Welches LLM Modell für Vibecoding?

Ensinger

Lt. Junior Grade
Registriert
Sep. 2013
Beiträge
421
Hey, vorab ich studiere Wirtschaftsinformatik und hab mich dabei für die BWL Vertiefung entschieden anstatt den Schwerpunkt auf Informatik zu legen. Was Programmieren angeht kenne ich vor allem die Grundlagen von Python, C und Java. Und da halt eher die kleinen Übungsaufgaben die man für die Vorlesung lernt, keine größeren Softwareprojekte.

Jetzt hört man immer mehr von Vibecoding, jeder Hans und Franz bastelt sich aktuell ohne großes Vorwissen irgendwelche Apps und hält sich dabei für den größten Programmierer und wollen das dann teilweise sogar verkaufen :p

Darum gehts mir garnicht. Aber ausprobieren würde ich das schon gerne mal. In meinem aktuellen Werkstudenten Job bin ich auch viel am Testen von neuen UIs usw und hab da mit KI schon das ein oder andere Mockup in HTML usw basteln lassen

Und tatsächlich hätte ich für meinen Bruder sogar einen konkreten Anwendungsfall
Ich würde gerne eine App basteln, zur Verwaltung von Kunden, Rezepten, Rechnungserstellung usw
Ob er das verwendet oder nicht sei dann dahin gestellt, mir gehts vor allem darum zu schauen, was möglich ist ^^

Nun habe ich als Student 1 Jahr lang gratis ein Gemini Pro-Abo mit Zugriff auf Gemini 3.1 Pro bzw. das neue Gemini 3.8 Flash.
Ist das für Vibecoding schon ganz gut geeignet oder lässt sich mit Claude besser vibecoden?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BeBur
Da reichen auch kostenlose Modelle um Code zu erzeugen.

Warum man als "Anfänger" nicht einfach mal anfängt sondern wieder zu tief analysiert ist eher die Frage.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: JustAnotherTux und nutrix
Ensinger schrieb:
Ist das für Vibecoding schon ganz gut geeignet oder lässt sich mit Claude besser vibecoden?
die tools sind fast wichtiger als das LLM. gemini CLI ist wohl ganz brauchbar. Aber ob du Opencode, Claude Code oder Codex mit dem LLM deiner wahl nutzt, ist fast egal.

Alle koennen hilfreich sein in der einen woche ist das eine an einer stelle besser und ein anderes an einer anderen, und 2 wochen spaeter ist es anders herum.

Es sind halt LLMs. Irgendwas geht immer schief und das musst du halt im Blick haben
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: nutrix und EmViO
Ich bevorzuge aus Kostengründen weiterhin den Chat. CLI ist zwar bequemer, wird aber per Token abgerechnet.

Gemini habe ich schon lange nicht mehr zum coding genutzt. Die letzten 6 Monate war Claude soweit vorne. Mittlerweile nutze ich ChatGPT, das hatte schon in der free Version auf Anhieb ein Problem gelöst, wo sich mein Abo Claude die Zähne ausgebissen hat. Vielleicht war es auch nur glücklicher Zufall. Auf jeden Fall ist ChatGPT im Moment auf Augenhöhe.
 
Ensinger schrieb:
Ist das für Vibecoding schon ganz gut geeignet oder lässt sich mit Claude besser vibecoden?
Klar, bei der Arbeit baller ich gerade auf alles Fable 5.1. Natürlich ist das besser.
Aber die Gemini-Modelle reichen auch, gerade für den Anfang. Und das Tooling ist ebenfalls sehr wichtig. Privat mache ich auch nichts mit Fable (viel zu teuer), sondern eher mit kleinen Modellen. Damit geht auch einiges.

Ich würde an deiner Stelle mal viel rumprobieren und optimieren.
 
pseudopseudonym schrieb:
Klar, bei der Arbeit baller ich gerade auf alles Fable 5.1. Natürlich ist das besser.
da kommt man aber mit dem max x5 normalerweise auch sehr weit - außer du bist poweruser. mir persönlich reicht x5 nicht, ich brauch x20 - aber selbst das ist ja noch günstig für das was man damit anstellen kann (also alles).
 
Claude CLI, benötigt keine Token, ist mit dem kleinen Abo möglich.

Oder Deepseek, ist zwar mit Token aber seehr günstig.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: lazsniper
lazsniper schrieb:
da kommt man aber mit dem max x5 normalerweise auch sehr weit - außer du bist poweruser
Poweruser bin ich definitiv. Und es lohnt sich auf Arbeit einfach kaum, kleinere Modelle zu nehmen (gibt kein Kostenlimit, aber ein Zeitlimit).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: lazsniper
Micha- schrieb:
CLI ist zwar bequemer, wird aber per Token abgerechnet.
nicht richtig, das geht auch mit den abos.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: JustAnotherTux und TheLizardator
In der kostenlosen Variante hat ChatGPT mir ein Dashboard für Home Assistant gebaut, was bei Claude nicht funktioniert hat (gleicher Prompt). Gerade hab ich einen Monat Claude und da nutze ich Opus 5 (Hoch) und bekomme meine Scripte und alle anderen Anfragen direkt und ohne Fehler gelöst. Probier einfach verschiedene Anbieter aus, am besten mit den gleichen Prompts, und vergleiche sie. Wenn einer im speziellen Fall besser ist, nutze diesen. Dabei solltest du zwischen kostenlos und Abo differenzieren. Es werden ja andere, bessere, Modell freigeschaltet, wenn man bezahlt.
 
Ensinger schrieb:
Jetzt hört man immer mehr von Vibecoding, jeder Hans und Franz bastelt sich aktuell ohne großes Vorwissen irgendwelche Apps und hält sich dabei für den größten Programmierer und wollen das dann teilweise sogar verkaufen :p

Vorweg:
Das versuchen nicht teilweise mal ein paar lustige Leute zu verkaufen, das wird aktuell millionenfach täglich verkauft. Und Vibecoding ist auch nicht gleich Vibecoding.

Wenn du als guter Programmierer bis Ingenieur KI zur Unterstützung oder gar darüber hinaus einsetzt, dann macht das je nach Anwendungsfall nicht nur Sinn, sondern es wäre ineffizient das nicht zu tun.



Zu deinem Vorhaben:
  • Die aktuellen FREE Versionen von Chatgpt, Gemini, Claude und Grok in Kombination, um das Nutzungslimit einzelner KIs zu umgehen, ohne zahlen zu müssen, reichen schon für Vibecoding einer Homepage/App (in deinen Dimensionen und darüber hinaus) vollkommen aus. Wenn dein free Nutzungslimit bei der einen KI fast aufgebraucht ist, lässt du dir eine Projekt-Datei geben, schmeißt die in eine andere KI und weiter gehts. Allerdings dauert das länger, weil das Kontext Verständnis von FREE nicht so hoch ist ...

  • Will man "durchziehen", dann ein Claude Pro Abo (~22€/Monat) mit Claude Opus 5 Hoch, oder eben ChatGPT Plus (~23€/Monat) mit GPT 5.6 Sol Hoch. Ist egal was du da nimmst. Wirst mit beiden Produkten zum Ergebnis kommen. Aber auf jeden Fall schneller als mit den 4 Free Versionen, nichts desto trotz fallen die ja nicht weg, sondern stehen dir AUCH noch zur Verfügung. Und auch die Abos haben natürlich ein Nutzungslimit.

  • Dann gibt es noch lokale KIs auf die man auch etwas auslagern kann, sei es Bildgenerierung, Videogenerierung, Programmierung oder auch einfach Textoutput. Vorraussetzung dafür ist grob RTX 5080 bis RTX 5090, wenn du mit den online Free Versionen (und auch weit drüber) lokal mithalten willst. Die lokale Version erstellt ein Bild zwar nicht in 10 Sekunden, sondern erst nach 2 Minuten, kann aber ohne Nutzungslimit 24/7 arbeiten.

Fang einfach an ...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TomH22, JustAnotherTux und coolfabs
Ensinger schrieb:
Jetzt hört man immer mehr von Vibecoding, jeder Hans und Franz bastelt sich aktuell ohne großes Vorwissen irgendwelche Apps und hält sich dabei für den größten Programmierer und wollen das dann teilweise sogar verkaufen :p
Etwas überheblich dafür dass du selbst noch am Anfang stehst. Wie hier schon gesagt wurde, solltest du einfach anfangen und eigene Erfahrungen sammeln. Die Modelle und Programme sind zwar nicht gleich aber trotzdem problemlos nutzbar.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TomH22, Piecemaker und JustAnotherTux
Ich verstehe seit Jahren nicht, warum sich darüber unterhalten wird, was cooler ist.

Und ich komme aus diesem Bereich.

Egal ob diese Szene ausgestorben ist oder nicht, ob man das Cringe oder sonstiges findet, aber die Leute waren in Compute ihrer Zeit voraus.

KI holt das halt auf, ist doch ok. Die Frage ist nur, wer ist der Zeit voraus?
 
Piecemaker schrieb:
ChatGPT Plus (~23€/Monat) mit GPT 5.6 Sol Hoch.
Hier nur der Tipp, dass man wirklich probieren sollte, ob es Terra nicht auch tut. Mit Sol ist das 5 Stunden bzw. Wochenlimit doch recht schnell aufgebraucht und man muss öfter Pausen machen. Ich nutze meist Terra Medium, da kommt man weiter. Allerdings würde ich bei mir nicht von „Vibe Coding” sprechen, denn ich bin erfahrener Entwickler und nutze KI Coding bei einem Projekt, dass ich schon in der Vor-KI Zeit begonnen habe, und ich will den erzeugten Code auch noch selber warten und verstehen. Deswegen schaue ich mir zumindest den „produktiven“ Code genauer an, und mache dann „KI unterstütztes Refactoring“, sprich ich suche speziell nach Redundanzen, unnötigen Features, etc. KI ist beim Coding manchmal genauso geschwätzig, wie bei Prosa Antworten.

Bei Infrastruktur Coding wie Tests, CI/CD Scripting, etc. bin ich weniger kritisch.

Ich habe subjektiv nicht den Eindruck das Sol bei meinem Aufgaben besseren Code erzeugt als Terra. Aber ich habe das Projekt noch mit GPT 5.4 angefangen, und selbst das war schon sehr gut.

In Summe ist für Privatnutzer ChatGPT+ in meinem Augen finanziell die beste Wahl, man bekommt für überschaubares Geld ein brauchbares Budget, und durch das wöchentliche Limit muss man nicht solange warten, wenn man es mal verbraucht hat. GitHub CoPilot für 10 EUR hat z.B ein monatliches Limit und kein 5 Stunden Limit. Da hat mir mal ein in eine Endlosschleife gelaufener Agent in einer Stunde das gesamte Monatbudget verballert, und es war ziemlich am Monatsanfang.
Das war allerdings ein Cloud Agent auf GitHub, interaktiv in VSCode passiert das das natürlich nicht so schnell.
 
TomH22 schrieb:
Ich habe subjektiv nicht den Eindruck das Sol bei meinem Aufgaben besseren Code erzeugt als Terra.
Terra mit "Thinking Effort" auf "High" ist extrem gut, insbesondere in Bezug auf Preis/Leistung. Ich mache damit Coding mäßig alles, was relativ straight forward ist, wo ich direkt beurteilen kann, ob das richtig ist, wenn es schon einen guten fixen Implementierungsplan gibt, etc..

Für komplexe Dinge verwende ich Opus. Das kostet aber natürlich auch (gefühlt, nicht gemessen) das 8-10 fache.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TomH22
Mal eine Frage in die Runde. Ich hab mich jetzt für Claude Opus 5.5 entschieden, das soll wohl echt richtig gut sein.

Möchte es also mit Claude Code versuchen. Hab aber außer den Übungsaufgaben an der Uni noch nicht wirklich produktiv ein Programm erstellt :D

Was würdet ihr für den Anfang empfehlen ? Claude Code einfach in der Desktop App von Claude verwenden, im Terminal verwenden oder in einer IDE?
 
Ensinger schrieb:
Claude Code einfach in der Desktop App von Claude verwenden
Genau das.

Einfach anfangen, Prompts zu schreiben und dabei lernen, wie Claude, ChatGPT & Co. sie verstehen.

Begrenzt ist nicht nur die KI, sondern auch dein Prompt. Den schreibt ein Mensch, und du machst Fehler im Prompt. Wenn man sich RL trifft, sagst du vielleicht nachher auch "Das habe ich so nicht gemeint.".


Viele Fehler entstehen nicht, weil die KI „schlecht“ ist, sondern weil sie den Prompt anders verstanden hat als gemeint. Hochwertige KI versteht mehr. Das Ergebnis musst du trotzdem immer prüfen, denn auch bei einem guten Prompt macht die KI vielleicht Fehler oder erfindet Dinge. Die Überprüfung fällt aber immer weiter weg. In ca. 10 Jahren mag sie nur noch rudimentär vorhanden sein.


EVA: Eingabe → Verarbeitung → Ausgabe. Beim Taschenrechner führt 2 + 2 immer zu 4.


Bei einer KI hängt das Ergebnis vom Prompt ab, vom Kontext (Dateien, Verlauf) und vom Modell selbst. Die gleiche Frage kann also unterschiedliche Antworten liefern. Die Frage ist: Wie perfekt muss dein Ergebnis sein?


Technisch berechnet ein LLM die wahrscheinlichste Fortsetzung (Statistik bis Stochastik) eines Textes, egal ob es Fließtext oder HTML schreibt. Werkzeuge wie Claude Code gehen aber einen Schritt weiter: Sie führen Code aus, sehen Fehler und bessern nach. Das Ergebnis wird so an der "theoretisch programmierbaren" Realität geprüft. Trotzdem coded er sich auch manchmal bis auf den Mars und zurück. #Bugfixing.


Ob man das „Intelligenz“ nennt, ist Ansichtssache. Ein Bewusstsein hat die KI jedenfalls nicht. Für die Praxis zählt: Klar formulieren, Ergebnis prüfen, Prompt nachschärfen.
 
Ensinger schrieb:
Was würdet ihr für den Anfang empfehlen ?
Ich nutze bisher nur in der IDE.

Vor 2 Jahren hat kaum jemand LLMs genutzt, bis vor 9 Monaten waren die für Coding nur sehr eingeschränkt nutzbar. Die Desktop Apps gibt es auch nicht viel länger. Das ist gerade das sich am schnellsten entwickelnde Feld.

Probier einfach aus. Niemand ist wirklich erfahren mit diesen Dingen.
 
Zurück
Oben