Zwei Ausgabegräte an einem Soundchip, umschalten?

MinionMaster

Lt. Commander
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Hallo,

ich habe mir die Superlux HD 681 zugelegt. Gleichzeitig möchte ich meine 10,-€ 2.0 Boxen auch nutzen. Wie muss ich die beiden an meinem Mainboard AsRock Z77 Pro4-M anschließen, um dann zwischen den beiden Ausgabequellen umschalten zu können? Oder kann ich das gar nicht? (ich meine mich zu erinnern, dass ich das früher mal gemacht habe)

Es hat die Ausgänge "Rosa/Schwarz/Blau/Grün/Orange" und der aktuellste Treiber vom Hersteller ist die 6.0.1.6699

Steinigt mich nicht, wenn es eine einfache bescheuerte Frage ist :confused_alt:.

Danke und viele Grüße
Mp
 

benneq

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Das einfachste wäre vermutlich, wenn du den Front Audio Anschluss für eins der beiden Geräte benutzt. Die meisten Boards/Treiber können automatisch umschalten, wenn da was eingesteckt wird.
 

MinionMaster

Lt. Commander
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Ah ja, das habe ich vergessen die erwähnen. Es funktioniert nur das Backpanel, das Frontpanel geht irgendwie nicht. Geht es auch am Back oder muss ich mein Chaos aufmachen und schauen, warum das Frontpanel nicht geht? :D

VG
 

born2fight1988

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Am besten an den LineOut ein y-Kabel wo du dann Kopfhörer und Aktivboxen dran machst. Die Aktivboxen kannst du ja ausschalten bei Nichtgebrauch.
 

Twostone

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Bloß nicht. Kopfhörer haben recht niedrige Impedanzen (zwischen 16-800Ω), Line-In sollte bei 10kΩ liegen (im Consumer-Bereich ist jedoch alles von 600Ω aufwärts anzutreffen).
Typische Pegel für Kopfhörer sind bis zu 5Veff, für einen Line-Out bis zu 0,776Veff, durchschnittl. 246mVeff bzw. 0,78Vs-s.

Wem da jetzt noch nichts aufgefallen ist, der sollte sich evtl. auch noch Gedanken über die Parallelschaltung von Widerständen machen.

Die Aussage, wenn die Kopfhörer nicht benutzt werden oder die Aktiv-LS nicht eingeschaltet sind, würde auch keine Parallelschaltung vorliegen, brauche ich hoffentlich nicht zu kommentieren.

Y-Kabel sind nur in den seltensten Fällen tatsächlich zu empfehlen. Die meisten dieser Fälle sind im Hausgebrauch erfahrungsgemäß eher weniger anzutreffen.

Bin mal gespannt, wie viele "Bei mir funktioniert es"-Posts zusammenkommen.
 

Elbrathil

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Naja, der line out (blau) ist ohnehin der falsche Anschluss für Kopfhörer (grün), aus dem oben genannten Grund.
Am besten wäre es wohl, du kontrollierst , ob dein Front panel überhaupt angeschlossen ist, siehe dazu evtl auch in das mainboard Handbuch, wo der richtige Anschluss gekennzeichnet sein sollte. Hörer sollte die Umschaltung automatisch funktionieren. Falls es nicht geht, kann man im BIOS evtl. Auch zwischen HD Audi und ac97 panel umschalten.
 

MinionMaster

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Danke für eure Beiträge

@Elbrathil

Nein mein Frontpanel ist nicht angeschlossen. Aber wenn ich in meinen Innenraum gucke, weiß ich auch warum ^^. Ich werde jetzt einfach faul bleiben und es umstecken. So lange bis ich mich dazu aufraffe mal alles ordentlich zu machen.

VG
Mp
 

born2fight1988

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Welche Möglichkeit würdest du dann empfehlen?
Sagen wir mal ich möchte zwei Ausgabegeräte an meine Soundkarte mit einem LineOut hängen, wie kann ich das besser realisieren als über ein y-Kabel?
 

Twostone

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Welche Möglichkeit würdest du dann empfehlen?
Wenn es sich um zwei Geräte mit nahezu gleicher Eingangsimpedanz handelt, kannst Du einen Übertrager mit Tertiärwicklung verwenden, Übersetzungsverhältnis natürlich 1:1:1. Natürlich sollte auch hier eine Vorbeschaltung gemacht werden.

Eine andere Möglichkeit wäre, zwei Übertrager (mit Übersetzungsverhältnis 1:1) in Reihe zu schalten. Hier muß in die Berechnung der Vorbeschaltung natürlich ebenfalls die geänderte Impedanz mit einfließen.

Die einfachste Methode wäre allerdings, das ganze über einen aktiven Verteiler zu lösen, wie er z.B. auch in Verstärkern Anwendung findet. Jedoch ist dies auch die kostspieligste und aufwendigste Methode, dafür aber braucht man auf die Eingangsimpedanzen der angeschlossenen Geräte kaum Rücksicht zu nehmen, da man eine Impedanzanpassung und eine Verstärkung vornimmt.

Vorteil ist ganz klar, daß der Pegel komplett angepasst werden kann, keine Abschwächung stattfinden muß, da das Signal wie gesagt auch verstärkt werden kann. Dadurch kann man die Schaltung auch auf eine beliebige Anzahl Endgeräte ausbauen, ohne gravierende Nachteile zu erhalten, was den Pegel angeht.

Nachteil ist ganz klar das Fehlen der galvanischen Trennung unter den einzelnen Geräten und die Möglichkeit, daß es zu Ausgleichsströmen und somit Signalverzerrungen kommt. Hier kann man ggf. auch wieder mit Übertragern in der Signalkette arbeiten, um dies dennoch zu erreichen.

Oder aber man nimmt schlichtweg einen allpoligen Umschalter, wenn man nur entweder das eine oder andere Endgerät nutzen will und gewährleistet, daß der jeweilige maximalpegel, den das Gerät erwartet, auch nicht überschritten werden kann.
 

hanspeter63

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twostone hat halt mal wieder extreme angst dass wenn man zwei wiedergabegeräte mit jeweils 47kohm eingangsimpendanz über ein y kabel an einen soundkartenausgang anschliesst denn die parallelschaltung von 2 widerständen is ja so gefährlich weil dann insgesamt eine unglaublich niedrige eingangsimpedanz von 23,5 kohm resultiert.

twostone ist halt in seinem leben zu oft in kontakt mit spannungen über 24V gekommen, dass er nur noch ängstliche schlussfolgerungen von sich gibt.
 

Twostone

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Ach, der hanspeter.
 
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Elbrathil

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Praktikablere Lösung:
Aktive Lautsprecher an blau, Kopfhörer an grün, denn die Soundkarte hat ja schon 2 Anschlüsse :p
Ich weiß nur nicht, ob die beide gleichzeitig wiedergeben, habe ich noch nie getestet und benutze auch keine Onboard-Karten :)
@TE, kannst es ja mal testen und berichten
 

born2fight1988

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@Twostone:

Deine Ausführungen übersteigen mein Wissen in dem Bereich bei weitem, deshalb verstehe ich davon mal genau garnichts.

Kannst du mir das eventuell etwas verständlicher erklären, eventuell mit Links zu den benötigten Produkten?

Ich möchte an meine Soundkarte (X-FI Gamer) mit einem Line Out, drei Verstärker anschließen.
Davon sind zwei normale Stereoverstärker, einer ein Kopfhörerverstärker.

Also den LineOut per y-Kabel splitten ist ja nicht gut wie ich es verstanden habe.

Gibt es alternativ Soundkarten mit mehreren Ausgängen?

Vielen Dank
 
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Twostone

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Gibt es alternativ Soundkarten mit mehreren Ausgängen?
Es gäbe die Möglichkeit, per Software (z.B. Jackd oder virtual audio cable, wobei ich die Möglichkeiten des letzteren nicht genau kenne und dies denn auch nur mit Vorsicht empfehlen kann, evtl könnte Dir der Nutzer Jesterfox mehr darüber sagen) ein Stereo-Signal auf mehrere Ausgänge einer Soundkarte zu routen. Damit wärest Du dann zwar aller Voraussicht nach nur auf Line-Pegel beschränkt, in dem von Dir geschilderten Falle jedoch wäre dies tatsächlich gewünscht.

Wenn Du lieber mit fertigen Geräten als mit Software-Bastellösungen arbeitest, würde sich z.B. dieses Gerät hier anbieten: ART MX225. Damit würdest Du zwar ebenfalls keine galvanische Trennung der einzelnen Geräte erreichen, da es lediglich Impedanzwandler, U/I-Umsetzer und Nichtinvertrierer nutzt, hast aber hier den Vorteil, daß Deine Quelle (Soundkarte) unabhängig von der Anzahl der angeschlossenen Zielgeräte stets mit einer hochohmigen Quelle beschaltet ist. Da es sich um ein fertiges Gerät handelt, brauchst Du Dich nicht mit Berechnung, Kompensation und Einmessen der verschiedenen OPV-Beschaltungen auseinanderzusetzen.

Wenn dann noch eine galvanische Trennung gewünscht ist (was ich empfehlen würde), kannst Du natürlich auch günstige Massetrennfilter einsetzen, wenn Du es etwas besser willst, kannst Du als fertige Lösung z.B. auch die NA2F-D2B-TX bzw. deren Gegenstücke verwenden. Allerdings sind die kleinen NTE-Übertrager, die darin verbaut sind, nicht besonders Großsignalfreundlich, weswegen Du mit eher kleinen Pegel arbeiten solltest. Da hier auch eine sinnvolle Vorbeschaltung fehlt, geht der Kern recht früh in die Sättigung und klingt auch dann etwas unangenehmer. Für Kleinsignale mit einem Durchschnittspegel von -10 dBu sind sie jedoch brauchbar.

Brauchst Du ein wenig mehr Spielraum, bist Du dann schon eher im Bereich Eigenfertigung, wobei sich dann die Frage stellt, wie es um Deine Elektrotechnik-Kenntnisse bestellt ist. Du kannst zwar zur Not auch einen LTR-110 ohne Vorbeschaltung in den Signalpfad hängen, und trotzdem noch einen guten Klang auf Normpegeln für homerecording (besagte -10dBu) erreichen, besser und Universeller wird's jedoch mit passender Vorbeschaltung (wenngleich diese Verbesserung besonders bei Kleinsignalen eher messbarer Natur ist, als daß sie tatsächlich deutlich hörbar wäre).

Da ich nicht weiß, wie es um Deine Elektrotechnik-Kenntnisse bestellt ist, habe ich es mal bei Empfehlungen für fertige Geräte und ein paar Erwähnungen zum Selbstbau belassen. Themen wie Kleintrafobeschaltung für NF-Signale, Operationsverstärker und passive Filterstufen sind ein wenig zu komplex, um sie von Grund auf in einem einzigen Post für elektrotechnische Laien verständlich zu erläutern (nicht abwertend gemeint). Die erwähnten Gerätschaften erfüllen ihren Zweck ebenso und sind erst einmal etwas günstiger (und universeller einsetzbar) als maßgeschneiderte Lösungen.

Also den LineOut per y-Kabel splitten ist ja nicht gut
Das Problem ist, daß sich mit steigender Anzahl der Endgeräte die Bürde am Ausgang der Soundkarte immer weiter verringert (Stichwort: Parallelschalten von Widerständen). Dadurch erhöht sich der Stromfluß und die abgegebene Leistung. Wenn man mal die zusätzliche Erwärmung sowie die nicht proportionale Zunahme der Verlustleistung des Signalkreises der Soundkarte außer acht läßt, kann es bedeuten, daß der Signalkreis die benötigte Leistung bei Pegel x nicht bringen kann, die Spannung bricht ein und Du hast auf einmal ein Rechtecksignal (oder Gleichspannung) am Ausgang. Das klingt nicht nur scheiße, sondern ist auch noch Gift für Deine Lautsprecher.

Eine nicht ganz hanspeter'sche Lösung wäre eine Serienschaltung sämtlicher Eingänge, was jedoch (Spannungsteiler) einen drastisch reduzierten Pegel an den jeweiligen Endgeräten zur Folge hätte.
Der gravierendste Schwachpunkt jedoch ist, daß nun die Geräte auf unterschiedliche Referenzpotentiale gezwungen werden. Ist der Signalpfad nicht galvanisch von der Versorgungsspannung (Netz) getrennt, wird dies zu Ausgleichsströmen führen, denn das Referenzpotential der Soundkarte wird das der Netzversorgung sein. Nur die wenigsten sind tatsächlich entkoppelt (und die meisten Rechner haben heutzutage Schaltnetzteile ohne vorgeschaltete Trenntrafos verbaut). Haben nicht alle Geräte den selben Eingangswiderstand, sind auch die Pegel entsprechend unterschiedlich (Spannungsteiler). Fehler in einem Gerät wirken sich auf alle Geräte aus. Je nach Beschaltung der Eingänge kann es sein, daß stets alle Geräte zugeschaltet sein müssen, oder der Signalpfad ist unterbrochen.

Eine andere, eher hanspeter'sche Lösung wäre, die Geräte jeweils zu verketten. Auch hier müssen je nach Beschaltung (und Bedarf) alle oder ein Teil der Geräte zugeschaltet sein. Du klemmst den SK-Ausgang an den ersten Verstärker, gehst von dort von einem Line-Out ins Line-In des zweiten Verstärkers und von dort auf die gleiche Weise weiter zum Kopfhörerverstärker. Wenn Du dann den Kopfhörerverstärker nutzen willst, muß Du allerdings auch die vorangegangenen Verstärker einschalten.

Die einfachste brauchbare Lösung besteht aus einer Serienschaltung von drei Übertragern mit zwei Vorwiderständen und einem HF-Filter über alle drei Primärwicklungen sowie je einem RC-Glied sekundärseitig. Hier hast Du zwar auch die Nachteile eines Spannungsteilers, es ist jedoch egal, ob die Geräte ein- oder ausgeschaltet sind, der Stromkreis ist geschlossen. Lediglich die Veränderung des Eingangswiderstandes würde sich dann auf die Pegel der verbleibenden Geräte auswirken. Der Signalpfad wird jedoch nicht unterbrochen.
Weitere Vorteile wären besagte galvanische Trennung der einzelnen Geräte, wie auch eine Gleichtaktunterdrückung.
 
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