WhatsApp, Signal und Co sollen künftig zwangsweise eine Hintertür erhalten

Idon schrieb:
Okay. Also keine Lizenz für's Internet
Genau; weil völlig albern. ;0)

Idon schrieb:
Deshalb also Gängelung für alle
Wer sich von Cookie-Popups gegängelt fühlt hat wohl ganz, ganz andere Probleme... ^.^

Idon schrieb:
Meine Behauptung untermauere ich damit, dass immer wieder unter anderem Terroristen aufgrund von fehlender oder unzureichender Verschlüsselung aufgetan wurden.
Aha; und mit ein paar schwarzen Schwänen kann ich zukünftig auch die Behauptung untermauern, dass die meisten(!) Schwäne schwarz sind?
Deine Ausreden finde ich ja ganz drollig - und stelle abschließend fest, dass es bei einer absurden Behauptung bleibt.

Nichts für ungut... ^_-
 
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Zentorno schrieb:
Unter dem Eindruck der Anschläge in Wien peitscht die EU gerade ein Vorhaben durch die Instanzen, welches die Provider von messaging Diensten wie Threema, Signal, WhatsApp & Co zur Hinterlegung eines Generalschlüssels bei den EU-Behörden verpflichtend macht
Wie gut, dass ich keinen zentral organisierten Chatdienst nutze (Matrix).
Wo ein Server runtergenommen ist, tauchen 5 neue auf. Die Chineesen testen es schon 😅
 
Idon schrieb:
Ich denke nicht nur schwarz oder weiß.
Musst du ja nicht, es geht schlicht um Vertrauen in informationstechnische Systeme und den Staat bzw. hier konkret die EU. Diese Diskussion um (mehr) Überwachung wurde schon oft geführt, es ist und bleibt falsch, sei es nun bei Messengern, Hardware oder anderer Software.
Fakt ist, so (mit dem vorliegenden Entwurf) wird Sicherheit (Software/Hardware) und Vertrauen (der Bevölkerung) reduziert. Das Argumentationsmuster ist immer gleich, irgendetwas wie z.B. Terrorismus soll bekämpft werden. Bisher war die Bekämpfung auch ohne diese Überwachung der gesamten Bevölkerung möglich und die (späteren) Täter bekannt. Beispiele wirst du selbst kennen falls du Medien konsumierst.

Die die unbeobachtet kommunizieren wollen werden dazu auch künftig in der Lage sein, alle anderen geben ihre Privatsphäre unfreiwillig preis. Bist du ein Täter? Ich bins nicht. Was geht den Staat meine persönliche Kommunikation oder mein Nutzungsverhalten (z.B. elektronischer Geräte) an?

Die Frage die sich jede:r selbst beantworten muss ist, was passiert wenn irgendwann nicht mehr „die Guten“ Daten sammeln sondern „die Bösen“ – sollten wir denen funktionierende Überwachungssysteme ohne Not zur Verfügung stellen?

Davon abgesehen weiß ich nicht ob es sinnvoll ist wenn Bürger Vertrauen in demokratische Systeme verlieren und Angst haben müssen irgendetwas „falsches“ per Datenautobahn zu übermitteln.
Den Aspekt, das auch „andere Organisationen“ oder „wer auch immer“ solche Lücken nutzen können bzw. schon tun, führe ich nicht weiter aus, weil die möglichen Konsequenzen (hier persönlichen GAU einfügen) auf der Hand liegen sobald jede:r seiner Phantasie freien Lauf lässt. Dir fiel ja schon deine Steuererklärung ein, die, sorry, völlig uninteressant ist.

Ob und inwiefern dieser Vorstoß rechtens ist kann ich nicht beurteilen, ich würde mich jedoch wundern wenn das so in der Form okay ist.

BTW. Deine Ausführungen zum Datenschutz passen nicht so richtig thematisch, meinst du die DSVGO? Die ist gut gemeint, kam aber zu spät und hätte viel restriktiver sein können. Die Banner sind nervig, aber auch dagegen kann ich mich relativ leicht wehren, hast du da Probleme?
 
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Scrypton schrieb:
Genau; weil völlig albern. ;0)

Das hast du nicht argumentativ dargelegt. Wenn das Internet offenbar so ein gefährlicher Ort ist, dass der Staat dort Bürger mit Datenschutz schützen muss - warum keine Lizenz wie für andere gefährliche Orte?

Scrypton schrieb:
Wer sich von Cookie-Popups gegängelt fühlt hat wohl ganz, ganz andere Probleme... ^.^

Welche denn?

Scrypton schrieb:
Aha; und mit ein paar schwarzen Schwänen kann ich zukünftig auch die Behauptung untermauern, dass die meisten(!) Schwäne schwarz sind?
Deine Ausreden finde ich ja ganz drollig - und stelle abschließend fest, dass es bei einer absurden Behauptung bleibt.
Nichts für ungut... ^_-

Was für Ausreden?


SE. schrieb:
[...]Die Frage die sich jede:r selbst beantworten muss ist, was passiert wenn irgendwann nicht mehr „die Guten“ Daten sammeln sondern „die Bösen“ – sollten wir denen funktionierende Überwachungssysteme ohne Not zur Verfügung stellen?[...]

Das Risiko gibt es, allerdings liegt es an uns, die Demokratie zu erhalten - sofern gewünscht - und zu stärken.

Es gibt erhebliche Nichtaufklärungsquoten durch fehlende Datenspeichermöglichkeiten. Nicht nur für Staatsorgane - ich hatte Dashcams bereits genannt.


Mir geht's nicht darum, dass Datenschutz komplett abgeschafft wird. Mir geht es um einen Mittelweg, der die Bedürfnisse aller Seiten zumindest zu gewissen Teilen berücksichtigt.

SE. schrieb:
BTW. Deine Ausführungen zum Datenschutz passen nicht so richtig thematisch, meinst du die DSVGO? Die ist gut gemeint, kam aber zu spät und hätte viel restriktiver sein können. Die Banner sind nervig, aber auch dagegen kann ich mich relativ leicht wehren, hast du da Probleme?

Ja, die Banner nerven mich, aber grundsätzlich ist Datenschutz auch bei meiner Arbeit ein wiederkehrender Nervfaktor, da er meines Erachtens deutlich über das hinaus geht, was noch mit Sinn und Verstand notwendig und nützlich ist.
 
Scrypton schrieb:
Doch; alleine dass du es nicht verstehst spricht für sich.

Warum erklärst du Dinge immer mit sich selbst? Fühlst du dich einer Diskussion auf Argumentationsbasis nicht gewachsen?

Scrypton schrieb:
Keine Ahnung wie du auf einen solchen Unsinn kommst.

Na - wir haben doch bereits erarbeitet, dass der Nutzer im Internet vom Staat geschützt werden muss. Es ist also ein gefährlicher Ort.

Scrypton schrieb:
Ähm, psychische?

Warum hat man psychische Probleme, wenn man sich in seinen Abläufen gestört fühlt? Welche psychischen Probleme wären das denn genau?
 
Idon schrieb:
Warum erklärst du Dinge immer mit sich selbst?
Habe ich nicht. Warum fantasierst du stets vor dich hin?
Fühlst du(!) dich einer Diskussion auf Argumentationsbasis nicht gewachsen? :)

Idon schrieb:
Na - wir haben doch bereits erarbeitet, dass der Nutzer im Internet vom Staat geschützt werden muss.
Nein, haben wir nicht. Du fantasierst erneut... gähn

Idon schrieb:
Warum hat man psychische Probleme
Das würde mich auch interessieren.

Und: Findest du etwa keinen Beleg für deine absurde, schlicht erfundene (ja, wir sind wieder bei den Fantasien) Behauptung? :)
 
Was für ein Witz! Solche juristischen Hintertüren bringen doch eh nix. Denn sobald gemeinhin bekannt, verwenden Kriminelle dann eh andere Apps.

Mit dem Gesetz kann sich die EU dann aber ein Teil vom Datenkuchen abschneiden, welcher sonst exklusiv der USA zur Verfügung steht...
 
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Scrypton schrieb:
Habe ich nicht. Warum fantasierst du stets vor dich hin?
Fühlst du(!) dich einer Diskussion auf Argumentationsbasis nicht gewachsen? :)

1)
Scrypton schrieb:
Es ist erfreulich, dass Menschen wie du dahingehend nichts zu entscheiden haben.

Was albern ist, ist eben albern.
[...]

2)
Scrypton schrieb:
Stimmt; das erfordert die Lizenz ein Auto zu fahren, in diesem Fall also einen Führerscheins der Klasse B.

Stimmt, das erfordert die Lizenz (hier: eine Waffenbesitzkarte), eine Waffe besitzen zu dürfen.

Im Umkehrschluss zu deinen bisherigen, sagenhaften Beispielen: Wer im IT-Bereich nicht geschult/ausgebildet ist, darf keinen Computer/kein Handy (mit Internet) verwenden.
Könnte man machen; ist halt nur albern.
[...]

Das sind deine bisherigen "Argumente". Du erklärst, dass das albern ist, weil es albern ist - und damit mit sich selbst.


Scrypton schrieb:
Nein, haben wir nicht. Du fantasierst erneut... gähn

Scrypton schrieb:
Nun gibt es aber auch völlige Computer-DAUs, mehr als genug - nur weil sie hier nicht kompetent genug sind, um auf bestimmte Browser und Einstellungen zu setzen, heißt das eben nicht, dass diese Menschen entweder a) vom Internet fern bleiben sollen, weil "zu dumm" oder b) ihre Entscheidungsfreiheit über sämtliche Daten an die jeweiligen Betreiber abtreten.[...]

Dazu eben der Fakt, dass es die Cookie-Info gibt.

Scrypton schrieb:
Das würde mich auch interessieren.

Du hast die Behauptung eingebracht. Also antworte doch auf die Fragen.

Scrypton schrieb:
Und: Findest du etwa keinen Beleg für deine absurde, schlicht erfundene (ja, wir sind wieder bei den Fantasien) Behauptung? :)

Die Tatsache, dass es aufgedeckte Verbrechen in erheblichem Umfang gibt, zeigt, dass die meisten Verbrecher keine (starke) Verschlüsselung nutzen bzw. sich in deren Umfeld schlicht nicht anbietet (Einbrecher z. B.). Betrachtet man dann die typischen Verbrechen, bei denen Verschlüsselungen wahrscheinlicher sind (Onlinebetrug, Kinderpornografie etc.), sinkt die Aufklärungsquote und die Anzahl an Fällen steigt.
https://www.teltarif.de/polizei-internet-sicherheit/news/52991.html
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/03/pks-2019-pm.html
Mit einfacherer, zugänglicherer etc. Verschlüsselung steigt auch deren Nutzung, weshalb die Verbreitung einzuschränken ist. Z. B. https://www.sueddeutsche.de/digital/encrochat-verschluesselung-europol-1.4956346
 
Idon schrieb:
Es gibt erhebliche Nichtaufklärungsquoten durch fehlende Datenspeichermöglichkeiten.
Kannst du diese Aussage mit Zahlen oder Quellen belegen?
Mir ist nicht bekannt das mit mehr Überwachung die Anzahl an Verbrechen sinkt. Wenn überhaupt etwas passiert dann findet lediglich eine Verlagerung statt.
Weitergehend dürfen Ermittler jetzt schon anlassbezogen Verbrecher und Kriminelle überwachen.
Jetzt steht aber der Plan im Raum anlasslos alle und jeden in ihrer Kommunikation zu überwachen. Dich, mich, Opa Alfred, Tante Elke und die Nachbarn. Ohne das es einen Anlass gibt. Egal ob in beruflichen oder privaten Nutzungsszenarien.
Anfügen will ich noch es gibt keine einfache und starke Verschlüsselung sondern nur funktionierende oder keine. Schwarz und weiss. An und Aus.
 
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Idon schrieb:
Das sind deine bisherigen "Argumente".
Luftschlösser und dümmlich trollende Forderungen einer "Lizenz für die Nutzung des Internets" benötigen auch keine Argumente. :)

Idon schrieb:
Du erklärst, dass das albern ist
Albernes bleibt eben albern.

Idon schrieb:
Dazu eben der Fakt, dass es die Cookie-Info gibt.
Die Cookie-Info trägt nicht dazu bei, dass der Bürger geschützt wird.

Idon schrieb:
Du hast die Behauptung eingebracht.
Nein, ich habe eine Feststellung getroffen. Macht aber nichts, wenn du das nicht verstehst.

Idon schrieb:
Die Tatsache, dass es aufgedeckte Verbrechen in erheblichem Umfang gibt, zeigt, dass die meisten Verbrecher keine (starke) Verschlüsselung nutzen
Nein; denn diese Tatsache steht in keiner kausalen Verbindung zu deiner eher irreführenden Annahme.

Wir halten also deine schwache Behauptung, die du bis dato mit nichts belegen kannst erneut fest: " Die meisten Verbrecher setzen eben nicht auf starke Verschlüsselungen."

Und ich wiederhole: Das einzige "Pro"-Argument deinerseits dafür die Verschlüsselung bei den Dienstleistern ad absurdum zu führen ist die Aufklärung oder Verhinderung von Straftaten. Dieses "Argument" wiederum ist aber deshalb hinfällig, weil derartige Gesetze nichts daran ändern, dass diese Menschen auch weiterhin auf eine sichere und verschlüsselte Kommunikation setzen können - und auch werden, wenn sie es müssen.

Womit sich auch der Kreis zu deiner oben festgehaltenen Behauptung wieder schließt, die du mit nichts untermauern könntest.

Idon schrieb:
Betrachtet man dann die typischen Verbrechen, bei denen Verschlüsselungen wahrscheinlicher sind (Onlinebetrug, Kinderpornografie etc.), sinkt die Aufklärungsquote und die Anzahl an Fällen steigt.
Richtig.
Und ein Gesetz wird daran nichts ändern, dass eben diese Verbrechen auch weiterhin auf sichere Verschlüsselung setzen werden. :)

Idon schrieb:
Mit einfacherer, zugänglicherer etc. Verschlüsselung steigt auch deren Nutzung, weshalb die Verbreitung einzuschränken ist.
Eben genau das ist sie ja eben deshalb(!) nicht.
Die Verbreitung einzuschränken, würde mehrheitlich nur Unschuldige treffen; die entsprechenden Verbrecher (du nanntest Onlinebetrug, Kinderpornografie usw.) würden sich aber weiterhin nicht davon abhalten lassen sichere Kommunikationswege zu nutzen.
 
mal sehen wie die EUSSR das lösen will sobald man auf Nicht-EU Boden spionieren muss weil da eben die Server stehen. Man hat sowas von Gefallen gefunden wie China und Co. es machen und nun versucht man mit Salamitaktik diese Vorhaben schön schmackhaft aussehen zu lassen...Terrorismus, Extremismus usw usw. Die Demokratie wird durch solche Entscheidungen von oben zerstört und nicht von einzelnen Verbrechern wie sie immer behaupten. Einfach fern bleiben von diesen Diensten und fertig...
 
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SE. schrieb:
Mir ist nicht bekannt das mit mehr Überwachung die Anzahl an Verbrechen sinkt
Natürlich würde es einen leichten Rückgang bzw. eine höhere Aufklärungsquote geben, vor allem könnte man auch einfacher "Rosinenpickerei" betreiben. Eine höhere Aufklärungsquote würde es aber auch geben wenn man einfach mehr und fähigeres Personal einstellt. Das Aushebeln der Verschlüsselung ist jedenfalls auch mMn ein fataler Irrweg mit bestenfalls kurzfristigen Vorteilen. Denn je mehr Menschen das Gefühl haben sich vor Überwachung schützen zu müssen, je mehr Geld und Energie fließt auch in entsprechende Schutzsysteme welche sich immer weiter verbreiten.
Von einem Vertrauensverlust in den Staat und die eigene Technik fangen wir besser gar nicht an, genau wie die Aushebelung des Quellenschutz und Aushöhlung der Pressefreiheit etc...
 
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butzeh schrieb:
Mit dem Gesetz kann sich die EU dann aber ein Teil vom Datenkuchen abschneiden, welcher sonst exklusiv der USA zur Verfügung steht...

Das ist mir auch als erstes in den Sinn gekommen. Egal wie edel das Ansinnen sein mag "uns" vor Terror und Verbrechen zu schützen so lukrativ sind nun einmal Daten an die man leichter herankommt.
 
Klingt erstmal schlimm..andererseits muss man dem Hass den Frauen und andere Minderheiten täglich im Internet ausgesetzt sind irgendetwas entgegensetzen und ich sehe keine andere Möglichkeit. Offenbar können wir uns nicht zusammenreißen und uns vernünftig benehmen und dann müssen eben andere Mittel verwendet werden
 
Der Terroranschlag in Wien wird im EU-Ministerrat dazu benützt, um ein Verbot sicherer Verschlüsselung für Services wie WhatsApp, Signal und viele andere im Schnellsiedeverfahren durchzusetzen.

Was für ein billiges Argument!

Jemand der Amok laufen möchte, der kann dies jederzeit tun. Ort und Zeit bestimmt nur er - dass kann früh um 8 Uhr im Supermarkt sein, oder z.B. Abends um 19 Uhr in einer Kneipe oder sonstwo. Es gibt hunderttausende Möglichkeiten.
Weder eine Überwachungskamera kann das verhindern, noch ein entschlüsselder Messenger-Dienst. Oder würdet ihr (als Amokläufer) euer Vorhaben im Messenger offenlegen, wenn ihr wüsstet, dass dort geschnüffelt werden kann?

Dort wo Datenschutz wichtig ist, wird er uns mit billigen Vorwänden genommen.
Und dort wo er nicht so wichtig, wird krampfhaft daran festgehalten, was vielen den letzten Nerv kostet.

Besuche ich 20 Webseiten, muss ich 20 Mal diese Scheiß Cookie-Einstellungen vornehmen. Was für ein Irrsinn!
Die meisten Konsumenten kennen sich bei diesem Thema eh nicht aus und klicken einfach "weiter".

Und weil wir schon beim Thema Datenschutz sind:
Ich gehe zum Arzt, und muss beim ersten Besuch die Datenschutzbestimmungen unterschreiben. Verweigere ich, kann mich der Arzt womöglich nicht behandeln. Also besteht indirekter Zwang, ja?
 
Scrypton schrieb:
Wir halten also deine schwache Behauptung, die du bis dato mit nichts belegen kannst erneut fest: " Die meisten Verbrecher setzen eben nicht auf starke Verschlüsselungen."
Ich kenne keine Zahlen dazu. Beliebt sind bei Kriminellen die verschlüsselten Handys von Encrochat. Diese wurden dieses Jahr von behördlicher Seite geknackt und es gab reichlich Festnahmen. 20 Mio. Nachrichten wurden abgeschöpft.
Ob der durchschnittliche Kleinkriminelle RSA kennt und nutzt - keine Ahnung.
 
dieterz1 schrieb:
Was für ein billiges Argument!
Zumal der Herr ja offenkundig Polizeibekannt war, selbst das er sich Waffen/Munition beschaffen wollte. Und nur Stunden nach dem Anschlag hat man wie viele Verhaftungen mutmaßlicher Komplizen durchgeführt, 10, 15 ?
 
Jeder der sowas gut findet sollte sich die deutsche Geschichte ins Gedächtnis rufen mit 3. Reich und DDR.

Und jeder der ein aktuelles Beispiel will braucht einfach nur nach China gucken wo jetzt neulich erst Hong Kong aktivisten wegen "Aufruf zur Unruhe" zu einigen Jahren Knast verurteilt worden sind. Und wenn die rauskommen wartet dann noch ein Verfahren wegen "Aufrufs zur Sezession", darauf steht in China lebenslänglich. Deren Verbrechen war, dass sie wollten dass die Hong Kong Verträge eingehalten werden die Hong Kong mehr Autonomie zugestehen. "Beweise" gegen die Aktivisten: Internetblogs, Chats, Mail etc.

Oder mal in die Türkei oder nach Osteuropa gucken. Erdogan zerrt jeden Journalisten der nicht das schreibt was ihm passt wegen "Terrorunterstützung" vor Gericht und sperrt den weg. Und was Polen und Ungarn gerade veranstalten ist nicht gerade besser. Die sind fleissig dabei sich wieder in Diktaturen zu verwandeln.

Wir haben hier in Deutschland historische Erfahrungen damit gemacht wie schnell eine Demokratie zum Unrechtstaat werden kann wenn die falsche Partei an die Macht kommt. Das kann extrem schnell gehen dass eine Demokratie sich selber abschafft.

Und wenn die Überwachungsgesetze da sind, geht das ratzfatz bis z.B. NPD/AFD/Werauchimmer ihre Listen mit missliebigen Personen auspacken und dann mal gucken was diese Personen so die letzten Jahre geschrieben haben. Irgendwas wird sich dann schon finden was man gegen die Personen verwenden kann und sind die politischen Gegner erstmal weggesperrt kann man machen was man will. Bis die Demokraten wieder aus dem Knast raus sind ist genug Schaden angerichtet. Es muss nur die falsche Partei zugriff auf den Polizei- und Überwachungsapparat haben, dann sind deren Gegner ganz schnell ausgeschaltet.

Wer für Freiheit und Demokratie ist, der muss sich dem Thema ausufernde Überwachung aus Prinzip entgegenstellen. Durch Hintertüren in Messengern lassen sich auch gar keine Verbrechen verhindern. Jedenfalls nicht, solange man nicht alles und jeden in Echtzeit überwacht. Es lässt sich höchstens im Nachhinein besser ermitteln, falls die Verbrecher so doof waren die Daten nicht zu vernichten... wobei das könnte man ja mit zentraler Speicherung verhindern.
Zentrale Speicherung von allem inklusive Hintertür für staatliche Stellen, der feuchte Traum jedes Überwachungsfetischisten und der Alptraum jeder freien Gesellschaft.


Was das perfide an der ganzen Überwachung ist, deren Scheinargument ist ja immer:
"Wenn nichts passiert liegt es daran, dass so gut Überwacht wird. Und damit zukünftig nichts passiert und weil die Welt immer gefährlicher wird, müssen wir mehr überwachen."
"Wenn etwas passiert liegt es daran, dass nicht genug überwacht wurde. Also müssen wir zukünftig mehr Überwachen damit nichts passiert."
In beiden Fällen ist die Lösung aber immer "Mehr Überwachung".

Überwachen muss man aber nur wenn man die wirklichen Probleme nicht angeht, die dazu führen das "was passiert". Überwachung bekämpft die Symptome gesellschaftlicher Probleme. Viel sinnvoller wäre es hingegen die Ursachen der Probleme zu beseitigen.

Und dann muss man sich auch eingestehen dass es Verbrechen immer geben wird. Es gibt nunmal gewalttätige Leute, Leute ohne Unrechtsbewusstsein, Triebtäter, Mörder, Psychopathen, Soziopathen, Amokläufer, religiöse Spinner usw.
Die machen nunmal einen bestimmten Prozentsatz der Bevölkerung aus und wenn irgendwer von denen vorhat Straftaten zu begehen und denen die Konsequenzen total egal sind, dann finden die immer einen Weg. Zur Not wird eben das Steakmesser ausgepackt und der "FÜR ALLAH!" schreiende Selbstmordattentäter massakriert einen Kindergarten oder sticht im Gedränge eines Weihnachtsmarkts/Kirmes/Schützenfests oder was auch immer paar Menschen ab bevor irgendwer rafft was passiert.
Alternativ könnte man auch nen Tanklaster klauen, den in Brand stecken und dann in ein Gebäude rasen. Richtet auch ordentlich Schaden an.
Oder Kleinbus kaufen und mit einer Mischung aus Düngemittel und Öl füllen, damit erst durch die Fußgängerzone rasen und wenn die Rettungskräfte eintreffen das ganze Ding sprengen.
Oder sich ne Postuniform anziehen und wahllos an Türen klingeln und die Person abstechen die die Tür öffnet. Bis da jemand merkt das was nicht in Ordnung ist dürfte es lange dauern. Vermutlich kann man als Amokläufer so etliche Häuser von den Bewohnern "befreien" bevor man aufgehalten wird.
Und das ist mir als nicht-Kriminellem auf die schnelle eingefallen. Richtige Kriminelle mit noch viel mehr krimineller Energie sind vermutlich noch viel kreativer wenn es darum geht Verbrechen zu begehen.

Man braucht für Verbrechen bei denen wirklich viele Menschen zu schaden kommen können nunmal nicht mehr als Haushaltsgegenstände oder Fahrzeuge. Wer wirklich was machen will schafft das. Verhindern lässt sich da überhaupt nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
D0m1n4t0r schrieb:
Man braucht für Verbrechen bei denen wirklich viele Menschen zu schaden kommen können nunmal nicht mehr als Haushaltsgegenstände oder Fahrzeuge. Wer wirklich was machen will schafft das. Verhindern lässt sich da überhaupt nichts.
Nö, das ist pauschal nicht korrekt - aber vorweg: Ich bin absolut und entschieden gegen derartige "Hintertürchen".

Trotzdem aber... würden sich doch bestimmte konkrete Dinge verhindern lassen. Jedenfalls in der Vergangenheit zeigte sich durchaus mehrmals, dass man solche Unternehmungen hätte verhindern können, wenn a) die Behörden weniger geschlampt und b) eben jene die Kommunikation des Täters auf dem Schirm gehabt hätten.

In einem nicht kleinen Anteil der Fälle nämlich, in denen irgendwelche irren Extremisten/Fanatiker austicken, wurden diese schon in ihrer Vergangenheit auffällig. Klar gibt es auch jene, die 30 Jahre lang von den Behörden völlig unbemerkt ein "normales" Leben führen, nie weiter in Erscheinung treten und plötzlich einen Amoklauf starten, aber es gibt eben auch den anderen Schlag.
Die sollte man eben auch weitestgehend beobachten; gerne auch dessen Kommunikation, soweit das eben möglich ist ohne auf allgemeine Hintertürchen, die jeden betreffen würden, zu setzen.
 
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