Marketing oder wirklicher Nutzen?: Ayaneo zeigt mit Pocket Block das erste KI-Handheld
Ayaneo hat in seiner jüngsten Präsentation einen Ausblick auf die kommenden Monate gegeben und dabei neben der „Arcade Home“-Edition des Pocket Air Mini auch das Pocket Block seiner Sub-Marke KONKR vorgestellt, hinter dem sich ein Handheld mit KI verbirgt. Auch über die künftige strategische Ausrichtung wurde informiert.
Künstliche Intelligenz hält auch im Retro-Bereich Einzug
Auch bei Ayaneo hat man somit mittlerweile die künstliche Intelligenz als Marketingelement erkannt. Mit dem Pocket Block aus dem Budget-Label KONKR will der chinesische Retro-Spezialist neues Terrain erschließen und bezeichnet das Gerät selbstbewusst als weltweit erstes KI-Gaming-Handheld. Damit soll nicht nur eine neue Generation intelligenter Produkte eingeläutet werden, zugleich strebt Ayaneo danach, sich als „führender Wegbereiter innovativer Erzeugnisse im KI-Zeitalter“ zu positionieren.
Das neue vertikale Android-Handheld soll insbesondere durch seine hohe Personalisierbarkeit überzeugen. Dafür integriert Ayaneo zahlreiche KI-gestützte Konzepte und Funktionen, die laut Hersteller „Retro-Ästhetik mit einer von der Cyber-Kultur inspirierten Design-Sprache“ verbinden und zugleich den kompakten wie leichten Formfaktor klassischer Handhelds wieder aufleben lassen sollen. Wie genau die KI Spieler bei der Nutzung des Geräts unterstützen soll, erklärte Ayaneo-CEO Arthur Zhang während der Präsentation allerdings nicht näher. Somit bleibt abzuwarten, ob der Hersteller hier lediglich auf ein aufmerksamkeitsstarkes Schlagwort setzt oder tatsächlich einen spürbaren Mehrwert für Spieler schaffen kann.
Zum Marktstart sollen laut Ayaneo zunächst zwei Farbvarianten angeboten werden: eine lilafarbene Version sowie ein graues Gehäuse, das optisch stärker an den Game Boy von Nintendo erinnert. Konkrete technische Details bleibt der Hersteller bislang jedoch schuldig, diese sollen „in Kürze“ nachgereicht werden. Gleiches gilt für den finalen Veröffentlichungstermin und den Preis.
Erstes Gaming-Smartphone von Ayaneo liegt ebenfalls im Plan
Auch die Arbeiten am Pocket Play schreiten laut Zhang weiter voran. Das Gerät soll eine Mischung aus Smartphone und Gaming-Handheld darstellen und verfügt dafür über ein ausziehbares Gaming-Pad unter dem Display, das sämtliche benötigten Tasten und Funktionen bieten soll. Aufgrund des begrenzten Platzangebots muss allerdings auf analoge Joysticks verzichtet werden.
Bislang sind jedoch nur wenige technische Details bekannt. So soll das Pocket Play mit einem 6,8 Zoll großen OLED-Display ausgestattet werden und auf einen Dimensity 9300 von MediaTek setzen. Der Ende 2023 vorgestellte und im 4-nm-Verfahren gefertigte SoC verfügt über acht Kerne, die sich auf drei Cluster mit einem Cortex X3, drei Cortex A715 sowie vier Cortex A510 verteilen und maximale Taktraten von 3,25 GHz, 2,85 GHz und 2,0 GHz bieten sollen. Informationen zum Speicherausbau sowie zu weiteren technischen Spezifikationen liegen bislang hingegen nicht vor.
Auch zum Preis und zum Veröffentlichungszeitpunkt gibt es weiterhin keine Angaben. Bekannt ist bislang lediglich, dass das Handheld wie zahlreiche andere Retro-Produkte von Ayaneo über eine Kickstarter-Kampagne finanziert werden soll. Die dafür vorgesehene Seite wurde zwar bereits eingerichtet, das Crowdfunding selbst ist bislang jedoch noch nicht gestartet.
Keine Änderungen beim High-End-Handheld Next 2
Darüber hinaus erklärte Zhang erneut, dass die Arbeiten am Ayaneo Next 2 wie bereits in der vergangenen Woche in einem Update auf Indiegogo beschrieben planmäßig voranschreiten. Neue Informationen zum Verkauf gab es allerdings nicht. Somit ist weiterhin davon auszugehen, dass Ayaneo aufgrund der derzeitigen Speicherkrise lediglich die Unterstützer mit den bereits bestellten Geräten versorgen wird, darüber hinaus jedoch keine weitere Charge plant.
Retro neu aufgelegt
Neben den bislang vorgestellten Projekten plant Ayaneo unter dem Motto „Remake: Retro Reborn“ zudem Neuauflagen beliebter Retro-Modelle aus dem eigenen Portfolio. Diese sollen mit neuer Technik ausgestattet und als zweite Generation der jeweiligen Geräte verstanden werden. Um welche Modelle es sich dabei konkret handelt, verriet der Hersteller allerdings nicht.