Woher kommen die extrem krummen MHZ-Werte

C

Chippo

Gast
Die Frage existiert wahrscheinlich schon, aber ich weiß nicht wie ich sonst die Frage formulieren soll und die SuFu spukt bei meiner Fragestellung keine sinnvolle Antwort darauf aus.
Also, wie kommen solch krumme Zahlen wie 2133 raus. 1536 oder 3072 würde zwar noch nachvollziehbar sein, aber 2133. Ist einfach zu krumm.
 
Vielfache von 133,3Mhz. Das war früher ein typischer Speed für den Bus, welcher dann mit einem Faktor multipliziert wird (dem Multiplier). Aktuelle DDR-Standards wurden halt immer so weiter spezifiziert.
 
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Ach stimmt ja. Mein Vorsinnflutliche Datenbank ist noch in Altarkonidisch verfasst. Vielleicht deswegen meine Verwirrung. Danke:)
Manchmal vermisse ich die Zeiten als ich stolzer C64-Besitzer über x86-PCs gelacht habe. Heute ist mir das Lachen vergangen, bei Java-Hallo Welt-Programmen die mehrere MB RAM fressen...
 
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hanzmanz_bb, lies noch doch mal den Eröffnungspost! 2133 ist aber 133*16 und 2666 sind 133*20, aber nicht wirklich glatte Vielfache von 100.
 
Genau genommen sind es vielfache von 33MHz, was für PCI und Co waren, PCIx der Vorläufer von PCI-e hatte dann 133MHz ebenso wie AGP, also 4x 33,33MHz. Das ist halt heute noch häufig Referenz. Bzw weitere vielfache davon. Und 100MHz sind eben 3x 33,33MHz.
 
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Mein erster PC war ein 386DX von AMD. Diesen konnte man von 20 auf 40MHz in der "Turbo" schalten(so ab 1991/2 - ich weiß es nicht mehr genau). Im Prinzip lief er bei mir immer auf 40MHz, wobei es gefühlt 0,0% Unterschied zwischen beiden Einstellungen gab. Ich kann mich erinnern, dass Intel damals auch einen 386DX produzierte, dieser lief aber auf 16 oder eben 33 MHz, warum auch immer. Ein Freund von mir hatte so einen, wo definitiv 20 oder 33MHz("Turbo") im LED-Display auf dem Gehäuse stand. Mein Vater hatte zuvor einen 386SX(so ab 1990), der entweder auf 8 oder 16 MHz lief. Auch der 286SX eines Kumpels lief auf 8MHz. Eigentlich würde man wohl meinen, dass es ein Vielfaches von 2(4,8,16,32...wäre) aber dieser Intel 386SX lief eben im Turbo auf 33MHz. WARUM AUCH IMMER!?
 
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Bully|Ossi schrieb:
Genau genommen sind es vielfache von 33MHz, was für PCI und Co waren, PCIx der Vorläufer von PCI-e hatte dann 133MHz ebenso wie AGP, also 4x 33,33MHz. Das ist halt heute noch häufig Referenz. Bzw weitere vielfache davon. Und 100MHz sind eben 3x 33,33MHz.

du kannst bis zum isa-bus zurückgehen, der lief mit 8,33MHz :)
 
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Ja, ich denke mit dem ISA Bus fing das an und wurde schlicht multipliziert.
 
Nur weil der Baseclock 100 oder 200MHz sind, ist es nicht unmöglich das der RAM anders angesprochen wird. Deswegen gibt es ja keinen Front Side Bus mehr, damit das alles unabhängig voneinander ist.
 
Ausserdem sind die effektiven MHz-Werte ja noch krummer: selbst wenn ich z.B. einen Prozessortakt von sagen wir 2,6GHz einstelle, dann wird ganz selten genau 2,6Ghz erreicht, sondern vielleicht 2596MHz, 2597,5MHz oder auch 2601,2MHz. Das schwankt ständig, ich überlege nur gerade, welches Programm mir das zuerst so angezeigt hat. Ich denke dass es Asus Probe II(oder natürlich auch CPU-Z) von meinem letzten MoBo war. Ich schätze, dass Netzschwankungen im Stromnetz dafür verantwortlich sind. So führt ja alleine das Anschalten von den Lampen in einem Zimmer zu starken Schwankungen - sofern es nicht an einer eigenen Sicherung hängt. Das gilt aber für jeden Verbraucher(z.B. Staubsauger), der an der gleichen Dose hängt.

Zwar versuchen die MoBos sowas über die ganzen Kondensatoren und Widerstände möglichst konstant zu halten - und das ist ja wohl auch notwendig, um korrekte Berechnungen durchführen zu können; ganz konstant geht es aber eben scheinbar nicht, was aber wohl bis zu einer gewissen Varianz vom Betriebssystem auch toleriert wird - bei allem, was nicht mehr geht, gibts halt nen Bluescreen. Hinzu kommt, dass ja die Prozessoren schon seit mindestens 10 Jahren noch frei skalieren können, um Strom zu sparen. Meistens takten die i-Prozessoren und Ryzen ja genauso, im Leerlauf auf ~800 MHz(oder noch niedriger) herunter. Dies wiederum zeigt mir z.B. auch "PC-Meter" an(genau wie die oben genannten Programme, oder auch seit einiger Zeit auch der Leistungsindex vom Windows Task-Manager), ein Gadget, das es mal bei Windows 7 gab, das man aber auch für Win 8 und 10 nachinstallieren kann. Das RAM bleibt aber, soweit ich weiß, immer recht konstant auf der voreingestellten Taktzahl, trifft diese aber auch nur selten exakt, da es eben oft um irgendwelche Nachkommawerte variiert.

Dies hängt sicherlich alles miteinander zusammen, weil es ja eben Multiplikatoren gibt, die alle von einem gewissen Grundwert abhängen. Früher hieß das eben FSB oder Bustakt. Inzwischen glaube können fast alle Devices relativ frei skalieren, je nach Auslastung. Das ganze müsste über den Windows- bzw. generell den Betriebssystem-Kernel zusammenlaufen und von diesem auch gesteuert werden. Wobei ich glaube, dass es auf den Mobos hier auch tatsächlich Hardware-Steuerungschips gibt, die das regeln. Ich kann mich zum Beispiel daran erinnern, dass ASUS mal eine weile lang Werbung damit gemacht hat, dass sie eine "EPU", eine Energy-Processing-Unit auf ihren MoBos verbaut haben. Das war ein sehr kleiner Chip(vllt. 2x2mm), der eben das ganze Zusammenspiel der verschiedenen Busse(PCI, PCIe, USB...), zu Stromsparzwecken, aufeinander abgestimmt hat. Ich hatte auch vorübergehend mal ein MSI P45 Diamond, wo man für sowas sogar noch irgendwie eibe Überbrückung am ATX-Steckler anbringen musste...
 
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hanzmanz_bb schrieb:
Stell das mal im BIOS/UEFI ein....;)
Was meinst Du? Es geht nicht um den BLCK der CPU, der ist was anderes und nicht für den RAM Takt zuständig.
 
Dann haben wir ja den "Übeltäter": der 32,768-kHz-Quarz, danke für die Auflösung! Das kann man doch als ziemlich "krumm" bezeichnen :) Mir war zwar schon klar, dass diese Multiplikatoren irgendwas mit Quarzen zu tun haben, aber so kompakt hab ich es noch nie gelesen. Trotzdem bleibt die Frage, wieso der Takt dann im laufenden Betrieb(siehe CPU-Z) schwankt? Ich glaube schon, dass das auch ein bisschen mit der Eingangsfrequenz aus dem Wechselstromnetz zu tun hat. Es wird eben über Quarze, Kondensatoren, Transistoren und so weiter versucht, die "PC-Kern" hier möglichst von diesen groben Schwankungen abzukoppeln und eine stabile Basis für den Rechnerbetrieb zu erreichen - je besser das gelingt, desto effizienter ist der Rechner dann auch. Deswegen werden die Hochleistungsrechner(sofern es sie noch gibt und sie nicht durch Cluster ersetzt wurden) ja auch ein eigenes Stromnetz. In dem von Dir genannten Wiki-Artikel gibt es ja auch den Verweis auf https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Verträglichkeit#Normen.

Worauf ich auch in diesem Zuge grade noch gekommen bin: https://www.pc-magazin.de/ratgeber/moore-law-report-ende-2020-1938131.html

2020 haben wir ja bald...ob das irgendwas mit Intels Problemen auf 7nm umzustellen zu tun hat? :D Jedenfalls verdoppelt sich schon lange nichts mehr alle 18 Monate, oder sehe ich das falsch?(im Übrigen auch bei den MHz-Zahlen, damit wir uns nicht ganz vom ursprünglichen Thread entfernen: war der Pentium 4, so um das Jahr 2000, nicht schon mal bei 4-5GHz angelangt?) Heute läuft das eher über Parallelisierung(!?) und wir sind da eher bei maximal 15-20% Leistungssteigerung angelangt. Zumindest im Desktop-Bereich. Was für mich persönlich immer noch das größere Wunder ist, ist weniger die Leistung, sondern die Miniaturisierung: auf meinem Handy heutzutage meine ersten PC-Spiele wieder über Emulator, der ja sicher auch nochmal einiges an Leistung kostet, laufen lassen zu können(Monkey Island, Larry, Dune 2...). Was war das auf dem 386-Tower immer für ein Kampf, überhaupt genügend Hauptspeicher frei zu bekommen, um die Spiele/Programme überhaupt starten zu können...config.sys, emm386.exe, EMS, autoexec.bat, loadhigh, UMB :) und heute auf nem 5x10x1cm großen Ding einfach: *schwupps* und läuft...
 
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genau dieser taktgeber ist für die uhr, nicht für die systemkomponenten. in dem artikel wird ein taktgeber mit 14,318MHz genannt. wenn der schon wenig abweicht, multipliziert sich der fehler entsprechend. ausserdem ist so ein quarz auch (in geringem maße) temperaturabhängig, d.h. im betrieb können sie sich frequenzen auch geringfügig ändern.
 
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