Schiller72 schrieb:
Aber inwieweit ein Leistungs- / Spannungsverlust x auf Kabellänge y noch tolerierbar (gemäß Vorschrift XYZ) ist oder nicht, das weiß ich leider auch nicht.
Einfach ausrechnen und mit dem Richtwert vergleichen.
Formel dazu wäre (bei einphasiger Wechselspannung):
(Stromstärke)*2*(Strecke)*(Leistungsfaktor)*[(Leitfähigkeit des Leiterwerkstoffes)*(Leiterquerschnitt)*(Versorgungsspannung)]-1*100=(Spannungsabfall in %)
Liegt das Ergebnis über 3%, sollte ein größerer Querschnitt gewählt werden. Im Mindesten darf aber die Strombelastbarkeit der Kabel/Leitungen nach DIN VDE 0298-4 nicht überschritten werden (vgl. einschlägige Tabellen). Das eine hat mit dem anderen erst einmal nichts zu tun.
Kleine Anmerkung am Rande: Die Erhöhung der Nennspannung im Zuge der Harmonisierung von 220V
eff auf 230V
eff kostete so manches altes Gerät, das schon damals auf Kante gerechnet war, dann doch das Leben.
Anliegende Unterspannung zerstört zwar nicht direkt Geräte, kann aber durchaus dafür sorgen, daß Schaltelemente nicht mehr gesichert schalten können, besonders dann, wenn noch die Versorgungsspannung in hohem Verhältnis heruntertransformiert wird. Einen Käfigläufer, der nicht stark belastet wird, den werden auch 20% Spannungsverlust nicht sonderlich beeindrucken. Ein Wechselspannungsrelais hinter einem Trenntrafo jedoch, das z.B. gerade mal mit 12V arbeitet, wird dann nicht mehr gesichert anziehen können, wenn es mit gerade mal 9,6V befeuert wird. rechnen wir dazu noch die 10% der unteren Toleranzgrenze der Versorgung dazu, sind wir bei 8,4V.
Jetzt stell Dir das ganze mal bei Schaltpegeln von 5V bzw. 3,3V vor... Was für ein Glück, daß es Schaltnetzteile gibt.