welche NAS HW Leistung nötig?

canada

Lt. Commander
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Gestern hat ja schon ein User einen ähnlichen Thread aufgemacht, wollte aber seinen jetzt nicht noch mit meinen Fragen zu müllen.

Habe schon länger mit dem Gedanken gespielt mir einen NAS Zuhause auf zustellen und da nun der HTPC mich Software seitig seit Wochen Ärgert, meine Daten in der Dropbox mit Boxcryptor verschlüsselt auch nicht mehr so läuft wie es sollte, will ich endlich den Schritt wagen. Doch fehlt mir das Verständnis was für HW der NAS für meine Anwendungszwecke haben sollte.

Bis dato gab es zwei HTPC in unserem "Mehrfamilienhaus", dank moderner TV´s könnten sich diese die Daten auch von einem NAS holen, würde man effektiv ein Gerät sparen. Also müsste er Gegebenenfalls zwei Streams gleichzeitig ausgeben können.

Ich Entwickle am Desktop oder auf dem Notebook unterwegs, bis dato habe ich dazu alles in der Dropbox verschlüsselt liegen, um überall auf die aktuellen Daten zugreifen zu können.

Auch würde ich dann gleich noch meine ganzen Bilder (Hobbyfotograf) darauf lagern, sind immerhin schon eine Menge Daten zusammen gekommen. Und die Musik, sodass ich dann auch auf dem Smartphone unterwegs meine Musik hätte.

Zusammengefasst:
- Streaming von Audio (mp3, wav,..) im eigenen Netzwerk
- 2 gleichzeitige Streaming Video im eigenen Netzwerk an TV oder PC
- eigener "Cloud-Speicher"
- evtl. eigener Mailserver
- Backup/Sicherung der Daten von Windows-PC/-Notebook

Eigentlich sollte am Anfang ein 2-Bay reichen mit 2x6 oder 2x8TB (Raid 1), doch wäre eine Erweiterung dann eingegrenzt sodass ich gleich auf 4-Bay gehen würde, nicht das ich dann in einem Jahr neu kaufen muss ;)

Nun hab ich mal drei Modelle:
Synology DS415play
Synology DS415+
Synology DS416

Der DS415+ hat klar die beste Power (108TB Volumes, Quad statt Dual-Core, AES), der DS415play die HW Dekodierung, schafft das auch der 415+ ohne HW Dekodier-Einheit? Und als letztes das DS416 mit ARM Prozessor, den ich überhaupt nicht ein Ordnen kann.
 
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Schonmal auf Computerbase geguckt? Da wurde mehrfach getestet auch im Vergleich zur günstigeren Variante von Zyxel.
 
canada schrieb:
schafft das auch der 415+ ohne HW Dekodier-Einheit?
Das brauchst Du nur, wenn eine Rekodierung notwendig ist. Beim Zugriff vom PC oder TV läuft das, so die Dateien in einem unterstützen Format vorliegen, über SMB bzw. DLNA. Da ist der begrenzende Faktor die Zugriffsgeschwindigkeit der Platten (oder auch WLAN bzw. dLAN). Beim Transkodieren ist der Zugriff auch auf einen Client beschränkt (zumindest meckert das hiesige NAS immer, wenn man versucht, diese Funktion mit mehr als einem Client zu nutzen).
 
Sofern du dein NAS aus dem Internet (eigener SMTP-Email-Server) erreichbar machen willst, solltest du dir Gedanken machen. Oder willst du nur damit Emails vom Email-Provider abholen, quasi als Outlook auf einem NAS?
Denn, damit dein restliches Netzwerk geschützt ist, musst du dir eine DMZ mit mindestens 2 Routeren mit NAT-Firewall bauen
Somit fallen eigentlich die Anwendungen für das LAN weg. Zusätzlich solltest du die GeoIP Firewall des NAS nutzen und z.B. nur auf Deutschland begrenzen.

Ich habe ein NAS für's Internet in einer DMZ mit Owncloud, Mailsserver usw. und ein NAS im LAN, dass dann Filme bereitstellt. Musik liegt auf beiden NAS, damit ich auch ins Internetstreamen kann.
Man könnte zwar auch alles mit nur einem NAS in der DMZ machen, aber ich will nicht, falls da Teil gehackt wird, dass jemand an meine Backupdaten (z.B. Kontoauszüge, Briefe) gelangen könnte.

Sofern du deine Videos nur per Windowsfreigabe oder DLNA freigeben willst, reicht eigentlich jedes NAS (aber besser mit DUAL-Core und mindestens 512 MB RAM). Die Synology-Play Varianten dienen dazu EINEN Stream in bis zu 1080p codiert zu streamen, d.h. der Stream hat nur 0,5-5 Mbit/s, statt einige 2-20 Mbit/s. Erzeugt natürlich einige CPU-Last am NAS. Parallel geht da aber nix codiert zu streamen.

Die + - Variante ist oftmals nicht zum codierten Streaming fähig, aber ansonsten performanter als die normale Variante.

Die J-Variante haben abgespeckte Hardware.

Mein NAS im LAN ist ein Selbstbau-NAS mit Xpenology. Xpenology hat einen von der Community gebastelten Bootloader und nutzt aber das Synology DSM (ist open-source).
Also man hat dann den Komfort und die Bedienung eines Synology-NAS aber schnellere und günstigere Hardware.

Daher kaufe dir ein 2-Bay NAS für deinen Internetkrempel (Preisklasse ~ 280 €) und ein 4 Bay NAS für den LAN-Kram (Preisklasse 400€), oder baust dir ein NAS für weniger, z.B. mit einem Intel Celeron J1900-Board, hat aber nur 4-SATA Plätze, wenn es mehr sein soll, eben ein günstiges B85 oder H97 Mainboard mit Sockel 1150.
Dazu holst du dir noch einen Router, meine DMZ ist mit Fritzboxen gelöst.

@über mir: Wegen der 2 Streams parallel, das hat seinen Grund. Selbst ein Quad-Core Intel Atom C2538 ist hardwaremäßig so bergenzt, dass er nicht schafft zwei 720p-TV Streams auf 1 Mbit/s parallel zu codieren, und jetzt schau dir mal die ganzen 2-Bay NAS von Synology an, die haben bestensfalls eine Dual-Core Atom.
Mein Athlon 5350 im TV-Server schafft einen Stream mit ~ 50-60% CPU Last, zu Beginn des Streams sind es 80% und er ist kaum langsamer als der erwähnte Intel Atom C2538.
 
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