Zusammenstellung Schach-PC

Jan12345

Banned
Registriert
Jan. 2019
Beiträge
9
Hallo zusammen,

vielen Dank für die top aufbereiteten Ratschläge hier im Forum. Ich habe die letzten 2-3 Wochen viel gelesen, habe aber keine aktuelle Diskussion für einen guten Schach-PC gefunden.

1. Was ist der Verwendungszweck?
Priorität 1 sind Schachanalysen mit verschiedenen Schachprogrammen, als Oberfläche wird Chessbase 15 und Fritz 16 genutzt, die eigentlichen Analyse-Engines sind derzeit Stockfish 10 & Fritz 16, da können aber jederzeit auch andere hinzukommen.
Priorität 2 ist Fotoverwaltung. Ich mache fast jedes Wochenende mit meiner Lumix zwischen 20 und 80 Fotos, von der SD-Karte werden diese dann auf die Festplatte übertragen und dann suche ich die vermeintlich Schönsten Bilder aus für digitale Fotoalben o.ä., Nachbearbeitung im engeren Sinne mit Photoshop o.ä. mache ich derzeit nicht, möchte aber nicht ausschließen das dies zukünftig mal kommt.
Darüber hinaus natürlich noch normale Internet- und Officenutzung.

1.1 Falls Spiele: Welche Spiele genau? Welche Auflösung? Hohe/mittlere/niedrige Qualität? Wie viele FPS?
Ausschließlich Schachprogramme wie oben beschrieben, zusätzlich noch ChessTutor.

1.2 Falls Bild-/Musik-/Videobearbeitung oder CAD: Als Hobby oder bist du Profi? Welche Software wirst du nutzen?
Ich bin absoluter Hobbyfotograf, wenn ich mal die Größe eines Bildes verändern möchte oder ähnliche Kleinigkeiten, nutze ich Picasa.

1.3 Hast du besondere Anforderungen oder Wünsche (Overclocking, ein besonders leiser PC, …)?
Nein.

1.4 Wieviele und welche Monitore möchtest du nutzen? Anzahl, Modell, Auflösung, Bildwiederholfrequenz (Hertz)? Wird FreeSync (AMD) oder G-Sync (Nvidia) unterstützt?
Derzeit einen ca. 4-5 Jahre alten V7, zukünftig irgendwann mal 2 Monitore mit mind. Full HD Auflösung (für Netflix u.ä.)

2. Ist noch ein alter PC vorhanden?
Nein

3. Wie viel Geld bist du bereit auszugeben?
ca. 750€ (ohne Betriebssystem, das kommt dann noch extra)

4. In wie vielen Jahren möchtest du das System frühestens upgraden oder ersetzen müssen?
keine Ahnung

5. Wann soll gekauft werden?
zeitnah, habe aber keinen Zeitdruck

6. Möchtest du den PC selbst zusammenbauen oder zusammenbauen lassen?
Ein Freund hat sich angeboten zu helfen, evtl. würde ich es aber auch mal selber probieren wollen.

Ausgangspunkt für meine Komponentenzusammenstellung war ein Artikel auf chessbase.com. Jedoch war mein Gefühl das ich mit dem dort vorgestellten Gerät bei der Fotobearbeitung und der allgemeinen Arbeitsgeschwindigkeit nicht glücklich werden würde. Meine Fotos haben so um die 4-7 MB und es dauert auf meinen Lenovo G510 doch meistens quälend lange bis sich diese zur Ansicht öffnen. Meine aktuell größte Schachdatenbank hat eine Größe von 47,4 GB, mit der kann ich momentan quasi gar nicht arbeiten, Datenbanken im Bereich bis zu 5GB gehen, aber schnellere Zugriffszeiten wären natürlich toll ;-) Um eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit zu bekommen habe ich die SSD und den schnelleren Arbeitsspeicher in meinem Entwurf für die Hardwarekomponenten gewählt, habe aber natürlich so gar keine Ahnung ob ich davon dann auch tatsächlich was merken werde. In eurem SSD Artikel steht ja deutlich beschrieben das es bei den gängigen SSDs im realen Anwendungsfall keine messbaren Geschwindigkeitsunterschiede gibt. Da ich meine Schachprogramme manchmal auch 24 Std. am Stück analysieren lasse, hoffe ich das auch kleine Geschwindigkeitsvorteile etwas bringen, habe aber eigentlich keine Ahnung wie sich welche Komponente auf meinen Anwendungsfall auswirkt. Sicher bin ich mir nur das ich einen AMD Ryzen 7 haben möchte. So wie in dem chessbase Artikel empfohlen, alles andere ist verhandelbar.

Hier ist meine Idee wie der PC zusammengestellt werden könnte: https://geizhals.de/?cat=WL-1139114

Ich freue mich auf eure Anregungen :-)
 
Deine Wunschliste ich nicht öffentlich einsehbar, daher kann bisher niemand sehen, was du zusammengestellt hast.

Anhand deiner Angaben, würde ich das System etwa so zusammenstellen:

SanDisk Extreme Pro 1TB
AMD Ryzen 7 1700
16GB G.Skill Aegis
Sapphire Pulse Radeon RX 560D
ASRock B450M Pro4
Fractal Design Core 1100
be quiet! Pure Power 11 400W

Wenn du sparen willst, wäre da die Grafikkarte ein guter Ansatzpunkt, denn 3D-Leistung scheinst du ja nicht viel zu benötigen und ich vermute mal, das du auch sonst nicht sonderlich von einer schnellen GPU profitierst. Eine gute Option wäre da zum Beispiel die MSI GeForce GT 710.
 
Ryzen 7 2700 statt 1700
sonst @Nightfly09 Beitrag 1:1, Board und Case sind prima, Grafikkarte schon "fast" zu gut für "nur" Schach, aber da du Netflix guckst stellt sich die Frage 4k HDR?

Deine "Böcke" waren, 700W altes E9 Netzteil völlig überdimensioniert und das Case ging gar nicht.
Statt der Sandisk SSD bin ich eher Freund von Samsung und Crucial.
 
@AlanK: Warum den Ryzen 2700? Der macht meiner Ansicht nach absolut keinen Sinn, da er für nur etwa 6% mehr Leistung über 60% mehr kostet.

Ein Netzteil, welches gerade mal ein Jahr auf dem Markt ist und bisher keinen Nachfolger hat, würde ich nicht unbedingt als "alt" bezeichnen, aber 700W ist definitiv für so eine Zusammenstellung reichlich überdimensioniert.

Welche Crucial SSD würde dir denn vorschweben für den genannten Einsatzbereich und was genau ist daran besser oder anders gefragt, was stört dich an der Sandisk SSD?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: K3ks
@Nightfly09
ohhu habe im Abverkauf den Ryzen 7 1700 Preis nicht gesehen, ist definitv ein Argument, vor allem wenn man überlegt das die CPU sogar schnellstmöglich gegen Zen2 getauscht werden könnte. Somit +

E9 Technik bei bequiet ist aber schon etwas altbacken, primär geht es mir aber um 700W für ein System was 200 bis maximal 300W fressen wird. Daher überdimensioniert.

Edit: Du Ei :P selbst haste das https://geizhals.de/be-quiet-pure-power-11-400w-atx-2-4-bn292-a1910200.html?hloc=de auch genannt^^

Aber nun zur Sandisk, du kannst bei Sandisk SSDs schonmal starke Lotterie haben selbe Bezeichnung zwei unterschiedliche Controller oder Chips, mir selbst schon vorgekommen. Zwei Sandisk zur selben Zeit bestellt, die eine hatte viel schlechtere Schreibraten als die andere. Leserate war ähnlich.
Und ja beides M.2 später rausgefunden das unterschiedliche Bestückung verbaut war.
Das gleiche passiert bei vielen "kleineren" Marken bei SSDs auch.
Nix gegen die Marke allgemein, SDHC Karten habe ich auch oft von denen, aber bei einer SSD möchte ich nicht 10€ Sparen um später Pech zu haben.
Samsung / Cruical haben auch schlechte Serien, keine Frage, EXO, oder für OEM die Evo 750, Evo 650, alles keine guten SSDs gewesen. Crucial hatte mit den BX (?) glaube ich auch keine guten SSDs. Bin nun zu müde zum googlen ;)
 
Jan12345 schrieb:
Sicher bin ich mir nur das ich einen AMD Ryzen 7 haben möchte. So wie in dem chessbase Artikel empfohlen, alles andere ist verhandelbar.
Wenn der Ryzen 7 der von Dir gewählte 7-1700 sein soll, möchte ich dem mit Nachdruck widersprechen.

Chessbase hatte den vor 1 1/4 Jahr wegen seiner Multithreadleistung in Komodo Chesss 11 empfohlen. Dass Du dieses Programm nutzen wirst, erwähnst Du überhaupt nicht. Aber auch wenn: falls Du den 7-1700 nicht kräftig selbst übertakten willst, lass' ihn im Laden.

Die Vorteile der im letzten Jahr eingeführten 2.000er Reihe sind so groß, dass man die 1.000er jedenfalls dann nicht in Betracht ziehen sollte, wenn man auf Leistung setzt.

Und wenn einem ein Ryzen 7-2700 für 271 € zu teuer ist, ist ein Ryzen 5-2600(X) für 153 bzw. 199 € in den meisten und auch in Deinem Fall besser als ein ein 7-1700 zum Ausverkaufspreis von 166 €.

Trotz seiner vier zusätzlichen echten und virtuellen Kerne ist der 7-1700 in Anwendungen wie Komodo gerade einmal 4% schneller als der 5-2600X und 9% schneller als der 5-2600. Das dürfte nicht kriegsentscheidend sein, zumal dann nicht, wenn das Analyseprogramm nachts ohne Dich durchläuft.

In so gut wie allen anderen Programmen, insbesondere den von Dir genannten Chessbase 15 und Fritz 16 sind die neuen R5 erheblich schneller als der 7-1700. Beim 2600 kannst Du mit einem Plus von 11% und beim 2600X mit 18% rechnen.

Das Geld würde ich so anlegen:

AMD Ryzen 5 2600X, 6x 3.60GHz, boxed - 199 €
G.Skill Aegis DIMM Kit 16GB, DDR4-3000, CL16-18-18-38 - 90 €
ASUS Prime B450M-A - 79 €
Gigabyte GeForce GT 1030 Low Profile 2G, 2GB GDDR5, DVI, HDMI - 75 €

Crucial MX500 1TB, SATA -121 €
be quiet! Pure Power 11 300W ATX 2.4 - 41 €
Corsair Carbide Series 330R titan, schallgedämmt - 89 €
Sunme: 694 €

Abweichungen neben der CPU:
a) eine zukunftsträchtige Graka mit allen modernen Codecs und Anschlüssen, nicht nur eine Bildschirmausgabe
b) keine kleine und zu teure PCIe-SSD und keine Festplatte sondern nur eine SSD (PCIe bringt keinen richtigen Vorteil und Festplatte ist ein großer Energiefresser)
c) gutes und passend dimensioniertes Netzteil
d) vernünftiges Gehäuse
 
Ryzen 2400g eine Option? Nochmal 50€ billiger und die stärkste und modernste Onboardgrafik auf dem Markt schon integriert.

Absolut gesehen ginge die Schach-Leistung natürlich schon ein ganzes Stück zurück (halbe Cores/Threads), würde aber sonst wie die Faust aufs Auge passen.
 
@Juri-Bär

https://www.mindfactory.de/product_...0-x4-32Gb-s-3D-NAND-QLC--CT1000P_1280845.html

15€ mehr und auch schneller bei gleicher Kapazität ;)

Beim Board würde auch was günstiges reichen so wie das hier
https://www.mindfactory.de/product_...AM4-Dual-Channel-DDR-mATX-Retail_1286839.html

aber das ist nur meine Meinung, zu den Programmen an sich kann ich keine Aussage treffen und somit auch nicht zur CPU

beim Gehäuse würde ich vermutlich auch eher zu diesem hier greifen denn auch da könnte man sparen
https://www.mindfactory.de/product_...-Midi-Tower-ohne-Netzteil-schwarz_992089.html

damit hätte man schon fast das Geld für den R7 2700 raus ;) wo es mir scheinbar nach deinen Aussagen besser angelegt ist ;)
 
was es braucht, allgemein:
integerleistung ohne ende, möglichst viele kerne
hoher durchsatz am ram, möglichst viele kanäle
genug ram, daß das endspiel "reinpasst"
möglichst viel I/O auf der ssd mit den bibliotheken

und es muß hochlast tauglich sein,
also qualitativ eine workstation, keine billig hardware
 
Zuletzt bearbeitet:
Schwabe66 schrieb:
Das Teil hat nur einen RAM Slot...?

Nope 2

whats4 schrieb:
also qualitativ eine workstation, keine billig hardware

Wenn du es schaffst eine Workstation oder deren Hardware in 750€ zu packen ok, ich nicht daher muss man eben gucken wo das wo es am meisten drauf ankommt so günstig wie möglich her bekommt und da sind wir nunmal bei R7 und dergleichen ...
Wenn Geld keine Rolle spielen würde wäre ein TR2990WX und 128GB RAM vermutlich super aber nur eins der beiden dinge ist schon mehr als der TE hier gesamt ausgeben will, also bitte nicht nur meckern an dem was vorgeschlagen wurde sondern einfach mal selber was vorschlagen ;)
 
AlanK schrieb:
E9 Technik bei bequiet ist aber schon etwas altbacken
Wo genau soll das Problem mit der "E9 Technik" beim System Power sein und was meinst du eigentlich genau mit "E9 Technik"? E9 ist eigentlich nur ein Teil der Bezeichnung vom Netzteil, welchen BeQuiet dazu nutzt, um die verschiedenen Generationen besser trennen zu können und beim System Power kennzeichnet E9 nun mal die aktuelle Version.
Das 400W Pure Power 11 habe ich genannt, weil ich es auch für die bessere Wahl halte, ich versuche nur deine Argumentation zu verstehen, die ich momentan nicht ganz nachvollziehen kann.
AlanK schrieb:
Aber nun zur Sandisk, du kannst bei Sandisk SSDs schonmal starke Lotterie haben selbe Bezeichnung zwei unterschiedliche Controller oder Chips, mir selbst schon vorgekommen.
Soweit ich weis, hat Sandisk aktuell nur diesen einen Controller in dieser Leistungsklasse, ich wüsste nicht, auf welche die da wechseln könnten?
Welche Sandisk NVME SSD's hattest du denn, wo der Controller gewechselt wurde und welche waren verbaut?
AlanK schrieb:
Das gleiche passiert bei vielen "kleineren" Marken bei SSDs auch.
Du weist schon, das Sandisk alles andere als eine kleine Marke ist, die Controller und Chips einkauft und nur ihren Namen drauf klebt, weil keine eigene Produktion vorhanden ist?
Sandisk ist einer der größten (nach eigenen Angaben zumindest zeitweise sogar der größte) Anbieter von Flash-Speichern weltweit. Die Controller werden vollständig selbst entwickelt bzw. zusammen mit Western Digital, wozu Sandisk ja auch gehört und der Speicher ist zumindest bei der Extreme Pro soweit mir bekannt ist immer der 15nm 3D TLC aus der Kooperation mit Toshiba.
AlanK schrieb:
Nix gegen die Marke allgemein, SDHC Karten habe ich auch oft von denen, aber bei einer SSD möchte ich nicht 10€ Sparen um später Pech zu haben.
Samsung / Cruical haben auch schlechte Serien...
Speziell bei Crucial, frage ich micht noch immer, welche SSD da für ein paar Euro mehr auch nur annähernd die Leistung der Extreme Pro bringen soll? Die P1 sicher nicht.
 
@Nightfly09

Die Extreme Pro von Sandisk scheint in der Tat eine gute SSD zu sein.
Meine Antipathie gegenüber Sandisk kommt aber über Jahre hinweg.
Wir hatten mal eine Charge Notebooks von Lenovo, T460 oder T450 ist schon bissl was her, dort waren Samsung und Sandisk SSD verbaut, das war so ein krasser Unterschied das selbst Lischen Müller vom Außendienst gemerkt hat das mit der SSD was nicht stimmt.
Schreibraten beim entpacken von kleinen Dateien von unter 20MB/s... Schlimmer als eine HDD.
Die Samsung SSD hatten im sonst baugleichen Notebook keine Probleme.
Wir konnten damals nur mir viel Diskussion die Lenovos per VOS tauschen lassen, Lenovo teilte uns damals mir wir haben kein Recht auf Hersteller X oder Y bei den SSDs.

Edit: Habe gerade nachgeschaut in einer Inventarliste, das sind alles T450 mit Intel Core i5-5300U und Sandisk OEM SSD nur SATA SSD, hatte M.2. im Kopf.
Die anderen T450 damals sonst gleiche config hatten nämlich Samsung M.2. das war auch eine Verarsche.

2. Fall SanDisk Plus Baureihe, zugegeben die billigen SSDs vom Hersteller. Schreibvorgänge zwischen 5000 und 10000MB und zweistellig SSD von dreistellig im Einsatz kaputt.
Das Gleiche übrigens auch mit Samsung EVO 650 (ja 650!) nicht 8xx Serie.
Und die sind allesamt in NUCs oder vergleichbar verbaut worden, mega wärmeempfindlich und vor allem dumme Fehler, SSD über 60 Grad warm, BIOS erkennt sich nicht, SSD kühlt ab, wird im BIOS erkannt.
sogar der SATA Strom-Stecker wird extrem warm, sodass er sich aufgebläht hat, und ja an der SSD nicht am Stecker ansich. (2.5" logisch)

Sandisk produziert einfach auch viel zu viel Müll, oder die billigen SSDs in Retail Verpackung für den MSH Kunden.

Klar rede ich oben nicht vom selfbuy Marked, aber ich hatte mit Sandisk viel Ärger.

Zu Crucial, wenn jemand einen günstigen Rechner haben will und ich sag mal ne "nur" 250GB SSD bezahlen kann und zusätzlich eine 1TB HDD möchte empfehle ich jedem lieber eine 1TB SSD für 120€ wie BX500 oder sowas, das reicht locker für die meisten aus. Die P1 kostet ja auch nicht viel mehr, aber immerhin habe ich mit Crucial noch nie ärger gehabt.
Die Crucial P1 kostet aber auch viel viel weniger als die Sandisk Extreme Pro.
 
Zuletzt bearbeitet:
Juri-Bär schrieb:
In so gut wie allen anderen Programmen, insbesondere den von Dir genannten Chessbase 15 und Fritz 16 sind die neuen R5 erheblich schneller als der 7-1700. Beim 2600 kannst Du mit einem Plus von 11% und beim 2600X mit 18% rechnen.
Kannst du dafür mal eine Quelle nennen? Zugegeben habe ich von Schach-Programmen keine Ahnung, aber ein Bekannter von mir beschäftigt sich sehr viel damit und hat vor kurzem erst seinen i7 8700 gegen einen ryzen 1700x getauscht, von dem er behauptet, dass er unter anderem in Fritz 16 und Stockfish 10 merklich schneller ist. Laut seiner Aussage skalliert die Software bis zu 64 Threads (keine Ahnung, wie er auf die 64 kommt) nahezu linear. Davon ausgehend, dass der Ryzen 1700 sogar schneller als der i7 8700 ist, wundert es mich doch sehr, dass der Ryzen 2600x dann nochmals 18% schneller sein soll. Ist die Software wirklich so sehr für AMD CPU's optimiert? Wie gesagt, ich habe selbst von den Programmen keine Ahnung und eine Quelle wäre schön.
Welche "großen Vorteile" gibt es denn mit der "im letzten Jahr eingeführten 2.000er Reihe", die für den Anwendungsbereich interessant sind, abgesehen von der etwas höheren IPC? Vor allem weil der 2600x ja bereits rund 25% teurer ist muss der ja noch irgend was zu bieten haben, auf das ich gerade nicht komme, denn selbst mit der von dir genannten 18% höheren Leistung, wäre die Preis/Leistung noch immer ein wenig schlechter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Abgesehen von der leicht gesteigerten IPC und den ab Werk vorgegebenen höheren Taktraten ist insbesondere die verbesserte RAM-Anbindung der zweiten Ryzen-Generation bei rechenintensiven Programmen von großem Vorteil.

Bei den interpolierten Angaben zu Fritz 16 habe ich mich allerdings ordentlich verhauen; es handelt sich - anders als ich dachte - auch um ein gut für Multithreading optimiertes Programm, bei dem allerdings Takt, IPC und Speicherlatenz eine höchst gewichtige Rolle spielen.

Dein Bekannter hat sich beim Wechsel vom i7-8700 auf den Ryzen R7-1700X keinen wirklichen Gefallen getan. Nach den bei Comptoir-Hardware veröffentlichten Benchmarkergebnissen kommt der 1700X trotz der zusätzlichen Kerne nur auf 94% der Leistung eines i7-8700K, insofern dürfte auch noch der 8700 ohne k schneller sein.

In Multicore-Anwendungen wie Cinebench fällt der 1700, den der TE sich ausgeguckt hat, gegenüber dem 1700X um 7,7% zurück. Nach dem Benchmark von Comptoir Hardware liegt der 2600X in Fritz Chess 6% hinter dem 1700X, dürfte also geringfügig schneller sein als der 1700.

Du sprichst das Preis-/Leistungsverhältnis an. Das ist natürlich tendenziell besser, je günstiger ein Produkt ist und hier wohl auch beim 2600 (ohne X) besser, als beim 1700. Allerdings rechtfertigen sich die 34 € bzw. 45 €, die ein 2600X mehr kostet als ein 1700 bzw. 2600 schon fast allein durch den stärkeren Kühler. Bei einem System, das stunden-/tageweise unter Volllast läuft, wird man eher früher als später Ersatz für die boxed Kühler des 1700 oder 2600 brauchen. Zudem bleiben genug Tasks, bei denen die höhere Singlethreadleistung des 2600X erfreulich nützlich ist.
 
Alle deine genannten Vorteile der neuen Generation, dienen Praktisch nur einem Zweck und das ist eine höhere Geschwindigkeit.

Wenn ich der einfachheit halber einfach mal deine eigenen Angaben betrachte, fürhen alle von dir genanten Vorteile, wegen denen der TE unbdeingt den Ryzen 2600x nehmen sollte dazu, dass dieser dann 1,7% schneller ist als der Ryzen 1700.

Nun scheinst du ja der Ansicht zu sein, das es sich auf jeden Fall lohnt, für die 1,7% mehr Leistung rund 25% Aufpreis zu zahlen, ich sehe das jedoch anders. Ich denke, um lange Diskussionen zu sparen, kann sich der TE da ja einfach selbst überlegen, ob ihm die Leistung den Aufpreis wert ist.

Für deine Überlegungen betrifft, das der Ryzen 2600 eine bessere Preis/Leistung haben müsste als der Ryzen 1700, könnte man ja einfach die von dir genannten Cinnebench Ergebnisse heran ziehen und feststellen, dass der Ryzen 2600 dort etwa 9% hinter dem Ryzen 1700 liegt, bei einem Preisvorteil von etwa 8%.
Wie du siehst, stimmt es also nicht immer, das ein günstigeres Produkt die bessere Preis/Leistung hat.

Das mit dem stärkeren Kühler, der dann deiner Meinung nach den Aufpreis rechtfertigen soll, wage ich ohne nochmal nachgesehen zu haben, mal zu bezweifeln, denn beide Prozessoren werden soweit ich weis mit dem Wraith Spire ausgeliefert.
 
Stimmt, der R7-1700 hat auch den Wraith Spire, der R5-2600 hat den Wraith Stealth.

Deine Aussage zu 25% Aufpreis ist natürlich von den jeweils aktuellen Preisen abhängig. Heute kriegst Du bei Mindfactory den 1700 für 164,38 €, den 2600X für 179,00 €. Die 14,62 € Unterschied entsprechen 8,9 % Aufpreis.
 
Hallo zusammen,
vielen Dank für die zahlreichen Antworten! Hat etwas gedauert alle Argumente nachzuvollziehen und meine ursprüngliche Meinung neu zu gewichten.
Bzgl. CPU bleibe ich beim 1700. Insbesondere folge ich da Juri-Bär´s letzten Ausführungen. Hinzu kommt das
AMD für diesen Sommer die 3000'er Serie angekündigt und die leaks/Gerüchte sagen ja das die Ryzen 7 3000er dann auf 12/24 cores/Threads und eine neue Ryzen 9 Serie sogar auf 16/24, beides auf der bestehenden AM4 Plattform.
Der Chessbase-Bericht sagt ziemlich klar die Kerne machen den Großteil der Analysetiefe aus (deshalb kommt Ryzen 5 definitiv nicht in Frage), heißt für mich im Umkehrschluss das ich wahrscheinlich in 1,5-2 Jahren nervös werde und dann lieber die CPU austausche, weshalb denn dann jetzt 100€ mehr ausgeben für einen ungewissen Mehrwert in der Analysetiefe. Alle Bekannten aus dem Schachumfeld mit denen ich das Thema besprochen habe, bestätigen das sie immer erst nach Anzahl der Kerne und danach erst nach anderen Aspekten gehen, das ist dann der Feinschliff der für mich in der Analyse nicht mehr relevant sein dürfte, habe ja keine professionellen Ambitionen ;-) Eine Frage habe ich noch zum Kühler, der beiliegende AMD Kühler schneidet in den Test ja nicht so schlecht ab, jedoch soll er recht laut werden unter Volllast. Ich würde mal vermuten das man schon von Volllast sprechen kann wenn meine Schach-Analysen laufen, oder? Sollte ich dann nicht lieber einen besseren Luftkühler kaufen?
Bei der Festplatte habt ihr mich überzeugt. Mein ursprünglicher Gedanke war für Betriebssystem und meine Schachprogramme die derzeit beste SSD am Markt zu nehmen und das ist gem. versch. Testberichte ja die Samsung 970, damit ich die Platte möglichst lange nicht anfassen/austauschen muss, alles andere (volumensmäßig insbesondere die Fotobibliothek der Familie) dann auf eine günstige 2. Festplatte da ich da ohnehin nur sehr selten ran muss und wenn sie mich irgendwann mal nervt, könnte ich relativ einfach ein Upgrade machen. Aber ihr scheint euch wirklich einig zu das es auch eine der günstigeren SSDs tut. Dementsprechend tendiere ich da nun zur Crucial MX500 1TB. Glaubt ihr ich würde wenn ich noch 72€ zusätzliche in die Hand nehme für eine 250 GB Samsung 970 EVO (für Windows und meine Schachsoftware) einen spürbaren Unterschied merken?
Beim Mainboard gefällt mir das vorgeschlagene Asus Prime B450M-A, ich denke das nehme ich.
Noch nicht ganz klar sind mir die Zusammenhänge beim RAM, glaubt ihr das ich einen Unterschied spüre ob ich nun DDR4 2666, 3000 oder 3200 nehme? Beim Arbeitsspeicher denke ich ein wenig langfristiger da ich ja schon im Hinterkopf habe irgendwann in den nächsten 2, max. 3 Jahren auf neuere Ryzen CPU mit mehr Kerenen) aufzurüsten und ich hätte jetzt schon gerne RAM den ich nicht ersetzen muss, sondern ihn irgendwann mit den gleichen Riegeln bedenkenlos auf 32 GB erweitern könnte (falls dies denn irgendwann nötig wird).
Das Corsair Carbide Gehäuse gefällt mir gut, hat allerdings keinen Kartenleser, finde ich ein bisschen unkomfortabel, aber dann werde ich mir wohl so einen Kartenleser-USB-Stick zulegen müssen.
 
Wenn Dir ein Kartenleser wichtig ist, kannst Du in einen CD-Schacht so etwas einbauen: InLine 5.25" Frontpanel, 1x USB 3.0, 6x USB 2.0, 1x eSATA, Audio, Multifunktionspanel -31 €.

Ob Betriebssystem oder Programme von SATA- oder PCIe-SSD starten, macht gefühlt keinen Unterschied. Die 72 € würde ich mir schenken.

RAM natürlich je schneller desto besser. Aber die Mehrkosten für's letzte Quentchen sollten schon abgewogen werden. Ich habe deshalb günstigen 3.000er RAM vorgeschlagen.

In der Responsivität des PCs gibt es natürlich keinen merkbaren Unterschied, ob 2.666er oder 3.200er RAM verbaut ist. Aber ein Task, der mit 2.666er RAM 2 Stunden dauert mag mit 3.200er RAm nur 1:57 h brauchen.

Zur Grafikkarte hast Du Dich nicht geäußert. Eine GT 710 ist zwar günstig, aber spätestens dann verbranntes Geld, wenn man mal eine 4K-Glotze anschließen möchte. Mit einer GT 1030 oder auch RX 550/560(D) wäre das problemlos möglich und ein animiertes Schachspiel auf riesigem Bildschirm in UHD wäre ein ästhetischer Genuss, den eine GT 710 nicht bieten kann.

Kühler: ich würde erst einmal den boxed ausprobieren. Der 1700 hat ja auch den Wraith Spire. Die Temperaturen kriegt der in den Griff und den Geräuschpegel aus einem schallgedämpften Gehäuse solltest Du persönlich als trag- oder untragbar beurteilen. Wenn es untragbar wäre, lässt sich ein anderer Kühler immer noch nachrüsten.
 
Ursprünglich war mir der Kartenleser im Gehäuse wichtig, aber ich glaube wir haben irgendwo so einen ext. Kartenleser rumliegen, den probiere ich erstmal, wenn´s nervt kann ich den ja noch problemlos nachrüsten.

ok, beim RAM bleibe ich dann bei dem vorgeschlagenen 3000er.

Wie schon jemand richtig interpretiert hatte ist die Grafikkarte für mich lediglich die Bildschirmausgabe, sprich von untergeordneter Wichtigkeit ;-) Der Freund den ich bereits erwähnte hat mich jetzt überzeugt das ich eine von Asus nehmen soll, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und zukunftssicher.

Danke für den Hinweis mit dem Kühler, so in der Art hatte ich auch schon gedacht, bin mir aber noch nicht ganz sicher.
 
Zurück
Oben