Windows Sicherung/Wiederherstellung mit (wimlib/robocopy) ln.exe

Caramon2

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Vorab (Nachtrag vom 26.09.):

In #24 hatte ich zusammengefasst und konkretisiert, worum es hier geht:

Ich suche eine Möglichkeit, Windows weitestgehend mit Bordmitteln so einfach und effizient zu sichern, wie es sich mit meiner verlinkten Linux-Sicherung schon seit 10 Jahren bewährt. - Wichtig: Linux ist hier kein Thema! Die verlinkte Sicherung dient nur als Referenz.

Dieses sollte eigentlich ein kontruktiver Thread werden, aus dem sich eine Sicherungs-/Wiederherstellungsmöglichkeit für Windows ergibt, über die man selbst die Kontrolle hat. - Statt von anderen abhängig zu sein, die jederzeit was ändern/verschlimmbessern können (letzters ist inzwischen ja eher die Regel, als eine Ausnahme…): D. h. keine proprietäre Software.

Davon hätten alle was, die sich dafür interessieren.

Also bitte nur noch Beiträge, die auch wirklich zum Thema beitragen. ;) - "Das kenne ich nicht, will ich nicht, geht nicht" (ohne es überhaupt ausprobiert zu haben) ist nicht hilfreich.

Vielen Dank.


Caramon2 schrieb:
Jagdwurst schrieb:
Hab echt inzwischen jedes Mal bissl Bammel, wenn es neue Updates von MS gibt....
  1. Sicherung aktualisieren
  2. Updates installieren
  3. wenn Probleme: Sicherung wiederherstellen
Wenn dabei nur die Änderung gesichert/wiederhergestellt werden, ist das bei SSDs jeweils eine Sache von 20-30 Sekunden
Caramon2 schrieb:
Welche Software bei einem aktuellen Windows nur die Änderungen sichern/wiederherstellen kann, weiß ich leider nicht.
Ich habe deswegen die Google-KI gefragt:

» Ich sichere meine vollständige Linux-Installaion mir rsync auf externen Laufwerken. Das hat den großen Vorteil, dass nach der ersten Sicherung nur noch die Änderungen übertragen werden müssen. Gleiches gilt für die Wiederherstellung (von einem Livesystem aus). - Wie kann man Windows genauso effizient sichern und wiederherstellen? «

Es wurden einige Vorschläge geliefert, von denen wimlib am ehesten die Effizienz von rsync zu bieten scheint.

Nachdem ich einige Szenarien durchgespielt hatte, habe ich mir die Antworten zu kopierbaren Klartext zusammenfassen lassen: s. Anhang

Würde das tatsächlich funktionieren?
 

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Ich lese das jetzt nicht komplett durch aus Deiner TXT.

Was konkret wollen die Verwandten?
 
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Wenn sich niemand für Windows-Sicherungen interessiert, dann lasse ich es eben. Meine Linux-Sicherung per rsync funktioniert und hat sich schon oft bewährt.

Das hatte ich gestern noch zu wimlib gefunden:

Die Homepage, wo es auch Downloads für Windows gibt: https://wimlib.net/

Interessant ist, was die zur Komprimierung schreiben: https://wimlib.net/compression.html

Nachtrag

Da man ein PE Windows braucht:

Das Hirens PE Win wurde 2024 auf Windows 11 aktualisiert, bootet lt. FAQ aber auch problemlos auf älteren Rechnern:

https://www.hirensbootcd.org/download/

Am einfachsten bootet man das per Ventoy-Stick: meine Anleitung
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachdem ich mir die Dokumentation genauer angesehen hatte und wimlib doch nicht so effizient wie gedacht ist, habe ich die Unterhaltung weitergeführt:

» wimlib ist mir zu primitiv: Z. B. wenn man eine alte Sicherung aus dem Wim löscht, wird das komplette Win ohne das gelöscht umkopiert und damit neu erstellt, anstatt dass das Wim sparse ist und der gelöschte Bereich einfach freigegeben wird.
Wie kann man Windows mit allen Informationen dateiweise auf ein anderes ntfs-Laufwerk kopieren, diese Sicherung regelmäßig aktualisieren und bei Bedarf auf die gleiche Art wieder zurück kopieren, wie ich es schon lange mit Linux und "sudo rsync -vaxH --del (Quelle) (Ziel)" mache? - Das hat sich schon oft bewährt, ist zuverlässig und effizient. «

"Wir" kamen dann auf robocopy, brauchten ein weiteres Tool, um die Sicherungen mehrstufig per Hardlinks zu erstellen (bei Linux kann das auch rsync) und mussten dann auch noch eine Schattenkopie erstellen, um aus dem laufenden System heraus es sichern zu können.

Darauf sollte es dann hinaus laufen (so mache ich das bei Linux schon seit gut 10 Jahren und habe es auch den Bekannten eingerichtet, denen ich Linux installiert habe):

» Die Sicherung soll möglichst einfach funktionieren: Der Bekannte schließt im normalen Betrieb einfach das entsprechende Sicherungslaufwerk an, öffnet es und führt das dort befindliche Sicherungsskipt aus, das dann inkl. VSS alles weitere macht. - Er muss nur warten bis es fertig ist, das Sicherungslaufwerk schließen, sicher entfernen und dann abziehen. «

Antwort (dîeses lobhudeln, als wäre man ein kleines Kind, nehme ich kaum noch wahr - die Opera-KI macht das übrigens nicht):
Das ist der absolute Königsweg für deine Bekannten: Einstecken, Doppelklick, kurz warten, fertig. Das hält den Aufwand im Alltag bei null und sorgt dafür, dass das Backup auch wirklich regelmäßig gemacht wird.

Da du unter Windows für das Erstellen von VSS-Schattenkopien und das Zuweisen von Hardlinks Administratorrechte brauchst, muss das Skript am Anfang einmalig prüfen, ob es als Admin läuft (und falls nicht, die Rechte anfordern).

Hier ist das fertige, vollautomatische KISS-Sicherungs-Skript (eine Standard-Windows-Batchdatei, z. B. backup.cmd), das du direkt so auf dem Sicherungslaufwerk deines Bekannten abspeichern kannst. Du musst nur die beiliegende ln.exe im selben Ordner ablegen.

(das Skript ist in der angehängten Testdatei)

## Wie funktioniert dieses Skript im Alltag für deinen Bekannten?

1. Einstecken & Starten: Dein Bekannter macht einen Doppelklick auf die backup.cmd auf seiner externen SSD.
2. Benutzerkontensteuerung: Windows fragt einmal kurz nach Admin-Rechten (UAC-Dialog), was er mit "Ja" bestätigt.
3. Automatischer Ablauf:
* Das Skript sucht das letzte Backup und verlinkt es via ln.exe blitzschnell im neuen Datums-Ordner.
* PowerShell erstellt im Hintergrund im Windows-Kern eine exakte Schattenkopie von C: und mountet sie temporär.
* robocopy zieht sich die geänderten Daten direkt aus der Schattenkopie (keine Dateikonflikte, absolut bootfähig).
* Nach dem Kopiervorgang löscht das Skript die Schattenkopie und den temporären Link rückstandslos.
4. Erfolgsmeldung: Das Fenster bleibt mit "Backup erfolgreich beendet! [...] Taste drücken" offen, sodass dein Bekannter sieht, dass alles geklappt hat.

## Woher bekommst du die benötigte ln.exe?

Das Tool ist Open Source und extrem kompakt (eine einzelne Datei). Du kannst sie dir direkt von der offiziellen Entwicklerseite schinagl.priv.at (Link Shell Extension) herunterladen. Du benötigst die Command Line Version (ln.exe). Kopiere diese einfach mit in denselben Ordner, in dem die backup.cmd liegt.
Das wird mir zu heikel.

Wer sich näher damit beschäftigen möchte, darf den Thread gerne weiterführen.

Wenn das wirklich so funktioniert, wie meine Sicherung bei Linux (s. #3), ist das sehr schnell und effizient.
(im Prinzip nur ein einfaches sudo rsync -vaxH --del --link-dest=(vorheriges Backup) (Quelle) (Ziel))

Und auch deutlich besser als Hardlink-Backup, da das Windows selbst nicht sichern kann, und der Beschreibung nach die Hardlinks wesentlich ineffizienter erstellt (vom grauenhaften GUI ganz zu schweigen).
 

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Caramon2 schrieb:
Wenn sich niemand für Windows-Sicherungen interessiert, dann lasse ich es eben. Meine Linux-Sicherung per rsync funktioniert und hat sich schon oft bewährt.
Doch schon - aber: Wie @BFF schrieb, lässt sich aus dem, was Du schreibst keinesfalls ableiten, was das genaue(!) Ziel sein soll. 🤷‍♂️

Vor allem ein "Windows Backup" unter Linux durchführen zu wollen? WTF?
Was Backups betrifft hinkt Linux im Generellen Dekaden hinter der Windows-Software hinterher - und das mit Absicht, wenn man div. Kommentare der Linux-Community liest.

Nur so viel: Windows bietet KEINE Backupfunktion.
(..und die Überreste von dem Windows 7-Backup sollte man tunlichst ruhen lassen.)

Also: Wenn das Ziel ist Backups von Windows zu machen, dann Finger weg von Linux.
Es gibt viele gute Backup-Programme für Windows, die sogar im laufenden Betrieb funktionieren.
 
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mchawk777 schrieb:
Wie @BFF schrieb, lässt sich aus dem, was Du schreibst keinesfalls ableiten, was das genaue(!) Ziel sein soll. 🤷‍♂️
Das hatte ich doch gleich zu Anfang geschrieben:
Caramon2 schrieb:
Ich sichere meine vollständige Linux-Installaion mir rsync auf externen Laufwerken. […] Wie kann man Windows genauso effizient sichern und wiederherstellen?
Da es wmilib auch für Windows gibt, wäre das sowieso meine Empfehlung gewesen. Aber erst mal wollte ich nur wissen, wie und ob überhaupt das funktioniert.

Im Grunde wollte ich einfach nur das, wie eben geschrieben:
Caramon2 schrieb:
(im Prinzip nur ein einfaches sudo rsync -vaxH --del --link-dest=(vorheriges Backup) (Quelle) (Ziel))
Dateien bleiben Dateien, jede einzelne Sicherungsstufe ist für sich vollständig, trotzdem werden unverändert Dateien nicht mehrfach geschrieben, frei werdender Platz ist wirklich frei, es gibt keine riesige Image-Datei, die nur größer werden kann und zum bereinigen komplett umkopiert werden muss, die Größe der Zielpartition ist egal, solange sie groß genug für alle Daten ist, sie kann sogar anders formatiert sein (z. B. um von 4k Cluster auf leistungsfähigere 16k Cluster zu wechseln, usw.

Man hat dann so viel mehr Möglichkeiten, als mit einer Backup-Software, die stupide sektorweise in ein Image schreibt. - Ein Bekannter hatte es sogar man, dass eine neue Programmversion nicht mehr die Images einer älteren Version nutzen konnte. - Der hatte sich vielleicht gefreut…
 
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Caramon2 schrieb:
Im Grunde wollte ich einfach nur das, wie eben geschrieben:
Da ein Windows System aber völlig anders aufgebaut ist, ist der Ansatz schlichtweg falsch. Es gibt komplexe Berechtigungen, Hardlinks und ganze Ordner (WinSxS) bestehen nur als virtuelle Datenbank. Nur weil du unter Linux dein System konfigurierst indem du an zig Textdateien herumfummelst, kannst du sowas nicht auf andere Systeme übertragen.

Von daher ist die Frage berechtigt, was willst du eigentlich? Mit einem 1zu1 Filecopy bekommst du kein lauffähiges System zurück und sicherst nur eine Menge völlig unnützen Dateien. Hart unterscheiden würde ich unter Windows zwischen einer Daten- und einer Systemsicherung und für beides gibt es neben den mitgelieferten Werkzeugen, hunderte Tools die es besser bewältigen können.

DISM und Robocopy sind beides mächtige Werkzeuge, bei mir kommt halt "Drivesnaphot" und "Back4Sure" zum Einsatz. Ersteres um schnell und einfach ein Systemabbild zu ziehen, letzteres um regelmäßig inkrementell eine Sicherung der Daten zu machen.
http://www.drivesnapshot.de/de/
https://www.ukrebs-software.de/
 
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Caramon2 schrieb:
Das hatte ich doch gleich zu Anfang geschrieben:
Da es wmilib auch für Windows gibt, wäre das sowieso meine Empfehlung gewesen. Aber erst mal wollte ich nur wissen, wie und ob überhaupt das funktioniert.
Aha - und im Titel schreibst Du "Windows Backup"? Ja - Ne - is klar.

Backup unter Linux auf x86/x64-Plattformen: Veeam-Backup.
xexex schrieb:
Da ein Windows System aber völlig anders aufgebaut ist, ist der Ansatz schlichtweg falsch. Es gibt komplexe Berechtigungen, Hardlinks und ganze Ordner (WinSxS) bestehen nur als virtuelle Datenbank. Nur weil du unter Linux dein System konfigurierst indem du an zig Textdateien herumfummelst, kannst du sowas nicht auf andere Systeme übertragen.
Das Problem unter Linux ist halt - und betrifft vor allem Datenbank-Anwendungen - dass es nichts Vergleichbares wie die VSS unter Windows gibt.
Bzw. es vom Dateisystem abhängig ist, ob man z. B. Snapshots anlegen kann.

Auch ich beiße daher in den sauren Apfel und fahre ein Linux-System für eine Systemsicherung runter.
Obschon: Inzwischen erledigt das Proxmox für mich automatisiert. 😉
 
mchawk777 schrieb:
Das Problem unter Linux ist halt - und betrifft vor allem Datenbank-Anwendungen - dass es nichts Vergleichbares wie die VSS unter Windows gibt.
Technisch gesehen unterstützen sowohl BTRFS, ZFS und auch LVM Snapshots, es gibt halt nur keine "Plugins" wie man das mit den VSS Writern gelöst hat, aber um Linux geht es ja bei der Frage nur bedingt.

Die Ansätze unter Windows und Linux sind halt verschieden und eine Sicherung sollte man anders angehen. Für "Bekannte" würde ich sowieso keine Bastellösungen empfehlen, sondern klare und einfach zu bedienende Programme, wie "AOMEI Backupper" oder "Ashampoo Backup" bzw. das was einem NAS oder einer externen Festplatte oft beiliegt.
 
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@xexex
Kann dem nur zustimmen - nur relativiert sich das, wenn man bedenkt, dass EXT nach wie vor der Platzhirsch unter Linux ist.
Ist mir just auch vor ein paar Tagen noch mal bewusst geworden, als ich naiverweise einen Storage unter Proxmox ext4-Formatiert hatte und - oh Wunder - die Snapshops nicht funktionierten. 😅

Der Punkt ist einfach, dass ich unter Desktop-Linux kein System-Backup aus dem laufenden Betrieb sicher anlegen kann - und damit meine ich ausdrücklich KEINE Snapshots.

Ich weis, dass da hinter Linux eine andere Philosophie steckten soll (ist ja bewusst so!) - aber es ist auch halt DER Punkt, der Leute wieder zurück zu Windows führt, wenn sie merken, dass sie halt nicht via kurzer Zeit einfach ein Recover von ihrem System hinbekommen.
Damit muss die Linux-Gemeinde halt leben - und das ist mein Grund warum ich Linux zwar für Serverdienste, Webdienste & Co. unter Proxmox nutze aber keinesfalls als Produkt-Desktop.

Anyway: Mit Veeam for Linux existiert ein kostenfreies Backupprogramm, was für so was genutzt werden könnte. Halt leider nicht für ARM-Systeme wir z. B. die Raspis.
 
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mchawk777 schrieb:
nur relativiert sich das, wenn man bedenkt, dass EXT nach wie vor der Platzhirsch unter Linux ist.
Korrigiere mich wenn ich falsch liegen sollte, aber das hat auf die LVM Funktionalität keinen Einfluss. Ich komme nur mit RedHat basierten Systemen in Berührung, dort ist LVM seit einer Ewigkeit Standard, auch wenn man als Dateisystem trotzdem ext3 oder 4 verwendet.
https://docs.redhat.com/de/document...olume_manager_administration/snapshot_volumes
 
@xexex
Ich kann Dich da nicht korrigieren, denn so tief stecke ich im Thema da auch nicht drin. 😉
Ich habe halt unter Proxmox gelernt, dass auf einem Datenträger, der mit ext4 formatiert war, keine Snapshots der Container oder VMs möglich war. 🤷‍♂️
 
mchawk777 schrieb:
Der Punkt ist einfach, dass ich unter Desktop-Linux kein System-Backup aus dem laufenden Betrieb sicher anlegen kann - und damit meine ich ausdrücklich KEINE Snapshots.
Dazu hätte ich gerne eine Erklärung.
Man hat doch eher unter Windows das Problem. Da Windows ein exklusive-lock kennt und man dann auf eine Datei dann gar nicht zugreifen (und dementsprechend auch nicht kopieren) kann.

Und das geöffnete Dateien in einem inkonsistenten Status sein könnten, das Problem hast Du auch unter Windows wenn Dein Programm VSS nicht supportet.
Wenn Du das sicher verhindern willst, bleibt Dir nur Programme fürs Backup sauber zu beenden.

mchawk777 schrieb:
dass sie halt nicht via kurzer Zeit einfach ein Recover von ihrem System hinbekommen.
Ich finde linux-like-Systeme sogar angenehmer zu sichern und wiederherszustellen, weil es problemloser möglich ist das einfach über eine Kopie der Dateien hinzukriegen.
Und ich weiß, das ich eigentlich nur /var, /etc und /home sichern muss und alles andere mit nem generic Install-ISO wieder hinkriege, was dann auch das Backup-Volumen klein hält. Was dann auch bedeutet, das ich öfter sichern kann als wenn ich jedes Mal ein "Vollbackup" mache.

Ich mache jetzt schon seit Jahrzehnten Backup/Recovery mit Linux und UNIX-Systemen und kann die geschilderten Problematiken nicht so ganz nachvollziehen. Damit will ich nicht sagen, das es nicht auch Fallstricke gibt. Die gibts aber unter Windows genauso. Man muss halt sein System kennen. Und wenn man das nicht beachtet und nur rumfrickelt, kann man Probleme nicht dem System anlasten.

mchawk777 schrieb:
Damit muss die Linux-Gemeinde halt leben
Das hat so Wir-gegen-die-Vibes.
Mal so nebenbei: Linux ist auch irgendwo ein Mitmach-Projekt. Genau deshalb ist es auch so erfolgreich. Weil Leute Features implementieren (lassen) können, wenn sie die brauchen.
Ein Feature nach Windows reinzubekommen ist eher schwierig (und Du bist auf die Gunst von Microsoft angewiesen).

Die Linux-Gemeinde ist eben wirklich eine Gemeinde. Eine lose Ansammlung von Individuen, Organisationen und Firmen. Die auch tendenziell eher kooperativ denken als konkurrent.
Es gibt da in dem Sinne nicht diese eine Instanz oder eine Firma.
Deshalb sind auch so Aussagen wie Deine a-la "Naja. wenn ihr das Feature nicht habt seit ihr doof und ich geh zur Konkurrenz" etwas deplatziert. Weil das das übliche Denken von Kundenbeziehungsdenken ist, was eben in der Windows-Welt vorherrschend ist.

Und ich will hier auch nix werten oder so. Das ist nur eine Beschreibung des IST-Zustandes fürs Verständnis.
 
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andy_m4 schrieb:
Und das geöffnete Dateien in einem inkonsistenten Status sein könnten, das Problem hast Du auch unter Windows wenn Dein Programm VSS nicht supportet.
Nur das alle gängingen Image-Backup-Programme VSS unterstützten.
Jedenfalls jene, die ich getestet habe: Acronis, Macrium, Hasleo, Paragon Disk Manager oder auch AOMEI, EaseUS oder O&O.
Eine laufende App muss VSS nicht unterstützen.
Sämtliche Änderungen nach Backupstart werden von Windows "gepuffert" und erst nach dem Beenden des Backups "scharf geschaltet".
andy_m4 schrieb:
Ich finde linux-like-Systeme sogar angenehmer zu sichern und wiederherszustellen, weil es problemloser möglich ist das einfach über eine Kopie der Dateien hinzukriegen.
Das meine ich halt mit:
mchawk777 schrieb:
Ich weis, dass da hinter Linux eine andere Philosophie steckten soll (ist ja bewusst so!) - aber es ist auch halt DER Punkt, der Leute wieder zurück zu Windows führt, wenn sie merken, dass sie halt nicht via kurzer Zeit einfach ein Recover von ihrem System hinbekommen.
...und wie gesagt.
Es ist ja auch nichts dagegen einzuwenden, solange es nicht das übliche "Mimimi" der Linux-Gemeinde gibt, dass Windows der Platzhirsch ist. 😉

Es spräche ja auch gar nichts dagegen einzuwenden das eine zu tun und das andere nicht zu lassen.
Schließlich ist Deine Art des Backups auch unter Windows zu realisieren: Dateibackups gibt es schon lange. 🤷‍♂️
 
mchawk777 schrieb:
solange es nicht das übliche "Mimimi" der Linux-Gemeinde gibt, dass Windows der Platzhirsch ist.
Also ich bekomme von den Mimimi wenig mit. Wäre ja auch irgendwie seltsam, da Linux die dominierende Plattform ist. Das mag im Desktop-Bereich anders aussehen. Aber selbst da bröckelt ja der Windows-Marktanteil seit Jahren.

Mal davon abgesehen:
Es gibt nie die Linux-Gemeinde. Das ist ja genau das, was ich eigentlich erklären wollte. Das ist mehr so ne lose Gemeinschaft die nur dadurch verbunden ist, das alle Linux benutzen. Und jeder benutzt da Linux anders und hat auch eine andere Vorstellung davon, was ein Linux liefern sollte und was nicht.

mchawk777 schrieb:
Dateibackups gibt es schon lange.
Soso. Wie kriegst Du denn dann das Recovery hin?
Geht ja nicht nur darum, ein paar Word-Dateien zu kopieren. Geht ja darum, das man das ganze System so sichern kann. Also inklusive Systemdateien, Kernel usw.
Und das auch ohne auf irgendwelche Spezialtools zurück zu greifen.

Bei Windows brauchst Du dafür meines Wissens nach entweder ein Image oder halt ein Installatiosnmedium womit Du zumindest das grundlegende System installieren musst.

mchawk777 schrieb:
Es spräche ja auch gar nichts dagegen einzuwenden das eine zu tun und das andere nicht zu lassen.
Natürlich spricht da nix gegen. Nur wenn sich niemand darum kümmern, macht das auch niemand.
Wenn Du sowas haben willst, musst Du Dich ggf. darum kümmern. Und/Oder Dir Mitstreiter suchen.

Wie gesagt: Linux ist keine Firma. Linux lebt davon, das jeder was dazu beiträgt.

Das kann man gut finden oder nicht. Es ist halt eine andere Vorgehensweise. Und wenn das für einen nicht passt, ist das ja auch in Ordnung.
Aber ob das jetzt zu zielführend wäre, wenn man alles genauso macht wie in der Windows-Welt, ist halt die Frage. Wenn ich das so haben will, dann kann ich ja auch in der Windows-Welt bleiben. Eine Alternative ist ja nur dann eine Alternative, wenn sie Dinge anders macht.
Und dann guckt man halt, was für einen selbst und die eigenen Anforderungen gut passt.
 
andy_m4 schrieb:
Also ich bekomme von den Mimimi wenig mit.
Sollten Dir die ganzen Linux-Missions-Versuche in Foren und Youtube entgangen sein.
Alle mit dem Tenor: "Das was Windows kann können wir auch!"?
Das ist bestes - vielleicht was verkapptes - "Mimimi!" per Exzellenz.
andy_m4 schrieb:
Soso. Wie kriegst Du denn dann das Recovery hin?
Ich mache keine Dateibackups - von denen sprachen wird. 🤷‍♂️
...und willst Du jetzt ernsthaft fragst, wie man ein Recover macht? Ja - Ne - ist klar.
Die Konsequenz aus dieser Frage ist wenig schmeichelhaft.
 
andy_m4 schrieb:
Dazu hätte ich gerne eine Erklärung.
Man hat doch eher unter Windows das Problem. Da Windows ein exklusive-lock kennt und man dann auf eine Datei dann gar nicht zugreifen (und dementsprechend auch nicht kopieren) kann.
Das betrifft nur den einfachen "Copy" Befehl, schon Tools wie SyncBackPro greifen dafür auf den VSS Dienst zurück. Wobei das nicht das eigentliche Problem ist, eine offene Datei ist zurecht vor einer normalen Kopie geschützt, weil bei solchen Dateien während des Kopiervorgangs Änderungen erfolgen könnten und du dann nur Müll sicherst.

Was Windows zudem kennt und was unter Linux in vergleichbaren Form nicht verfügbar ist, sind VSS Writer für diverse Applikationen. Wenn du eine VSS Sicherung machen möchtest, sendet der VSS Dienst an alle angeschlossenen Anwendungen eine Info, sie möchten bitte ihre Schreibvorgänge kurz unterbrechen und du kannst eine konsistente Datei kopieren.

Nicht ohne Grund verbieten viele Softwareprodukte unter Linux jegliche Snapshotsicherungen am laufendem System. Unter Windows ist es kein Problem, zum Beispiel den SQL Server Datenträger im laufendem Betrieb zu sichern, die Datenbank bleibt konsistent. Würdest du ähnliches mit einer MySQL Datenbank auf einem Linux System machen ohne den Datenbankdienst vorher zu beenden, hättest du eine kaputte Datenbank.
 
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Caramon2 schrieb:
Ich habe deswegen die Google-KI gefragt:

» Ich sichere meine vollständige Linux-Installaion mir rsync auf externen Laufwerken. Das hat den großen Vorteil, dass nach der ersten Sicherung nur noch die Änderungen übertragen werden müssen. Gleiches gilt für die Wiederherstellung (von einem Livesystem aus). - Wie kann man Windows genauso effizient sichern und wiederherstellen? «

Es wurden einige Vorschläge geliefert, von denen wimlib am ehesten die Effizienz von rsync zu bieten scheint.

Nachdem ich einige Szenarien durchgespielt hatte, habe ich mir die Antworten zu kopierbaren Klartext zusammenfassen lassen: s. Anhang

Würde das tatsächlich funktionieren?

Da ich Windows schon seit XP nicht mehr nutze, kenne ich mich nicht damit aus und kann es auch nicht testen.

Ich frage für Bekannte, um ggfs. helfen zu können.
Grundsätzlich klingt der Ansatz interessant. WIM/WIMLib kann durchaus inkrementelle bzw. differenzielle Images ermöglichen, aber bei einer vollständigen Windows-Systemwiederherstellung gibt es ein paar Stolpersteine – insbesondere bei Bootloader, EFI-Partition, BCD und speziellen NTFS-/Windows-Attributen.

Ich würde deshalb zwischen „Dateien effizient sichern“ und „ein bootfähiges Windows 1:1 wiederherstellen“ unterscheiden. Letzteres sollte man unbedingt mit einem Testsystem prüfen, bevor man sich im Ernstfall darauf verlässt.
 
mchawk777 schrieb:
Nur das alle gängingen Image-Backup-Programme VSS unterstützten.
Es ging doch hier nicht ums Backup-Programm.
Logischerweise sucht man sich ein Backup-Programm das VSS supportet, wenn man VSS benutzen will.
Das war aber gar nicht mein Punkt.

Daher wiederhole ich meine Erklärung noch mal, um es deutlich zu machen:
Wenn Du eine Sicherung aus dem laufenden System machst, hast Du ein Grundproblem. Nämlich das die zu sicherenden Dateien möglicherweise gar nicht in einem konsistenten Zustand sind (ich spreche hier von dem Inhalt der Dateien und nicht vom Dateisystem als Solches). Weil ein Anwendungsprogramm (sowas wie Microsoft Word oder weiß der Geier) in dem Augenblick wo Du für Backupzwecke kopierst die Datei vielleicht gerade beschreibt und Du deshalb nur - salopp gesprochen - eine halbe und damit unbrauchbare Datei ins Backup kopierst.

Und das ist ja etwas, was man nicht haben will.
Und ob der Dateiinhalt in einem konsistenten Zustand ist, kann letztlich auch nur die Anwendung beurteilen, die die beschreibt.

Um genau der Problematik zu begegnen gibts ja die VSS-Writer. Das bedeutet ja im Prinzip, das der sagt:
"Hey Du. Programm XYZ. Du läufst ja gerade. Ich will aber ein Snapshot der Dateien machen, die Du gerade benutzt. Könntest Du mal dafür sorgen, das die in einem konsistenten Zustand sind, damit ich das gleich mal machen kann?"

Über den Weg kann man das Problem lösen ohne das Programm vorher irgendwie beenden zu müssen.

Dieses reagieren auf das Bescheid sagen muss das Programm aber supporten. Sonst funktioniert es logischerweise nicht. Das hat nix mit dem Backup-Programm zu tun.
Hast Du JETZT verstanden was ich meinte?
Ergänzung ()

xexex schrieb:
ine offene Datei ist zurecht vor einer normalen Kopie geschützt, weil bei solchen Dateien während des Kopiervorgangs Änderungen erfolgen könnten und du dann nur Müll sicherst.
Ja. Das ist ja, was ich meinte.

Ich hab hier zwei Themen behandeln. Also erst mal das Problem der potentiell inkonsistenten Dateien.
Und zum zweiten die Sache, das man unter Windows kein einfaches stumpfes Filecopy machen kann.

xexex schrieb:
was unter Linux in vergleichbaren Form nicht verfügbar ist,
Ja. Deswegen sagte ich ja, das man dort einfach die Anwendung terminiert und anschließend wieder neu startet.
Und jetzt kann man sagen: "Ist ja voll doof. Dann ist meine Anwendung ja kurzzeitig nicht verfügbar."
In der Praxis ist das aber oft kein Problem.
Bei Serverdiensten die über Netz erreichbar sind, kann man Requests puffern und da hat man sowieso häufig eine hochverfügbare Umgebung die das abfedert.

Auf dem Desktop ist es schon eher ein Problem. Aber oft auch nicht wirklich schlimm, da Programme beim Speichern gern das Pattern benutzen:
  • zu schreibende Datei als neue, temporäre Datei anlegen
  • die dann zum eigentlich Dateieintrag "umbenennen"
Zugegebermaßen nicht schön. Senkt aber die Wahrscheinlichkeit das man Datenmüll hat drastisch.
Und vor allem wenn Backups billig sind (kaum Zeit und Speicher kosten, weil Du es effizient implementiert hast) tut es dann auch nicht weh, wenn zwischendurch wirklich mal eine Datei kaputt sein sollte.
Weil dann sicherst Du eben sehr oft, um das Problem aufzufangen.

Wie gesagt: Das ist jetzt nicht schön und es geht mir hier auch nicht darum, irgendwas schön zu reden.
Aber das Problem derartig aufzublasen so a-la "Backups unter Linux sind quasi unmöglich und daher wechseln alle auf Windows zurück" ist halt Quatsch.
Ergänzung ()

mchawk777 schrieb:
Sollten Dir die ganzen Linux-Missions-Versuche in Foren und Youtube entgangen sein.
Das kann natürlich sein. :)
Ich bin da recht wenig auf Youtube.
Aber ja. Ich gebe zu, solche Missionierungsversuche gibt es.
Aber hey. Solche Trolle hast Du überall. Das kann man ja auch beliebige Themen ausweiten.
Da könntest Du auch sagen: "Vegane Ernährung ist voll Müll, weil guck mal da drüben die militanten Veganer die missionieren wollen".

mchawk777 schrieb:
Ich mache keine Dateibackups - von denen sprachen wird.
Das ist ja auch in Ordnung.
Nichtsdestotrotz ändert das ja nichts an der Tatsache, das diese Vorgehensweise unter Windows holprig ist.
Und das darf man auch ruhig mal anerkennen ohne gleich in ein trotziges "Mach ich ohnehin nicht" zu verfallen.
 
Zuletzt bearbeitet:
andy_m4 schrieb:
Es ging doch hier nicht ums Backup-Programm.
Lenk nicht vim Thema ab, wenn es argumentativ dünn wird.
Ich sprach davon und Du hast im Kontext nachgefragt.
Schlussfolgerung im Kontext: Linux ist für Dich kein Werkzeug sondern eine Weltanschauung, deren Schwächen man zu ignorieren und keinesfalls zu kritisieren hat.
Damit wären wir hier fertig. 🤷‍♂️
 
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