Welches NAS um Langzeitdatenfehler zu vermeiden?

brenner

Commander
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Moin,

ich bin vor 2 Jahren auf ein Synology DS416j umgestiegen und musste damals schon feststellen das einige Bilddateien defekt sind.

Eine Anfrage aus dem Freundeskreis hat das Thema bei mir nun wieder in das Gedächtnis gerufen, er hatte nämlich genau das gleiche Problem, einige Daten von seinem NAS System waren defekt.


Wir beide suchen eine Fertiglösung, sprich ein NAS kaufen, HDD rein, kurze Konfig über die WebGUI, fertig.

Ist das BtrFS momentan DIE Lösung im Homebereich auf fertigen NAS Geräten? Leider kann mein "j" Gerät das noch nicht.
https://www.synology.com/de-de/dsm/Btrfs


Danke!
 
Was sagen denn die SMART Werte der Festplatten, liegt hier vielleicht ein Fehler vor?
 
Hi,

unabhängig vom NAS sollte auch immer ein vernünftiges Sicherungskonzept von wichtigen Daten angedacht werden!

VG,
Mad
 
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ein scrub bringt aber nur was, wenn das dateisystem zusätzlich zu den daten auch checksummen speichert (z.b. btrfs oder zfs). da der te kein btrfs hat, hilft ihm das auch nicht bei der prüfung der datenintegrität.

ebenso können daten auch dann verfälscht werden, wenn die smart-werte der platten in ordnung sind.

auch backups helfen nur bedingt, da sie selber daten verfälschen können oder schon mit verfälschten daten erstellt wurden. da hilft nur ein konsequenter einsatz von dateisystemen mit integrierten checksummen.
 
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Eine Integritätsprüfung bringt dir nichts, wenn du nicht wenigstens eine Kopie der Daten hast (in Form von Parityinformationen oder natürlich kompletter Kopien), auf deren Basis sich die defekten Daten reparieren lassen. Einfach nur btrfs, zfs etc. nutzen, ohne passendes raidlevel (wie auch immer der konkrete Mechanismus heißen mag), hilft im Zweifel also nur zu erkennen, dass Daten korrupt sind.
 
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Hi,

auch backups helfen nur bedingt, da sie selber daten verfälschen können oder schon mit verfälschten daten erstellt wurden. da hilft nur ein konsequenter einsatz von dateisystemen mit integrierten checksummen.

wenn Daten durch eine Sicherung verlorengehen ist das Konzept oder die Durchführung fehlerhaft. "Sicherung" impliziert, dass die Daten sicher sind - auch durch Korruption oder versehentliches oder absichtliches Manipulieren kann eine wirklich gesicherte Datei nicht verlorengehen. Es sei denn, du hattest die Datei nie in unmanipuliertem bzw. unkorrumpierten Zustand.

VG,
Mad
 
Danke, auch wenn nur eine kompetente Antwort dabei war, den Rest lasse ich mal unkommentiert.

Da nur BtrFS als Begriff gefallen ist scheint wohl wirklich nur Synology derzeit eine Fertiglösung anzubieten? Das macht es natürlich einfach, auch wenn es wehtut soviel Geld für eine Leergehäuse auf den Tisch legen zu müssen.
 
Hi,

nochmal anders gefragt: muss es eine Fertiglösung sein oder ist minimaler Aufwand auch in Ordnung? Stichwort Selbstbau. Nach einmaligem (sehr geringem) Aufwand ist damit auch eine ziemliche "Fire and Forget" lösung möglich.

VG,
Mad
 
Hallo,

Ich hab das so gelöst, ich hab ne Synology DS1819+ und mache auf eine ältere 411+ und zusätzlich auf eine USB-Festplatte mittels Hyper-Backup versionierte Sicherungen.

Das heißt, zumindest in der Theorie, dass sich sobald sich etwas an der ursprünglichen Datei ändert eine neue Version zusätzlich zur alten gesichert wird.

Funktioniert bisher sehr gut und sollte auch Sicherheit betreffend sogenannten Verschlüsselungs-Trojaner bieten.

Gruß
 
M.Riggs schrieb:
Ich hab das so gelöst, ich hab ne Synology DS1819+ und mache auf eine ältere 411+ und zusätzlich auf eine USB-Festplatte mittels Hyper-Backup versionierte Sicherungen.
Genau das selbe Vorgehen bei mir - wenn auch mit DS114 und DS411+II
 
Ich wäre sehr an deiner Fire and Forget Lösung interessiert, weil ich für ein kleines Familienunternehmen auch so eine Lösung suche.
 
Wenn du das wirklich willst, wäre Freenas mit zfs sicher die beste Lösung, btfs ist für ein Filesystem noch recht jung.
Das gibt es aber eher nicht als Fertiglösung.
 
brenner schrieb:
Da nur BtrFS als Begriff gefallen ist scheint wohl wirklich nur Synology derzeit eine Fertiglösung anzubieten?
Synology wendet aber ein paar "Tricks" an, um auch Raid5 und Raid6 anbieten zu können (die beiden Modi sind nicht als 100% stabil angesehen bei BTRFS). Schau mal hier rein:

https://www.synology.com/de-de/know...entation_for_Btrfs_File_System_on_SynologyNAS

Das dumme an der Sache ist, dass BTRFS ohne Verwendung der in BTRFS integrierten Raid-Funktionen keine Möglichkeit hat, defekte Dateien wieder herzustellen. Es kann also höchstens noch festgestellt werden, dass eine Datei kaputt ist. Will man auch Wiederherstellung, muss man BTRFS (oder ZFS) mit einem Raid-Level der Parität bietet direkt auf den Platten laufen lassen.


EDIT: Ich würde, wenns eine fertig-Lösung sein soll, auch wie @Mihawk90 etwas von ixsystems empfehlen. FreeNAS verwendet ZFS, man erhält also in jedem Modus abgesehen von RAID0 den Bitrot-Schutz.
 
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Würde dir auf jeden fall empfehlen, am Besten automatisiert die Daten auf eine USB-Platte zu sichern. Außerdem solltest du so etwas wie Raid5 oder vergleichbares nutzen.
 
Madman1209 schrieb:
wenn Daten durch eine Sicherung verlorengehen ist das Konzept oder die Durchführung fehlerhaft. "Sicherung" impliziert, dass die Daten sicher sind - auch durch Korruption oder versehentliches oder absichtliches Manipulieren kann eine wirklich gesicherte Datei nicht verlorengehen.
Boah! Solche Weisheiten gleich zum frühen Morgen.

Der TE hat Recht mit seiner Suche nach einem FS mit Prüfsumme, weil es kaum eine andere Lösung gibt, defekte Dateien zu identifizieren. Es gibt Fehler, da kommt man als normaler Anwender nicht drauf, wenn bei SATA z.B. die Datenpakete CRC-geschützt sind, aber die Adressdaten nicht, also die richtigen Daten an einer falschen Position landen können. Das im Grunde genommen auch alle Backups per Checksumme gesichert werden müssen ist ja auch irgendwie klar, aber das bieten die Programme schon immer.
 
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Hi,

und was ist an der Aussage dann bitte falsch? :rolleyes:

Wenn Daten wirklich gesichert sind sie gesichert. Punkt.

VG,
Mad
 
Wenn es nur einzelne Bilder betrifft....
Kann es sein das beim kopieren vom sd Stick der Kamera schon Probleme gab und das Tool zum Bilder anschauen einfach den Fehler ignoriert oder kompensiert hat?
sowas kenne ich auch zu hauf auch ohne syno Besitzer zu sein. Meist raw Bilder auf altem Medium sd-Karte (Billig Import) oder nicht den ganzen Ordner kopiert und somit nur teil-Datei
 
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