Welche Betriebssysteme verwenden große Unternehmen und Organisationen auf PCs?

niqlas

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Hallo,

ist bekannt, welche Betriebssysteme in großen Unternehmen und Organisationen eingesetzt werden?

Unternehmen:
Benutzen bei Apple wirklich alle Mitarbeiter Macs und basiert bei Microsoft alles auf Windows?
Wie sieht es zum Beispiel bei Facebook, Yahoo oder anderen großen Unternehmen der Welt aus?

Organisationen:
Gibt es bestimmte Regelungen für deutsche Behörden, wie Regierung, Polizei, Militär?


Vielen Dank!
 
Also man kann sicherlich sagen, dass die aller größte Mehrheit der deutschen Unternehmen Microsofts Windows & Office einsetzt. Das ist einfach dem Quasi-Monopol Office zu schulden, Dokumente müssen halt unverfälscht ausgetauscht werden können, sowie der Vormacht-Stellung von Windows im Software-Bereich. Viel zu viel Software gibt es eben nur Windows-Only, gerade bei den nicht-mainstream Programmen.
 
@niqlas:
Workstation und Serverbereich?

Große Unternehmen :
von der Dos-only-Anwendung, über Linux, bis Windows 10 sind da wohl keine Grenzen gesetzt.

Behörden:
Bei vielen Behörden ist Windows 7 noch nicht mal im Einsatz, da zum Teil die Umstellung von WinXP verpennt wurde & Windows 10 datenschutzrechtlich noch nicht freigegeben ist (automatischer Datengrab seitens Microsoft, etc.).
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Regel sieht es bei Behörden und großen Firmen so aus:

1.) es werden Ausschreibungen für den Bedarf gemacht und min. 3 Anbieter müssen angefragt werden.

1.1) den Zuschlag bekommt zu 99,9% der Anbieter mit dem günstigsten Preis. Potentielle Zusatzoptionen in Sachen Service - außer denen in der Anfrage schon geforderten Dingen - sind untergeordnet und spielen nur selten eine Rolle.

2.) Bestehende Infrastruktur und IT Abteilung spielt eine Rolle.

3.) Benötigte / verwendete Programme spielen große Rolle. Meist aber wohl Windows 7 Pro oder Windows Server 2008.

Bei meinem alten Arbeitgeber hatten wir öfters Anfragen von Ärzten, die neue Server (egal ob richtige Server oder "Fake" Server) brauchten. Die Firmen, die in dem Bereich die Spezialsoftware anbieten, lehnen sich schön zurück. Erschreckend war für mich im Frühjahr 2015 die Aussage einer Firma für zahnmedizinische Datenbanken. Man habe für Windows 8 Pro (was erst "erst" seit Ende 2012 draußen ist), grade einmal eine Alpha Version im Test.

Meine Mutter war nach dem Wechsel des Bundestags-Referats von Bonn nach Berlin in einer sogenannten Tauschbehörde tätig. Auch hier werden große Ausschreibungen an Firmen wie Dell, Lenovo, HP oder den deutsche Vertreter Wortmann getätigt. Normale PC Läden oder die in Foren wie diesem hier beliebten Internetshops spielen da gar keine Rolle.

Apple Mac OS X oder Microsoft Windows oder gar Linux wird einfach vom Bereich abhängen, der beackert wird.

Nachtrag: Bundestags-Referat und Tauschbehörde hört sich so wichtig an. Dabei ist sowas ein normaler Bürojob im öffentlichen Dienst und hat mit Bundestag oder anderem Kram aus dem TV nichts zu tun.
 
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Client-Geräte, großer deutscher Softwarehersteller: Windows 8.1, Windows 10 im Rollout, Windows 7 ggf. auf älteren Geräten. Grundsätzlich freie Wahl durch Mitarbeiter, MacOS oder Linux ist auch okay, die sonstige Infrastruktur ist aber eher auf Microsoft zugeschnitten (Exchange für E-Mails etc.).

MacBooks haben zudem in den letzten 1-2 Jahren gefühlt Zulauf bekommen.
 
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Gesetzliche Unfallversicherung, >2500 Arbeitsplätze:

Arbeitsplatz: Windows 7 Pro (vorher Linux, XP, NT 4, NT 3.51)
Server: Linux/Windows
 
Also ich arbeite in einem großen weltweit agierenden Unternehmen mit über 100.000 Mitarbeitern.

Hier ist von der Konzernzentrale vorgegeben wie die IT-System auszustatten sind.
Wir als IT-Abteilung haben da relativ wenig Möglichkeiten da etwas anderes zu ordern.

Aktuell ist es Windows 7 und Windows 2008 Server.
Das Einzige wo wir die Wahl hatten war der Dienstleister der uns die Geräte liefert und das ist DELL.
Das ist aber eher Geschmackssache, da die großen Anbieter ein ähnliches Leistungsspektrum haben.
Support spielt da eine große Rolle.

Windows 8.1 wird ganz sicher nicht bei uns zum Einsatz kommen. Ich nehme an, man wird auf Windows 10 gehen.
Office verwenden wir auch das von Microsoft.

Es ist eben alles aus einem Guss und man ärgert sich kaum mit Problemen der Software rum.
 
In Behörden ist aktuell Win7 und Windows Server 2008 R2 aktueller Stand. Einige werden wohl noch mit WinXP rumkrebsen.
Wir fahren aktuell Win7 Pro x64 mit Office 2010/2013 und Windows Server 2012 R2/Windows Server 2008 R2.

Größtes Problem ist das gerade Behörden nicht mit einer Handvoll Fachanwendungen auskommen. Wir setzten weit über 100 verschiedene Fachanwendungen ein. Geht von kleinen Access "Anwendungen" bis hin zu großen für NKF (üblicherweise SAP oder DynamicsNAV).
Haken an den kleinen Anwendungen ist das die oft nicht an aktuelle Systeme angepasst werden oder einfach mies Programmiert sind.

Hauptgrund warum Linux etc. nur eine kleine Rolle spielt ist weil es komplizierter zu Administrieren und zu Verwalten ist. Mit Microsoft Group Policys, Active Directory, Logonscripts etc. ist alles um einiges angenehmer als sich irgendwas auf Linux-Basis zusammenzukleistern. Und einfach fehlendes KnowHow. Von 10 Administratoren, kennt sich 1 halbwegs gut mit Linux aus.
 
Also ich weiß das Banken alleine die Automaten noch teilsweise Win2000 / Win Xp benutzten so wie auch AOK Jobcenter WinXP aber wenige auch schon auf Win7 umgesattelt wurden, auch Einwohnermeldeamt Ordnungsamt Polizei nutzten WinXP / Win7 aber Apple hab ich nie wirklich gesehen oder ist mir bekannt.
 
Bei mir im Unternehmen (>1 Milliarde Umsatz) sind Hauptsächlich Win7 Clients, Win 8.1 für Surface Tablets,
winServer 2008 - win server 2012 R2, Win10 mobile für Winphones, teilweise autonome Industriepcs mit XP, ein paar Linuxserver und eine handvoll iphones.


Zum Thema Behörden: Hat nicht vor einiger Zeit eine Behörde versucht Geld zu sparen und wollte auf Linux umstellen, wobei sie dann auf die Nase gefallen sind? ^^
 
Zuckerwatte schrieb:
Zum Thema Behörden: Hat nicht vor einiger Zeit eine Behörde versucht Geld zu sparen und wollte auf Linux umstellen, wobei sie dann auf die Nase gefallen sind? ^^

Ich glaube das war die Stadt München.
 
Ich wieß von einer obersten Bundes-Behörde, dass dort seit wenigen Jahren Windows 7 eingesetzt wird (müsste zu der Zeit schon 8 gegeben haben) incl. Office 2013 soweit ich weiß.

Es wird aber vermutlich in nächster Zeit auf win 10 umgesattelt, aber das dauert ja immer einge Jahre :D
 
Zuckerwatte schrieb:
Zum Thema Behörden: Hat nicht vor einiger Zeit eine Behörde versucht Geld zu sparen und wollte auf Linux umstellen, wobei sie dann auf die Nase gefallen sind? ^^
Tatsächlich ist München damit nicht auf die Nase gefallen. Ganz im Gegenteil ist das Projekt so erfolgreich, dass Microsoft mit gezielten Lobby-Aktionen versucht, es sturmreif zu schießen.

Solche Projekte sind eine Frage des Willens zur Unabhängigkeit. Mit Kosten oder Funktionen hat das zunächst gar nichts zu tun.
 
München ist seit mehren Jahren auf Linux. Nun meinen einige neue Politiker (CSU) wieder auf Microsoft zu gehen.
 
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ryan_blackdrago schrieb:
@niqlas: Workstation und Serverbereich?

Mir ist bewusst, das durchaus auch Client-Server-Systeme zum Einsatz kommen. Die Frage ist dann ja, welches Betriebssystem der Server dem Client liefert / "serviert".

Ein Bekannter von mir arbeitet in einer kleinen Fahrschule. Dort mussten sie nach dem Support-Ende von Windows XP auf Windows 7 umsteigen. Da aber ihre Verwaltungs- und Abrechnungssoftware nicht mit Win7 kompatibel ist, betreiben sie WinXP jetzt in einer virutellen Maschine auf dem Win7 PC.

Einige andere Betriebe im Bekannten und Verwandtenkreis haben in den letzten Jahren angefangen auf Windows 7 und Office 2010 umzustellen. Viele, vor allem ältere Mitarbeiter, kommen mit der neuen Bedienoberfläche nicht zurecht. Deshalb werden die von Office 2003 auf Office 2010 umgeschult.
Mit dem Supportende von Windows 7 am 14. Januar 2020 investieren die Firmen aber auch in ein Betriebssystem bzw. Software, die schon über ihrem Zenit steht. Sobald die Mitarbeiter mit Win7 und Office 2010 zurechtkommen, wird das schon wieder ausgemustert.

Grundsätzliche Frage:
Warum werden generell OpenSource-Software und Linux/Unix-Derivate nicht häufiger verwendet?
München geht mit gutem Beispiel voran: LiMux

Ltcrusher schrieb:
1.1) den Zuschlag bekommt zu 99,9% der Anbieter mit dem günstigsten Preis. Potentielle Zusatzoptionen in Sachen Service - außer denen in der Anfrage schon geforderten Dingen - sind untergeordnet und spielen nur selten eine Rolle

Mit einer Investition in OpenSource wird man dann doch vergleichsweise günstig wegkommen, oder nicht?
 
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niglas: Wenn man das ganze Thema aus dem Blickwinkel der Anschaffung sieht, dann vielleicht. Aber wenn du dann ggf. auch wieder 90% der damit arbeitenden Belegschaft auf diverse Seminare und Schulungen schicken musst, damit sie die täglichen Aufgaben erfüllen können, sind solche Dinge oft direkt raus.

Zudem gibt es wie in der schon angesprochenen Tauschbehörde, wo meine Mutter gearbeitet hat (sie ist seit Mitte 2015 in Rente), gewisse Vorgaben, die dann auch von anderen Firmen oder Behörden eingehalten werden müssen. Und sei es nur, daß eine gepackte Datei nur als Zip-Container akzeptiert wird...und diese dann auch wiederum gewissen Vorgaben entsprechen muß.
 
obz245 schrieb:
Nun meinen einige neue Politiker (CSU) wieder auf Microsoft zu gehen.

Mein Beileid für München, wenn die sich durchsetzen.
 
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