Wie weitermachen nach dem Abitur?

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Gute Frage

Gast
Hallo Leute,

ich sitze heute in genau 9 Wochen vor meiner ersten Abiturprüfung (M-V). Die anderen werden danach folgen und ich werde mein Abi mit irgendwas zwischen 2,5 und 3,0 abschließen, vllt. auch etwas besser.

Nur leider habe ich gar keine Ahnung, was ich nach der Schule mit meinem Leben anfangen soll.

Meine Stärken liegen im fremdsprachlichen Bereich und (zumindest andere behaupten das von mir) im sozialen Bereich, insbesondere beim Umgang mit Kindern. Ich spreche Englisch, Schwedisch und Spanisch. Meine Noten in den Sprachen spiegeln meine wirklichen Leistungen leider oft nicht wider. Eigentlich interpretieren wir nur noch Texte... Was nützt es mir da bei Korrektheit und Ausdruck 15 Pkt. zu haben, wenn ich inhaltlich leider nur 2 Pkt. habe? Auf dem Zeugnis reicht es aber für Noten zwischen 10 und 13 Punkten.

Außer einem knapp 3 wöchigen USA-Aufenthalt als privat organisierte Schulstudienfahrt mit unserem ehemaligen Klassenlehrer habe ich leider nichts dergleichen vorzuweisen.

Meine Schwäche würde ich sagen liegt ganz klar im naturwissenschaftlichen Bereich. Mathe habe ich schon 2 Semester mit jeweils 4 Pkt. unterpunktet, eines mit 5 Pkt. gerade so bestanden. Aktuell siehts mit 3 Pkt. auch nicht gut aus. Biologie und Chemie habe ich seit der Oberstufe nicht mehr.

Ansonsten interessiere ich mich für Computer, Autos, prinzipiell Technik allgemein.

Ich war schon auf zwei Jobmessen, u.a. in Rostock, nur leider habe ich dort überhaupt nichts für mich entdecken können bzw. nichts hat mir zugesagt. Mein Vater hatte mir die Polizei nahegelegt, ich glaube zwar nicht, dass es was für mich wäre (falsche Mentalität), aber ich behalte es im Hinterkopf.

Habt ihr irgendwelche Ideen/Anregungen/etc. für mich?
 
Studieren. Ausbildung ist nur eine Sackgasse. Wer Abi hat soll gefälligst die Chance zum studieren nutzen.
 
Zeit Studienführer ist ein Anfang ;)

Allgemein klingt das alles als wärst du mehr Praxis als Theorie Interessiert.

Doch für eine Studium mit der man im Beruf und der Praxis gut weiterkommt ist nun mal meistens theoretischer Natur, und dadurch muss man sich halt quälen können.

Wenn man das nicht kann, sieht es schlecht aus ...
 
Meine Güte. Wenn du tatsächlich studieren willst.
Was es für Möglichkeiten gibt.
Falls es wirklich was mit Sprachen werden soll:

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2012-01/studiengaenge-sprache
Und das ist nur ein Teil der möglichen Studiengänge.


Zudem muss man sagen. Zwar liegen deine Stärken in der Schule bei den Fremdsprachen.. das heißt aber nix. Die Möglichkeiten sind vielfältig.. es fallen zwar einige Sachen weg, weil sich gezeigt hat, dass du mit Naturwissenschaften nicht so gut kannst. Dennoch gibt es soviel Auswahl. Wie wäre es z.B. mit Bibliothekswissenschaften?
 
Praxisorientiertes Arbeiten liegt mir viel mehr als nur die Theorie. Es ist nicht so das ich die Theorie verteufle und stinklangweilig finde und nichts mit ihr zu tun haben möchte, aber wie gesagt, ich würde die Praxis immer vorziehen.

Es ist ja gerade das Problem, dass ich eigentlich überhaupt keine Lust auf ein Studium habe und auch gar kein Plan was. Ich habe keine Lust, nach 12 Jahren Schule von einer Vorlesung zur nächsten zu hetzen und am Ende noch das Burnout-Syndrom zu haben. Die Bachelor und Master Studiengänge sind doch hoffnungslos mit Stoff zugepackt. Nee, das ist gar nicht meins.

Eine Ausbildung wäre eher etwas für mich, doch leider gibt es dort kaum etwas, was ein Abitur voraussetzt oder man wirkliche Entrwicklungschancen hat. Sowas wie KFZ-Mechaniker zum Beispiel, was mit einem Abitur kein Sinn macht, davon abgesehen das ich dann 19 bin wenn ich die Ausbildung anfangen würde und die Anderen dann schon ausgelernt haben...
 
Lehramt mit Schwerpunkt auf Sprachen?
Fester Job, viele Frauen im Studiengang etc, später Umgang mit Kindern etc.

Hier an der Uni Oldenburg gibt es unglaublich viele Lehramtler(-innen).
http://www.studium.uni-oldenburg.de/cman/dateien/Flyer/FaecherkombinationenLehramt.pdf

Da findest du Auszüge welche Kombinationen du studieren könntest. Z.b. Hauptschullehramt Angelistik / Technik(?)

Allgemein was mit Technik zu studieren hilft dir mit Schwächen im naturwissenschaftlichen Bereich auf jeden Fall nicht weiter. Für Lehramt könnte es dann aber doch reichen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Typisch Jugendliche
"Praxis ist mehr was für mich als Theorie"

Ich würde sagen, das behaupten 95% aller jungen Leute.. meistens sogar noch während des Studiums. So richtig stellt sich doch erst später heraus, wer man wirklich isst.


Aber wer vor dem Abi schon Angst vor überfrachteten Bachelorstudiengängen und dem Burnoutsyndrom hat, sollte am besten eine Ausbildung als Leichenbestatter anfangen. Is besser für die Nerven.
 
Also wenn ein Studium nichts für dich ist, wirst du wohl ne Ausbildung machen müssen.

Ich rate dir dazu, einen handwerklichen Beruf zu erlernen. Das kannst du, wenn du geschickt bist, in zwei Jahren schon schaffen. (über Verkürzung der Dauer, ne Menge Papierkram)
Schlosser zB wäre sicher was für dich, viel Praxis, Abwechslung, usw.

Wenn du das in der Tasche hast, hast du viele Möglichkeiten: Du kannst erst mal eine Zeit lang arbeiten, du kannst deinen Meister machen (und damit hast du dann Aufstiegschancen) oder du kannst dann doch, wenn du dich umentschieden hast, studieren gehen.

Und falls du beim Studium versagst, hast du noch deine fertige Lehre und kannst halt wieder anfangen zu arbeiten.
 
Jace schrieb:
Typisch Jugendliche
"Praxis ist mehr was für mich als Theorie"

Ich würde sagen, das behaupten 95% aller jungen Leute.. meistens sogar noch während des Studiums. So richtig stellt sich doch erst später heraus, wer man wirklich isst.


Aber wer vor dem Abi schon Angst vor überfrachteten Bachelorstudiengängen und dem Burnoutsyndrom hat, sollte am besten eine Ausbildung als Leichenbestatter anfangen. Is besser für die Nerven.

Vielleicht ist das Jammern auf hohem Niveau. Mag sein, streite ich nicht ab. Das ich mit Theorie nicht viel anfangen kann, das sehe ich seit Jahren an meinen Noten und meinen Hobbies. Schrauben, programmieren, Sachen reparieren, also (bis auf programmieren) praxisorientierte Sachen.

Ausbildung als Leichenbestatter ist übrigens eine ganz gute Idee, wäre ich nicht allzu abgeneigt, danke dafür. Da hat dein Sarkasmus sogar mal ins Schwarze getroffen.
 
Nein das ist kein Jammern auf hohem Niveau, das ist einfach nur eine (potentiell) falsche Selbsteinschätzung. Ich meine.. mag ja sein, dass du Recht hast. Aber nicht zwangsläufig.
Z.B. deine Argumentation. Die meisten Menschen haben "praktische" Hobbys. Trotzdem gibt es genug davon, die durchaus was mit theoretischer Ausbildung anfangen können.
Oder denkst du alle Studenten sind Bücherwürmer und Nerds?

Nochmal mein Punkt. Die meisten Menschen die ein Studium anfangen würden von sich behaupten, sie sind mehr Praktiker als Theoretiker. Dennoch studieren sie.. und viele schaffen das Studium auch. Wie passt das zusammen? Übrigens ist Programmieren auch Praxis.

Klar ist es besser zu sagen "Bin mehr Praktiker als Theoretiker", genau wie "Ich verstehe lieber als auswendig zu lernen".. Das sind aber ehrlich gesagt nur Floskeln ohne jegliche Aussagekraft.
Eben weil die Leute sich nicht realistisch selber einschätzen können. Ich kanns ja auch nicht. Ich würde am Ende des Tages auch sagen, ich bin eher praktisch veranlagt, als theoretisch bewandt. Und das obwohl mir die Erfahrung eigtl was anderes gezeigt hat.

Niemand fängt ein Studium an, weil er trockene Theorie geil findet, sondern weil die Menschen sich entweder für das Fach an sich interessieren oder für die Karriere nach dem Studium (sieht man von den Leuten ab, die einfach nicht wissen was sie tun soll und deswegen studieren). Und wenn du partout nicht davon abzubringen bist. Es gibt noch die FH.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja...wo der Unterschied zwischen Uni und FH zumindest im Ingenieursbereich liegt, würde ich gerne mal wissen.
Wir haben mal verglichen und da gabs keinen Unterschied außer natürlich von der immer individuellen Organisation was Labore (Versuche) und so angeht.
Aber der Stoff war doch ziemlich gleich theoretisch und praktisch.
 
Ich würde dir eine praxisorientierte Ausbildung an einer Fachhochschule empfehlen, die für einen sozialen Beruf qualifiziert. "Soziale Arbeit" oder "Pädagogik der Kindheit" wären zwei Studiengänge, die deinen Stärken entgegen kommen würden und wo du sehr gute Berufsaussichten hättest.
 
Was hier ein wenig aus den Augen geraten ist, ist die Tatsache, dass du scheinbar die Texte, die du interpretieren sollst, nicht verstehst. Das klingt für mich total paradox, bei deinen Fähigkeiten.
Desweiteren was ist bei der Polizei die falsche Mentalität? Bist du ein hemmungsloser Punk oder wie?

Ich kann dir nur empfehlen dich dort einzuschreiben, wo du meinst, dass es dir gefallen könnte.
Habe schon von vielen gehört, dass z.B Mathematik an der Uni eine komplett andere ist, als in der Schule.
So dass bei vielen, die von sich behaupteten, dass sie keine Ahnung von Mathematik hätten, sich herausstellte, dass sie eigentlich ganz gut damit klar kommen.
Kannst dich ja jederzeit umentscheiden.
 
Nach den ersten 3 Antworten habe ich aufgehört zu lesen, willst du als Abiturient wirklich Ratschläge von Usern, die kaum einen fehlerfreien deutschen Satz tippen können?
 
@Doc Foster:
Immer noch besser als von Leuten welche nichts zu sagen haben, es aber trotzdem tun - wohl aus langweile oder weil sie nichts besseres zu tun haben?

Über 2500 Beiträge in einem Computerforum zeugt daneben auch nicht gerade von sinnvoller Prioritätensetzung im Leben. ;)
 
Mein Tipp, wenn du nicht weißt was du nach dem Abi machen willst --> 1 Jahr Bundeswehr oder Soziales Jahr, das wäscht einem den Kopf (in welcher Richtung auch immer) und gibt einem Zeit zum nachdenken.

Ausbildung mit 20 ist dann auch kein Thema, nur weil andere mit 16 in die Ausbildung gehen heißt das nicht, das man mit 20 zu alt ist. Ich habe mit 25 eine Ausbildung gestartet :D.

Studium: einfach mal die genannten Studienführer durchgehen, es gibt sooooo vieles.
 
Etwas Off Topic, aber als jemand, der keinen Wehrdienst und damit auch keinen Zivi leisten musste, interessiert mich das einfach.
Wie soll einem das Jahr Bundeswehr/Bufdi bitte dabei helfen zu finden, was man später machen will?

Ich meine klar.. wenn man im Kindergarten arbeitet und dadnn merkt, das is was für einen..
 
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