WINE - Emulator ?!

Wine ist eine Schnittstelle zwischen Windows-kompatiblen Programmen und Linux. Linux hat andere Schnittstellen als Windows (unter Umständen) und daher kann nicht jedes Programm, dass für Windows geschrieben ist, auf Linux (fehlerfrei) arbeiten. Daher der Zwischenschritt über WINE. Ist sowas wie DirectX als Schnittstelle zwischen Spielesoftware und Treibern (grob formuliert).

Für genauere Informationen haben hier sicher andere Community.Kollegen mehr Ahnung.

LG
 
Richtig, Wine ist eine API die den Windowscode so übersetzt das Linux damit umgehen kann.

Übrigens gibt es das Ganze ja auch umgedreht, nennt sich dann CygWin.
 
Wine ist ein Emulator - Name hin oder her. Es emuliert wesentliche Teile von Windows (ahmt Windows nach = emuliert Windows) um ablaufende Windows-Programme glauben zu lassen, sie wären zu Hause.

Das Nachahmen von etwas anderem ist es, was einen Emulator ausmacht. Ziel ist in aller Regel, gegenüber einem Dritten den Anschein zu erwecken, er hätte es nicht mit dem Emulator sondern mit dem nachgeahmten Original zu tun.

Wine ist lediglich kein Computer-Emulator (wie etwa vmware oder qemu) sondern ein Windows-Emulator. Wine emuliert also ein Stück Software mit (fast) all seinem Verhalten, nicht ein Stück Hardware.
 
Du hast hier ein grundsätzliches Verständnisproblem, mensch183.

WINE ist nicht nur kein "Computer"-Emulator (VMWare übrigens auch nicht, mehr dazu gleich), es ist gar kein Emulator, weil nichts emuliert wird. Eine Implementation einer Windows API bereitzustellen hat nichts mit emulieren zu tun. Es wird nichts nachgeahmt.

VMWare ESX/ESXi, oder neuerdings auch vSphere Hypervisor, ist auch kein Emulator. Der neue Name vSphere Hypervisor sagt schon ziemlich genau aus um was es sich hier eigentlich handelt.
Es werden komplette Systeme virtualisiert und der Hypervisor "überwacht" das Ganze als Schnittstelle zwischen der virtuellen und physikalischen Hardware.
 
Richtig, es emuliert eben nicht, es fängt lediglich die Windows Programmaufrufe ab und übersetzt sie so das der Linuxkernel es verstehen kann, das Ganze dann auch umgedreht.
 
DunklerRabe schrieb:
WINE ist nicht nur kein "Computer"-Emulator (VMWare übrigens auch nicht, mehr dazu gleich), es ist gar kein Emulator, weil nichts emuliert wird. Eine Implementation einer Windows API bereitzustellen hat nichts mit emulieren zu tun. Es wird nichts nachgeahmt.

Durch Implementierung des Windows-APIs wird was erreicht? Das Stück Software namens Wine verhält sich ggü. Windowsprogrammen wie Windows selbst. Das Verhalten von Windows ggü. Windowsprogrammen wird also nachgeahmt, d.h. emuliert.

DunklerRabe schrieb:
VMWare ESX/ESXi, oder neuerdings auch vSphere Hypervisor, ist auch kein Emulator.
Ich meinte mit "VMware" das erste Produkt der Fa. Vmware, mit dem diese Firma bekannt wurde. Es wurde später "Vmware Workstation" genannt und emuliert den Großteil eines PCs modulo CPU. Sorry, dass ich nur den "vmware" schrieb, weil der Name früher Synonym für deren damals einziges Produkt stand. Die Hypervisor-Geschichten kamen erst viel später dazu.

Ansonsten empfehle ich, mal in der Wine-FAQ nachzulesen. Da ist sehr schön erklärt, dass Wine sehr wohl ein Emulator (und etwas mehr) ist. Besonders hilfreich für dich mag das dort enthaltene, vergleichende Beispiel sein, dass auch Windows Vista mit dem "XP compatibility mode" einen Windows-XP-Emulator enthält, der Programmen gegenüber XP-Verhalten bereitstellt. Dabei wird (wie in Wine) ein API mit zum Original möglichst identischem Verhalten bereitgestellt (=nachgeahmt = emuliert).

Und nein (für Nitpicker): Wine ist selbstverständlich kein "Windows Emulator", denn dazu müsste es ein komplettes Windows nachmachen oder wenigstens nachmachen wollen, was es nicht tut. Es ist ein TeilVonWindows-Emulator, aber ganz eindeutig ein Emulator.
 
Zuletzt bearbeitet:
meine Güte, ich würde nich immer alles, was in der deutschen wiki steht in Gold aufwiegen:

The name Wine initially was an acronym for WINdows Emulator.[6] Its meaning later shifted to the recursive backronym, Wine Is Not an Emulator in order to differentiate the software from other emulators.[7] While the name sometimes appears in the forms WINE and wine, the project developers have agreed to standardize on the form Wine.[8]

http://en.wikipedia.org/wiki/Wine_(software)

und

Wine is a compatibility layer. It duplicates functions of a Windows computer by providing alternative implementations of the DLLs that Windows programs call,[3] and a process to substitute for the Windows NT kernel. This method of duplication differs from other methods that might also be considered emulation, where Windows programs run in a virtual machine.[4] Wine is predominantly written using black-box testing reverse-engineering, to avoid copyright issues.[5]

Wine ist also mehr ...
;)
 
Wine ist zwar kein klassischer Emulator, verfügt jedoch über Teilbestandteile eines solchen. Wie freak01 sagt, "Wine ist also mehr". Spätestens bei DirectX Zugriffen muss man das einsehen, da DirectX unter Linux nicht läuft. Die Befehle werden von DirectX auf OpenGL umgewandelt während für die Windows Anwendung eine DirectX Schnittstelle emuliert wird. Das ist also teilweise ein DirectX Emulator, welcher die jeweiligen Befehle an ein für das Hostsystem bekannte Interface zurück gibt.

Davon abgesehen ist VMWare Workstation ein Emulator (wenn man die Funktion beschreiben möchte). Ob es zusätzlich ein "Hypervisor" ist oder nicht, ist da im Detail egal. Oft wird dies bei den aktuellen Produkten synonym verwendet. Man kann auch gerne sagen, dass VMWare ein Hypervisor und nicht nur ein Emulator ist, insbesondere wenn man die Funktionsweise betrachtet.
 
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