Welcher Kabelquerschnitt bei 11A Dauerlast?

Kuhprah

Lt. Commander
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Wie gross sollte der Querschnitt von nem Kabel denn sein wenn ich einphasig bei 230V mit 11A Dauerlast von 8 - 9 Stunden fahren will? Wenig Verlust etc. wäre natürlich wünschenswert. Und dazu minimale Wärmeentwicklung. Kabellänge wäre rund 35m. Reicht da ein 2,5mm2?
 
Es gibt da Verlegetabellen. In Luft reichen sogar 1,5 mm² für 16A Dauerlast
 
Die Tabellen hab ich gefunden, von daher reichen die 2,5mm2. Aber was ich nedd gefunden hab ist wie sich das mit der Länge verhält... je länger desto mehr Wiederstand, desto mehr Querschnitt brauch ich auch. Nur das kann ich irgendwie aus den Tabellen nedd rauslesen :(
 
Die Länge spielt nur im aufgerollten Zustand eine Rolle. Ansonsten ist der Widerstand so gering, daß kein erheblicher Spannungsabfall auftritt.
 
Jepp, das stand auch in meiner obigen Forenquelle ...
"Laut Grenzwerte nach DIN 18015 Teil 1, TAB und VDE 0100 Teil 520 sollte ein Spannungsfall von mehr als 3% nicht überschritten werden."

Aber inwieweit ein Leistungs- / Spannungsverlust x auf Kabellänge y noch tolerierbar (gemäß Vorschrift XYZ) ist oder nicht, das weiß ich leider auch nicht.
 
Sorry, hatte ich nicht durchgelesen.

Der Spannungsabfall beträgt ja nur wenige Volt (unter 10V). Sollte also kein Problem sein.
 
Schiller72 schrieb:
Aber inwieweit ein Leistungs- / Spannungsverlust x auf Kabellänge y noch tolerierbar (gemäß Vorschrift XYZ) ist oder nicht, das weiß ich leider auch nicht.

Einfach ausrechnen und mit dem Richtwert vergleichen.

Formel dazu wäre (bei einphasiger Wechselspannung):
(Stromstärke)*2*(Strecke)*(Leistungsfaktor)*[(Leitfähigkeit des Leiterwerkstoffes)*(Leiterquerschnitt)*(Versorgungsspannung)]-1*100=(Spannungsabfall in %)
Liegt das Ergebnis über 3%, sollte ein größerer Querschnitt gewählt werden. Im Mindesten darf aber die Strombelastbarkeit der Kabel/Leitungen nach DIN VDE 0298-4 nicht überschritten werden (vgl. einschlägige Tabellen). Das eine hat mit dem anderen erst einmal nichts zu tun.

Kleine Anmerkung am Rande: Die Erhöhung der Nennspannung im Zuge der Harmonisierung von 220Veff auf 230Veff kostete so manches altes Gerät, das schon damals auf Kante gerechnet war, dann doch das Leben.
Anliegende Unterspannung zerstört zwar nicht direkt Geräte, kann aber durchaus dafür sorgen, daß Schaltelemente nicht mehr gesichert schalten können, besonders dann, wenn noch die Versorgungsspannung in hohem Verhältnis heruntertransformiert wird. Einen Käfigläufer, der nicht stark belastet wird, den werden auch 20% Spannungsverlust nicht sonderlich beeindrucken. Ein Wechselspannungsrelais hinter einem Trenntrafo jedoch, das z.B. gerade mal mit 12V arbeitet, wird dann nicht mehr gesichert anziehen können, wenn es mit gerade mal 9,6V befeuert wird. rechnen wir dazu noch die 10% der unteren Toleranzgrenze der Versorgung dazu, sind wir bei 8,4V.

Jetzt stell Dir das ganze mal bei Schaltpegeln von 5V bzw. 3,3V vor... Was für ein Glück, daß es Schaltnetzteile gibt.
 
@Twostone: Gilt im aktuellen 230 Volt Netz nicht eine Toleranz von +/- 10 %, so wie diese auch im 220 Volt Netz mit +/- 10 % zu Buche schlug ?
230 V -> Range: 207 bis 253 V
220 V -> Range: 198 bis 242 V
Also eine Gefahr an "Überspannung" von für 220 Volt dimensionierte Gräte bei Betrieb an 230 Volt sehe ich da. Ich sehe aber keine Unterspannungsgefahr, z.B. bei nicht mehr ausreichend "haltenden" Relais.
 
@Cruse
Und das kannst du begründen, warum eine starre Leitung mit 1,5qmm reichen sollte, bei flexibel aber 2,5qmm von nöten ist? Mal davon ab, dass oben schon Schiller72 die ungefähren Maximallängen gepostet hat.

Der TE braucht 4qmm Leitung um den Spannungsverlust in einem normalen Bereich zu halten. Alles andere wäre nicht zulässig. (außer ein noch dickerer Querschnitt). Und auf 11A, wie will man da absichern? Dann direkt lieber für 16A absichern.
 
Die 11A bezbziehen sich auf das wo dauerhaft gezogen wird. Dass das ne 13a oder 16a Sicherung bekommt ist weniger ein Problem. Geht mir nur um den Quersvnitt den ich velegen muss. Also nehm ich 3x4mm2 und bin auf der sicheren Seite :cool_alt:
 
Mit Sicherheit hat das nichts zu tun. 1,5mm² reichen völlig, ist jetzt auch schon mehrfach gepostet worden.

Was willst du denn anschließen?
 
Schiller72 schrieb:
@Twostone: Gilt im aktuellen 230 Volt Netz nicht eine Toleranz von +/- 10 %, so wie diese auch im 220 Volt Netz mit +/- 10 % zu Buche schlug ?

Wenn ich mich recht entsinne, ist die Toleranz +6%/-10%. Könnte mich aber auch irren, ist schon eine Weile her, daß ich im Versorgungsnetz herumgeisterte und diese Toleranz nur für einen gewissen Zeitraum nach der Umstellung galt und mittlerweile wieder +/-10% gilt.

Eine kleine Sache gebe ich noch zu bedenken: Selbst 3% Spannungsabfall bedeutet bei einer rein Ohmschen Last und einer Stromstärke von 11A, daß über die Leitungen alleine eine Last von ~76W "verbrannt" wird. Bei 2,53kVA Scheinleistung mag dies zwar unbedeutend erscheinen, der Wirkungsgrad der Anlage aber verschiebt sich ebenfalls entsprechend, auch wenn sich in der Gesamtbetrachtung der Leistungsfaktor marginal verbessert (da der ohmsche Anteil leicht erhöht wurde). Die 76W heizen lediglich die Leitungen.

Bei Dauerbetrieb wären dies übrigens 1,8kWh pro Tag (oder 665,8 kWh/Jahr), die nur dafür gezahlt werden dürfen, daß die Leitungen eine angenehme Temperatur haben.

@TE: Um was für eine Last handelt es sich hier?
 
Also, wenn ich das richtig verstanden habe, braucht er das Ganze gerade mal für 8-9 Stunden.
 
Mein Elektroauto soll ne Steckdose in der Firma bekommen. Bis Hauptverteiler mach ich das also bin ich auch für die Leitung von rund 35m verantwotlich. Da wird dann 2 bis 3 mal die Woche das Auto geladen, wie gesagt das Teil zieht dann immer während 8 bis 9 stunden seine 10A... Da will ich natürlich Verluste etc. So gering wie möglich halten.
 
Kuhprah schrieb:
Die 11A bezbziehen sich auf das wo dauerhaft gezogen wird. Dass das ne 13a oder 16a Sicherung bekommt ist weniger ein Problem. Geht mir nur um den Quersvnitt den ich velegen muss. Also nehm ich 3x4mm2 und bin auf der sicheren Seite :cool_alt:

Mit 2,5 mm² bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite, auch wenn 1,5 mm² genügen würden.

Bei einer Dauerleistung von etwa 2 kW wird ein 1,5 mm² Kabel schon warm, eine höhere Spitzenlast noch gar nicht berücksichtigt.
 
Ich weiß nicht genau, aber ich glaube nicht, daß der Akku direkt mit 220V geladen wird. Da hängt garantiert ein Spannungswandler auf 650V oder so dahinter.

Insofern hast du einen geregelten Lader, Eingangsspannungen sollten da in größerem Umfang keine Rolle spielen und auch die Ladezeit wird sich nicht verändern.

Wenn Du dir Sorgen um die Verluste auf der Leitung machst, dann: Je dicker, desto besser.
 
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