Coding-Assistent: OpenAI soll Codex um Fernsteuerung erweitern
OpenAI soll Berichten zufolge an einer Remote-Funktion für Codex arbeiten, über die sich der Coding-Assistent künftig direkt über ChatGPT steuern lassen soll. Die geplante Funktion erinnert stark an Claude-Code-Dispatch von Anthropic und könnte Codex erstmals komfortabel vom Smartphone aus bedienbar machen.
Codex vom Smartphone aus steuern
Darüber berichtet das in der Vergangenheit immer gut informierte Portal Testing Catalog unter Berufung auf einzelne Nutzer, die in der ChatGPT-App kurzzeitig eine neue Option zur Verbindung mit Codex entdeckt haben wollen. Begleitet wurde diese von einem Hinweis, laut dem Nutzer Codex künftig direkt über ChatGPT steuern können sollen. Damit könnte OpenAI seine Bemühungen weiter intensivieren, den zuletzt gewachsenen Abstand zum direkten Konkurrenten Anthropic wieder zu verkleinern.
Die neue Funktion erinnert dabei deutlich an Claude-Code-Dispatch, mit dem sich agentische Programmiersitzungen auf einem Desktop-Rechner direkt über ein Smartphone überwachen und steuern lassen. Eine vergleichbare Lösung könnte damit eine seit Langem bestehende Lücke bei Codex schließen, deren Fehlen von Nutzern wiederholt kritisiert wurde. Vor allem die bislang fehlende native Smartphone-Steuerung wurde dabei immer wieder als Grund genannt, stattdessen bei Konkurrenzprodukten zu bleiben.
OpenAI will anscheinend Boden gutmachen
Laut Testing Catalog würde eine solche Veröffentlichung zugleich die Pläne von OpenAI unterstreichen, Codex zu einer plattformübergreifenden Kommandozentrale auszubauen. Die neue Funktion würde sich damit nahtlos in das bereits im vergangenen Monat angekündigte Update einfügen, das Entwicklungsassistenten erlaubt, den Rechner im Hintergrund aktiv für eigene Aufgaben zu verwenden. Zum Start hatte OpenAI zudem mehr als 90 zusätzliche Plugins angekündigt, die Fähigkeiten, App-Integrationen und MCP-Server bündeln sollen. Ebenso soll mit dem Update die Steuerung per SSH-Zugriff möglich sein. Die neuen Funktionen stehen derzeit allerdings ausschließlich macOS-Nutzern zur Verfügung.
— ChatGPT (@ChatGPTapp) May 8, 2026
Zeitpunkt für eine Einführung ungewiss
Wann die neue Funktion tatsächlich eingeführt wird, bleibt bislang unklar. In den vergangenen Tagen sorgte OpenAI bereits mit einem Bild für Aufmerksamkeit, das neben einem Planeten ein dahinter eingeblendetes Eingabefeld mit der Aufschrift „message ChatGPT“ zeigte. Gleichzeitig sollen laut dem Bericht mehrere OpenAI-Mitarbeiter auf den Donnerstag als den Tag, auf den geachtet werden sollte, hingewiesen haben.
Das Bild löste daraufhin umfangreiche Spekulationen aus, wonach OpenAI möglicherweise ein seit Längerem vermutetes eigenes Smartphone ankündigen könnte. Andere Beobachter halten eine solche Vorstellung rund um die am morgigen Dienstag startende Android-Show 2026 von Google jedoch für unwahrscheinlich.