Wo Gold/Silber kaufen? Wie sinnvoll ist es?

MRM schrieb:
Zudem wäre eine SIlbermünze irgendwie ein geeigneterer Gegenwert für einen Sack Kartoffeln vom Bauern. ;)

An sich eine gute Idee, wobei man da jetzt auch nicht tausende Münzen kaufen sollte.


Hat auch alles seine Nachteile

So ist das eben. :)

eine gute Waffe ist in Deutschland eher schwirig legal zu bekommen,

Um die Antwort sehr allgemein zu halten: Das weiß ich, aber im Fall der Fälle glaube ich nicht, dass dann die Polizei kommt, sich durch den wütenden Mob kämpft und dir die Waffe entreisst.

Aber natürlich ist dieser Tipp (Waffe + Munition) nur für Menschen zu verwerten, die völlig legal an solche Dinge gelangen und nicht an Leute, die sich eine Kalashnikov und 5000 Schuss Munition unter den Wohnzimmerboden basteln.

ist es halt schwierig Große Mengen an Gebrauchsgütern mit sich herumzuschleppen.

Ähnlich wie Gold. Muss man umziehen oder sein Haus verlassen, hat man verloren.

Für einen solchen Fall wäre eine Hütte im Wald oder so gut, aber ich als Amerikaner habe da natürlich ganz andere Landschaften vor Auge als der typische Kölner ;) Prinzipiell schadet aber ein guter Rucksack (Wasserdicht, langhaltbar, groß, bequem auch bei langen Touren) pro Familienmitglied nicht, genauso wie man in jedem Rucksack eine Taschenlampe (Solar, Dynamo), Feuerzeuge etc. haben sollte.

Das geht aber schon wirklich stark in Richtung survival.


und Gold hat schlicht den Vorteil einen relativ hohen Wert im verhältnis zu dessen Größe und Gewicht zu beinhalten.

Gold fände in einem solchen Rucksack kaum Platz. Einerseits ist Gold nicht handelbar - oder willst du einfach ein wenig Staub vom Barren schaben, um dir deine Feldflasche mit Wasser füllen zu lassen? Andererseits hat man einfach wichtigere Dinge mitzunehmen - eben all das, was einem das Überleben definitiv sichert. Seien das ein paar mehr Magazine für die Waffe, eine weitere hochwertige Feldflasche, ein Schlafsack oder noch ein dicker Pulli.

Außerdem, da man durchaus davon ausgehen kann, daß Gold "dannach" teuer sein wird, werden andere auch in der Krise bereit sein, Gold in der Krise als Zahlungsmittel zu akzeptieren ( ist jedenfalls besser als zB seine Kartoffelernte verfaulen zu lassen )

Gold wird, wie nach allen größeren Katastrophen, eine Weile brauchen bis es wieder "richtig" wertvoll ist. Direkt nach einer solchen Katastrophe sind tatsächlich Arbeitsmaterialien gefragt.


Hyperinflation ( und anschließend die Aufgabe der Währung ) gabs zuletzt in Simbabwe - da wurde Gold keineswegs wertlos

In Simbabwe kann man auch mit US Dollar alles kaufen - das liegt daran, dass Simbabwe nicht isoliert ist.
Ich zumindest rede aber von einem globalen Worst Case Scenario, wo man nicht einfach mal eine S-Klasse aus dem Nachbarland importieren kann...

Radde schrieb:
Man könnte auch noch Benzin einlagern. Ich weiß ja nicht, ob man sich da einfach einen Tank in den Garten stellen kann?! Aber falls das möglich ist wäre es bestimmt nicht schlecht sich da ein paar 1000 Liter als Vorrat anzulegen.
Benzin oder Öl ist eben auch ein Wert, den man gut tauschen kann, wenn es hart auf hart kommt. Außerdem wird es nicht schlecht ;)

So Tanks halten auch nicht unbegrenzt lange. Halte ich nur für sinnvoll, wenn man eine sehr abgelegene Hütte sein Eigen nennt und diese generell als Rückzugspunkt ansieht/ausbaut. Dann könnte man aus diesem Tank einen Generator betreiben o.ä.

Herumlaufen und "Willste ein paar Liter Öl kaufen" wäre wohl eher keine so tolle Idee. Generell ist es in Krisen eher klug, anderen nicht mitzuteilen, was man hat....




Wie auch immer, wer auf Gold setzen will, nur zu. Aber meiner Meinung nach gibt es bessere Möglichkeiten - für die Krise selbst ist Gold sehr weit unten auf der Liste nützlicher Dinge, nach der Krise wird es auch nicht sofort wieder einen hohen Wert haben und vor allem muss man die Krise erstmal überstehen.
 
und größere mengen gold zuhause zu lagern halte ich auch für relativ gefährlich, umso mehr wenn andere viel verlieren und du einer der wenigen bist, der viel davon zuhause hat. irgendwer wird es mitbekommen und versuchen es dir abzunehmen. dann lieber in dinge investieren, die dir keiner einfach abnehmen kann bzw. andere, wie gold usw. schön auf der bank liegen lassen.
 
Ist ja interessant, wie wir ausgehend von einer noch recht neutralen Fragestellung mittlerweile bei regelrechten Doomsday-Szenarien angekommen sind. Auf was man für den Fall setzen will, ob Munition, Spitzhacke oder Dosen-Ravioli, muss jeder für sich entscheiden - nachhaltig nützlich ist in diesen Szenarien vermutlich nix davon.

Was das ursprüngliche Thema Gold angeht: als Hobbygoldschmied kenn ich die Edelmetallkurse nun schon seit einiger Zeit, aber auch wer sie nicht verfolgt hat, sieht, dass sie derzeit von Rekordhoch zu Rekordhoch springen. Auf dem derzeitigen Niveau und mit Blick auf eine mittelfristige Perspektive einzusteigen halte ich persönlich für nicht sonderlich schlau. Kann funktionieren, kann aber auch mächtig in die Hose gehen. Das ist zwar ne absolut subjektive Einschätzung, aber ich glaub nicht so verkehrt...
 
Mein Gott, bei der postapokalyptischen Stimmung hier im Forum würde ich eines ganz sicher nicht tun: Auf Tipps hören, die mir hier gegeben werden. Spielt mal weniger Videospiele. Wenn ich dass schon höre 'Lagere Munition und Benzin ein um Tauschhandel betreiben zu können.....' Vielleicht auch noch Sandsack-Barrikaden, Schützengräben und Minenfelder um das eigene Anwesen im tiefsten Wald ?

Und der TE erscheint mir auch sehr naiv, mit Sprüchen wie 'Mein Haus ist abgelegen, da kann ich Gold sicher lagern, nur irgendwann geht mir die Munition aus'. Frage mich ernsthaft, um was für Beträge es hier gehen soll. Bei dem Niveau, auf dem die Diskussion stattfindet bezweifel ich, dass irgendjemand hier genug Geld hätte, um überhaupt in mehr investieren zu können als in ein paar Teile Modeschmuck. Von der nötigen Ahnung von Finanzmärkten und sinnvollen Investitionen mal ganz zu schweigen, aber was erwartet man schon von Leuten, die denken sie befänden sich im Tenpenny Tower.
 
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ein paar "goldkrümel" für ganz harte krisenzeiten wie krieg und seuche in der tasche zu haben, kann nie verkehrt sein.

aber als kapitalanlage? ohne direkten zugriff auf das gold? da kannst du es ja gleich vergraben, wie ein pirat!
 
Man braucht auch kein postapokalyptisches Szenario um sich darüber Gedanken zu machen. EIn folgender Vergleich reicht schon. Was bekommt man heute noch für Silber und Goldmünzen aus der Zeit der DDR/3. Reich/Kaiserzeit, und was für die Scheine aus jenen Zeiten ...

Klar kommen solch extreme Ereignisse, die eine Währung wertlos machen nur selten vor, aber sie kommen halt vor ( und eben nicht nur in PC-Spielen )

btw

aber was erwartet man schon von Leuten, die denken sie befänden sich im Tenpenny Tower.

Die müssten dann Kronkorken sammeln ... :p

An sich eine gute Idee, wobei man da jetzt auch nicht tausende Münzen kaufen sollte.

Das schöne an den 10 Euro Gedenkmünzen ist - du kaufst sie nicht, du tauscht lediglich 10€ Papiergeld in eine 10€ Silbermünze ( gültiges Zahlungsmitttel übrigens, auch wenn das viele nicht wissen ) - Tasende wist du davon allerdings eh nicht bekommen. Soviele haben die Banken idR gar nicht parat. Aber man ist halt sowohl gegen einen Währungsverfall ( wegen des Silbergehaltes ) als auch gegen einen Silberpreisverfall ( über den Nennwert ) abgesichert

Ähnlich wie Gold. Muss man umziehen oder sein Haus verlassen, hat man verloren

Du kannst aber doch eher noch etwas Gold von A nach B schaffen als, sagen wir tausende Flaschen Wodka oder so ...
 
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Also als erstes schätze ich das Forum hier sehr mit seinen Meinungen zu Themen wie Recht, Politik und PC-Dingen. Daher schaue ich auch fast jeden Tag hier rein. Schreibe allerdings sehr wenig. Aber wenn ich sowas hier lese, von Leuten die so wenig Ahnung von Geld, Börse und Co haben wie ich vom Thema Recht, dreht sich mir der Magen um.

Ich will dazu auch garnicht viel schreiben da jeder sich seine eigene Meinung bilden sollte, aber mich wundert es nicht warum soviele Leute ihr Geld an der Börse verzocken und bete zu Gott das wir keine Währungsreform o.ä. bekommen denn so wie ihr aufgestellt seid, werdet ihr jämmerlich unter gehen.

Ich empfehle dem TE einfach mal folgendes durchzulesen:

http://www.silber.de/warum_silber_kaufen.html

Ich rate dir, informiere dich Selbstständig genau über EM und halte dabei Silber vorallem sehr genau im Auge. Auf der Seite von Silber.de findest du auch einige Preisvergleichsseiten von Usern gepostet wo du den günstigsten Preis findest, vorrausgesetzt du möchtest was für deine Zukunft tun. So eine Chance wirst du NIE WIEDER bekommen. Ich halte sicherlich nix davon sein ganzen Ersparnisse in EM zu stecken, aber einen kleinen Teil solltest du unbedingt investieren und in deinem privaten Umfeld langern. Es wirft keine Zinsen ab(wow ~2 % zur zeit), es kann im Kurs sinken(was es in nächster Zeit sicherlich nicht tun wird außer die normale Konsolidierung)...aber es ist reales Geld und wird NIE seinen Wert verlieren. Nur um mal ein nahes Beispiel zu nennen: Die 5 Reichsmarkstücke haben heute immernoch einen Wert von rund 6 Euro das Stück weil 900er Silber enthalten ist...12 g fein Gesamt. Die Reichsbanknote, hat noch den Wert in den sich jedes Papiergeld zurückzieht...nämlich null. Ich gehe sicherlich nicht wie einige von dem Worst-Case-Szenario aus, aber Silber wird das Investment des Jahrhunderts sein. Es geht auch nicht anders irgendwann muss neu angefangen werden. Ich bin selbst kein hartgeld leser und hasse dieses Vorhergesage, aber mach dich in den nächsten 20-30 Jahren gefasst. Ewig wird es nicht so weiter gehen, das müßte eigentlich jedem klar sein. Wohl dem, wer dann Sachwerte wie Aktien, Grundstücke und Silber/Gold etc. besitzt. Allerdings halte ich von Silber ebend mehr, als von allem anderen auch wenn ich es nicht essen oder drinn wohnen kann...

EM kannst du übrigens nach einem Jahr Haltefrist Abgeltungssteuerfrei verkaufen. Das du EM besitzt weiß übrigens auch keiner. Nochmal 2 Dicke Vorteile für ein investment in EM.
 
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@Lunge: ich sags mal diplomatisch: so 100%ig vertrauenswürdig finde ich Deinen Text auch nicht.

Beim aktuellen Rekordniveau davon zu reden, dass man so eine Chance "NIE WIEDER" (sic) bekäme, es "in nächster Zeit sicherlich nicht" im Kurs sinken würde, "außer die normale Konsolidierung" (eine nette Formulierung, die das Ausmaß der möglichen Korrektur geradezu verniedlicht), und dann noch vom "Investment des Jahrhunderts" zu reden... Entschuldigung, aber das ist marktschreierisch. Und genausoviel Vertrauen bekommst Du von mir auch.

Silber ist sicher nicht die schlechteste Anlage, der springende Punkt ist aber die Frage ob ein Einstieg zum aktuellen Niveau klug ist. Und da divergieren unsere Meinungen offensichtlich.
 
bluescript schrieb:
Ist ja interessant, wie wir ausgehend von einer noch recht neutralen Fragestellung mittlerweile bei regelrechten Doomsday-Szenarien angekommen sind.

Wenn der TE (sic!) von Währungszerfall, Plünderung und Hyperinflationären Zuständen spricht sind dies sehr wohl die treffenden Antworten?
Er schreibt ja auch ganz klar, dass er diese Reserven für den Fall einer verheerenden Wirtschaftskrise anlegen möchte.

Wenn er nach einer guten Investition für die nächsten 20-30 Jahren gefragt hätte, hätte wohl niemand die apokalyptischen Reiter gerufen.
 
Für mich ist klar, dass ich nicht all mein Geld in EM oder so etwas stecke.
Es geht hier wie gesagt rein um einen kleine Absicherung für den Fall der Fälle!
Wie Lunge schon sagte, Gold und Silber hat immer einen Wert, Papiergeld nicht.

Silber wäre für mich eigentlich reizvoller, weil der Goldpreis aktuell einfach verdammt hoch ist.
Silber 15,5€/Oz
Gold ca. 1000€/Oz

@Nossi

Also mal ehrlich, wenn ich naiv bin, was bist du dann?
Es wäre nicht das erste Mal, dass man für sein Papiergeld so gut wie nichts mehr bekommt.
Sonst lies mal in Geschichtsbüchern nach.
Glaubst du ernsthaft, dass die Finanzwelt einen solche herum spielen noch lang durchhält.
Es gibt quasi für das Geld, das im Umlauf ist keinen Gegenwert.
Irgendwann bricht dieses Lufblasensystem zusammen, weil es einfach ein paar W...ser die genau damit Geld verdienen.
Alle "Experten" haben, auch kurz vor der Krise, noch behauptet, dass alles in Ordnung sei.
Das Ergebnis kennen wir alle.
Wie viel Geld man hat, ist jedem seine Sache, darüber brauchst du dir keine Gedanken machen.


@ Lunge
Wo würdest du Silber kaufen?
In welchen Mengen, also gleich ein KG oder doch so, dass man es eher kleiner hat.

Gold gibt es ja mittlerweile in 0,5 g Plättchen, die in einer Chip Karte eingelassen sind.

Sollte man eher auf solche Größen setzten?
 
TECC schrieb:
Keiner weis wie sich die Kurse morgen verhalten....

siehe 24.10.1929...

von heut' auf morgen

jimix schrieb:
Tja, ich find immer noch, dass es vielleicht intelligent wäre, wenn die Menschen endlich von dieser Jäger und Sammler Mentalität wegkämen. Zuerst jagen wir dem Geld hinterher, anschließend sammeln wir es in irgendeiner Form. Ist doch eigentlich total dämlich. Sieht man sich mal die anderen Lebensformen auf der Erde an, findet man so ein Verhalten eigentlich gar nicht, oder zumindest nur in sehr abgeschwächter Form.

Also, das Beste wärs eigentlich, wenn man immer soviel Geld verdiente, wie man gerade benötigt. Dann gäbs auch nicht die Diskussionen in was man jetzt investieren soll.

Ist doch eigentlich komplett egal, was es ist in das man das Geld steckt, sobald es keinen praktischen Nutzen für den Menschen hat, kann es an ideellem Wert verlieren und am Ende gar nichts wert sein.

einige hätten auch was gerne für's Alter, eildieweil Rente, Inflation etc....
vor einiger Zeit hatte ich mal was gelesen das die heutige Kaufkraft von 1500€ um 2050 rum bei gleichbleibender Inflation so um die 5000€ rum sein werden.

Radde schrieb:
Man könnte auch noch Benzin einlagern. Ich weiß ja nicht, ob man sich da einfach einen Tank in den Garten stellen kann?! Aber falls das möglich ist wäre es bestimmt nicht schlecht sich da ein paar 1000 Liter als Vorrat anzulegen.
Benzin oder Öl ist eben auch ein Wert, den man gut tauschen kann, wenn es hart auf hart kommt. Außerdem wird es nicht schlecht

Benzin fängt nach ein paar (>7 ?) Monaten an zu zerfallen....

Radde schrieb:
Insgesamt glaube ich aber gar nicht, dass es uns so hart treffen wird. Die Schulden in der WElt wachsen zwar immer weiter, aber so lange die reale Wirtschaft (also die Fabriken, die Händler, die Geschäfte, ...) noch Waren haben und die Maschinen funktionieren kommen wir nach einem Geldcrash auch wieder auf die Beine.

Die Staatsschulden der Welt sind aber so hoch das du sie fast nur noch mit ein Hyperinflation wieder abbauen kannst.
Dland hat ne Verschuldung von ~70% BIP, wir müssten quasi die gesamte Wirtschaftsleistung von einem 3/4 Jahr aufbringen um das zurückzuzahlen. Japan z.B. mit seinen ~180% BIP fast 2 Jahre....
hinzu kommt das es soviel Geld gar nicht gibt um jemals alle Schulden zu bezahlen - wegen der Zinsen
 
Zuletzt bearbeitet:
Den weiter oben angesprochenen 2 seitigen Bericht in der Finanztest habe ich gelesen und ordne ihn in die Rubrik "Beruhigung aus der Systempresse" ein. Da wird mit der niedrigen amtlichen deutschen Inflationsstatistik gegen einen Crash argumentiert, als ob Deutschland alleine stehen würde.
Richtig ist, Deutschland, USA und es es war glaube ich noch ein Land sind die letzten Länder die umfallen werden. So weit gut. Was hilft uns das weiter? Wenn alle Länder ringsum den Staatsbankrott erklären und in etwa bei Null unbelastet anfangen werden, warum sollten dann noch Kapitalgeber in die hoch verschuldeten Länder USA, Deutschland + investieren?

Wie dem auch sei, der nächste Schritt wird meines Erachtens erst eine neue Weltgemeinschaftswährung sein. Da lässt sich noch viel hineinmauscheln (siehe Euro) und den Totalkollaps um weitere rd. 10 Jahre nach hinten verschieben.

Gold ist keineswegs zu teuer! In Anbetracht der Relation zu Warenwerten (Autos, Kleidung usw.) ist Gold noch viel zu billig. Allein die Tatsache das sich der Goldpreis verdreifacht hat, ist kein Argument gegen Gold. Der wahre Goldpreis nach historischem Maßstab liegt bei mindestens rd. dem doppeltem von heute. Bereits berücksichtigt sind dabei die drastisch erhöhten Goldfördermengen der Neuzeit. Wenn wie vor 1 Monat das Gold innerhalb weniger Tage bei fast allen Händlern zu diesen Preisen komplett ausverkauft ist, dann kann Gold nicht zu teuer sein. Der run darauf hat noch gar nicht richtig eingesetzt.

Gold beim klassischen Händler um die Ecke ist in vielen Fällen nicht teurer als im Internet, zudem kann man anonym kaufen (wichtig!). Gold von der Bank ist immer (!) zum fairen Preis erhältlich, aber nicht anonym.
Ein seriöser Onlinehändler ist zum Bsp. dieser. Vorsicht, es tummeln sich im Internet jetzt viele unseriöse Händler, die mit besonders günstigen Preisen abzocken wollen. Die Anbieter aus der Hochglanzpresse (MDM, Münchner Münze usw.) sind durchweg viel zu teuer.

Gold als Absicherung ist stets ok, egal wie hoch der Preis steht. Es fällt beim Handeln keine Umsatzsteuer an und nach 1 Jahr kann man steuerfrei wieder verkaufen (vorher Spekulationssteuer). Die 10% Grenze gilt nur für die, die nach einem Crash nicht mit weniger Vermögen dastehen wollen (Ableitung der Theorie gibt es im Netz). Wer profitieren will, benötigt mehr als 10% in Gold. Gold kann jederzeit ganz kurzfristig wieder zu Geld zurückkonvertiert werden und ist international anerkannt. Es spricht deswegen nichts dagegen, Erspartes zu Bsp. bis zu 50% in Gold zu transferieren. Kurzfristige Einbrüche werden m.E. nicht höher als 20% ausfallen, aber bereits die mittelfristigen Perspektiven stehen mindestens bei +/- 0. Das wäre schon sehr viel im Vergleich zu einem Wertverlust von z. Bsp. 90% oberhalb einer persönlichen Freigrenze von beispielsweise 10.000-20.000 Euro bei einer nächsten Währungsreform.

Allein wenn der Euro zum Dollar auf 1:1 geht, wird sich der Goldpreis für uns +20% verteuern, weil Gold international in US $ gehandelt wird und alle restliche Welt Gold bereits mit rd. 1200 $/ Unze bewertet.
Nun liegt es an Dir zu bewerten, wie sich der Euro und die Weltfinanzen entwickeln werden!

Eine Investition in eigene Energiegewinnung / - senkung am eigenen Haus ist natürlich eine ebenso gute Entscheidung in Hinsicht auf die allgemeine Energiepreisentwicklung.
 
Problem bei diesem Händler, er schickt nicht nach Österreich.
Muss mir das alles mal in Ruhe durch rechen, wie viel ich zur Seite legen kann, mit dem Umbauen ist das nicht so einfach.
Werde diese Woche erfahren was mein Bad kostet, hoffe nicht mehr als 10.000€.

Meine gefühlte Tendenz geht zur Zeit in Richtung einer/zwei Unzen Gold und ein paar Unzen Silber, die ich mir nach Hause hohle.

Was mich bei Gold einfach abschreckt ist, dass der Besitz schon ein paar mal Verboten und bestraft wurde.
Bei Silber nicht.
 
devilinside schrieb:
Was mich bei Gold einfach abschreckt ist, dass der Besitz schon ein paar mal Verboten und bestraft wurde.
Bei Silber nicht.

Hast du da nähere Infos zu? Würde mich mal interessieren welche Strafen das sind und warum überhaupt ein solches Verbot ausgesprochen wird/wurde.

Ansonsten habe ich Silber entweder bei der Bank oder auch bei http://www.silvior.de/ gekauft. Ob die nach Österreich liefern weiß ich jetzt gar nicht, kannst ja mal schauen.

Gruß
WiHo
 
Roosewelt hat nach der Great Depression ein Gesetz erlassen, wonach Gold ab einer gewissen Menge abgegeben werden musste und man dafür eine feste Entschädigung bekam. Heute würde man das Enteignung nennen und jene, die heimlich ihr Gold zurückgehalten hatten, haben natürlich profitiert weil der Schwarzmarktpreis höher war als der Preis der Regierung.

Das waren aber andere Zeiten. Heute würde niemand mehr auf die Idee kommen, Privatleuten den Besitz von Edelmetall abzusprechen, weil dann sofort eine Flucht ins Ausland eintreten würde.

ThomasK_7 schrieb:
Gold als Absicherung ist stets ok, egal wie hoch der Preis steht. [...] Kurzfristige Einbrüche werden m.E. nicht höher als 20% ausfallen, aber bereits die mittelfristigen Perspektiven stehen mindestens bei +/- 0. Das wäre schon sehr viel im Vergleich zu einem Wertverlust von z. Bsp. 90% oberhalb einer persönlichen Freigrenze von beispielsweise 10.000-20.000 Euro bei einer nächsten Währungsreform.
Du lehnst dich ja ganz schön weit aus dem Fenster.

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Weißt du wie eine Blase aussieht? Eine Blase entsteht dann, wenn völlige Laien wie der Threadstarter darüber nachdenken, zu investieren. Oder dann, wenn man solche Statements bringt in denen jemand ganz selbstbewusst über die Zukunft diskutiert, als sei es für ihn schon eingepreiste Vergangenheit.
Auch wenn Indien und China jetzt kräftig kaufen, so kann man jederzeit eine neue Mine finden, einen Ersatzstoff in der Industrie oder das Interesse daran verlieren, weil z.B. ein neuer Rohstoff wie Lithium en vogue wird.

devilinside schrieb:
Für mich ist klar, dass ich nicht all mein Geld in EM oder so etwas stecke.
Es geht hier wie gesagt rein um einen kleine Absicherung für den Fall der Fälle!
Um das mal klar zu stellen: Wenn dieser Fall eintreten würde und wir in Deutschland 40€ für 1kg Brot und 16,5€ für einen Liter Benzin zahlen müssen, was machst du dann mit deinen Münzen, die jetzt ein paar tausend Euro Wert sind? Du kaufst sie ja jetzt, um so eine Inflation zu überdauern. Aber was sind schon 10.000 oder 50.000€ die man nach einer Hyperinflation zurücktauscht?
Es klingt jetzt viel, aber man muss sich mal vorstellen, auf was für eine Zeit man spekuliert: Die Leute werden anfangen zu plündern, Autos in Brand stecken und dann sehen wir solche Szenen wie in Argentinien oder Griechenland.
Wahre Werte sind dann nicht irgendwelche Edelmetalle, die man kaum gescheit tauschen kann, sondern die persönliche Arbeitskraft. Kaum ein Deutscher hat Edelmetallbestände zu Hause oder bei der Bank, die für eine Hyperinflation gedacht sind. Sie dienen bloß dazu, das Portfolio zu diversifizieren. Wenn du wirklich für den Fall der Fall der Fälle sinnvoll vorbereitet sein willst, kauf dir eine Wasserfilteranlage, Trockenfutter und dererlei ;)
 
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