NV-UV Cantor v0.93: GeForce-GPU-Undervolting-Tool jetzt auch für RTX 4000

Jan-Frederik Timm
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NV-UV Cantor v0.93: GeForce-GPU-Undervolting-Tool jetzt auch für RTX 4000

Das Tool NV-UV (Nvidia Undervolting), das Undervolting auf Grafikkarten von Nvidia noch einfacher macht, ist in einer neuen Version erschienen. Version Cantor v0.93 bringt jetzt auch für die RTX 5060 Ti Presets mit und unterstützt experimentell erstmals Nvidia GeForce RTX 4000 „Ada Lovelace“.

Schnellere Scans dank NVAPI

Für den Einsatz von NU-UV bleibt weiterhin die Installation des MSI Afterburner erforderlich, auch wenn das Tool mit „Cantor“ einen großen Schritt Richtung Eigenständigkeit geht: Denn ab sofort kann NV-UV beim Austesten der Undervolting-Grenzen („Active Scan“) über NVAPI selbst direkt Änderungen im Nvidia-Treiber vornehmen und muss dafür nicht mehr den MSI Afterburner nutzen. Damit reduziert sich der Zeitaufwand für einen Messwert von drei bis fünf Sekunden auf unter 50 Millisekunden, so der Entwickler.

Mit der Scan-Funktion in NV-UV lassen sich UV-Grenzwerte voll-automatisch auslosten
Mit der Scan-Funktion in NV-UV lassen sich UV-Grenzwerte voll-automatisch auslosten

Um mit NV-UV ermittelte Undervolting-Settings oder von der Community bereitgestellte Presets in der Praxis aktiv zu nutzen, bleibt der Afterburner indes das Partner-Tool der Wahl.

Preset-Tables für RTX 5060 Ti

Ebenfalls neu sind Preset-Tables für die GeForce RTX 5060 Ti, womit die Liste der mit Presets versorgten Grafikkarten auf Blackwell-Basis jetzt wie folgt lautet:

  • Nvidia GeForce RTX 5090
  • Nvidia GeForce RTX 5080
  • Nvidia GeForce RTX 5070 Ti
  • Nvidia GeForce RTX 5070
  • Nvidia GeForce RTX 5060 Ti

Jeweils vier verschiedene Presets-Tables werden angeboten, die dank konservativer Auslegung auf den meisten Grafikkarten laufen sollten, auf Wunsch aber weiter angepasst werden können:

  1. Eco (minimaler Verbrauch, leichter Performance-Verlust)
  2. Balanced (niedrigerer Verbrauch, kaum Performance-Verlust)
  3. Performance (niedrigerer Verbrauch bei Stock-Leistung)
  4. Max (Einsparpotential trotz höherer Leistung)

Neue Fail-Save-Funktion

Ebenfalls neu ist eine Fail-Save-Funktion: Stürzt ein Spiel ab, speichert „Game Replay“ niedrigere Taktraten zur zuletzt genutzten Spannung für den nächsten Start sofort ab, bevor ein Absturz des Betriebssystems dazwischen kommen kann.

Erstmals Support für RTX 4000

Neu ist der experimentelle Support für RTX 4000. Auch in diesem Fall gibt es bereits Presets, die allerdings noch aus bisher verfügbaren Community-Daten (z.B. auch ComputerBase-Community) und nicht auf Scans des Tools selbst basieren.

Und auch für Blackwell gibt es noch eine Anpassung: Weil die tatsächliche GPU-Spannung oftmals um 5 mV von der eigentlich gesetzten nach unten hin abweicht, kann das Tool diese Abweichung jetzt automatisch erkennen und für jede Taktstufe mit +5 mV auf die eigentlich gesetzten Werte ausgleichen.

Einen umfassenden, deutschsprachigen Guide bietet Entwickler Christian ebenfalls auf GitHub an.

Schon Erfahrungen gesammelt?

Wer aus der Community hat bereits Erfahrungen mit NV-UV gesammelt? Welche Erfolge konnten auch welcher Grafikkarte erzielt werden? Wie hilfreich waren die Presets? Über Rückmeldungen in den Kommentaren würde sich die Redaktion sehr freuen!