Welche passive Karte für 3D-Modeling, Postproduktion und Dig. Bildbearbeitung?

mantonio

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Hallo Leute,

ich möchte/muss mir ein neues System zulegen und kann mich nicht entscheiden, was für eine Graka ich kaufen soll.

Meine Kriterien sind die folgenden:

- passive Kühlung
- den auf dieser Grundlage maximalen eigenen RAM
- nicht teurer als 150 EUR

Meine geplante Verwendung:

- digitale Photobearbeitung
- Postproduktion von Videos mit einem 22" EIZO Grafikermonitor
- 3D Modeling

Den Thread "Die richtige Graka für jedes Budget" hab ich schon gelesen.

Aber, ich bin nicht sicher, ob ich nun eine nVidia- oder ATi-basierte Karte nehmen soll, da ich schon gehört habe, dass die nVidida-Karten probleme beim Modeling machen sollen, indem sie zum Beispiel das Ray-Tracing nicht richtig umsetzen oder die Pfeilspitzen der 3D-Diagramme nicht korrekt anzeigen.

Daher bin ich verunsichert. Könnt ihr helfen?

Gruß,

mantonio
 

mreyeballz

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mreyeballz

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Das sollte klar sein wenn man nach einer passiven Karte fragt, ansonsten hat man aber trotzdem Garantie.
 

mreyeballz

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Ist ja auch die leistungsfähigste passive Karte auf dem Markt.

@mantonio

Muss es denn unbedingt eine passive Karte sein, oder käme auch eine sehr leise Karte bzw. eine normale Karte mit alternativem Kühler in Frage?
 

öcdc

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BEVOR man für anscheiend semiprofessionelle Anwendungsbereiche eine Karte empfiehlt sollten ersteinmal die genauen Spezifikationen der Software die du nutzt bekannt sein!

Was digitale Photobearbeitung angeht brauchts dazu eh nur eine schwache GPU, da Grafikkarten gestütztes Rechnen noch in den Kinderschuhen steckt. Bevor da der Platzhirsch Adope wirklich was bieten kann sind schätzungsweise 2 weitere Photoshopversionen draußen und die aktuellen Karten mal wieder inkompatibel obwohl sie jetzt damit beworben werden.
Bei der Modellingsoftware wäre auch gut zu wissen ob DirextX oder OpenGL von Bedeutung sind.

Im Konsumer Bereich der Grafikkarten im professionellem Umfeld angeht ist ATI was OpenGL angeht deutlich weiter als Nvidia (passable Unterstützung vs. Schrott). Wobei für ernsthaftes Arbeiten an sich nur die professionellen Grafikkarten zu empfehlen sind. Wobei in diesem Bereich mit 150€ wenig zu machen ist. In diesem Bereich bekommt man Grafikkarten die zum Anzeigen von Röntgenbildern taugen aber da schon kaum noch Luft nach oben lassen (für eine einfache 3D Aufnahme des MRTs sind die Dinger idR schon zu schlecht). Solltest du beim moddeln also hohe Ansprüche haben wird es deutlich teuer.

PS: Passive Karten nützen nichts solange sie mehr als 20W verbraten. Denn alles was darüber liegt braucht einen deutlich verstärkten Luftzug was die Kühlkonzepte der meisten Rechner umwirft. Da ist ein leiser, aktiver Quirl eher zu empfehlen.
 

mantonio

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hallo leute,

danke schonmal für eure zahlreichen beiträge und empfehlungen.

also ich habe inzwischen den anspruch an eine rein passive karte abgelegt und würde auch eine sehr leise aktive karte nehmen, da ich merke, dass die temp im gehäuse des neuen rechners doch ganz schön steigt. weil die neue core i7 serie von intel weit mehr abwärme produzieren.

ich hatte bei geizhals schonmal geschaut und anhand meiner vorstellungen gefiltert, wo am ende diese Karte bei raus kam. das problem, die richtige zu finden verstärkt sich noch zusätzlich dadurch, dass die meisten aktiven karten den lüfter in der mitte der platine sitzen haben. das mainboard ist jedoch diesbezüglich so blöd gestaltet, dass die karte (ich wusste garnicht, wie hoch die tatsächlich sind) fast direkt auf der darunter steckenden pci karte aufliegt.

ich habe auf dem board nur 2 pci steckplätze, die ich unbedingt brauche. von daher MUSS die aktive karte den lüfter so sitzen haben wie die oben verlinkte.

verunsichern tut mich nun die fehlende erfahrung hinsichtlich der geräuschkulisse. die kleinen lüfter sind ja bekanntlich nicht gerade leise.

was die anforderungen betrifft, so ist folgendes hinzuzufügen:

OpenGL, nVidia CUDA Support (wegen AfterEffect)

Im prinzip stimme ich meinem vorredner zu, was die qualität im untersten preissegment anbelangt. wenn ich könnte wie ich wollte, hätte ich mir eine karte aus der quadro serie gekauft. aber das übersteigt mein budget bei weitem und wird eine zukünftige investition werden. bis dahin muss ich aber mal irgendwie arbeiten (noch nicht gewinnorientiert). was mich wundert ist allerdings, dass hier von einem verbrauch über 20 W gesprochen wird. so wie ich das sehe, verbrauchen aktuelle karten mehr als 100 W. welche karte der neuen generation liegt denn bitte UNTER 20 W !?

wenn du zb nen accelero f1 draufschraubst
und was ist mit meiner garantie? lüfteraustausch ist veränderung und damit nicht mehr das vom hersteller konstruierte konzept. defekte werde in der folge darauf zurückgeführt und eine garantieleistung verweigert. das wäre nicht so klug.
 
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Accelero kannste quasi vergessen wenn schon ne PCI-Karte steckt. Handelst dir nen Hitzestau ein ebenso Karten mit nem Quirl der von ner PCI-Karte verdeckt wird.

20W Leistungsaufnahme haben die kleinen Karten alla 42xx von ATI. Sind aus der neueren Generation aber doch bisserl sehr langsam.

Was After Effects angeht weiß ich nicht in wie weit da CUDA bereits breit unterstützt wird, jedoch kann ich bei OpenGL-Anwendungen nur von den Nvidia Karten ausm Konsumerbereich abraten. Bei mir hatte so ne Nvidia beim CAD-Programm teils unerträgliche Klippingfehler (man konnte quasi nicht erkennen in welches Loch man ne Schraube gerade gesteckt hat etc.), was bei ATI noch halbwegs geht.

Hier musst du also abwägen was besser passen dürfte bzw öfter gebraucht wird.
 

mantonio

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ok, heißt das jetzt in der folge, dass pro-karten dementsprechend keine probleme machen oder dass nvidia-karten bzgl. open-gl allgemein nicht zu empfehlen sind?
 

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Die Professionellen Karten von ATI und Nvidia haben beide zertifizierte OpenGL-Treiber die eine gute Qualität abliefern. Es gibt noch kleine Unterschiede, da hört aber mein Wissen auf. Wenn du wirklich mal produktiv werden willst hilft da nur die Recherche in betreffenden Foren/Plattformen. Solche Sachen sind sehr speziell und weit außerhalb meines Wissens (und in den Meisten Fällen auch weit außerhalb von den Leuten in der Uni die den Infopool verwalten, Verkäufer kannste generell vergessen (wüssten sie sowas hätten sie nicht so nen scheiß Job...)) als Maschbaustudi. Willst du nur Modelle erstellen etc. wird es dich sicher nicht groß berühren, bei Programmierung kann es schon wieder anders aussehen.

PS: Ich hab die Anschaffung einer Professionellen Karte verschoben. Bis ich das Zeug produktiv oder im weiterem Umfang der Uni brauche soll es bei den meisten CAD-Programmen eine Umstellung auf DirectX geben. Abgesehen davon lohnt sich die Anschaffung ner professionellen Karte nur wenn du in den nächsten 1-2Jahren das Zeug wirklich brauchst. Wenn du es nur nebenbei machst dann liefert evtl. ne normale Karte + Freewaretreiber (Omega oder wie er heißen mag?!) die nötige OpenGL-Kompatibilität. Kann aber auch sein, dass die Software nach nem ihr bekannten Grafiktreiber fragt. Da könnte dann der Alternativtreiber dafür sorgen, dass das Programm auf CPU-Unterstützung zurück geht (das definiert schon bei simplen Schrauben/Muttern im CAD den Begriff "Trägheit" neu..."
 
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mantonio

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ich mache kein high-level 3d-modelling sondern muss mir gelegentlich mal etwas für post-produktionen mit after effects bauen - ein 3d-logo oder irgendwas kleineres. primär möchte ich lediglich eine leise karte, die zudem meinen arbeitsspeicher entlastet und fotoarbeiten auf hohem niveau (farbtreue), videoarbeiten (farbtreue, rendern) sowie selten mal 3d-modelling unterstützt. vor allem aber LEISE ist.
 
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CUDA-Unterstützung bekommst du bei After Effects nur mit einer professionellen Karte für viel Schotter, da ändert sich wenig. Bei Photoshop hilft dir ne normale Nvidia Karte etwas bei einigen wenigen Filtern und beim Zoomen/drehen von Fotos hilft. Effektiv wird CUDA leider da erst, wenn du dir Filter von anderen Anbietern besorgst.
Den Arbeitsspeicher entlastet so etwas übrigens nicht, es müssen eher mehr Daten im Speicher gehalten werden. Die CPU wird idR auch nicht enlastet die hat weiterhin gut zu tun, es ist lediglich so, dass einige Aufgaben auf die GPU ausgelagert werden um dort schneller ab zu laufen.

Was die Kühlung angeht, da ja eine PCI Karte direkt an der Grafikkarte steckt hast du das Problem, dass defakto alle Karten rausfallen die passiv und/oder mit einem kleinen, mittig auf der Karte sitzenden Luftquirl versehen sind. Für deine Konfiguration müsste die Abwärme gleich aus dem Gehäuse raus, nur dazu brauch es nen freien Slot unter der Grafikkarte...

Ansonsten wäre sowas hier zu empfehlen:
http://www.alternate.de/html/product/Grafikkarten_NVIDIA_GeForce_9/Asus/EN9800GT_MATRIX-HTDI-512M/307002/?tn=HARDWARE&l1=Grafik&l2=PCIe-Karten+NVIDIA&l3=GeForce+9

Nunja und für den Fall, dass die PCI-Karte wirklich alles versperrt: http://www.alternate.de/html/product/Grafikkarten_NVIDIA_GeForce_9/EVGA/GF9400GT/290074/?tn=HARDWARE&l1=Grafik&l2=PCIe-Karten+NVIDIA&l3=GeForce+9
wobei hier NIEMAND garantieren kann, dass du dir damit keinen gewaltigen Hitzestau einhandelst wenn du die Grafikkarte per 3D oder CUDA-Anwendung länger belastest.
 

Lübke

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da du nicht grad crysis auf ultra high zocken willst, sondern mit der karte arbeiten, wäre eine 9500gt 1024mb oder eben eine 4650 1024mb wohl das richtige für dich. problemlos passiv kühlbar (sogar im singelslot) reichlich arbeitsspeicher und ausreichend rechenleistung. jetzt weis ich allerdings nicht, wie komplex deine 3d-modelle werden sollen (animation, größe, etc.)
eine 9800gt 1024 passiv wäre wohl die schnellste sinnvoll passiv kühlbare karte. (die diskussion über den sinn einer 4850 passiv, die mit zusatz-lüftern kühl gehalten werden muss, hatten wir in einem andern thread schon mal). aber meist brauchts gar nicht so viel rechenleistung außer eben zum spielen in hohen settings.
 
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