedruckt). Kein Erfolg.
2- Die Eingabe von "WDCWDCWDCWDCWDCWDCWDCWDCWDCWDCW" (31 Zeichen, das ist ein Master-Passwort von WD). Kein Erfolg.
3- Booten in Gparted: die SSD wird nicht erkannt.
4. Die SSD in einen USB-Adapter gesteckt und in einen PC mit Linux-Mint Cinnamon 22.3: Wird nicht eingehängt, allerdings sehe ich sie unter Laufwerke.Dort wird sie richtig bezeichnet (kriegt Geräenamen /dev/sdb, aber die Partition ist unknown. Jeder versuch, sie zu formatieren, initialisieren oder eine neu Partition zu erstellen wird mit der Meldung "Failed to opne the Device blablabla udisks-error-quark,0" quitiert.
5. unter Windows 11 hatte ich ebenfalls keinen Erfolg (Dtenträgerverwaltung sieht sie, aber keinen Zugriff). Auch hdparm und Fremdprogramme wie EaseUS Partition Master und sogar wd_kitfox von WD schlugen fehl.
Es hat ein Weile gedauert bis ich kapiert habe, dass das Mainboard eigentlich der Grund der Sperre ist. Nach der fehlgeschlagenen Passworteingabe wird der Nvme-Port gesperrt. Ich habe deshalb versucht, mittels "Hot Plugging" die SSD während des laufenden Betriebs zu stecken: Kein Erfolg und es hat noch eine Weile gedauert bis ich heraus fand, dass das Hot Plugging keinen Sinn macht, da das Motherboard wahrscheinlich den Port nur frei gibt, wenn beim Einschalten eine SSD geseckt ist.

Einzelheiten zum Motherboard und Bios: Esprimo Q556/2, Version: V5.0.0.12 R1.35.0 for D3403-U1x, BIOS Revision: 1.35

Ich habe dann versucht, den PC mit einer heilen Nvme zu starten und im laufenden Betrieb diese aus- und die gesperrte einzustecken.
Erst dann konnte ich Zugriff auf diese verdammte SSD bekommen. Das war zwar haarig, aber: no risk, no fun.

Ich habe dann alles geballert, was ich konnte: dd, fdisk, sudo nvme sanitize , sudo hdparm -I , sg_format --format, nvme format, nvme security-recv, nvme sed revert --destructive --psid="xxx", sedutil-cli --yesIreallywanttoeraseit --revertTPerPSID "xxx", smartctl --set=cryptoerase,psid="xxx", nvme opal-revert --psid="xxx", nvme sed revert /dev/nvme0n1 -e -p, nvme wdc purge /dev/nvme0n1.

Beim letzten Kommando spuckte das Sysatem folgende Meldung aus:

nvme wdc purge /dev/nvme0n1
ERROR: WDC: unsupported WDC device, Vendor ID = 0x1e4b, Device ID = 0x1202

Erst dann konnten ichn nach aufwendiger Recherche herauskriegen, dass die SSD zwar von Western Digital verkauft, aber die Hardware-IDs verraten, dass unter dem WD-Aufkleber ein Controller von SanDisk steckt, (0x1e4b ist die offizielle Hersteller-ID von SanDisk, die WD vor Jahren übernommen hat.

Jetzt bin ich mit meinem Latein am Ende. Eigentlich müsste ich das verdammte Ding schreddern und Rue ist. ABER jetzt hat mich der sportliche Ehrgeiz gepackt: Jetzt erst recht.
Meine Frage an die Experten:
Gibt es irgendeinen bekannten Trick, ein herstellerspezifisches Tool (z. B. über den USB-Controller-Chip) oder eine bestimmte Mainboard-Plattform (Consumer-Boards wie ASUS/MSI, die beim Booten trotz Passwort nicht komplett einfrieren), um den Controller der WD Green zu einem Werksreset zu zwingen und das Passwort zu löschen?
 

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Du bekommst das PW nicht gelöscht. Wäre auch albern. Dann könnte man sich das auch sparen.

Wieso hast Du das PW nicht mehr? Das hat sich ja nicht von selbst gesetzt.
 
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Danke für die schnelle Antwort.
Ich kann das PW nicht haben, da ich keins gesetzt habe. Die SSD hat sich nach einem unerwarteten Shutdown in einen Hardware-Sicherheits-Lockdown begeben. Das ist auch im Beitrag erwähnt.
 
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Erdbewohner schrieb:
Hallo zusammen,
...

nvme wdc purge /dev/nvme0n1
ERROR: WDC: unsupported WDC device, Vendor ID = 0x1e4b, Device ID = 0x1202
...

Bei mehreren Geräten prüfe bitte genau ob du auch das richtige "Laufwerk" bzw. den Pfad angibts

Lt. pci lookup ist deine Vendor ID = 0x1e4b
von MAXIO Technology (Hangzhou) Ltd. also NICHT Sandisk.

siehe zB https://github.com/pciutils/pciutils/blob/master/pci.ids pci utils Quellcode

Also schauen ob du nvme0 -> nvme1 usw. korrigieren musst
 
@lokon Ich habe gerade nachgeguckt. Maxio hat 1e4b und nicht 0x1e4b. Laut Gemini ist der Vendor Sandisk. Ich weiß allerdings nicht was richtig ist; es ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich mit WD-Tools nicht weiter komme
Ergänzung ()

prian schrieb:
Grundgedanke: Wenn es für so etwas eine Hintertür geben würde, dann wäre das ganze Verfahren doch obsolet.

Somit glaube ich nicht, dass Du ohne das Passwort den Schutz wieder entfernen kannst.
Aber Du willst ja nicht an die Daten ran, sondern das Laufwerk wiederhaben.

Ob das hilft weiß ich nicht, aber schau Dir das mal an.
https://support-de.wd.com/app/answers/detailweb/a_id/3180
https://support-de.sandisk.com/app/...1338/~/schritte-zum-entfernen-von-wd-unlocker
Interessante Sache. Ich werde versuchen, sie zu probieren. Wird wahrscheinlich daran hapern, dass mein Windows auf der einzig verfügbare Nvme-Stelle ist, kann also den Trick mit dem Umstecken nicht geht und das ist die einzige Möglichkeit, die SSD im System verfügbar zu machen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du mal im BIOS geschaut, ob es dort ein paar Security Settings gibt? Ich denke mal es ist eine selbstverschlüsselnde SSD. Es sollte zumindest die Möglichkeit geben, einen neuen Schlüssel zu generieren und damit aus dem Lock zu kommen. Damit sind natürlich die Daten hinüber ....

P..S.: Blick ins BIOS Handbuch: https://support.ts.fujitsu.com/Inde...2F85C15A-61FE-4856-B0AD-896A5FDF58DB&Region=2

Dort steht ein wenig was zum HDD Security Password. Mach davon ggf. mal einen Screenshot, vor allem der Frozen-Status ist interessant. Der wird i.d.R. gesetzt, sobald das System gebootet wurde, damit Ransomware das Passwort nicht im Betrieb setzen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erdbewohner schrieb:
Maxio hat 1e4b und nicht 0x1e4b. Laut Gemini ist der Vendor Sandisk.

Hexadezimaldarstellungen werden zur Erkennung oft mit dem Präfix 0x versehen.
Dies steht auch in dem Wikipediaartikel zum Hexadezimalsystem.
"wobei das Präfix 0x ...insbesondere in der Programmierung und technischen Informatik Verwendung finden."

Verschiedene KI LLM kennen keine Fakten. In der Regel kommt eine wahrscheinliche Ausgabe auf eine gestellte Frage heraus.
Erst über geschickte Prompts kann die KI vielleicht in den Modus gebracht werden um Fakten aus dem Internet zu "besorgen".


Boote von einem USB Stick / USB Festplatte ... ein Live-Linux und lasse die SSD im verbauten Zustand.

Bei Linux gibt es z.B. die Kommandos "lspci" und "nvme list"
Diese sollten dann die SSD bzw. den Pfad anzeigen.

Beim Troubleshooting ist die Ausgabe auf Befehle wichtig.
Für die anderen von dir benutzten Befehle fehlen diese.
Bitte dann die Ausgabe von lspci bzw. nvme list zur Verfügung stellen.
 
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