Zerschiesst man sich mit folgendem Programmieren öfters das System?

shaadar

Captain
Registriert
Aug. 2010
Beiträge
3.252
Hallo,

ich überlege, mit Embarcadero Delphi anzufangen. Sollte ich dabei bleiben, überlege ich mir auch C++ und Python. Ich habe früher am Amiga und PC viel GfaBasic und etwas Turbopascal programmiert. Ich hatte damit auch mal 3D-Gitternetzanimationen programmiert, auch einen rekursiven Filemanager, eine spezielle Datenbank, also an Einfällen mangelt es an sich nicht.

Da das aber schon recht lange her ist, bin ich nicht auf dem Laufenden. Am liebsten würde ich auf meinem Hauptrechner programmieren, weil ich mit ihm auch alles andere machen kann. Da ich ihn unabhängig vom Programmieren oft für alles mögliche brauche, will ich sicherstellen, dass er oft in einem lauffähigen Zustand ist.

Ich kann regelmäßig Systemabbilder erstellen. Eine virtuelle Maschine wäre wohl überdimensioniert und mit Performancenachteilen und unhandlich, oder? Reicht es, wenn ich eine eigene 120GB SSD für 35 € zum Programmieren verwende, um das System nicht zu gefährden, aber alles aus einem Windows 10 auf der 250GB SSD mache? Ich will mal wieder etwas Programmiererfahrung sammeln.
 
Virtuelles System (Windows, Linux) das Du z.B. in VirtualBox (kostenlos) laufen lässt wäre eine Idee. Die Entwicklungsumgebung kannst Du auf dem normalen PC laufen lassen oder auch in das virtuelle System packen. Kommunikation dann zwischen den Systemen entweder über ein privates LAN (eigenes Netzwerk nur zwischen Host und Gast) oder das virtuelle System direkt ins heimische LAN einbinden (beide Methoden sind via Virtualbox einfach konfigurierbar).

​Eine 2. SSD bringt nix bez. zerschiessen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Falls die Delphi-Entscheidung nicht fix ist, wuerde ich vorschlagen, dass du gleich Python machst. Python installieren, dazu Jetbrains PyCharm Community oder Visual Studio Code mit entsprechenden Python-Extensions und ab geht's. Da zerschiesst du dir nicht dein System. Ich persoenlich kenne keine frustfreiere und spassigere Art vorstellen, mit dem Programmieren anzufangen.
 
Wenn du dein System von dem was du programmierst abkoppeln willst, dann brauchst du zwingend eine VM. Was du dir da vorstellst geht nicht.

Ein System zerschiessen dürfte btw. auch ziemlich schwierig werden. Es abzuschießen, weil du nen Deadlock oder infinite loop gebaut hast geht sehr schnell. Keine VM -> gelitten, VM -> VM killen, neue starten, weitermachen.
 
Hat man bei ner VM nicht auch sehr eingeschränkte Möglichkeiten, zum Beispiel auf die Grafikkarte zuzugreifen? Ich hatte mal früher ne VMWare-VM, die hatte als Grafikkarte einen eigenen Eintrag im Gerätemanager (wie der hier, weiß ich nicht mehr, aber es war nicht meine Sapphire) und alles war langsam.
 
Programmiere und teste direkt auf dem System. Solange du keine Systemdateien änderst oder direkt auf die Datenträger schreibst, bleibt es meistens beim Crash deiner Anwendung und wenn es schlimmer kommt beim BSOD.
 
Kann ich erfolgreich einen Code in einer Entwicklungsumgebung in einer virtuellen Maschine ausführen und erst wenn er dort läuft, ihn mit voller Systemleistung ohne Risiko in einer gleichen, zweiten Entwicklungsumgebung im wirklichen Win10 starten?

Ginge das mit Delphi und/oder Python?
 
Du kannst auch ohne Gefahr alles auf Deinem normalen Rechner installieren, ausführen und testen. Die Zeiten, in denen Du mit Turbopascal auf einen NULL-Zeiger geschrieben hast und damit das A20-Gate verbiegen konntest und gleich noch den Bootbereich der Festplatte überschrieben hast, sind seit Windows-2000 vorbei, also seit ungefähr 20 Jahren.
 
Gibt es einen bestimmten Grund aus dem du im Jahr 2018 noch mit Delphi anfangen moechtest?
 
shaadar schrieb:
Hat man bei ner VM nicht auch sehr eingeschränkte Möglichkeiten, zum Beispiel auf die Grafikkarte zuzugreifen? Ich hatte mal früher ne VMWare-VM, die hatte als Grafikkarte einen eigenen Eintrag im Gerätemanager (wie der hier, weiß ich nicht mehr, aber es war nicht meine Sapphire) und alles war langsam.
Früher(tm) war vieles langsam, für "Office", Programmieren, Surfen etc reichen heut VMs locker aus, natürlich immer ein wenig in Abhängigkeit vom bereitstellenden System.
Ansonsten: Direkt in Docker wenn man den OS Overhead vermeiden will. Setzt aber voraus, dass man keine Windows-spezifische Anwendung schreiben will oder nicht unbedingt eine GUI-Anwendung.
 
tsukabaru schrieb:
Gibt es einen bestimmten Grund aus dem du im Jahr 2018 noch mit Delphi anfangen moechtest?

Mein Sohn hat Erfahrung in Delphi und Dokumentation, die für mich gut verständlich ist. Außerdem kann ich etwas Turbopascal. Und: ich könnte mein Wissen über Objektorientierung erneuern.

Ich könnte es erstmal ohne VM probieren, denke ich, wie einige rieten.
 
Wenn du dein System kaputt machen willst, musst du es auch wirklich wollen und dich dann noch sehr anstrengen. Was hast du denn vor, von dem du Angst hast, dein System zu zerschießen?
 
Tumbleweed, nur zu meinem Verständnins, würde das nicht von der shell zu
Code:
rm -rf /
aufgelöst? Wodurch dann die root-protection von rm weiterhin greifen sollte? Genauso wie
Code:
rm -rf /*
zu den einzelnen Ordnern expandieren würde, wodurch die root-Protection nicht mehr greift. Andererseits geht auch explizit
Code:
sudo rm -rf --no-preserve-root /
Damit passiert mit Sicherheit was man will.
 
Hm kann schon sein, hab mich noch nie so gelangweilt, um das auszuprobieren. :D

Das war nur so die überspitzte Variante, aber kann gut sein, dass das nicht geht. Ich erinnere mich aber, es gab mal einen Aufschrei, weil im Installations-Script von Steam auf ähnliche Weise nicht gecheckt wurde, ob die Variable nicht doch leer ist und somit konnten irgendwelche User-Ordner gelöscht werden. Gibt es natürlich verschiedene Varianten, um das zu beheben, aber wenn man im Dateisystem rumfummelt mit seinem Programm, besteht da eben doch die Gefahr von Datenverlust.
 
Tumbleweed schrieb:
aber wenn man im Dateisystem rumfummelt mit seinem Programm, besteht da eben doch die Gefahr von Datenverlust.
Die Gefahr besteht auch wenn meine Oma unter Windows mit dem Datei-Explorer arbeitet.
 
Ich würde ja zu C# raten.

* Komplett kostenlose Community IDE Version vorhanden
* Community ist groß
* Man findet viele Tutorials
* Ein Sprung zu C++ ist zwar immer noch schwer, aber der CodeStyle ähnelt sich stark (Python ist da komplett anderst)
* Unity3D supportet auch C# (falls du sowas im Auge hast)

Ich fand den Einstieg in C# nicht sonderlich schwer. Habe mit diesem Buch gearbeitet (http://openbook.rheinwerk-verlag.de/visual_csharp_2012/)

gruß

Edit: Ahso und meine Systeme hat Visual Studio / C# auch nie zerschossen.
 
Zurück
Oben