Hallo?
Schreibt mal etwas zum Thema. Wieso wird immer über den 2.Weltkrieg geredet, wenn im Titel das schöne Wort "modern" steht?
Ich habe zwar auch eine Meinung zu Japan etc, verkneife sie mir hier aber einfach mal.
Meine Meinung zum modernen Weltkrieg ist etwas von der Tagespolitik geprägt. Wer gerade mit wem Probleme hat.
Z.B.: Vor gut fünfzehn Jahren wäre die Frage nach den Gegnern leicht gewesen: USA gegen die UDSSR.
Später dann Länder wie Nordkorea. Bei den aktuellen Streitigkeiten zwischen der Türkei und Israel merkt jeder, wie schnell zwei ehemals gute politische Partner aneinander geraten können. Wenn nicht aufgepasst wird, eskaliert soetwas dann militärisch und zieht andere Länder aufgrund von Bündnissen mit hinein.
Vgl.: 1.Weltkrieg
Ich interessiere mich also weniger für die technischen Aspekte eines modernen Krieges, die man ja nicht wirklich genau genug diskutieren könnte. Den meisten von uns fehlt wohl der genaue Einblick in moderne Kriegstechnik bzw. die Möglichkeit, zu sagen, welche Waffensysteme in 5-10 Jahren en vogue sein könnten.
Daher mache ich mir Gedanken über die potentiellen Kriegsgegner und den Verlauf der Kampflinien über den Globus.
Ich denke, dass heutzutage kein wirklich weltweiter Krieg mehr möglich wäre, wie zu Zeiten des 2.Weltkriegs, da damals auch durch die Commonwealth-Abhängigkeiten Länder wie Australien mit in den Krieg ziehen "durften".
In Zeiten der Globalisierung sollte jedes halbwegs modern aufgestellte Land an seinen guten Handelsbeziehungen mit anderen Staaten interessiert sein und keine militärischen Aktionen mittragen, die das Land selbst nicht positiv
beeinflussen würden. Ein Szenario könnte ja sein, China durch Militär wirtschaftlich zu zerstören, um eine massive
Abhängigkeit der gesamten Welt von einem Land zu unterbinden - nur mal ins Blaue hinein und etwas Phantasie a la Crysis dazugepackt ;-)
Wenn dann die gesamte Welt gegen ein Land zu Felde ziehen würde, gäbe es logischerweise auch Unterstützer Chinas. Allerdings ist die Frage, wo dann wirklich die Frontverläufe wären und ob man die Kampfhandlungen nicht sehr schnell diplomatisch beenden wollen würde, wie es sich für moderne und zivilisierte Länder gehört. Denn man würde wohl schnell einsehen, dass Kriege den modernen westlichen
Ländern nicht wirklich etwas bringen. Denn sie sind wirtschaftlich starke Länder, die Fachkräfte und Export-
überschüsse benötigen. Beides Dinge, die im Zustand des Krieges schwer möglich wären und die Versorgung der eigenen Armeen mit Geld und Material sehr stark limitieren würde.
Kriege bringen heute doch nur den relativ armen Ländern etwas, die einen relativ geringen ökonomischen Schaden durch eine gelähmte Binnenwirtschaft hätten im Vergleich zum "Kriegsgewinn", eventuellen Reparationen und Plünderungen beim Gegner.
Etwas Anderes ist es, wenn man sich den kurzen Georgienkrieg anschaut, wo man ja politisch etwas beeinflussen wollte - mit Hilfe der Truppen. Solche Situationen sind meiner Meinung nach allerdings kein Krieg, sondern maximal ausgeweitete Konflikte, da sie schnell beendet werden. Auch aufgrund der vielleicht sehr krassen Disparitäten zwischen den Parteien.