Wie schlimm ist es, sich jetzt noch einen IPv4 Router zu kaufen?

Das ist absolut kein Problem...das Endanwender @Home weiterhin IPv4 verwenden ist kein Nachteil - schließlich brauchst du ja keine rießigen IP-Ranges...
 
Verkauft wird der noch. Wird wohl nur keine Firmware Updates geben.

Zur Frage:
Und wie schlimm das ist? Nun ja, informiere dich bei deinem ISP, ab wann es nur noch "IPv6 only" gibt. Wir können da nur Rätsel raten.
 
Hallo,

ich habe noch mal ein bisschen Gegoogelt und bin auf ein neueres Modell gestoßen: Cisco RV042G-K9-EU. Der hat IPV6 und noch nicht sein END-OF-SALE erreicht.

Noch eine Frage: das DSL-Modem ist ja ein externes Gerät. Kann man da jedes beliebige nehmen? Und wo werden die PPPoE-Verbindungsdaten zum einwählen hinterlegt?

Gruß,
CPU
 
MoinMoin,

CPU schrieb:
wie schlimm ist es, wenn ich mir jetzt noch einen IPv4 Router, den Cisco RV016 Multi-WAN-VPN-Router von Cisco, kaufe?

IPv6 wird kommen. Im Business-Umfeld bekommt man es auf Nachfrage und für Endkunden wird es in den nächsten Jahren auch Umstellungen geben.
Insofern: reine IPv4-Unterstützung ist zu wenig.

Im Gegensatz zu Werkans Behauptung: Es gibt ein aktuelles Firmware-Release (Juni 2012). EOL ist lediglich die chinesische Variante (wahrscheinlich weil dort IPv6 stärker genutzt wird).

Das ist leider der Einzige, der alle meine Wünsche erfüllt ...

Welche Wünsche hast Du denn?
Auch andere Hersteller haben hübsche Router.

@Melvorx: In den Datenblättern, auch denen die im Review verlinkt sind, steht ausschließlich was von IPv4. Insofern stellt sich die Frage, wie gut und in welchem Umfang er mit IPv6 umgehen kann.


Cu,
Chris
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung zu Melvorx/IPv6)
Bei dem Bild hier steht doch IPv6? :/

cisco_rv016v3_network_ipv6.jpg
 
MoinMoin!

Melvorx schrieb:
Bei dem Bild hier steht doch IPv6? :/

Und was hilft das? Ist das eine Aussage darüber, ob wirklich alle Features gleichwertig in IPv4 und IPv6 unterstützt werden? - Nein, ist es nicht.
Es wäre nicht das erste Gerät, dass zwar rudimentäre IPv6-Unterstützung mitbringt, aber bei weitergehenden Funktionen lediglich auf Basis von IPv4 arbeitet.

Da hilft im wesentlichen nur die Lektüre der Konfigurationsanleitung und der Releasenotes. Im Zweifelsfall gilt die Herstelleraussage (Datenblätter/Handbücher/etc.).


Cu,
Chris
 
Zuletzt bearbeitet: (Bild entfernt)
Hallo,

der Cisco RV042G-K9-EU kann aber doch richtiges IPv6, so steht es zumindest im Datenblatt.

@ "Welche Wünsche hast Du denn? Auch andere Hersteller haben hübsche Router."
Es sollte ein Router sein, der VPN kann und kein WLAN hat (zusätzlich natürlich auch DHCP-Server und den restlichen Standard). Nice to have: DSL-Modem integriert, 13+ Ethernet-Anschlüsse um gleich einen Switch zu ersetzen.

Und noch meine Frage von oben: das DSL-Modem ist ja ein externes Gerät. Kann man da jedes Beliebige nehmen? Und wo werden die PPPoE-Verbindungsdaten zum einwählen hinterlegt?

Gruß,
CPU
 
MoinMoin,

CPU schrieb:
der Cisco RV042G-K9-EU kann aber doch richtiges IPv6, so steht es zumindest im Datenblatt.

Dann schau Dir mal die Cisco-Anleitung an. Mit der Suchfunktion klapperst Du dann alle Funktionen ab, die mit "IPv4 only" gekennzeichnet sind.
Manche sind mit IPv6 definitiv unnötig, bei anderen könnte es später mal sein, dass man sie doch braucht (z.B. zeitgesteuerte ACLs und DHCP Relay).

@ "Welche Wünsche hast Du denn? Auch andere Hersteller haben hübsche Router."
Es sollte ein Router sein, der VPN kann und kein WLAN hat (zusätzlich natürlich auch DHCP-Server und den restlichen Standard). Nice to have: DSL-Modem integriert, 13+ Ethernet-Anschlüsse um gleich einen Switch zu ersetzen.

-> Privat oder gewerblich?
-> Anzahl der gleichzeitigen VPN-Verbindungen? (Site-to-site und end-to-site)


- Wenn Du eine virtuelle Umgebung laufen hast, dann schau Dir mal die Sophos UTM in der Essential-Variante an.
- Falls Du einen Linux-Server bei Dir laufen hast, dann schau Dir OpenVPN an und dazu dann einen Standard-Router.
- Wenn Du Modem, Router und Switch in einem kombinierst, hast Du einen netten Single Point of Failure.

Für den privaten Bereich reichen die Bastellösungen mit OpenVPN i.d.R. aus. Insbesonders wenn auch ein NAS vorhanden ist, was die OVPN-Verbindungen annehmen kann.
Im gewerblichen Bereich wirst Du entweder auf die bereits genannten Cisco-Geräte o.ä. von Lancom/bintec/etc. zurückgreifen müssen. Je nachdem was sonst noch gefragt ist, käme evtl. auch eine "richtige" Sophos UTM in Frage, aber dann sind wir in einem anderen Preissegment.

Mit dem Risiko zwei Geräte kaufen müssen, kannst Du jetzt auch einen beliebigen passenden Router ohne IPv6 kaufen und stellst dann zum spätest möglichen Zeitpunkt um. U.U. legst Du Dir damit aber selbst einen Stein in den Weg.

Und noch meine Frage von oben: das DSL-Modem ist ja ein externes Gerät. Kann man da jedes Beliebige nehmen? Und wo werden die PPPoE-Verbindungsdaten zum einwählen hinterlegt?

Der Router verwaltet die Credentials. Da zwischen Modem und Router "Ethernet" gesprochen wird, sollte je Kombination laufen, die PPPoE unterstützt.

Cu,
Chris
 
Hallo,

Joe Dalton schrieb:
-> Privat oder gewerblich?
klein gewerblich würde ich sagen: ~ 10 Clients.

Joe Dalton schrieb:
-> Anzahl der gleichzeitigen VPN-Verbindungen? (Site-to-site und end-to-site)
0 Site-to-site und max. 2 End-to-Site Verbindungen zur selben Zeit (TauVPN/Windows).

Joe Dalton schrieb:
- Wenn Du eine virtuelle Umgebung laufen hast, dann schau Dir mal die Sophos UTM in der Essential-Variante an.
Nein, keine virtuelle Umgebung.

Joe Dalton schrieb:
- Falls Du einen Linux-Server bei Dir laufen hast, dann schau Dir OpenVPN an und dazu dann einen Standard-Router.
Wird jetzt durch ein NAS von QNAP ersetzt.

Joe Dalton schrieb:
- Wenn Du Modem, Router und Switch in einem kombinierst, hast Du einen netten Single Point of Failure.
Auch wieder wahr. Aber 5x4-Port Switches sind doch auch nicht der Hammer, oder?

Joe Dalton schrieb:
Im gewerblichen Bereich wirst Du entweder auf die bereits genannten Cisco-Geräte o.ä. von Lancom/bintec/etc. zurückgreifen müssen. Je nachdem was sonst noch gefragt ist, käme evtl. auch eine "richtige" Sophos UTM in Frage, aber dann sind wir in einem anderen Preissegment.
Ich denke, dass das Cisco-Gerät ganz in Ordnung ist. eine "richtige" Lösung kommt eher nicht in Frage, da Alles etwas putziger ist :)

Joe Dalton schrieb:
Der Router verwaltet die Credentials. Da zwischen Modem und Router "Ethernet" gesprochen wird, sollte je Kombination laufen, die PPPoE unterstützt.
Achso, also ist es egal, was für ein DSL-Modem ich an den Router hänge? Das ist gut. Kannst Du mir gerade ein gutes IPv6-DSL-Modem empfehlen?

Danke & Gruß,
CPU
 
Was spricht denn gegen ein 16 Port Switch?
 
MoinMoin,

CPU schrieb:
klein gewerblich würde ich sagen: ~ 10 Clients.
0 Site-to-site und max. 2 End-to-Site Verbindungen zur selben Zeit (TauVPN/Windows).

Ok, das ist nicht so wild.

Wird jetzt durch ein NAS von QNAP ersetzt.

Dann schau Dir das hier an: QNAP VPN. Damit vereinfacht sich die Router-Auswahl erheblich.

Auch wieder wahr. Aber 5x4-Port Switches sind doch auch nicht der Hammer, oder?

Wenn einer ausfällt, dann kannst Du den recht einfach tauschen. Bzw. hast evtl. sowieso einen Ersatzswitch rumliegen. Aber warum fünf Switches? Hol Dir einen einfachen Cisco/HP/etc. Switch mit 24 Ports. Die einfachen Smart Managed Switches dürften ausreichend sein, was die Konfigurationsmöglichkeiten angeht.

Ich denke, dass das Cisco-Gerät ganz in Ordnung ist. eine "richtige" Lösung kommt eher nicht in Frage, da Alles etwas putziger ist :)

Den Cisco kannst Du gerne nehmen, nur sehe ich in Deinem Fall den Sinn nicht. VPN kannst Du über die QNAP abfackeln und der Rest ist Standard. Ein Router für 50.- EUR leistet das selbe.

Achso, also ist es egal, was für ein DSL-Modem ich an den Router hänge? Das ist gut. Kannst Du mir gerade ein gutes IPv6-DSL-Modem empfehlen?

Dein ISP wird Dir wahrscheinlich ein Modem bzw. einen Router zur Verfügung stellen. Teilweise ist das bei Störungen/Servicefällen einfacher zu handhaben, weil er sich nicht auf "Deine" Fremdhardware berufen kann.

Ecklig wird es beispielsweise nur, wenn Dein Anbieter Dir einen Router als Modemverschnitt konfiguriert und Du damit NAT-Probleme bekommst (siehe z.B. Kabel BW). Wichtig ist in dem Kontext nur, dass Du an Deinem Router die öffentliche IP direkt anliegen hast.

Cu,
Chris
 
Hallo,

Joe Dalton schrieb:
Wenn einer ausfällt, dann kannst Du den recht einfach tauschen. Bzw. hast evtl. sowieso einen Ersatzswitch rumliegen. Aber warum fünf Switches? Hol Dir einen einfachen Cisco/HP/etc. Switch mit 24 Ports. Die einfachen Smart Managed Switches dürften ausreichend sein, was die Konfigurationsmöglichkeiten angeht.
Wenn einer ausfällt ist das ja problematisch, weil ja alle "ineinander" gesteckt sind: der erste in den zweiten, der zweite in den dritten usw. Wenn der dritte ausfällt, dann hat ja ein Teil noch Netzwerkverbindung und der andere Teil nicht mehr. Das ist unschön (naja, wie man es eben sieht - oder: an welchem Rechner man eben sitzt ;-)). Das Kabelwirwar ist aber noch interessanter (5-Netzteile u.a.). 5x4 Port. Warum? keine Ahnung. Wahrscheinlich weil es erst einen Rechner gab und dann vier und dann sechs und dann neun und man nicht mal gedacht hat: villeicht wird es mal 10 Rechner geben und ich kaufe einen einfachen unmanaged Switch. Btw: der Switch muss garnicht managed sein.

Joe Dalton schrieb:
Dein ISP wird Dir wahrscheinlich ein Modem bzw. einen Router zur Verfügung stellen. Teilweise ist das bei Störungen/Servicefällen einfacher zu handhaben, weil er sich nicht auf "Deine" Fremdhardware berufen kann.

Ecklig wird es beispielsweise nur, wenn Dein Anbieter Dir einen Router als Modemverschnitt konfiguriert und Du damit NAT-Probleme bekommst (siehe z.B. Kabel BW). Wichtig ist in dem Kontext nur, dass Du an Deinem Router die öffentliche IP direkt anliegen hast.
Klar hat der ISP einen Router+Modem zur Verfügung gestellt. Der lässt aber z.B. keine VPN-Tunnel zu und ist so ein "Endnutzergerät" mit vielen bunten Bildchen und nichts da hinter, wenn Ihr versteht ...

Aber ich habe zu Hause noch dieses einfache DSL-Modem rum stehen, weil ich es (leider!) gegen einen Netgear Router+Modem ausgetauscht habe. Und das könnte man dann ja nehmen.

Gruß,
CPU
 
MoinMoin,

CPU schrieb:
Wenn einer ausfällt ist das ja problematisch, weil ja alle "ineinander" gesteckt sind: der erste in den zweiten, der zweite in den dritten usw. Wenn der dritte ausfällt, dann hat ja ein Teil noch Netzwerkverbindung und der andere Teil nicht mehr. Das ist unschön (naja, wie man es eben sieht - oder: an welchem Rechner man eben sitzt ;-)). Das Kabelwirwar ist aber noch interessanter (5-Netzteile u.a.). 5x4 Port. Warum? keine Ahnung. Wahrscheinlich weil es erst einen Rechner gab und dann vier und dann sechs und dann neun und man nicht mal gedacht hat: villeicht wird es mal 10 Rechner geben und ich kaufe einen einfachen unmanaged Switch. Btw: der Switch muss garnicht managed sein.
Wenn da 5 kleine Switches auf dem Haufen sind, dann ist sowieso was falsch. Wenn in unterschiedlichen Räumen jeweils ein Switch ist, dann passt es wieder.

Die Smart Managed Switches mit 16 bzw. 24 Ports kosten unwesentlich mehr als das entsprechende "dumme" Pendant. Insofern würde ich durchaus einen Switch nehmen, mit dem ich ein wenig meinen Verkehr kontrollieren kann. Allein schon um einen Loop o.ä. abzufangen.

Klar hat der ISP einen Router+Modem zur Verfügung gestellt. Der lässt aber z.B. keine VPN-Tunnel zu und ist so ein "Endnutzergerät" mit vielen bunten Bildchen und nichts da hinter, wenn Ihr versteht ...

Mehr als Port Forwarding brauchst Du erstmal nicht. Zumindest wenn Du VPN über die QNAP erschlägst. Und wenn Du mehr verrätst als "Endnutzergerät", dann kann man Dir evtl. sogar sagen, ob die bunten Bildchen ausreichend sind.

Aber ich habe zu Hause noch dieses einfache DSL-Modem rum stehen, weil ich es (leider!) gegen einen Netgear Router+Modem ausgetauscht habe. Und das könnte man dann ja nehmen.

Und wenn irgendwas an der Leitung ist, wird Dich der Support evtl. auffordern das ursprüngliche Modem anzuhängen...
Keine Ahnung was Du da vor hast, aber wirklich clever klingt es nicht.

Da ich hier auch jahrelang einen Netgear Modem-Router hatte: Was spricht denn so im allgemeinen gegen den? (bis auf die arg magere Konfigurationsoberfläche)


Cu,
Chris
 
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