Ausserdem sind die effektiven MHz-Werte ja noch krummer: selbst wenn ich z.B. einen Prozessortakt von sagen wir 2,6GHz einstelle, dann wird ganz selten genau 2,6Ghz erreicht, sondern vielleicht 2596MHz, 2597,5MHz oder auch 2601,2MHz. Das schwankt ständig, ich überlege nur gerade, welches Programm mir das zuerst so angezeigt hat. Ich denke dass es Asus Probe II(oder natürlich auch CPU-Z) von meinem letzten MoBo war. Ich schätze, dass Netzschwankungen im Stromnetz dafür verantwortlich sind. So führt ja alleine das Anschalten von den Lampen in einem Zimmer zu starken Schwankungen - sofern es nicht an einer eigenen Sicherung hängt. Das gilt aber für jeden Verbraucher(z.B. Staubsauger), der an der gleichen Dose hängt.
Zwar versuchen die MoBos sowas über die ganzen Kondensatoren und Widerstände möglichst konstant zu halten - und das ist ja wohl auch notwendig, um korrekte Berechnungen durchführen zu können; ganz konstant geht es aber eben scheinbar nicht, was aber wohl bis zu einer gewissen Varianz vom Betriebssystem auch toleriert wird - bei allem, was nicht mehr geht, gibts halt nen Bluescreen. Hinzu kommt, dass ja die Prozessoren schon seit mindestens 10 Jahren noch frei skalieren können, um Strom zu sparen. Meistens takten die i-Prozessoren und Ryzen ja genauso, im Leerlauf auf ~800 MHz(oder noch niedriger) herunter. Dies wiederum zeigt mir z.B. auch "PC-Meter" an(genau wie die oben genannten Programme, oder auch seit einiger Zeit auch der Leistungsindex vom Windows Task-Manager), ein Gadget, das es mal bei Windows 7 gab, das man aber auch für Win 8 und 10 nachinstallieren kann. Das RAM bleibt aber, soweit ich weiß, immer recht konstant auf der voreingestellten Taktzahl, trifft diese aber auch nur selten exakt, da es eben oft um irgendwelche Nachkommawerte variiert.
Dies hängt sicherlich alles miteinander zusammen, weil es ja eben Multiplikatoren gibt, die alle von einem gewissen Grundwert abhängen. Früher hieß das eben FSB oder Bustakt. Inzwischen glaube können fast alle Devices relativ frei skalieren, je nach Auslastung. Das ganze müsste über den Windows- bzw. generell den Betriebssystem-Kernel zusammenlaufen und von diesem auch gesteuert werden. Wobei ich glaube, dass es auf den Mobos hier auch tatsächlich Hardware-Steuerungschips gibt, die das regeln. Ich kann mich zum Beispiel daran erinnern, dass ASUS mal eine weile lang Werbung damit gemacht hat, dass sie eine "EPU", eine Energy-Processing-Unit auf ihren MoBos verbaut haben. Das war ein sehr kleiner Chip(vllt. 2x2mm), der eben das ganze Zusammenspiel der verschiedenen Busse(PCI, PCIe, USB...), zu Stromsparzwecken, aufeinander abgestimmt hat. Ich hatte auch vorübergehend mal ein MSI P45 Diamond, wo man für sowas sogar noch irgendwie eibe Überbrückung am ATX-Steckler anbringen musste...