Neue KI-Verordnung in den USA: OpenAI gewährt Re­gierung früheren Zu­griff auf neue KI-Modelle

Michael Schäfer
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Neue KI-Verordnung in den USA: OpenAI gewährt Re­gierung früheren Zu­griff auf neue KI-Modelle
Bild: 12019 | CC0 1.0

Eine neue Regelung in den USA fordert KI-Unternehmen dazu auf, bestimmte Modelle der US-Regierung bereits 30 Tage vor ihrer Veröffentlichung zur Bewertung vorzulegen. Auch OpenAI will die als freiwillig bezeichnete Vereinbarung einhalten und sich damit an den neuen Vorgaben beteiligen.

Dies bestätigte George Osborne, Leiter des Bereichs „Countries“ bei OpenAI, gegenüber CNBC am Rande des South by Southwest London (SXSW), eines genreübergreifenden Innovationsfestivals, das Technologie, Wirtschaft, Kunst, Musik und Film miteinander verbinden will. Demnach beabsichtigt das Unternehmen, die von Präsident Donald Trump unterzeichnete Executive Order einzuhalten, die sich vor allem an Entwickler fortschrittlicher KI-Modelle richtet. Damit wird auch der KI-Spezialist die bislang freiwillige Vereinbarung unterzeichnen.

Regierung will wissen, ob ein neues Modell eine Bedrohung sein könnte

Die am 2. Juni 2026 eingeführte Regelung sieht vor, dass Unternehmen der US-Bundesregierung bereits 30 Tage vor der Veröffentlichung neuer Modelle Zugang gewähren. Innerhalb dieses Zeitraums sollen die Fähigkeiten der Systeme bewertet und insbesondere deren fortgeschrittene Cyber-Fähigkeiten analysiert werden. Das Ergebnis dieser Untersuchung soll zeigen, ob ein Modell als sogenanntes „Covered Frontier Model“ eingestuft werden muss, also als besonders leistungsstark gilt und bestimmte, vom US-Militär sowie Sicherheitsbehörden festgelegte Schwellenwerte für KI-Fähigkeiten – insbesondere im Bereich fortgeschrittener Cyber-Sicherheit – überschreite

Lieber eigene Vorschläge machen, als Vorgaben zu erhalten

Osborne, der von 2010 bis 2016 den Posten des Finanzministers in der britischen Regierung bekleidete, erklärte zudem, OpenAI nehme seine Verantwortung als Entwickler besonders leistungsfähiger KI-Systeme sehr ernst. Das Unternehmen warte nicht darauf, von Regierungen zu Maßnahmen aufgefordert zu werden, sondern unterbreite selbst Vorschläge, wie Behörden Sicherheits- und Schutzfragen im Zusammenhang mit KI überwachen können. Nach Ansicht Osbornes wird die Regulierung des KI-Sektors zudem weiter an Bedeutung gewinnen. Staaten sollten deshalb leistungsfähige Aufsichtsbehörden schaffen, die zugleich flexibel genug bleiben, um auf die schnelle Entwicklung der Technologie reagieren zu können.

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