News Geringe Smart-Meter-Quote: Bundesnetzagentur geht ge­gen fast 80 Stromanbieter vor

sTyLzYo schrieb:
dafür musst dich an deine Hausverwaltung wenden, diese MÜSSEN dir den Keller aufschließen um deinen Zähler ablesen zu können
Ja, hätte aber gedacht die sind Smart und mit dem Internet verbunden. Jetzt jedesmal im Jahreswechsel jemanden anklingeln der vielleicht nicht erst nach seiner Woche Urlaub kommt, hätte ich mir gerne erspart.
 
Maxminator schrieb:
Ja, steuerbare Trafos wo man die Windugszahlenverhältnis motorisch stufenlos anpassen kann!
Ne, es geht darum vom Trafo aus den Strang dahinter zu messen und bei Bedarf die Anlagen im Strang zu steuern (PV, Wärmepumpe, was weiß ich)
 
@DragonScience Habe ich woanders mal geschrieben, aber hier nochmal die Kurzfassung:
Ja, die Dinger mögen "Smart" sein, aber ohne entsprechendes zertifiziertes Gateway ist ein Senden der Daten nicht möglich. Und viele ältere Installationen haben einen neuen Zahler noch ohne dieses Gateway, weil das BSI verpennt hat, die Dinger rechtzeitig zu zertifizieren.
 
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Wir haben Smart Meter und LTE Gateway seit bald 2 Jahren. Extrakosten gab es keine.
 
Ben99 schrieb:
Ich bin Mieter, wie kommen ich an einen Smart Meter und was kostet mich das?
Also Einbau und Betrieb, da gibt's ja glaube ich Jahresgebühren oder so?
Du fragst beim zuständigen Messstellenbetreiber nach. Üblicherweise ist das der Netzbetreiber, der als grundzutändiger Messstellenbetreiber auftritt.
Es kostet:
1) Preisobergrenze (nach Verbrauch oder Leistung der PV gestaffelt)
2) eine einmalige Gebühr für den Einbau auf Kundenwunsch
3) 100€/Jahr zuätzlich zur POG, für den vorzeitigen Einbau außerhalb des Plans des gMSB (weil Du mitunter zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht in deren Planung zum Rollout berücksichtigt wirst)

Die Preisobergrenze + die zusätzlichen Kosten sind im Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) festgelegt.
Der Messstellenbetreiber kann weniger als im Gesetz steht verlangen, aber eben nicht mehr.

PC295 schrieb:
Darum kümmert sich dein Stromanbieter (genauer Messstellenbetreiber) und kostest dich garnichts.
Die Aussage das es Ihn nichts kostet ist falsch, siehe oben!
 
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jimmy13 schrieb:
Habe ich woanders mal geschrieben, aber hier nochmal die Kurzfassung:
Kann man die Zertifizierung nachreichen oder nachrüsten oder sind die Zähler dann schon Smart mäsig von hausaus für die Tonne ?
 
@DragonScience das dachten wir bei uns hier auch, Pustekuchen

jedes Jahr unter in den Keller und ablesen, mittlerweile werden diese auch nicht mehr abgeschlossen
 
@DragonScience Das sind extra kleine Zusatzgeräte, die mit im Zählerschrank eingebaut werden und dann über eine gesicherte Verbindung; und NUR über diese Verbindung, die Daten nach außen zu verifizierten Punkten senden. Und eben diese kleinen Gateways müssen vor dem Einbau schon entsprechend durch das BSI geprüft worden sein. Der Zähler selbst macht eigentlich gar nichts, außer den Strom zu zählen und muss eigentlich auch nicht mehr ausgetauscht werden.

Edit:
Hier noch der entsprechende Link zu einem Wikipedia Artikel zu diesen Teilen:
Smart-Meter-Gateway
 
Simanova schrieb:
Noch besser: Man bekommt vom Stromanbieter die Aufforderung den Stromzähler abzulesen. Bei Gang in den Keller stellt man fest, dass ein digitaler Stromzähler eingebaut wurde, der nicht abgelesen werden kann. Der Stromanbieter schätzt darauf hin den Verbrauch. Nicht, dass mir das schonmal passiert ist.
Musst Du dafür auch eine Taschenlampe benutzen?
 
Simanova schrieb:
Noch besser: Man bekommt vom Stromanbieter die Aufforderung den Stromzähler abzulesen. Bei Gang in den Keller stellt man fest, dass ein digitaler Stromzähler eingebaut wurde, der nicht abgelesen werden kann. Der Stromanbieter schätzt darauf hin den Verbrauch. Nicht, dass mir das schonmal passiert ist.

Ich dachte das man so die Messwerte nur validiert?
In der Abrechnung bei mir steht tatsächlich Schlüssel M = maschinelle Ermittlung.
Habe das doch letztes Jahr glatt vergessen abzulesen :rolleyes:
 
PC295 schrieb:
Damit meinte ich eigentlich, dass solche Kosten in der Grundgebühr enthalten sind und deswegen nicht steigen. (so ist es bei mir zumindest)
Diese Aussage stimmt nur bedingt...
Wird eine moderne Messeinrichtung (mME) oder eine moderne Messeinrichtung (mME)+ ein SmartMeter-Gateway (SMGW) [mME+SMGW=iMSys] eingebaut, dann muss der Messstellenbetreiber beim Stormlieferanten anfragen, ob dieser die Kosten übernimmt und damit dem Kunden die Kosten weiter in Rechnung stellt.
Der Stromlieferant kann diese Anfrage (dieses Angebot) auch einfach ablehnen (z.B. weil der Vertrag des Kunden es nicht zulässt) und dann ist der Kunde gegenüber dem MSB der Schuldner der Kosten für den Messstellenbetrieb der mME bzw. des iMSys.

Inwieweit der Stromlieferant vor Einbau in seinem Endkundenpreis den Messstellenbetrieb eingepreist hat, ist dann Vertragswerk was der Endkunde "studieren" muss.

Es darf davon ausgegangen werden, dass es Stromlieferanten gibt die das im Endkundenpreis drin haben, dann gegenüber dem Messstellenbetreiber das Angebot ablehnen (siehe obige Erläuterung) und der Kunde dann gegenüber dem MSB das Entgelt schuldet, gleichzeitig aber eben auch einen gewissen Betrag in seinem Liefervertrag dem Stromlieferanten schuldet.
 
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sTyLzYo schrieb:
@DragonScience das dachten wir bei uns hier auch, Pustekuchen

jedes Jahr unter in den Keller und ablesen, mittlerweile werden diese auch nicht mehr abgeschlossen
Wenn die Tür bei uns offen wäre dauert es nicht lange und irgend wer stellt alles mit seinem Müll voll. Die Themen hatten wir schon. :D
 
Antwort von den fast 80 Stromanbieter an das Bundesnetzagentur... BSI ist schuld :freak:

 
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jimmy13 schrieb:
Das sind extra kleine Zusatzgeräte
Wären da neue extraverbindungen gezogen worden denke ich wäre des mir und ein Nachbar aufgefallen weil wir im Raum schon mal ne Stunde diskutiert haben was wo für was ist. Bin mir fast sicher das sowas nicht verbaut wurde.

PS: OK ez weis ich wie des ausschauen sollte, bin mir aber sicher das sowas nicht neu dazu gekommen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Presseverlautbarungen der Bundesnetzagentur zum Rollout bzw. der Quote ist immer total einseitig.
Ja es gibt grundzuständige Messstellenbetreiber die die Ziele nicht erreichen, was unterschiedliche Gründe hat, u.a.:
  • falsche Planung
  • Lieferschwierigkeiten für die Geräte
Es müssen bundesweit ALLE Netzbetreiber/grundzuständige Messstellenbetreiber [das sind weit über 500 Stück] Geräte bei 5-6 zertifizierten Herstellern ordern, die die Geräte auch erstmal prozuieren müssen. Alle müssen die für sie relevanten Messstellen zur Einbauquote ermitteln und dann eben erfüllen.

Hinzu kommen die wettbewerblichen Messstellenbetreiber die auch noch Geräte wollen/brauchen.
Und diese wettbewerblichen Messstellenbetreiber sind teils das deutlich größere Übel.
  • metrify smart metering (ehem. Enpal B.V. bzw. Tocherunternehmender Enpal B.V.)
  • Solandeo
  • Energy Metering Germany (Tocherunternehmen von Octopus Energy)
  • inexogy smart metering

Das sind die vier die den deutschen Energiemarkt "aufmischen", im negativen Sinne.
Da gibt es Fälle wo iMSys eingebaut werden und dann bekommen Netzbetreiber und Stromlieferant keine Messwerte oder auch mal unterschiedliche Messwerte. Alles schon erlebt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@DragonScience Ja, genau das ist gut möglich. Die Zähler konnten schon eingebaut werden, aber die Gateways waren noch nicht bereit.
@Ranock321 hat da ein durchaus informatives Video gepostet, das die Hintergründe zusammenfasst, warum das so ein Desaster ist.
 
Ich sollte auch einen SM bekommen (der Digitale Zähler wurde erst 1 Jahr vorher eingebaut),
da ich über 6000KW/h bin.

Ich sagte ihm, hier ist viel Stahlbeton im Keller, wie kommt das SM denn nach draussen?
Monteur: per Funk !!!!

Eingebaut, Klappe vom Schaltschrank noch zu (ist Vorschrift)--> Kam nichts raus (oh Wunder)
Alles wieder mitgenommen. Kein SM möglich in seinem Protokoll.

Manchmal denke ich, welcher Kommunist hat den Mist geplant?

Wir habe Millionen von Verteilerschränken Elektro in D im Keller. Da geht nichts raus
 
@kutjub Es gibt zusätzliche externe Antennen die der MSB in solch einem Fall verwenden kann. Die müssten dann natürlich irgendwo angebracht werden, das bedeutet wieder Aufwand. Also winkt man meistens ab...
 
@kutjub Eigentlich können die Smart Gateways auf verschiedene Art kommunizieren, Funk ist nur eine davon. Es gibt aber auch Meter, die die Daten über das (oder ein) Kabel versenden können. Nur muss das eben auch entsprechend genutzt werden.

Habe in dem Zusammenhang gerade eben noch bei uns geschaut. Wir haben seit ~4 Jahren ein Smart Meter wegen der PV-Anlage, allerdings kein Gateway und müssen die Zählerstände noch manuell ablesen und online dem Versorger (VKW) mitteilen. Bisher aber auch keinen Grund gehabt, da unnötig die Pferde scheu zu machen.
 
Simanova schrieb:
Smart Meter kostet nix. Die Firmen sind verpflichtet die Kosten zu übernehmen. Ich glaube für den Anbieter sind das so 400€ pro Gerät.
Mein Vater hat von Bayernwerk ein Schreiben bekommen letztes Jahr, dass ein Smartmeter eingebaut werden muss (vermutlich weil er PV auf dem Dach hat). Die Kosten wurden ihm aber in Rechnung gestellt, ich meine es ware so 200€. Es gab auch keine Möglichkeit, Einspruch oder sonstiges einzulegen.
 
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