Zusammenspiel Fritzbox und Asus-Router

soundnew

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Ich habe folgendes Problem:

Derzeit betreibe ich eine Fritzbox 7490 als Modem und DHCP-Server und einen ASUS-Router als AP. Also nur ein Netz.

Ich möchte nun Express-VPN nutzen, was mit der Fritzbox nicht möglich ist, mit Asus aber schon. Daher soll diese den Tunnel herstellen. Dazu muss ich den ASUS offensichtlich als Router konfigurieren, was Wiederrum dazu führt, dass ich dann zwei Subnetze habe. Ich möchte aber weiterhin auf alle Geräte zugreifen können, ohne das Subnetz zu wechseln. Was muss ich dafür einstellen?
 
Wenn der Asus als Router läuft, dann heißt das normalerweise er mus NAT machen. Da kannst du dann kein gemeinsames Netz haben.
 
Im Normalfall kannst du auch die Geräte in einem anderen Netz erreichen wenn du die IP "anwählst".

Habe auch das 192.168.2.1
und das 192.168.1.1 Netz
trotzdem erreiche ich die Geräte des anderen Netzes.

Was genau hast du denn vor?
 
Konkret habe ich folgendes Problem wenn ich zwei Subnetze habe:

- Ich melde mich an Asus an im Subnetz 2
- Mein Drucker ist im Subnetze 1

Dann habe ich keinen Zugriff auf den Drucker
 
Du musst bei der FritzBox nur eine statische Route für das ASUS-Netz auf den ASUS-Router legen bzw. auf seine IP im AVM-Netz.
 
Ok, das habe ich noch nie gemacht.

Heisst bei Fritzbox eine IPv4-Route, richtig?
Wo muss ich das beim Asus einstellen?
 
Im Asus musst du eine statische Route eintragen, dass das Subnetz der Fritzbox über seinen WAN-Anschluss erreichbar ist. Starten wir einen kleinen Exkurs "Routing 1x1 für Einsteiger":

Aufbau:
- Internet hängt am WAN-Port der Fritzbox
- an einem der LAN-Ports der Fritzbox hängt per Kabel der WAN-Port des Asus
- PC_1, nennen wir ihn Alice, hängt an LAN-Port der Fritzbox
- PC_2, nennen wir ihn Bob, hängt an LAN-Port des Asus

WAN-IP Fritzbox: 1.2.3.4
LAN-IP Fritzbox: 192.168.1.1
Netz der Fritzbox: 192.168.1.0/24 (oder auch früher: 255.255.255.0)

"WAN-IP" Asus: 192.168.1.2
LAN-IP Asus: 192.168.2.1
Netz des Asus: 192.168.2.0/24 (oder auch früher: 255.255.255.0)

Hinweis: Es gibt ja eine Handvoll IP-Adressbereiche, die für die für lokale d.h. nicht ans Internet direkt angeschlossene Netze gedacht ist. Sofern ein Hersteller nicht völligen Bockmist in seiner Software verzapft hat, werden daher diese Netze nicht automatisch geroutet.

Jetzt hat idR jeder PC/NAS/Tablet/whatever in deinem Netzwerk eine IP-Adresse, eine Subnetzmaske sowie ein Default-Gateway. In der Regel ist letzteres der Router. Das bedeutet: Alle Anfragen an IP-Adressen, die sich nicht in deinem Netzwerk befinden, gehen an das Default-Gateway und dieses sendet die Anfragen an das ihr "übergeordnete" Netzwerk. Fragt Alice jetzt also beispielsweise nach einem Webserver im Internet, so gehen die Pakete/Anfragen an dein Default-Gateway, also die Fritzbox. Jetzt möchte Alice aber Pakete an Bob senden. Da sich die IP-Adresse von Bob aber nicht im Netzwerk von Alice befinden, sendet Alice die Pakete wieder an ihr Default-Gateway (Fritzbox). Die Fritzbox weiß anhand der von dir gesetzten statischen Routen aber, dass Bob nicht im Internet steht sondern sich hinter dem Asus-Router verbirgt. Also sendet die Fritzbox alle Anfragen in das Netzwerk von Bob an die "WAN-IP" vom Asus. Dieser nimmt die Pakete an und leitet sie an Bob weiter.

Will umgedreht jetzt Bob ein Paket an Alice senden, so sendet Bob das Paket an den Asus-Router und aus Sicht des Asus-Routers ist das Netzwerk von Alice nicht in seinem lokalen LAN, daher prüft der Asus seine Routing-Tabelle. Dort befindet sich zum einen sein nächstes Default-Gateway (relevant für alle Anfragen ins Internet) und dir von dir gesetzte Route, die besagt: Das Netz 192.168.1.0/24 ist über die LAN-IP der Fritzbox zu erreichen,

Wie genau du die statischen Routen einträgst, kannst du idR den Handbüchern entnehmen. Sofern dort nix steht -> Google fragen oder Support des Herstellers nerven, denn dafür ist er da:)
 
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