Wird der Wechsel hilfreich sein ? Wohin ?

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Lightning Rider

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Okt. 2002
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Hallo zusammen,

mich beschäftigt zur Zeit das Thema Linux bzw. des Umstiegs.


1. Problembeschreibung:

Es geht um das Notebook meiner Freundin, welches ich wieder anständig herrichten möchte, denn es gibt einige Probleme:

- Das System: Turion X2 RM-75 im HP Pavillon mit 4 GB RAM und Windows Vista.

- Problem 1: So wie ich mir das zusammengelesen habe haben gerade Turion X2 (in HP-Notebooks) ein Problem mit der Temperatur. So auch unserer - laut HWinfo und Everest läuft der im Ruhestand schon auf 80-90° und bei Inanspruchnahme wird die Temperatur dreistellig bis hin zur gelegentlichen Selbstabschaltung. Er steht immer auf einer ebenen Fläche bzw. sogar auf einem CoolingPad mit drei eigenen Ventilatoren. Auch wenn dessen Effekt eher marginal ist - er bekommt zumindest immer frische kühle Luft von unten. Auch entstaubt ist er.

- Problem 2: Windows Vista. Ich habe zwar schon einige Maßnahmen ergriffen zur Beschleunigung (Aero abschalten und ähnliche Späße) aber trotzdem bleibt es halt Vista

=> Wir haben also nen chronisch überlasteten und überhitzen Computer mit einem resourcenfressenden System.


- Lösungsansätze:
Ursprünglich hatte ich einmal versucht, Windows XP aufzusetzen, da es für unsere Zwecke ausreichte und sparsamer im Betrieb wäre. Die Installation scheiterte aber, da die Festplatte nicht erkannt wurde und HP nur ein kastriertes Bios aufgespielt hat, das die Umstellung auf IDE-Mode nicht zulässt.
Ein Update auf Windows 7 kostet Geld und da wir beide noch in Ausbildung sind ist das naturgemäß sehr knapp.

Also bin ich auf den Plan gekommen, auf Linux umzustellen um wieder einen stabilen Betrieb zu gewährleisten.



2. Nutzungsprofil

Die Nutzung ist nicht sehr breitgefächert. Der Computer wird genutzt für Textverarbeitung (-> Ausbildung), Surfen im Internet und gelegentliches Musik Hören / Video schauen.
Gespielt wird darauf nicht bzw. lediglich Facebook-Spiele, die ja über Flash im Browser laufen.

Von daher kommt man eigentlich auch als Anfänger gut mit einem Linux-System hin.



3. Fragen

- So wie ich das gelesen habe müsste das System mit Turion X2 RM-75 und 4 GB RAM locker Ubuntu verkraften. Ich hätte mich für 12.04 entschieden, auch wegen LTS. Wenn ich aber den Wechsel unternehme um ein resourcensparendes Betriebssystem für unseren "Backofen" aufzuspielen - warum dann nicht gleich Xubuntu oder Lubuntu ? Allerdings habe ich das so verstanden dass Xubuntu/Lubuntu vor allem in Sachen RAM genügsamer sind und davon haben wir ja genug. Würden wir bei den einfachen Nutzungsanforderungen überhaupt einen Unterschied zwischen Ubuntu/Xubuntu/Lubuntu verspüren ?

- Gibt es vielleicht eine Live-DVD, wo man gleich mehrere Derivate zur Auswahl hat (Bootmenü) und so direkt vergleichen kann ohne erst 5 CD´s zu brennen und jedemal neu zu laden ?

- Meine Liebste war in der Vergangenheit leider eine, die auf "ja" klickt, wenn ihr Computer sie irgendetwas fragt. So finde ich bei Ihr einige unnötige PlugIns und ähnliches, die ich entfernt habe und auch unangenehme Spam-Software (Iminent), die ich nicht ohne weiteres entfernen konnte.
Von daher wäre es gut, wenn man im Betriebssystem einfach Benutzerkonten einrichten, so dass ich ein Administrator-Konto für habe und ein Nutzerkonto für meine Freundin, mit dem man keine systemrelevanten Änderungen/Installationen vornehmen kann. (-> falls da jemand eine Anleitung parat hat würd ich mich freuen)
Oder ist das unnötig, weil auf Linux ohnehin kaum Spamzeug im Umlauf ist ?

- Ich habe gelesen, dass man Linux/Windows parallel betreiben kann und beim Start ein Boot Manager fragt, welches System man starten will. Kann ich das aber auch bei einem "laufenden" System bewerkstelligen ohne Formatierung. Partitionierung etc ?
Und läuft dann das Linux-System wirklich "autark", ohne unter dem versifften vollgespammten Vista zu leiden ?
Kann man dann nach der Eingewöhnungsphase auch das Windows eliminieren um nur noch Linux drauf zu haben oder muss man spätestens dann mal formatieren etc. ?



Vielen Dank bis hierher schonmal für die Aufmerksamkeit und ich hoffe ihr könnt mich ein wenig erhellen.

Liebe Grüße
Lighty
 
Ich würde an deiner Stelle einfach mal Ubuntu, Linux Mint und wegen mir noch Xubuntu auf jeweils eine CD brennen und als Live System starten. Das, was deiner Freundin am besten gefällt wird es dann einfach. So extrem schwachbrüstig ist der Laptop ja nicht, deswegen gibt es wohl eher wenig Performanceunterschiede bei eurem Nutzungsprofil. Eine einzelne CD/DVD mit mehreren Linux Distributionen kenne ich nicht.

Bei Linux ist man standarmäßig nie als Admin angemeldet. Ohne Passwort kann man also auch keine relevanten Änderungen vornehmen. Software installiert man auch nicht per Doppelklick, sondern über den Paketmanager (Adminpasswort nötig). Und da ist kein Spamzeugs enthalten.

Du kannst Linux parallel zu Vista installieren. Allerdings wird Linux schon eine eigene Partition brauchen. Solltest du die Festplatte formatieren und nur noch Linux installieren ist Vista komplett weg, da bleibt nichts übrig.

Unter Umständen kann es (lösbare) Probleme geben bei der Erkennung der Wlan Karte des laptops. Aber das merkst du ja schon beim testen der LiveCDs.
 
Lightning Rider schrieb:
3. Fragen

- So wie ich das gelesen habe müsste das System mit Turion X2 RM-75 und 4 GB RAM locker Ubuntu verkraften. Ich hätte mich für 12.04 entschieden, auch wegen LTS. Wenn ich aber den Wechsel unternehme um ein resourcensparendes Betriebssystem für unseren "Backofen" aufzuspielen - warum dann nicht gleich Xubuntu oder Lubuntu ? Allerdings habe ich das so verstanden dass Xubuntu/Lubuntu vor allem in Sachen RAM genügsamer sind und davon haben wir ja genug. Würden wir bei den einfachen Nutzungsanforderungen überhaupt einen Unterschied zwischen Ubuntu/Xubuntu/Lubuntu verspüren ?
Das was du bei den Systemen am meisten "spürst" ist, dass sie alle nach der Installation eine unterschiedliche Benutzeroberfläche haben. Welche man davon bevorzugt, muss jeder selbst entscheiden. Und der RAM ist nicht der einzige Unterschied. Die Unity-Oberfläche von Ubuntu ist leistungshungriger (afaik braucht man Hardwarebeschleunigung), während Xfce und LXDE von Haus aus weniger CPU-Leistung zum Rendern braucht.

- Gibt es vielleicht eine Live-DVD, wo man gleich mehrere Derivate zur Auswahl hat (Bootmenü) und so direkt vergleichen kann ohne erst 5 CD´s zu brennen und jedemal neu zu laden ?
Hab ich noch nichts gehört. Du kannst dir aber einfach einen USB-Stick zum Booten machen, dann musst du nicht jedesmal eine CD brennen. Google nach dem Tool "unetbootin".

- Meine Liebste war in der Vergangenheit leider eine, die auf "ja" klickt, wenn ihr Computer sie irgendetwas fragt. So finde ich bei Ihr einige unnötige PlugIns und ähnliches, die ich entfernt habe und auch unangenehme Spam-Software (Iminent), die ich nicht ohne weiteres entfernen konnte.
Von daher wäre es gut, wenn man im Betriebssystem einfach Benutzerkonten einrichten, so dass ich ein Administrator-Konto für habe und ein Nutzerkonto für meine Freundin, mit dem man keine systemrelevanten Änderungen/Installationen vornehmen kann. (-> falls da jemand eine Anleitung parat hat würd ich mich freuen)
Oder ist das unnötig, weil auf Linux ohnehin kaum Spamzeug im Umlauf ist ?
Zuallererst gibt es weniger (bzw. fast keine) Malware als bei Windows. Das "Searchbar"-Problem etc. wirst du unter Linux nicht haben. Du kannst natürlich ein extra Benutzerkonto einrichten und ihr keine sudo-Rechte gewähren. sudo ist das Programm, mit dem man als normaler Benutzer Administratorbefehle ausführen kann. Neue User kannst du ganz einfach über die Systemverwaltung installieren.

Was auch gehen würde: Richte einen automatischen Login ein und sag deiner Freundin einfach nicht das Passwort für den Benutzeraccount. So kann sie das Notebook benutzen. Wenn du Updates installierst oder andere Aktionen durchführst, die Administratorrechte benötigen, dann musst du das Passwort eingeben.

- Ich habe gelesen, dass man Linux/Windows parallel betreiben kann und beim Start ein Boot Manager fragt, welches System man starten will. Kann ich das aber auch bei einem "laufenden" System bewerkstelligen ohne Formatierung. Partitionierung etc ?
Und läuft dann das Linux-System wirklich "autark", ohne unter dem versifften vollgespammten Vista zu leiden ?
Kann man dann nach der Eingewöhnungsphase auch das Windows eliminieren um nur noch Linux drauf zu haben oder muss man spätestens dann mal formatieren etc. ?
Meinst du "installiert" mit "laufend"? Wenn ja, dann ist das nur möglich, wenn du die Windows-Partition verkleinerst, danach eine neue Partition erstellst und dorthin die Linux-Distribution installierst. Die grafischen Installer bieten dafür aber eine Auswahl an ("Ubuntu neben Windows installieren" oder so ähnlich), welche das Verkleinern etc. automatisch erledigen.

Das Linux läuft dann natürlich vollkommen autark. Du kannst nachträglich das Windows "eliminieren", in dem du einfach die Windows-Partition löschst und den Bootloader updatest. Den frei gewordenen Platz kannst du dann als extra Partition ins Linux einhängen oder sogar die Linux-Partition vergrößern.
 
- Gibt es vielleicht eine Live-DVD, wo man gleich mehrere Derivate zur Auswahl hat (Bootmenü) und so direkt vergleichen kann ohne erst 5 CD´s zu brennen und jedemal neu zu laden ?
Ja, gibt es. Allerdings musst du hierfür eine aktuelle Ausgabe der Zeitschrift LinuxWelt kaufen. In diesen Ausgaben liegen immer DVDs mit mehreren Distributionen bei. Meist stehen sogar mehrere Oberflächen für eine Distribution zur Verfügung. In einer der letzten Ausgaben war z. B. eine DVD dabei mit 11 Distributionen drauf.

Kann man dann nach der Eingewöhnungsphase auch das Windows eliminieren um nur noch Linux drauf zu haben oder muss man spätestens dann mal formatieren etc. ?
Sollte funktionieren. Der Eintrag zur Auswahl von Windows Vista im Bootmenü führt dann halt ins Leere.


- Meine Liebste war in der Vergangenheit leider eine, die auf "ja" klickt, wenn ihr Computer sie irgendetwas fragt. So finde ich bei Ihr einige unnötige PlugIns und ähnliches, die ich entfernt habe und auch unangenehme Spam-Software (Iminent), die ich nicht ohne weiteres entfernen konnte.
Von daher wäre es gut, wenn man im Betriebssystem einfach Benutzerkonten einrichten, so dass ich ein Administrator-Konto für habe und ein Nutzerkonto für meine Freundin, mit dem man keine systemrelevanten Änderungen/Installationen vornehmen kann. (-> falls da jemand eine Anleitung parat hat würd ich mich freuen)
Oder ist das unnötig, weil auf Linux ohnehin kaum Spamzeug im Umlauf ist ?

So viel ich weiß gibt es für Linux kaum Viren (max. 250 - 300). Daneben existieren einige Rootkits für Linux. Wer aber vorsichtig surft und über die Adresszeile des Browsers direkt die Seiten aufruft und nicht wie wild überall drauf klickt, hat nichts zu befürchten. Zusätzlich kann man den Browser Firefox mit Addons wie BrowserProtect oder Adblock Plus sicherer machen.

Und zu deinem Admin-/Rechteproblem: Ja, kein Problem. Einfach bei der Installation dich als "Hauptnutzer" anlegen. Damit hast du automatisch Admin-Rechte und bist die in erforderlichen Gruppen (adm, video, sound, sudo...) eingetragen. Deine Freundin legst du einfach nach der Installation im gnome-control-center als normale Benutzerin mit eingeschränkten Rechten an. Alternativ dazu kann man dies auch via sudo adduser [Loginname deiner Freundin] --encrypt-home erledigen. Allerdings darf man nach dem Anlegen deiner Freundin nicht vergessen, sie in die Gruppen audio und video einzutragen, da sonst kein Sound verfügbar ist und keine TV-Karten zur Verfügung stehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lightning Rider schrieb:
Wir haben also nen chronisch überlasteten und überhitzen Computer mit einem resourcenfressenden System.

(...)

Ein Update auf Windows 7 kostet Geld und da wir beide noch in Ausbildung sind ist das naturgemäß sehr knapp.

(...)

Die Nutzung ist nicht sehr breitgefächert. Der Computer wird genutzt für Textverarbeitung (-> Ausbildung), Surfen im Internet und gelegentliches Musik Hören / Video schauen.
Gespielt wird darauf nicht bzw. lediglich Facebook-Spiele, die ja über Flash im Browser laufen.

Ich habe da einen Vorschlag:

Installier' VirtualBox und teste direkt in einem Fenster. "Leichte" Distributionen sind zum Beispiel antiX, Debian Linux und das auf Debian basierende Crunchbang (das eine absolut unübertreffliche Bedienung hat, wie ich finde). Zu deinem Anforderungsprofil würde übrigens auch PC-BSD passen - für BSD existieren, nebenbei bemerkt, meines Wissens exakt 0 bekannte Rootkits.

Bei jedem der zu testenden Systeme achte aber darauf, dass du eine schlanke Oberfläche installierst. Also kein KDE, kein GNOME, lieber IceWM, LXDE oder Xfce. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Tuxman schrieb:
Zu deinem Anforderungsprofil würde übrigens auch PC-BSD passen - für BSD existieren, nebenbei bemerkt, meines Wissens exakt 0 bekannte Rootkits.

Ohne jetzt wieder einen Flamewar vom Zaun zu brechen (du diskutierst ja sehr gerne ;)): Da es sogar ein Buch gibt, wie man für BSD Rootkits schreibt, würde ich davon ausgehen, dass es auch welche gibt :P (https://www.amazon.de/Designing-BSD-Rootkits-Introduction-Hacking/dp/1593271425)

Die Idee mit VirtualBox ist natürlich noch besser, als USB-Sticks oder CDs zu erstellen.
 
In freier Wildbahn? Nenn' mir eines. Lohnt sich halt nicht. Malwareschreiber interessieren sich zzt. vor allem für Linux. :) Aber das Buch kannte ich noch nicht, danke. :D

Und ja, ich diskutiere gern. Ist ja auch ein Diskussionsforum.
 
Lightning Rider schrieb:
- Ich habe gelesen, dass man Linux/Windows parallel betreiben kann und beim Start ein Boot Manager fragt, welches System man starten will. Kann ich das aber auch bei einem "laufenden" System bewerkstelligen ohne Formatierung. Partitionierung etc ?
Und läuft dann das Linux-System wirklich "autark", ohne unter dem versifften vollgespammten Vista zu leiden ?
Neu Partitionieren musst du schon, aber nicht alles löschen. Vorgehen:
1. Windows-Partition aus Windows heraus verkleinern um Platz fürs Linux zu schaffen
2. In den freien Platz Linux installieren (der Linux-Installer legt neue Partition an)
 
herr freebsd wieder.. und wieder "wie immer" ;)

@ topic

installier dir ubuntu (sollte es doch iwo ruckeln oder langsam laufen, dann zb lubuntu probieren) und schaus dir einfach aus der nähe selbst an... mehr muss man doch net sagen... immer wieder aus einer einfachen sache n weltraumforschungsprogramm machen. man man man...
 
Ubuntu ist ein übler Ressourcenfresser - und wo liegt der Vorteil von "z.B. Lubuntu" gegenüber den von mir vorgeschlagenen Lösungen? Und was soll eigentlich immer diese ad-hominem-Anfeinderei, D3Lt4?
 
Lightning Rider schrieb:
- Problem 1: So wie ich mir das zusammengelesen habe haben gerade Turion X2 (in HP-Notebooks) ein Problem mit der Temperatur. So auch unserer - laut HWinfo und Everest läuft der im Ruhestand schon auf 80-90° und bei Inanspruchnahme wird die Temperatur dreistellig bis hin zur gelegentlichen Selbstabschaltung.
Dagegen hilft nur ein Tausch der Heatpipes. Da kann dir kein OS helfen.
Was auch etwas hilft: Festplatte durch eine SSD ersetzen. Die Kiste wird dadurch nicht nur viel schneller sondern auch deutlich kühler.

So wie ich das gelesen habe müsste das System mit Turion X2 RM-75 und 4 GB RAM locker Ubuntu verkraften. Ich hätte mich für 12.04 entschieden, auch wegen LTS.
Keine schlechte Idee, installier dann aber gleich noch den 13.04 Backport Kernel. Geht alles ganz elegant über die Paketverwaltung.

- Gibt es vielleicht eine Live-DVD, wo man gleich mehrere Derivate zur Auswahl hat (Bootmenü) und so direkt vergleichen kann ohne erst 5 CD´s zu brennen und jedemal neu zu laden ?
Brauchst du nicht. Du kannst (ohne Leistungseinbußen, Kompatibilitätskasper oder sonstwas) problemlos mehrere verschiedene Oberflächen parallel installieren. Im Zweifel klinken die sich dann alle hübsch im "lightdm" ein und du hast beim Login ein kleines Icon -> draufklicken und Oberfläche für diese (und kommende) Sitzung(en) wählen.
In diesem Sinne: Lubuntu installieren und einfach Xfce4, Unity, Gnome3, KDE und wasweißich noch nachrüsten. Danach gucken, was das beste Verhältnis von Leistung und Workflow bietet.

stwe schrieb:
Meinst du "installiert" mit "laufend"? Wenn ja, dann ist das nur möglich, wenn du die Windows-Partition verkleinerst, danach eine neue Partition erstellst und dorthin die Linux-Distribution installierst. Die grafischen Installer bieten dafür aber eine Auswahl an ("Ubuntu neben Windows installieren" oder so ähnlich), welche das Verkleinern etc. automatisch erledigen.
Die automatische Verkleinerung KANN unter Umständen den Bootsektor von Windows killen. Da muss man Vorsicht walten lassen.

Viel besser wäre, für die Testphase, eine Installation per WUBI. Hier landet die Installation innerhalb einer Containerdatei in der Windows-Partition. Keine Repartitionierung, keine Gefahr.

Tuxman schrieb:
Ubuntu ist ein übler Ressourcenfresser - und wo liegt der Vorteil von "z.B. Lubuntu" gegenüber den von mir vorgeschlagenen Lösungen?
Ubuntu selbst frisst nicht mehr Ressourcen als Debian oder Suse. Lediglich Unity ist recht hungrig, dasselbe kann man aber auch von Gnome3 oder KDE behaupten. Spätestens wenn man Ubuntu per Minimal-Iso installiert ist es kaum größer (und keineswegs langsamer) als Debian.
Der VORTEIL von Ubuntu ist aber die unschlagbar große Community. Und mal ehrlich: Unity ist NICHT SCHLECHT. Es ist lediglich anders. Für einen 24"-Monitor ist es weniger brauchbar, auf kleineren Displays hingegen finde ich es deutlich effizienter als andere Oberflächen.
 
Unity ist für Menschen, die nicht mehr richtig gucken können, ganz nett, ja. ;)

Weitere Gründe gegen Ubuntu? KDE wird für Ubuntu wahrscheinlich bald (wg. Mir) nicht mehr existieren, und auch sonst tut Canonical nicht viel dafür, das eigene System in die "freie" Linuxwelt einzugliedern. Für jeden Kram wird ein eigenes Süppchen gekocht. (Ich nehme es Canonical übrigens persönlich übel, dass sie sich reichlich beim Debianprojekt bedienen, aber lächerlich wenig zurückfließen lassen.) - Und das mit der Sicherheit ist auch so'ne Sache.

Im Vergleich zu BSD ist Ubuntu übrigens einfach nur lahm. Was da allein an "Systemsoftware" mitinstalliert wird, die ein Anfänger nicht so einfach loswird!
 
Tuxman schrieb:
Im Vergleich zu BSD ist Ubuntu übrigens einfach nur lahm. Was da allein an "Systemsoftware" mitinstalliert wird, die ein Anfänger nicht so einfach loswird!
Ok. Du vergleichst also ein BSD, wo du jeden Kram zusammenstückeln musst, mit einer "einfach nur dem Installer folgen" - Distribution? Ich rate dir: Verwende mal ein Ubuntu Micro Iso als Basis. Installiere dann nur die (Meta-)Pakete, die du für deine Aufgabenstellung wirklich brauchst.... schon ist da KEIN nenneswerter Unterschied mehr zu Bastel Ständig Dran.... oh, außer das eben komplexere Zielstellungen doch viel leichter sind.

Du solltest ernsthaft mit den Moderatoren hier reden. Evtl. legen sie dir ein eigenes BSD-Forum an, schließlich gibts ja auch verschiedene für Windows. Dann musst du nicht mehr im Linux-Forum herumindoktrinieren.
 
Daaron schrieb:
Ok. Du vergleichst also ein BSD, wo du jeden Kram zusammenstückeln musst, mit einer "einfach nur dem Installer folgen" - Distribution?

Du hast schon "PC-BSD" gelesen?

Daaron schrieb:
Du solltest ernsthaft mit den Moderatoren hier reden. Evtl. legen sie dir ein eigenes BSD-Forum an, schließlich gibts ja auch verschiedene für Windows. Dann musst du nicht mehr im Linux-Forum herumindoktrinieren.

Das wäre mir sehr willkommen. Bis dahin ist dies hier das "Linux- und UNIX-Forum". Tut mir wirklich überaus Leid.
 
Hey Tuxman, es geht um seine Freundin! :D

BSD, vor allem openBSD macht Sinn wenn man wirklich viel Wert auf ein traditionelles Unix legt (Einfachheit, Manpages etc.) und viel mit der Kommandozeile zu tun hat. FreeBSD oder PC-BSD auf dem Desktop hat für einen casual user der eh nur portierte und eher ältere GNU software auf FreeBSD nutzen würde keine Vorteile, im Gegenteil. Die Linux community ist da viel größer um demjenigen online weiterzuhelfen, Manpages lesen ja eh nur versierte Nutzer die bereits mit der Kommandozeile vertraut sind und die wirklichen BSD Goodies zu schätzen wissen. Ob jetzt die Bash oder Korn Shell installiert ist juckt nen casual User doch nicht.

Jails, ZFS usw.. denke nicht dass die Freundin das unbedingt braucht. Zudem gehen Snapshots auch mit btrfs, doch selbst das ist zb. für nen casual User übertrieben.

@ TE

Ich würde dir bzw. deiner Freundin Elementary OS empfehlen, von den grafisch aufwändigen Oberflächen ist die dortige die schnellste und auch mainstreammäßig stylishste. Basiert auf Ubuntu 12.04 LTS. http://elementaryos.org/
 
Lightning Rider schrieb:
Hallo zusammen,

mich beschäftigt zur Zeit das Thema Linux bzw. des Umstiegs.


1. Problembeschreibung:

Es geht um das Notebook meiner Freundin, welches ich wieder anständig herrichten möchte, denn es gibt einige Probleme:

- Das System: Turion X2 RM-75 im HP Pavillon mit 4 GB RAM und Windows Vista.

- Problem 1: So wie ich mir das zusammengelesen habe haben gerade Turion X2 (in HP-Notebooks) ein Problem mit der Temperatur. So auch unserer - laut HWinfo und Everest läuft der im Ruhestand schon auf 80-90° und bei Inanspruchnahme wird die Temperatur dreistellig bis hin zur gelegentlichen Selbstabschaltung. Er steht immer auf einer ebenen Fläche bzw. sogar auf einem CoolingPad mit drei eigenen Ventilatoren. Auch wenn dessen Effekt eher marginal ist - er bekommt zumindest immer frische kühle Luft von unten. Auch entstaubt ist er.

Lighty

Das entstauben bei diesem Laptop funktioniert nur richtig wenn Du das Gerät aufschraubst. Vor den Lamellen des Kühlers bildet sich eine Staubschicht die praktisch keine Luft mehr durchläßt. Sieht dann ungefähr so aus wie hier:
 

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Ja, diese "Filzmatten" sind fies. Ich hatte schon Laptops zu Hause die immer auf der Bettdecke verwendet wurden und da waren an den Luftaustrittschächten schon Kunststoffteile geschmolzen.
 
Wow !

Also erstmal ein riesiges Dankeschön für die ganzen Beiträge. Allein sie zu lesen hat meinen Horizont schon extrem erweitert. Dank dafür.
Ich werte das jetzt alles mal aus und mache mich ans Ausprobieren. :)

Liebe Grüße
Lighty
 
DeoDeRant schrieb:
FreeBSD oder PC-BSD auf dem Desktop hat für einen casual user der eh nur portierte und eher ältere GNU software auf FreeBSD nutzen würde keine Vorteile

Bessere Performance, bessere Stabilität, weniger Viren. Mehr?
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Lightning Rider schrieb:
Ich werte das jetzt alles mal aus und mache mich ans Ausprobieren. :)

Sollte das nicht besser deine Freundin tun? ;)
 
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