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Anbernic RG34XXSP: Retro-Konsole wird offenbar mit weniger RAM ausgeliefert

Michael Schäfer
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Anbernic RG34XXSP: Retro-Konsole wird offenbar mit weniger RAM ausgeliefert
Bild: Anbernic

Anbernic soll bei seinem Retro-Handheld RG34XXSP Änderungen an der Hardware vorgenommen haben, ohne diese gegenüber seinen Kunden zu kommunizieren: Laut Berichten wurde der Arbeitsspeicher auf 512 MB reduziert, obwohl im offiziellen Shop weiterhin 1 GB RAM in den technischen Daten angegeben wird.

Dies berichtet das gewöhnlich gut informierte Retro-Portal RetroHandhelds unter Berufung auf einen Beitrag im Subreddit r/Anbernic. Demnach soll Anbernic den Speicher seines Klapp-Handhelds stillschweigend von ursprünglich 1 GB auf inzwischen nur noch 512 MB reduziert haben, obwohl im eigenen Shop bis zur Veröffentlichung der Meldung weiterhin die frühere Ausstattung aufgeführt wurde. Es handelt sich dabei nicht um die erste Kürzung des Arbeitsspeichers: Zum Marktstart im Mai 2025 verfügte das RG34XXSP noch über 2 GB RAM, ehe die Ausstattung kurze Zeit später bereits halbiert wurde.

Teardown zeigt einen einzelnen 512-MB-Speicherchip

Auf den Umstand aufmerksam wurde Reddit-Nutzer u/Pixogen, der seinen Handheld zerlegte und dabei lediglich einen einzelnen RAM-Chip vom Typ „Samsung 740 K4E4E324EE EGCF 512 LPDDR3“ entdeckte. Da sich laut Bericht nur ein einzelner Speicherbaustein im Gerät befinden soll, spricht der Fund gegen einen möglicherweise versteckten zweiten Chip.

Im Alltag dürfte die verringerte Speicherausstattung den meisten Besitzern eines RG34XXSP kaum auffallen, da ältere Retro-Spiele in der Regel nur wenig Arbeitsspeicher benötigen. Bei neueren Systemen und insbesondere bei Spielen über PortMaster könne der Unterschied jedoch deutlicher ausfallen. Auch Community-Experimente mit GameCube-Spielen auf dem Handheld seien ohne die ursprünglichen 2 GB RAM kaum möglich gewesen. Darüber hinaus hatte Anbernic die anfängliche Speicherausstattung von 2 GB gegenüber anderen Handhelds mit Allwinner-H700-SoC, die meist lediglich über 1 GB RAM verfügten, selbst als klaren Vorteil beworben. Zudem soll bei der zuerst veröffentlichten Variante noch LPDDR4-Speicher zum Einsatz gekommen sein.

Metallic-Blue-Modell erschwert Shell Swap

Dies scheint allerdings nicht die einzige Änderung zu sein, auf die u/Pixogen bei dem Modell mit reduziertem Speicher aufmerksam geworden ist. So soll das Display der neuen Metallic-Blue-Variante offenbar von einem anderen Hersteller stammen und zudem andere Treiber benötigen. Ein „Shell Swap“, also der Austausch des Gehäuses, werde dadurch erheblich erschwert, da offenbar nicht nur das Mainboard, sondern womöglich das komplette Innenleben übernommen werden müsste.

Probleme auch mit Custom-Firmware

Möglicherweise erklärt dieser Umstand auch die bisherigen Probleme von Custom-Firmware auf den Metallic-Blue-Modellen. Genannt werden unter anderem schwarze Bildschirme bei gleichzeitig hörbaren Menütönen unter muOS sowie Startprobleme bei Knulli und Rocknix, die laut zahlreichen Berichten teilweise gar nicht erst booten sollen.

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