Wohnzimmer-PC mit sehr heterogenem Anforderungsprofil

verres1981

Cadet 4th Year
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Vor knapp zwei Jahren habe ich mir mit Eurer Hilfe eine Workstation zusammengebaut, die mir immer noch viel Freude macht. Jetzt steht das nächste Projekt an und es wäre klasse, wenn Ihr mir wieder helfen könntet. Meine Freundin und ich wollen zusammenziehen und ich konnte Sie davon überzeugen, dass wir für das Wohnzimmer einen PC brauchen.
Das Problem dürfte das sehr heterogene Anforderungsprofil sein. Folgende Dinge sollte der Wohnzimmer-PC können:
  • Ich bin Fotograf. Für meine Fotosammlung benötige ich einen neuen NAS, der angesichts der Datenmengen relativ schnell sein sollte. Anfänglich soll eine HDD ihren Dienst tun, mittelfristig, wäre es aber schön, wenn sich gegebenenfalls eine zweite Platte nachrüsten ließe.
  • Er sollte die Stereoanlage und die Kopfhörer über einen DAC mit Musik von Tidal versorgen.
  • Bisher nutzen wir einen Firestick. Den finde ich relativ langsam. Dessen Aufgabe sollte der Rechner auch übernehmen. Um zukunftsfähig zu sein, sollte der Rechner in der Lage sein, die Videodaten in 4K auszugeben.
  • Meine Freundin ist sehr geräuschempfindlich. Man sollte also möglich wenig von ihm hören.
  • Ansonsten würde er nur noch gelegentlich zum Surfen verwendet werden
Anfänglich hatte ich daran gedacht mir einen ProLiant von HP zuzulegen, einen Raspberry Pi mit einem DAC zu koppeln und einen schnelleren Streaming Stick zu kaufen. Eine Lösung aus einem Guss fände ich allerdings sehr viel eleganter.
Das Budget liegt ohne DAC bei 400 bis 500 Euro. die Akzeptanz meiner Freundin für das Projekt würde sich erhöhen, wenn der Rechner auch noch schick aussehen würde.
Gibt es einen Software, die all Funktionen, die ich benötige bietet?
 
Es gibt schöne Gehäuse im HiFi Look. Die sind aber relativ teuer. Ich persönlich finde es besser, wenn der Rechner komplett im Schrank verschwindet. Das dämpft noch einmal Geräusche und sieht gut aus.

Bei der Hardware kannst Du Dich an der FAQ für Multimedia PCs hier im Forum orientieren.

Windows kann alles, was Du brauchst. Ein Pentium oder Athlon mit einer gebrauchten geforce 750 sollte alles sein, was Du benötigst. Auf jeden Fall eine SSD und eine große HDD einbauen.

Interessanter ist, wie Du die ganze Sache steuern willst und ob Spiele gewünscht sind.
 
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Richtig. Die ist aktuell aber sehr teuer und wer hat aktuell schon gutes 4k Material? Günstiger wäre in 2 oder 3 Jahren auf 4k zu gehen.
 
1 x Silicon Power Slim S60 60GB, SATA (SP060GBSS3S60S25)
1 x DeLOCK SATA-Stromadapter 4-Pin (IDE) auf 2x 15-Pin (SATA), Y-Kabel (60102)
1 x Intel Celeron G3900, 2x 2.80GHz, boxed (BX80662G3900)
1 x Crucial DIMM Kit 8GB, DDR4-2133, CL15 (CT2K4G4DFS8213)
1 x ASRock Fatal1ty Z170 Gaming-ITX/ac (90-MXGYN0-A0UAYZ)
1 x Arctic Alpine 11 passiv (ACALP00011A)
1 x Sharkoon CA-M schwarz
1 x Mini-Box PicoPSU-90, 90W extern
1 x Leicke 4050296334026<br>Leicke NT33402 Netzteil 90W 12V 7.5A 5.5*2.5mm mit Adapter auf 5.5*2.1mm | Für LCD TFT Bildschirm Monitor, LED Strips, NAS, ext. Festplatten, Pico-PSU, Router, Hubs, Switches Embedded-PC | 90W Leistung (Elektronik)

Grafikkarte zu kaufen wäre übertrieben. Dieses Board hat auch so HDMI 2.0 mit HDCP 2.2. Zusätzlich einen guten Soundchip, der evtl schon reicht und somit den DAC spart. Falls nicht, ist auch ein digitaler Audioausgang vorhanden.

Der Celeron ist schnell genug und kann lautlos gekühlt werden. Eine Pico-PSU ist ebenfalls lautlos und sollte ausreichen.

Gehäuse kann 2 3,5" Platten aufnehmen und zusätzlich eine SSD. Ich weiß jetzt nicht, wie groß die SSD sein soll, aber für Betriebssystem plus die wichtigsten Programme reichen 60GB. Daten kommen ja dann eh auf die HDD.
 
Am Board könnte man aber auch noch 100 Euro sparen. Insgesamt würde ich eher auf Micro ATX anstatt auf ITX setzen.

Das soll aber nicht heißen, dass Deine Zusammenstellung nicht gut wäre.

Die geforce 750 und 950 bzw. 960 haben die modernsten Video Prozessoren. Deshalb bin ich auf eine gebrauchte 750 gekommen. Ein Pentium oder Celeron plus Mainboard mit B Chipsatz ist sehr günstig. Alternativ eine APU mit 4 Thread von AMD.
 
Aber eine 750 besitzt doch keinen HDMI 2.0 Ausgang, oder täusche ich mich da?

Ich hätte auch lieber ein mATX-Board genommen, aber leider gibt es keine mit HDMI 2.0. Für ein großes ATX-Board müsste man auch ein deutlich größeres Gehäuse anschaffen. Außerdem sind die Boards noch teurer...
ITX ist in diesem Fall aber auch nicht schlimm. Durch den Wegfall der Grafikkarte ist immernoch ein PCIe Slot vorhanden.
 
Nö, täuscht Dich nicht. Die 750 hat kein HDMI2.0.

Dein Vorschlag ist schon interessant, aber bei PicoPSU im CA-M klafft ein großes Loch an der ATX-Netzteil-Position. Wie schließt Du das?

Vom Preis her ist aber Dein Mainboard nur ca. 20 € günstiger als ein hier ausreichendes H110-µATX-Brett mit GTX950. Und bei den zu erwartenden Stromabnahmen kriegt man mit einem be quiet! Pure Power L8 350W ATX 2.4 (BN221) ab € 44,93 auch schon für weniger Geld eine praktisch lautlose allerdings weniger effiziente Energieversorgung hin, als mit der PicoPSU.
 
zwecks NT loch: bei amazon einfach mal nach ATX blende suchen ;)
 
Klar, ein günstiges Board plus GTX950 ist nicht viel teurer. Dafür muss man aber auf viel Ausstattung verzichten, wie z. B. USB 3.1, WiFi, M2-Slot, gutes onboard-Audio usw. Desweiteren steigt der Stromverbrauch, was bei einem System, das 24/7 läuft, schon wichtig ist.
Und an was viele gar nicht denken: Gibt es keine Lüfter, gibt es (fast) kein Staub. Ich musste heute wieder nach einem Jahr meinen Server aussaugen. Das sah aus...

Vorteil der Grafikkarte ist natürlich, dass sich das ein oder andere Spiel zocken lässt. Wenn man eine Strix nimmt und das Pure Power 8, hat man in der Tat ein lautloses System.

Ich findes es gut, dass mehrere Vorschläge gemacht werden. Am Ende kann dann der TE entscheiden, welche Vorteile überwiegen.

Ich wollte auch noch eine ATX-Blende mit reinnehmen, aber geizhals konnte nichts finden ^^
 
Vielleicht reicht auch ein A8 7600 plus entsprechendes Board? Ob die ganzen Extras gebraucht werden und nur guter Onboard Sound 100 Euro Aufpreis wert sind, muss der Thread Ersteller selbst entscheiden. Eine gute Soundkarte gibt es ab 40 Euro und USB 3.1 ist bei FM2+ Boards auch dabei. WLAN kann via USB oder Steckkarte ebenfalls leicht nachgerüstet werden.

Ich würde folgendes vorschlagen.

AMD A8 7600
Passendes Micro ATX Board mit USB 3 bzw. 3.1
Top Blower CPU Kühler von Arctic (z.B. Alpine 64 für rund 10 Euro)
Netzteil von bequiet für rund 40 Euro
Micro ATX Gehäuse von Fractal Design (z.B. Core Serie)
PC im Schrank verstecken und bei Bedarf Anschlüsse nach draußen verlängern (Netzschalter, IR, USB)

RAM, SSD und HDD nach eigenen Wünschen und Vorlieben.

Man sollte mit dieser Kombination zwischen 300 und 350 Euro ausgeben. Ich habe gerade keine Lust, alle Teile zu suchen, da ich nur das Handy da habe.

Auf 4k würde ich aufgrund fehlenden Materials noch ein oder zwei Jahre verzichten und dann bei Bedarf eine passende Grafikkarte nachrüsten, falls die Graphik der APU zu schwach sein sollte.

Wegen Stromverbrauch. 24/7 Systeme sind für zu Hause zu teuer. Egal mit welcher Hardware.
Dafür gibt es Standby, Wake On LAN und SSDs. Das vernünftig kombiniert minimiert den Stromverbrauch ohne Komfort zu verlieren. Einen Rechner mit SSD via IR oder Wake on LAN oder Wake on Keyboard aus dem Standby zu holen dauert keine 2 Sekunden. HDDs sollen auch eine vernünftige Standby Zeit verpasst bekommen.

PS: Mein Rechner aus der Signatur braucht übrigens nur 6 Sekunden für den normalen Bootvorgang, bis die Anmeldemaske erscheint. Ich benutze Windows 8 Enterprise. Außerdem habe ich kein Gehäuse. Die Hardware liegt einfach in der Schublade vom Schreibtisch. Ist überhaupt kein Problem, wenn der Rechner nicht transportiert werden soll. Abstandhalter für das Mainboard braucht man natürlich schon.
 
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Wow. Das war ja bisher schon eine ausgesprochen interessante Lektüre.
@thebackfish Du hast einen tollen Rechner zusammengestellt. Ein kleiner Formfaktor ist zwar schön, aber nicht die oberste Priorität. Außerdem würde ich die Soundausgabe lieber mit einem externen DAC realisieren. Klingt besser und außerdem sind die Zugänge leichter zugänglich.
Lässt sich denn für mein PC ein lautloser PC realisieren?
Können die Skylake Prozessoren mit HD510 und HD530 nicht sowieso 4K?
Gibt es auch bei AMD einen Prozessor, der das beherrscht?
Mit welcher Software würdet Ihr den Rechner betreiben?
 
Ruheliebhaber schrieb:
Also Kaveri beherrscht auf jeden Fall H.264 und 4K.
Für 4K über CPU wär es aber gut, wenn auch der H.265-Codec implementiert wäre. Und dann hat man immer noch das Problem, das es kein Mainboard mit HDMI2.0-Anschluss gibt. 4K@60Hz geht also nur über Displayport, den die wenigsten Glotzen haben werden. Neuerdings gibt es allerdings auch für um die 40 € Adapter DP->HDMI2.0.
 
@TE: Wofür hast Du Dich nun entschieden?
 
Wenn das System nur künftig 4K-ready sein soll, kann man auch jetzt ein halbwegs normal teures Skylake-Board mit DP nehmen und bei späterer Anschaffung einer 4K-Glotze den HDMI4-Adapter dazu kaufen. Beim Prozessor würde ich dann aber nicht auf die schwächere Grafik des Celeron und normalen Pentiums setzen sondern einen Pentium mit HD530 nehmen.
 
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