Wie hoch ist der Mathe-Gehalt von Informatik

Cheechako

Commander
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Feb. 2003
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Hallo,

ich muss mich in den nächsten paar Tagen entscheiden, ob ich Informatik machen möchte oder nicht.
Ich habe ja die Wahl zwischen Informatik auf Diplom oder Magister mit Nebenfächern. (in Leipzig)

Ich war in Mathe nie so wirklich gut. Ich kann mich zwar dafür interssieren, aber habe Angst ein Studium anzufangen, welches sehr mathelastig ist und ich nicht weiß, ob ich es schaffe. So ins Blaue hineinzustudieren ist auch nicht gerade richtig. Ich bin jetzt 21 und habe schon 2 Jahre "verloren" durch einen Amerikaaufenthalt und Zivildienst...beides freiwillig. ;)

Kann mir einer sagen, am besten, einer der selbst Informatik studiert, wie mathelastig es ist bzw. was für eine Art von Mathematik.

1. Kann man sich da durchfuchsen?
2. Ist es das ganze Studium lang?
3. Kann man auch nur mit allgemeiner Computerbildung ohne Programmierkenntnisse Informatik studieren?

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.
Wenn ich mich bis jetzt auf jemanden verlassen konnte, dann auch Forumbase.de.....IHR SEIT SPITZE JUNGS!

MfG, Cheechako

P.S.: Per PM hätte ich gerne Infos über die UNI in Leipzig, von denen, die dort studieren, falls es welche hier gibt. :)
 
Ein Bekannter von mir studiert technische Informatik an der TH-Aachen!

Mathegehalt: 50%! :(

Wie wäre es denn mit Wirtschaftsinformatik?! ;) Hab ich auch gemacht, weil ich kein Mathe-Pro bin -> Mathegehalt genau 1 Schein! :D
 
Hallo,


ich habe auch schon ein Wirtschaftsabitur (Kein Fach-Abi - sonder normals allg. Abitur mit Wirtschaft), da ist laut Lehrplan knapp das Grundstudium drin gewesen von BWL.
Leider ist Informatik der Studiengang ohne NC. Wirtschaftsinformatik hat einen NC und somit kann ich da jetzt nicht mehr rein.

Wie sieht es eigentlich allgemein aus, kann ich zum Beispiel mich für irgendeinen Schrott einschreiben und dann im Semester oder ein Semester später in ein NC-Fach wechseln, habe das mal gehört, klang aber nicht ganz "legal" bzw. regelkonform.

MfG, Cheechako!
 
Ich bin jetzt fertig mit meinem Studium der "Technischen Informatik" (FH Konstanz).
Wir hatten folgende "Mathevorlesungen":
- 1. Semester: Analysis 1
- 2. Semester: Analysis 2
- 4. Semester: Numerische Mathematik

Dann gibt es noch Vorlesungen, die mathelastig sind, in denen aber die Mathe nur ein Werkzeug darstellt:
- Wahrscheinlichkeitsrechnen
- Nachrichtentechnik
- und andere

Was also heißt "Mathegehalt"?
Im Informatik-Grundstudium einer FH bekommt man als Student Grundlagen reingepresst. Auch in der Mathematik.
Im Hauptstudium wird dann Mathematik einfach benötigt ohne genau darauf einzugehen. Es ist wie ein Werkzeug (wegen mir eine Säge oder eine Fräsmaschine). Wenn man einmal weiß wie es funktioniert benutzt man es einfach.

Aber das alles klingt schlimmer als es ist.
Ich halte die 50% von Chefkoch für übertrieben. Von diesen 50% ist ein großer Teil in Vorlesungen, die vordergründig nichts mit Mathe zu tun haben, sondern dies nur als "Werkzeug" benutzen.

Informatik an einer Universität ist allerdings ein ganz anderes Kaliber.
Dort wird eindeutig mehr theoretisch gearbeitet.
Bei Uni-Informatik würde ich mindestens 60% Mathematik ansetzen. Diese Mathe wird es dann aber auch in sich haben. Da wird dann Leistung verlangt.

Ganz wichtig:
Begeht niemals den Fehler ein Studium nach Kriterien wie "Mathegehalt" oder "Durchfallquote" auszusuchen.
Studiert das, was euch interessiert, was euch Spass macht.

Ich hätte auch Wirtschaftsinformatik studieren können, aber ich interessiere mich halt nun mal nicht für "Shareholder Value" und "Eingekapitalrentabilität".
 
Boron schrieb:
´snip´Ich halte die 50% von Chefkoch für übertrieben. Von diesen 50% ist ein großer Teil in Vorlesungen, die vordergründig nichts mit Mathe zu tun haben, sondern dies nur als "Werkzeug" benutzen.

Informatik an einer Universität ist allerdings ein ganz anderes Kaliber.
Dort wird eindeutig mehr theoretisch gearbeitet.
Bei Uni-Informatik würde ich mindestens 60% Mathematik ansetzen. Diese Mathe wird es dann aber auch in sich haben. Da wird dann Leistung verlangt.

Bei der TH-Aachen handelt es sich um eine Uni! ;)

Info
 
Schau doch mal auf der HP der Uni. Normalerweise gibts doch die Stundenpläne der Studienfächer dort online; dann siehst du, was auf dich zu kommt.
 
also studiere bloß keine reine informatik!
hat mir selbst mein ehemaliger programmierlehrer von abgeraten.

ich mache momentan FOS und mathe ich richtig hart, vor allem in Leipzig :)

lieber medieninfo oder soetwas.
 
Also ich war auch nie die Matheleuchte, konnte mich aber dafür begeistern, also ähnlich wie du. Jetzt studiere ich seit 8 Semestern Informatik mit Medienwissenschaften. Mitlerweile hab ich mich auf Computergrafik eingeschossen, und es macht mir zunehmend immer mehr Spass. Das was ich an Mathe brauchte wurde mir eigentlich auch beigebracht.

Wir hatten auch ziemliche Mathenieten (zähle ich mich auch fast dazu) dabei, aber auch die haben es im Grunde überwunden.

Meiner Meinung nach macht es sogar mehr Sinn Informatik ohne Programmierkenntnisse zu studieren, denn die mit Vorkenntnissen hatten auch nicht weniger Probleme, da man an der Uni gleich lernt wie man "richtig" programmiert, und das fällt nunmal einfacher, wenn man nicht vorher schon alles zusammenfrickeln konnte.

Computergrafik ist eins der Mathelastigsten Themengebiete die es gibt soweit ich weiß, also ist das der Beweis dass man sich so durchfuxen kann. Der Unterschied zur Schulmathematik ist der, dass man im Studium i.d.R. auch gleich ein konkretes Anwendungsgebiet hat, und nicht nur der mathematik willens den Mist pauken muss. Allerhöchstens am Anfang in den Mathe Grundkursen.

Es ist wie immer, wenn man bereit ist sich dafür zu begeistern ist es eigentlich egal was man für Vorwissen hat.

PS: Die 60% Mathegehalt von Boron möchte ich so nicht unterschreiben. Meiner Meinung nach ist es wesentlich weniger. Wie er schon sagte, am Anfang lernt man einen Teil Mathe, und benutzt es danach nurnoch. Das ist dann logischerweise kein Problem mehr.


PPS: @king_nothing84
Medieninfo ist ein komplettes Infostudium mit einem Schwerpunkt auf Computergrafik, also versteh ich nicht wovon du redest. :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Green Mamba

ich kann dir nur sagen was mir mein programmierlehrer empfohlen hatte.
keine reine informatik studieren sondern eher medieninformatik.
das soll nicht so schwer sein im vergleich zum anderen.

nichts gegen dich aber der lehrer ist doktor auf diesem gebiet und sollte schon wissen von was er redet.
 
Naja, und ich mach es halt grad selbst. Ich kenne ja mitlerweile beide Prüfungsordnungen im Vergleich.
Aber vielleicht ist das ja auch von Uni zu Uni oder zwischen den Bundesländern verschieden. :rolleyes:

Übrigens vorsicht, Doktor heißt nicht dass er sich mit den verschiedenen Studiengängen genau auskennt. ;)
 
auch nicht wenn er es selbst studiert hat?

außerdem hat jeder eine andere auffassung von schwieriger mathematik.

aber lassen wir das, wir werden uns da eh nicht einigen können ;)
 
also ich stud. volkswirtschaft und ich glaube ich habe bisher noch keine klausur gehabt wo mathematik nicht drin war :) also denke ich mir mal dass informatik erst recht krass ist.

@timo: allerdings...es laufen wirklich viele ahnungslose akademiker an den unis rum. wenn man sie auch nur ein mm abweichend von ihrem fachgebiet was fragt, dann wird schnell zurück gerudert.
 
Wirklich helfen kann ich dir nicht aber es ist doch so dass allgemein Programmieren (was ja auch ein wichtiger Punkt bei Informatik ist) und Mathe schon einiges gemeinsam haben, wenn auch indirekt wie z.B.: das man eine glasklare Logik braucht, oder auch es eigenständig schafft, Lösungsmöglichkeiten zu Aufgaben zu finden. Als ich mal eine Weile mich mit Programmieren beschäftigte, damals war es C++, hatte ich doch den Eindruck das Mathe dadurch interresanter und einfacher war.
 
Ich kann Dir nur den Rat geben das zu studieren was Dich interessiert! Wenn Du in dem Fach schelcht bist...ist es erstmal nicht so schlimm! Interesse und Motivation ist erstmal wichtiger und schließlich hat man nur ein Leben.
 
Ich mach Informatik an einer FH und Mathe (direkt) gibts im Grundstudium, also 1. - 3. Semester.

Die Themen bei uns sind:

1. Semester:
-Mengenlehre
-Komplexe Zahlen
-Graphentheorie
-Induktionsbeweise
-Algebraische Strukturen

2. Semester:
-Determinanten
-Matrizen
-LGS

3. Semester:
-Kombinatorik
-Wahrscheinlichkeitsrechnung
-Statistik
-Computergraphik

Logik ist im 1. Semester ein extra Fach mit vier SWS.
 
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