News Geringe Smart-Meter-Quote: Bundesnetzagentur geht ge­gen fast 80 Stromanbieter vor

rentex schrieb:
Wie funken die? Über LTE/GSM?
Die haben eine Simkarte - im Normalfall, allerdings kann es auch über z. B. Glasfaser gehen, wenn es der gleiche Anbieter ist.
 
@Zer0DEV
Auch ich habe vor ein paar Jahren einen Smartmeter bekommen. Als Eigentümer eines Hauses hat es mich nichts gekostet.

Ich finde den alten analogen Stromzähler besser, da dieser eine Nachkommastelle hatte. So konnte man ablesen, ob man beispielsweise 5,0 oder 5,9 kW pro Tag verbraucht hat. Die neue digitale Anzeige zeigt gar keine Nachkommastellen an.

Am Tag des Umbaus habe ich noch den Hersteller der digitalen Smartmeter angerufen und gefragt, ob sich Nachkommastellen in den Einstellungen anzeigen kann.
Die Person am Telefon war so sprachlos, dass ein Smartmeter sowas nicht anzeigen kann.
 
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Auf meiner Dienststelle hat der örtliche Energieversorger eine 99kWp PV installiert, die er selber betreibt und das Dach von uns pachtet. Die verbauen im Jahr 2026 noch immer Rundsteuerempfänger.

Gibt es irgendwo eine Liste, welche Anbieter betroffen sind?
 
Ranock321 schrieb:
Antwort von den fast 80 Stromanbieter an das Bundesnetzagentur... BSI ist schuld
Manchmal könnte man bei solchen Geschichten direkt auf den Gedanken kommen, das da jemand gezielt Sabotage betreibt...
 
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@Nero2019 Und Du hast den Messstellenbetreiber/Netzbetreiber aufgefordert dir den Zähler einzubauen oder kam dieser von sich aus? Das sind nämlich zwei unterschiedliche paar Schuhe.
 
MHumann schrieb:
Auf meiner Dienststelle hat der örtliche Energieversorger eine 99kWp PV installiert, die er selber betreibt und das Dach von uns pachtet. Die verbauen im Jahr 2026 noch immer Rundsteuerempfänger.
Das hat seine Gründe. Ich zitiere mal aus Wikipedia: "Der Einbau ist oft Pflicht für größere PV-Anlagen, um die Einspeiseleistung (z.B. auf 60% oder 0%) zu drosseln."
 
@Nero2019 Dann warst Du im Rollout-Plan des NB/gMSB inbegriffen, weil zum damaligen Zeitpunkt dein Stromverbrauch und/oder die Leistung der Erzeugungsanlage höher war als "üblich" und Du damit ein Pflichteinbaufall gewesen bist.

Das kostet dich dann eben nur die Preisobergrenze (siehe MsbG), was widerrum von deinem Stromlieferanten an dich durchgereicht wird (siehe Rechnung: "in diesem Preis sind xx Euro für Messstellenbetrieb inbegriffen" oder so ähnlich).

Für den Fall, wenn man selbst aktiv auf den gMSB/NB zugeht und den Einbau wünscht, ist das alles etwas anders. Das habe ich ja in einem meiner vorherigen Posts erläutert.


Nach derzeitigen Stand des MsbG sind ausnahmslos alle mit einer Erzeugungsanlage Pflichteinbaufälle für ein iMSys.
 
Hier mal meine Erfahrung:
  • die Marktdurchdringung in AT liegt bei virtuell 100%, bis auf Spezialanschlüssen von großen Firmen, etc. sind quasi alle Zählpunkte umgestellt
  • das Ding werkt seit ca 4 Jahren bei mir, ohne Auffälligkeiten
  • Üblicherweise sind hier die Smartmeter via Stromnetz verbunden und nicht über Funk. Die Rundsteuertechnik dafür wird hier seit den 70er oder sogar noch früher eingesetzt. Im Endeffekt sowas wie der Vorläufer von Powerline Connect, nur über Distanz und auf geringe Datenmengen ausgelegt.
  • ich habe einen Spottarif (15min) und passe entsprechend meinen Verbrauch dort wo ich kann an, in der Realität Geschirrspüler und Waschmaschine
  • ab 1.4. gibt es reduzierte Netzgebühren für den Zeitraum von 10h - 16h, damit der allgemeine PV Überschuss eher verbraucht wird, das geht auch, nur wenn die Netzbetreiber die entsprechenden Werte haben
  • seit kurzem habe ich ein BKW mit einem Mini Speicher, hier kann ich das Speichermanagement auch so gestalten, dass bei Niedrigpreisen eher die Batterie geladen wird, und bei hohen Preisen eher die WOhnung versorgt wird
  • dazu habe ich auch einen IR Kopf am Smartmeter für Echtzeitwerte (ich erspare mir die Installation eines Shelly 3EM oÄ), dazu bekommt man automatisiert vom Netzbetreiber den entsprechenden Key zum "Entschlüsseln" der Werte.
  • soweit ich informiert bin, läuft das bis auf Einzelfälle in ganz AT so, es gibt weiterhin die Option für ein OptOut von den 15min Daten, dann wird nur die Tagessumme übertragen. Ablesen ist also passe.
 
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Zer0DEV schrieb:
@Nero2019 Dann warst Du im Rollout-Plan des NB/gMSB inbegriffen, weil zum damaligen Zeitpunkt dein Stromverbrauch und/oder die Leistung der Erzeugungsanlage höher war als "üblich" und Du damit ein Pflichteinbaufall gewesen bist.
Der Stromverbrauch ist tatsächlich unverändert geblieben. Um die 2000 kw für 2 Personen für mehrere Jahre vor und nach dem Umbau. Ich würde vermuten dass dies ein Pflichteinbaufall war weil der alte Stromzähler seit ca. 1975 (Baujahr des Hauses) in Betrieb war.
 
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@Nero2019 Moment, wovon reden wir eigentlich?
Hast Du eine moderne Messeinrichtung (mME) bekommen (den elektronischen Zähler mit Display) ODER hast du eine mME zzgl. so eines kleinen Zusatzteils mit einigen leuchtenden/blinkenden LED bekommen?

Bei ersterem bist Du kein Pflichteinbaufall gewesen, sondern wegen Ablauf der Eichfrist hat der MSB dir eben gleich eine MME eingebaut, weil es sich ja wegen der "Digitalisierung des Messstellenbetriebs" nicht lohnt noch eine konventionelle Messeinrichtung (den guten alten "Ferraris-Zähler") einzubauen.

Man merkt dass der Begriff "Smart Meter" viel zu inflationär verwendet wird, auch hier.
Eine moderne Messeinrichtung (mME) alleine ist kein "Smart Meter".

Ja, eine mME ist schlauer als die alten Zähler, weil man da auch die Werte der letzten Monate später abrufen kann und auch den momentan Verbrauch, aber das ist nach Gesetz nicht "Smart".

Aus der modernen Messeinrichtung wird dann ein "Smart Meter" wenn die mME mit einem Smart Meter Gateway gekoppelt wird. Das nennt sich nach Messstellenbetriebsgesetz: intelligentes Messsystem (kurz: iMSys)
 
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Die Smartmeter bieten absolut keinen Nutzen, wenn man selber keine dynamischen Stromtarife oder die Komfortfeatures nutzen will.

Verstehe die Drang eh nicht.
 

Danke, Deutschland.
 
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@dernettehans Mal vorweg: Diese Phrase ist so dermaßen abgedroschen.
Davon abgesehen, würde das mit einem Smart Gateway eigentlich inzwischen funktionieren. Dass die noch nicht überall installiert worden sind, hat andere Gründe.
 
Ohne PV und EAuto ist das eh nur Schnüffelei. Man sollte einfach denen einen Smart Meter einbauen, die einen haben wollen, und nicht allen. Ich habe einen bekommen und er ist völlig unnütz. 2 Freunde wollen, kriegen aber seit ca 2 Jahren keinen.
 
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Wir haben 2023 ein EFH (inkl. PV-Anlage und Batterie) gebaut und ich wollte eigentlich logischerweise von Anfang an eine moderne Erfassung des Strombedarfs und der Einspeisung.

Einen digitalen Zähler bekommt man natürlich vom lokalen Netzbetreiber, aber das war's dann. Ein Gateway, mit dem die Daten übertragen werden können: Fehlanzeige. Mehrfache Nachfrage bringt nichts. "Vielleicht kann man Sie ja für ein Pilotprojekt einplanen; wir sind noch in der Vorplanung..."

Mir ist dann der Geduldsfaden gerissen. Man ist ja nicht mehr auf den Netzbetreiber angewiesen, man kann sich den Messstellenbetreiber seit einigen Jahren auch selbst raussuchen.

Also einen IMSys (Intelligentes Messsystem) bei der Fa. Inexogy bestellt. Nach nur 8 Monaten und dem 4. Termin (alle 3 vorherigen wegen plötzlicher Krankheit des Installateurs abgesagt) werden ein neuer Zähler und das Gateway installiert. Der alte Zähler, der ja im Prinzip nur um das Gateway hätte erweitert werden müssen, wird abgebaut und dem Netzbetreiber zurückgeschickt.

Immerhin habe ich meine LAN-Anbindung bekommen (GSM-Empfang ist bei uns im Keller nicht).

Jetzt habe ich drei Firmen im Boot: den Netzbetreiber (das lokale Energieunternehmen), den Messstellenbetreiber (Inexogy) und den Stromanbieter (Rabot). Aber nach weiteren 3 Monaten Wartezeit habe ich damit endlich eine 15-minütige Abrechnung nach dem Börsenstrompreis.

Das, was ich haben wollte. Aber was für ein Aufwand.

Und wenn man im Forum von Inexogy liest, welche Probleme die Leute haben, dann kann einem nur schaudern. Die meisten scheitern am Netzanbieter; das sind oft unfassbare Schnarchnasen. Ab und zu macht auch Inexogy Mist (die sind massiv understafft) und auch die Stromanbieter sind nicht viel besser.

Aber dass man mit 3 Firmen rummachen muss, die ausschließlich über die sog. "Marktkommunikation" nach irgendwelchen festgelegten Schnittstellen miteinander kommunizieren dürfen, das ist schlicht unfassbar problematisch...
Ergänzung ()

ReactivateMe347 schrieb:
Ohne PV und EAuto ist das eh nur Schnüffelei.
Jaja, Schnüffelei... Das haben die Medien echt gut in den Köpfen der Menschen verankert. Wir sind ja die gläsernen Bürger, weil "man" genau sehen kann, wieviel Strom man wann verbraucht...

Was für wichtige Daten das doch sind...

Dass man viel viel viel VIEL mehr Daten freiwillig jeden Tag ins Netz bläst...

Ach, was rege ich mich auf. Deutschland, das Land das am ach so wichtigen Datenschutz noch ersticken wird.
 
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Ich traue diesen Smart Metern nicht über den Weg!
die Ferit Teile sind richtig eichbar und auch im Zeifel prüfbar, ob die richtig messen.

Bei diesen Elektrodingern kannst du dir nicht sicher sein, das nicht durch ein Bitflip auf einmal 100 kWh mehr drauf stehen als verbraucht!
 
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@Sebbi Also wem dieser plötzliche Mehrverbrauch nicht auffällt, der sollte wirklich mal überprüfen, ob er sich nicht lieber eine Haushaltshilfe besorgt 🙄
 
Sebbi schrieb:
Ich traue diesen Smart Metern nicht über den Weg!
die Ferit Teile sind richtig eichbar und auch im Zeifel prüfbar, ob die richtig messen.

Bei diesen Elektrodingern kannst du dir nicht sicher sein, das nicht durch ein Bitflip auf einmal 100 kWh mehr drauf stehen als verbraucht!
So ein Blödsinn. Ehrlich. Traust Du Deiner Bank auch nicht, auf einmal Deinen Kontostand um 100k zu reduzieren? Könnte ja auch ein Bitflip sein...

Die Zähler protokollieren wann Du wieviel Energie verbraucht hast. Einfach mal so 100kWh draufpacken ist nicht, ohne dass der Verbrauch auch irgendwo protokolliert sein muss. Klar kann der Zähler kaputt sein und Mist messen, aber dann ist das auch nachvollziehbar. Wenn Dein Haus auf einmal 200kW verbraucht, dann wird man ziemlich klar nachweisen können, dass das nicht wirklich realistisch ist, wenn die Hausleitung auf 64kW limitiert ist :)

Weis mal bei einem Ferrrari Zähler nach, dass er Mist misst... das ist fast unmöglich. Da zahlst Du, wenn Du Pech hast, IMMER.
 
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