Welcher VPN-Server?

J

JohnNash

Gast
Hallo,

Mit dem Ziel, anonym durch das Internet zu surfen, suche ich ein guten VPN Server.
Einen der seinen Standort nicht in Deutschland (Gesetz) oder den USA (NSA) hat.

Aufmerksam auf dieses Thema wurde ich durch die Klagewelle und einem Beitrag auf Chip.de.
Nun bin ich Anfänger, was Sicherheitsfragen angehen.

Muss es unbedingt ein Bezahl Service sein?
Gibt es Nichtkommerzielle Projekte die ein Anonymes surfen ermöglichen?
Könnte ich vielleicht selbst Anonymes surfen ermöglichen, mit eigenen Mitteln?

Bringt es Vorteile mit Linux im Netz unterwegs zu sein?
 
Was hast du zu verbergen?
Mit deiner Nutzung des Internet, Anmeldung bei Amazon, ebay, CB oder sonst irgendwo, hat deine "Jungfräulichkeit" im Bezug auf Anonymität im Internet zunichte gemacht und läßt sich wie diese auch nicht mehr wieder herstellen.
 
Ich bin mir nicht sicher, ob diese Antwort dem OP wirklich weiterhilft :rolleyes:

Immerhin ist diese Frage nach den aktuellen Ereignissen absolut berechtigt. Und er wird sicher nicht der einzige sein, der diese Überlegungen hat. Man sollte doch eher froh darüber sein, dass die Leute jetzt ein Bewusstsein für diese Dinge entwickeln.

@Topic

Ich persönlich benutze ein Browser Plugin namens Zenmate. Das fügt man ganz einfach zu Chrome hinzu und hat für alle Anwendungen, die über den Browser laufen Ruhe. Das Plugin verbindet einen Proxy Service mit einer VPN Verschlüsselung (Tunneln). Das ganze ist für Privatnutzer kostenlos..

Schöner Nebeneffekt ist ein GEMA freies Youtube und die Möglichkeit Services wie Netflix und Hulu nutzen zu können. :evillol:

Ich weiß nicht ob ähnliche Tools (Hola Unblocker, Proxtube, Stealthy etc.) den selben Effekt haben bzw alles so easy vereinen.. Kostenlose Möglichkeiten gibt es aber. Ich bin mit dem Ding momentan sehr zufrieden.. Geschwindigkeit ist absolut top.

Bezahllösungen für deine gesamte Internetverbindung gibt es natürlich auch, die Frage ist nur inwiefern du das wirklich benötigst. Solange du dich nicht zwingend vor Filesharing Zugriffen schützen willst, sind die genannten Sachen absolut ausreichend. Und auch bei den Bezahldingern bin ich mir nicht sicher inwiefern da die Geschwindigkeit für Downloads jeglicher Art *hust* gewährleistet ist..
 
Ich sehe es so das jeder etwas zu verbergen hat. Seine Privatsphäre! Ich war bislang nur zu faul mich dafür einzusetzen. Und wenn jeder so denkt "ich hab ja nichts zu verbergen" leben wir bald in einem völlig überwachten Staat (was teilweise jetzt bereits der Fall ist.).
Soviel dazu!

Zenmate hab ich ausprobiert... keine Ahnung aber ich kann kein Passwort erstellen. Hab beim erstellen des Accounts nur meine E-Mail-Adresse eingeben müssen. Das Passwort kann ich weder ändern (da ich das alte Passwort nicht kenne) noch zurücksetzen (es kommt eine Fehlermeldung). Zudem sitzt das ganze Unternehmen in Deutschland.

Wäre schön wenn es noch andere Lösungen gäbe.
 
Hm.. ja das mit dem Passwort ist mir auch aufgefallen. Auf der anderen Seite.. Wozu brauchst du das denn? Ich disable einfach nur, wenn ich es nicht brauche.. Man kann es ja ein und ausschalten wie man lustig ist.

Zu dem Unternehmenssitz in Deutschland wüsste ich grad nicht was du damit meinst. Was ist denn der Nachteil? Ich sehe es eher so, dass man sich in Deutschland an geltendes Recht halten muss. Daher: wenn nicht geloggt und gespeichert werden darf, passiert eben genau das. Sonst steigt denen doch schnell jemand aufs Dach. Wenn ich jetzt einen Anbieter aus der Ukraine (oder woher auch immer) nehme, weiß ich doch erst recht nicht was mit den Daten passiert, die ich über deren Server schicke..

Der Schutz rührt ja aus den angebotenen Locations und der Methode, nicht aus dem Sitz der Firma. Ist ja nicht wie bei einer Bank..

Oder habe ich da einen Denkfehler?
 
Was man IMMER bedenken sollte: Nichts auf der Welt ist wirklich gratis, und schon gar keine Webdienste, die du mit deinem Traffic zumüllst. Stell dir mal vor, du hast irgendwo n gemütlichen kleinen VPN-Server stehen und 1000 Idioten gucken darüber HD-Streams... Wer zahlt da Bandbreite und Traffic? Wer zahlt die Hardware, die Standortmiete,...?

Gerade bei freien VPNs wär ich ganz ganz vorsichtig, denn was kann ein VPN ganz gemütlich machen? Genau: als MITM-Attacke fungieren. Klar, bei nem gemütlichen Youtube-Abend macht das nix, aber denkt ihr auch dran den VPN-Kram wieder abzuschalten, wenn ihr euer Amazon-Passwort eingebt, euch bei PayPal einloggt oder Onlinebanking betreibt? Schaltet ihr es aus, wenn ihr eure Mails abholt? Wenn nicht, dann könnte der VPN-Betreiber schon längst all eure Geheimnisse kennen, und eins könnt ihr wissen: ein privater Betreiber eines "kostenlosen" VPN irgendwo in Mexiko macht da garantiert üblere Dinge mit euren Daten, als es die NSA jemals könnte.
 
Daaron schrieb:
Wenn nicht, dann könnte der VPN-Betreiber schon längst all eure Geheimnisse kennen, und eins könnt ihr wissen: ein privater Betreiber eines "kostenlosen" VPN irgendwo in Mexiko macht da garantiert üblere Dinge mit euren Daten, als es die NSA jemals könnte.

Also per se zu unterstellen, dass alle kostenfreien VPNs dubios und unseriös sind ist doch quatsch! Das die alle das Ziel haben Einnahmen zu generieren ist doch klar, wie das jedoch passiert ist doch auf tausend verschiedene Arten möglich. Mal abgesehen davon, frage ich mich, was dich bei Bezahlanbietern so sicher macht, dass deine Daten unangetastet bleiben? Wo ist denn zum Beispiel der Unterschied zwischen einem kostenlosen und einem Bezahlanbieter aus Mexiko (wenn man diese Vorurteile unbedingt bemühen will)? :rolleyes:

Wer gibt dir denn die Sicherheit, dass die nicht auf zwei Seiten die Hand aufhalten?

Bei dem Beispiel was wir hatten (Zenmate) ist der Firmensitz eben in Deutschland, was ich wie erwähnt eher als vertrauenserweckend empfinde als umgekehrt.. Schließlich geht es hier ruck zuck vor den Richter, wenn nicht geleistet wird, was man anpreist. Und es ist hier eben durchaus möglich einen solchen Service kostenfrei anzubieten, da man mit ziemlicher Sicherheit Investoren und ein entsprechendes Geschäftsmodell in der Hinterhand hat. Glaubst du denn ernsthaft die ziehen ein fuck up Plugin hoch, was auf der facebook seite mit chip.de, pc-welt und t3n wirbt?

Das ganze ist für Privatanwender kostenlos und für Geschäftskunden kostenpflichtig, was ich in dem Bereich so bisher noch nirgends gesehen hab.. Da erklärt sich eben die Finanzierung zT schon von selbst.. Das scheint mir - bei allem Respekt - weitaus seriöser als Anbieter von einer Liste auf einer Torrent(!!!)-Seite, wo von 20 genannten nur 3(!) ihre Firmensitz preis geben und der Rest in Malta, Kanada und den USA sitzt. Weil vor der Haustür der NSA ist man ja viel sicherer..

Hinzu kommen so lustige Sätze in den Terms of Service wie zB. "You agree that your use of the Proxy.sh website shall be at your sole risk.". Mensch, da fühle ich mich gleich wahnsinnig sicher.. please take my money! :freak:

Mal davon abgesehen, dass du mit deiner Einstellung Idealismus, "Pionierarbeit" und Start Ups von vornherein ausschließen würdest und somit Neuentwicklungen quasi nie eine Chance gibst.. ist sie einfach nicht schlüssig, wenn man den Sicherheitsaspekt angeblich so ernst nimmt. Ich frag mich wie du erklärst, dass da das "solide" deutsche Startup, was nur für den Browser leistet und ein geschäftskundenbasiertes Finanzierungsmodell hat, schlechter sein soll als eine Briefkastenfirma in Malta (oder eben sonstwo). Das würde mich wirklich mal interessieren..
 
Zuletzt bearbeitet:
Weder das eine noch das andere ist sicher. Du leitest im Zweifel immer deinen Traffic gezielt über etwas, das für eine MITM-Attacke prädestiniert ist.
Und warum ich auf Zenmate als deutschen Anbieter nicht separat eingehe? Lies doch mal die anderen Kommentare hier, wie sich einige n Ast freuen, weil sie damit GEMA-Sperre etc. umgehen können. Da bringt dir ein deutscher Anbieter gar nix.
 
Nee. Um ehrlich zu sein nicht im geringsten. Wärst du so gütig mal auszuformulieren, was du hier nun mitteilen willst? Ich glaube du hast jetzt lang genug clever gewirkt, obwohl ich gefragt habe.. Nun gib halt mal ne Aufklärung ;)

Ich wüsste nicht was der Firmensitz in diesem konkreten Fall implizieren soll. Entweder du hast dich nicht mit dem Plugin auseinander gesetzt, oder wir reden aneinander vorbei. Daher wäre eben eine klare Aussage mal ganz cool :)
 
Firmensitz spielt kaum eine Rolle. Serverstandort ist ebenso relevant, auch was Datenschutzbestimmungen angeht. Du kannst also nicht davon ausgehen, dass die, obwohl sie eine deutsche Firma sind, auch deutsche Datenschutzrichtlinien beachten... vor allem dann nicht, wenn die Server in Absurdistan stehen.... und spätestens wenn auch nur einer der Server in NSA-Gebiet steht wars das, dann greift der PATRIOT ACT. Da hilft deren "highly encrypted connection" auch nichts mehr....

Wenn du hinsichtlich des Datenschutz auf der sicheren Seite sein willst, dann musst du rein deutsche Anbieter mit rein deutschen Servern verwenden, denn wir haben doch recht strikte Gesetze. Dann fallen aber die Vorteile wie GEMA-Umgehung weg.

Also: Entweder du schleppst deine Daten nach "draußen" und hast ne fremdländische IP, verlierst dabei aber den Datenschutz, den du eigentlich willst, oder du bleibst datenschutz-mäßig halbwegs auf der sicheren Seite, hast aber die Vorteile nicht-deutscher IPs nicht.

Egal WIE du es machst, du öffnest so oder so Tür und Tor für einen MITM-Angriff durch den VPN-Betreiber.

VPN macht in meinen Augen nur für eine Sache Sinn: Um in freien WLANs geschützt zu surfen, v.a. O-Banking, Mails, PayPal,... Das sind aber gerade die Aspekte, die man NICHT über einen externen VPN-Anbieter laufen lassen soll. Also? Zuhause ne Raspberry PI zum OpenVPN - Server konfigurieren und im freien WLAN-Café genauso sicher surfen wie in den heimischen 4 Wänden.
 
Was jedoch vorrausetzen würde, dass der Anbieter wirklich einen Angriff fährt / Daten zur Verfügung hat /Daten weiterleitet, was laut aktueller Rechtslage in Deutschland schlicht und ergreifend nicht möglich sein darf. Wenn doch machen Sie sich strafbar und gefährden ihr eigenes Unternehmen, wer wird schon so blöd sein?
 
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