Früher kaufte ich bevorzugt IBM, dann hat IBM an Hitachi verkauft und so kaufe ich jetzt halt bevorzugt Festplatten von Hitachi.
IBM und Hitachi - Platten haben ggf. so die eine oder andere Eigenschaft die mancher nicht mag. Zum Beispiel hört und liest man immer wieder daß Leute deren Produktpolitik, HDDs im Desktopbereich mit 5 Plattern und 10 Köpfen zu bauen und anzubieten, nicht gutheißen. Manche bekommen auch gleichmal die Krise und sehen sich an Deathstar-Zeiten erinnert wenn eine IBM oder Hitachi mal ein Ramploading durchführt, was je nach Modell schonmal ein mechanisches Klack-Geräusch verursachen kann. Wieder andere sind mit der Wärmeentwicklung und dem Geräuschniveau nicht zufrieden, und nochmal andere jammern über die Lese- und Schreibraten - die der Konkurrenz sind da ja viiiiiel höher. Manche Leute kaufen Hitachi auch aus Prinzip nicht. Zu tief sitzt da wohl noch die Abneigung nach dem Deathstar-Desaster bei IBM. Man tut Hitachi damit übrigens unrecht, denn die haben das, was damals passiert ist, nicht im Geringsten zu verantworten.
Trotz der ein oder anderen technischen Schwäche (z.B. niedrigere Datendichte im direkten Vergleich zu einem Konkurrenzmodell) performen Hitachis sehr gut. In Anwendungsbenchmarks wird das teilweise recht deutlich. Storagereview.com und xbitlabs.com sind da gute Anlaufstellen für solche Infos.
In all den Jahren hatte ich bisher zwei Ausfälle zu beklagen. Eine IBM 60GXP ist mir abgeschmiert und eine 7K250 mit 80 GB. Letztere hatte ich hier übers Forum gekauft und korrekterweise muß man sagen, daß mir da defekte Ware verkauft wurde. Die war nämlich schon defekt als sie bei mir ankam. Daß der Verkäufer davon nichts gemerkt hat lag daran, daß er anstelle des DFT
HD Tune zum Testen der Platte benutzt hatte.
Gestört hat mich das aber nicht. Nach meinen überaus positiven Erfahrungen bezüglich des Austauschprozesses bei der 60GXP war ich zuversichtlich daß ich ohne große Probleme die Platte von Hitachi getauscht bekommen würde. 2 Wochen hats gedauert, dann hielt ich eine neue 7K80 in den Händen. Im Nachhinein betrachtet war es für mich also ein Glücksfall daß mir defekte Ware verkauft wurde.
Kosten enstanden mir keine. In beiden Fällen übernahmen IBM bzw. Hitachi die Transportkosten in vollem Umfang. Hitachi macht das auch heute noch so. Vorbildlicher kann man meines Erachtens nach einen Garantiefall für den Kunden nicht abwickeln. Wenn ich da manchmal lese wie die Prozesse bei anderen Herstellern aussehen, dann bin ich froh eine Hitachi in meinem Rechner zu wissen.
Klar, auch da kann mal was schiefgehen, jeder macht schließlich mal Fehler. Aber es ist schonmal beruhigend zu wissen, daß ich nicht auf eigene Kosten eine kaputte Festplatte nach XYZ schicken muß. Gesamt betrachtet gefällt mir Hitachi bzw. deren Produkte nunmal am Besten, gefolgt von WD und Seagate auf in etwa gleicher Ebene. Von Samsung will ich gar nicht reden, die Teile waren noch nie mein Ding.
OT ohne Ende, ich weiß, aber da die Frage nunmal aufkam, wollte ich sie auch beantworten.
Bye,