Win10 startet nur mit "Schutz des Antischadsoftware-Frühstarts deaktiviert"

roseblood11

Cadet 3rd Year
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Hallo,

ich habe ein Problem mit dem Sytemstart.
Ich kann Win 10 Pro nur dann korrekt starten, wenn ich mit Umschalt+F8 in die erweiterten Startoptionen gehe und dort "Schutz des Antischadsoftware-Frühstarts deaktivieren" anwähle.

Bei normalem Start geht sofort die Aktivität des Systemlaufwerks (SSD) so hoch, dass Win 10 extrem verlangsamt wird und quasi nicht mehr benutzbar ist. Reaktionen kommen um Minuten verzögert oder gar nicht. Im Ressourcenmonitor gab es ein für mich unklares Bild, die Auslastung der SSD war ständig bei 100% durch Schreibzugriffe von verschiedenen Systemprozessen, ich habe aber nicht den einen identifizieren können, der deutlich nach oben herausstach. Allerdings war der Rechner kaum zu bedienen, blieb auch dabei immer wieder lange ganz hängen, so dass ich da nicht wirklich viel machen konnte. Jetzt kam auch noch das automatische Windows-Update dazwischen, was bei jedem Start einen neuen Versuch startete, aber nach langer Zeit (Stunde) dann jeweils abbrach und den Misserfolg meldete ("Änderungen werden rückgängig gemacht"). Auch der Versuch, im abgesicherten Modus zu starten lief in dieses Update rein und blieb hängen, ich musste den Rechner dann ausschalten.

Wie gesagt, nach Anwahl von "Schutz des Antischadsoftware-Frühstarts deaktivieren" hat der Start jetzt geklappt, der Rechner läuft soweit, keine anormale Aktivität auf der Platte. Windows meldet auch korrekt, dass ein Update nicht durchgeführt werden konnte. Das ganze ist reproduzierbar, bei normalem Start tritt wieder das beschriebene Verhalten auf.

Vorgeschichte:
Es waren unabhängig voneinander zwei Dinge in den Tagen zuvor aufgefallen:

a) Firefox war beim Versuch, eine sehr große Datei (>4GB) runterzuladen, hängengeblieben. Auch bei Neustarts war es dann total verlangsamt oder stürzte ganz ab. Bin auf Edge und Chrome umgestiegen, der Download gelang mit Edge, daraufhin habe ich Firefox deinstalliert. Vermute mal, dass das alles mit dem Problem nichts zu tun hat. Auffällig war aber, dass später auch CCleaner hängenblieb, beim Versuch, temporäre Dateien von Firefox zu löschen (nachdem das schon deinstalliert war).

b) Ich hatte in den letzten Tagen oft den Windows Defender abgeschaltet und das LAN-Kabel abgezogen, weil ich viel mit Cubase etc arbeite und das System nur so ohne Knackse in der Audio-Wiedergabe lief. Das ist soweit üblich. Ich habe dann das Kabel wieder angeschlossen, dann den Rechner eingeschaltet und kurz darauf den Defender wieder gestartet. Kurz darauf fingen die Probleme mit der hohen Festplattenaktivität an, Windows fror ein. Seitdem geht es, wie gesagt, direkt beim Start von Windows so los.
Das könnte ja auf ein Problem mit dem Defender hindeuten, was ja zum Startverhalten passen würde?!?

Aber was genau kann da los sein? Ich möchte es möglichst vermeiden, Windows ganz neu aufzusetzen, da ich sehr viel Audio-Software drauf habe, die aufwendig wieder aktiviert werden müsste.

Grüße, Immo

PS: Rechner ist ein Dell Latitude e6420 (Baujahr 2011, i7, 8GB, 250GB SSD), der ursprünglich mit Win 7 ausgeliefert wurde. Ich hatte ihn ohne Betriebssystem gebraucht gekauft und Win 8.1 installiert. Auch das hatte Probleme mit Hängern, Einfrieren, nach Update auf Win 10 wurde es noch schlimmer, ich hatte beide mehrfach zurückgesetzt. Eine komplette cleane Neuinstallation war dann erfolgreich, zumindest lief alles einige Monate einwandfrei.
 
Wer mit CCleaner ordentlich cleanert kann getrost neu aufsetzen.
Statt normales Bordwerkzeug wie CHKDSK C: /R /F anzusetzen wird auf Wundermittel vertraut. Allem Anschein nach hat nämlich das Dateisystem Probleme (durch den FF-Unfall).

CN8
 
wie cumulonimbus8 schon gesagt hat hört sich das ganz nach einen Dateisystem Fehler an.

Aber das allein erklärt nicht die Probleme mit Win 8.1/10.
Welche SSD verwendest du? Ist die Firmware aktuell?
Was sagt CrystalDiskInfo bzw. das "Wartungsprogramm" des Herstellers über den Zustand der SSD?
Auch RAM "Probleme" können zu Dateisystemfehlern führen.

Führe bitte einmal Memtest86+ 5.0.1 aus (3 Durchläufe). Werden Fehler gefunden?
Ist das BIOS Aktuell auf dem Gerät? A23 ist die aktuelle Version vom Januar 2016.

http://www.dell.com/support/home/de...titude-e6420&languageCode=GE,EN&categoryId=BI
 
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Bitte bedenken: FF streikt beim Download, Edge machts locker flockig. Das dürfte nicht in dem Sinne die Hardware sein.
CN8
 
...wie gesagt, der Rechner lief monatelang normal, auch grad eben, nach Start über "Schutz des Antischadsoftware-Frühstarts deaktivieren" läuft er problemlos. Ich freu mich grad, dass es eben mal geht und hab nebenbei Cubase laufen, mit hoher Auslastung von CPU, Ram und SSD - keine Probleme. Dass es ein grundlegendes Hardware-Problem ist, halte ich für so gut wie ausgeschlossen.

Bios ist auf Stand A21, das hatte ich nach den ersten Problemen mit Win 8.1 upgedatet. Das Ram ist nicht das originale, das hatte ich aber gleich nach Erhalt des Rechners eingebaut. Dell hat eine recht umfangreiche Diagnose auf Bios-Ebene drin, die zeigt wiederholt keine Fehler. Memtest mache ich gleich.
Die SSD zeigt keine Fehler, hab allerdings die Firmware nie upgedatet.

Ich würde gerne erstmal verstehen, wieso es jetzt mit dieser Startoption "Schutz des Antischadsoftware-Frühstarts deaktivieren" funktioniert. Leider finde ich keine Info, was genau dabei passiert, im Vgl zum normalen Start.
Ergänzung ()

ich hab zunächst die Fehlerüberprüfung für C: unter Windows gestartet - und der Fehler ist wieder da. Erst kam sofort die Meldung, es sei keine Überprüfung nötig, man könne sie aber optional starten. Die blieb hängen, “abbrechen“ ließ sich anklicken, hing dann aber auch. Aktivität auf der SSD wieder maximal, nichts anderes ging mehr. Och wollte hier antworten, Chrome hing aber mit der Meldung “Warte auf den Cache“ Runterfahren war nur mach strg+alt+entf möglich, wobei es wieder nur die Option “aktualisieren und herunterfahren“ gab.

...aber deutet das nun auf eine defekte SSD hin oder auf eim defektes Dateisystem?
 
Da du auch vor der Neuinstallation Fehler hattest wohl eine Defekte SSD oder ein Bauteil auf dem Weg dort hin (SATA Controller etc.)
Ich gehe mal davon aus du hast die Partitionen formatiert und nicht immer wieder drüber installiert.

Bitte nenne doch mal die SSD die du verwendest.
 
SSD nennt sich "LITEONIT LAT-256-M2S". Vor jeder Neuinstallation habe ich komplett formatiert und neu partitioniert.

Komisch ist halt, dass es mit der anderen Startoption funktioniert - ich hab jetzt wieder mit F8 etc neugestartet und alles läuft. Ich könnte jetzt auch beliebig Dateien laden oder speichern, die SSD muckt dabei nicht.
Ergänzung ()

?? Habe mit F8 gestartet, dann Eingabeaufforderung...

Gebe ich nun "chkdsk c: /r /f" ein, wird eine Partition getestet, fehlerfrei. Die hat aber angeblich nur ca 600.000 KB, gut die Hälfte davon mit 107 Dateien belegt. Das muss diese kleine zusätzliche Partition sein, die Windows bei der Installation anlegt.

Gebe ich stattdessen "chkdsk x: /r /f" ein, weil mir die Systempartition hier als "x" angezeigt wird, kommt die Meldung, dass diese schreibgeschützt sei.
 
Woher hast du die SSD? Welches Format hat diese?

LiteOn verkauft in Deutschland nicht. Sie haben dafür die Marke Plextor.
Ansonsten sind das i.d.R. OEM Festplatte. Ich hatte bis jetzt nur mit "2 Defekten" zu tun.
Beide haben sich mit einem Dell Firmwareupdate wiederbeleben lassen.

Firmware ist da also wichtig. Aber bei OEM Modellen...viel Spass.
 
naja, mag ja auch eine kaputte SSD sein oder ein kaputtes Windows,
nur die Fehlermeldung sagt doch ganz klar erstmal:
http://windows.microsoft.com/de-de/windows-8/windows-startup-settings-safe-mode
Verhindert, dass der Treiber für den Antischadsoftware-Frühstart gestartet wird, und lässt dadurch die Installation von Treibern zu, die unter Umständen Schadsoftware enthalten.
Für mich ist die Sache damit doch erstmal klar.
Bei den vielen Problemen, alles löchen im Windows Benutzerdefiniert, auch die kleinen Partitionen systemreserviert usw.
Und Windows ohne zu formatieren einfach in den Nichtzugewiesenen Platz installieren.
http://www.computerbild.de/fotos/cb-Tipps-Software-Windows-10-installieren-Schritte-10965010.html#5
 
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Die Platte ist ein OEM-Modell, die war ab Werk drin. Neuere Firmware gibt es nicht.

Dieser Startmodus verhindert, dass eine Funktion zur Überwachung aller weiteren Treiber ZUERST gestartet wird. (Ich würde deshalb eher die erste Hälfte der Erläuterung fett schreiben...) Warum es unter diesen Umständen dann funktioniert, ist mir eben nicht klar. Und warum startet die übermäßige Aktivität dann wieder, wenn man die Fehlerüberprüfung für das Laufwerk startet? Kann das auch zB etwas mit der Auslagerungsdatei zu tun haben?
 
wieso nicht klar,
Schutz des Antischadsoftware-Frühstarts deaktivieren
Der Schutz ist deaktiviert und die Schadsoftware egal wo oder in welchen Treiber hat freien lauf.

Die Funktion muss doch normal eingeschaltet sein.

Man kann die Ursache na klar immer wo aders suchen,
Scheiß Windows 10, kack Microsoft. Hardware defekt usw.

Du hast dir was eingefangen und deswegen geht mit aktivierten Schadstoffschutz nichts merhr
Also liegt es an Windows weil es mit deaktivieren Schutz keine Probleme gibt?
Dann brauch wir gar nicht weiter machen.
 
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Hä?
Es geht mit 99.9% Sicherheit NICHT um irgendeine Schadsoftware, denn der Systemstart gelingt doch nur, wenn man diese spezielle Startoption wählt. Beim normalen Start ist der Schutz aktiv, und genau dann geht es doch nur schief. D.h., dass diese Antischadsoftware in irgendeiner Form das Problem verursacht, also für die hohe Aktivität auf der SSD sorgt.
Das, zusammen mit dem Hinweis, dass die hohe Aktivität in dem Moment wieder auftritt, wenn man die Fehlerüberprüfung für das Laufwerk startet, müsste doch jemandem, der sich besser auskennt als ich, irgendeinen Hinweis liefern, worum es geht?
 
Mir reicht das als Hinweiß was die Fehlermeldung sagt.
Egal ob es nun eine Schadsoffsoftware ist oder Reste von einen alten Fremd Antivirenprogramm.

Da brauche ich auch gar nicht nach weiteren Erklärungen suchen, besser wird es dadurch nicht, irgendwas spakt rum und zwar schon beim laden von Windows also ganz am Anfang vom Start.
http://de.community.dell.com/techce...rweiterten-windows-startoptionen-in-windows-8

Wäre ja das gleich wenn man nur Windows starten kann mit deaktivierter Treibersignierung.
Erzwingen der Treibersignatur deaktivieren
•Microsoft unterbindet es Treiber zu laden, welche mit Kernelprivilegien laufen, ohne dass diese digital von Microsoft signiert sind. Wenn Sie diese Funktion deaktivieren, ist es möglich diese Treiber zu laden. Diese Option gestattet allerdings auch Malware umfangreichen Zugriff auf Ihren Computer.

Schutz des Antischadsoftware-Frühstarts deaktivieren
•Antischadsoftware-Frühstart ist eine neue Funktion, welche es erlaubt einen Treiber von zertifizierter Anti-Virus Software als erstes vor allen weiteren Treibern zu laden. Dies erlaub der Anti Viren Software jeden weiteren geladenen Treiber zu scannen und eventuell zu blockieren, falls Malware erkannt wird. Benutzen Sie diese Funktion bitte nur, wenn Sie das Gefühl haben, dass ein Treiberkonflikt besteht.
Das ist doch nicht normal, also neuinstallieren.
 
Diese Interpretation verstehe ich nicht.
Ja, irgendwas spackt rum. Aber es spackt NICHT rum, wenn der "Antischadsoftwareschutz" von Windows DEAKTIVIERT ist.
Es gibt auch sonst keinen Hinweis auf einen Virus etc, der Zeitpunkt des ersten Auftretens passt auch nicht dazu. Ein fremdes Antivirenprogramm war nie installiert. Ich vermute den Fehler immernoch eher beim Windows Defender selbst.

Die SSD habe ich inzwischen mit SSDlife und SSDfresh getestet -> "drive health is excellent"
 
wir kommen in unseren Denken nicht zusammen da nützen auch die Großbuchstaben nichts.
Ich habe es doch oben schon versucht zu erklären wer hat denn Schuld wenn man etwas deaktiviert und dann keine Probleme da sind.
Aber es spackt NICHT rum, wenn der "Antischadsoftwareschutz" von Windows DEAKTIVIERT ist.
ja genau der Schutz ist deaktiviert und alles läuft, kein Problem im PC vorhanden ?

Ich meine wie kann man so denken, sobald der Schutz aktiviert ist gibt es Probleme weil der Schutz etwas gefunden hat, und wenn er deaktiviert ist kann er ja nichts finden. Das ist für mich die logig.

Aber egal wie, auch wenn du recht hast, bleibt nur die Neuinstallation bei solchen Problemen,
 
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Neue Erkenntnis: ES LIEGT AM DEFENDER.
Beim fraglichen Startmodus ist der Defender komplett deaktiviert. (“der Dienst der App wurde deaktiviert“...)
Klicke ich im Defender auf “jetzt starten“, ist das bekannte Problem da: Alles hängt, Plattenaktivität bei 100%.

Frage also: Wie repariert man den Defender?
 
Windows defender ist in Windows enthalten und alles was da kaputt ist kann man so gut wie gar nicht reparieren und auch wohl nicht einzeln Neuinstallieren.
überprüfen, deaktivieren und aktivieren geht anscheinend.
http://www.deskmodder.de/wiki/index.php/Windows_10_Defender_aktivieren_deaktivieren
oder halt die Systemdateien reparieren, wenn es was nützt, oder alles an Reparaturversuchen machen was hier steht.
http://www.deskmodder.de/wiki/index...Inplace_Upgrade_und_vielen_weiteren_Varianten
bis hin zum Zurücksetzen oder halt gleich vernüftig Clean installieren, wie ich oben beschrieben habe.

und das es nun mal nicht am Defender liegen muss wenn das Problem da ist wenn er aktiviert ist habe ich ja jetzt oft genug gesagt.
er kann ja nur reagieren wenn er aktiviert ist, die Frage warum er so reagiert, ist damit auch nicht gelöst.
irgendetwas muss Ihn ja kaputt gemacht haben, irgendetwas behindert ihn oder?

Wenn es keine altes Fremd Antivieren Programm ist, was nicht sauber mit dem Tools des Herstellers deinstalliert wurde, dann ist es halt was anderes was das verursacht.
Ob es jetzt ein falscher Treiber ist, oder ein Schädling ist letztlich auch egal.
 
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Erfolg - Defekt am Defender behoben...

Danke an alle, die sich beteiligt haben!

Verschiedene Spy-/Malware Programme waren durchgelaufen ohne eine Bedrohung zu finden, hatten sich aber verdächtig lange an der Datei "mpengine.dll" (=malware protection engine)in einem Unterordner der "Definition Updates" des Defenders verhakt. Symptome sahen ähnlich aus, wie schon bekannt - Prg friert fast ein, Platte aktiv.

Habe dann mal versucht, den inaktiven Defender wieder zu starten, indem ich den Dienst manuell neu gestartet habe - genau das gleiche Resultat, alles hängt.

Dann die Datei mpengine.dll gefunden, die aber ein älteres Dateidatum hatte. Daneben die beiden Dateien "mpavdlta.vdm" und "mpasdlt.vdm", deren Änderungsdatum direkt vor dem ersten Hänger vor einigen Tagen lag.
Alle drei in *.bak umbenannt und aus einem direkt daneben liegenden Backupordner, den Windows automatisch führt, die gleichen Dateien (gleiche Größe, gleiches Datum) rüber kopiert.

Und siehe da: Alles läuft, Windows startet normal, Defender ist aktiv, macht brav sein Definitionsupdate.

Welche der drei Dateien nun defekt war und wie es dazu kam, weiß ich noch nicht. Werde die evtl noch zu Online-Virenscannern hochladen, und auf jeden Fall die *.bak Dateien erstmal nicht löschen.
Kann ich rauskriegen, ob es evtl doch ein Problem der SSD war, also ob da jetzt evtl einzelne Zellen defekt sind? Dann dürfte ja erstmal keine direkte weitere Gefahr bestehen, solange diese Zellen von ungenutzten Dateien belegt sind, aber abgeklärt werden müsste das ja.
 
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